Wenn wir gerade bei dem Thema sind, hier mal ein paar Fakten zum Thema Fakebestellungen: ja, es gibt sie. Nicht massenhaft, aber als spürbares und lästiges Phänomen. Davor schützen kann man sich nur bedingt, da solche Täter zur Not z.B. einfach Originaladressdaten aus dem Telefonbuch nutzen. Zwar setzen Provider wie wir verschiedene Sicherheitssysteme ein. Zu glauben, dadurch jeden Betrugsfall ausschließen zu können, wäre jedoch illusorisch.
Sobald wir eine Bestellung unter Nutzung falscher Adressdaten feststellen, sperren wir in der Regel den Account und lassen durch unsere Anwälte Strafanzeige erstatten. Häufig führt dies auch zu Ermittlungsergebnissen, die jedoch teilweise in der Einstellung des Verfahrens münden und daraufhin im Wege der Zivilklage von uns weiterbetrieben werden. Nicht, weil sich das finanziell für uns lohnen würde. Sondern aus Prinzip, um das gar nicht erst einreißen zu lassen. Je nach Staatsanwaltschaft (bzw. Staatsanwalt) wird die Thematik aber auch durchaus ernst genommen und verfolgt.
Besonders schlimm sind Versuche, über uns Phishingdomains zu registrieren sowie Spamversand und natürlich insbesondere die Hinterlegung illegaler Inhalte. Diesbezüglich hört auch jegliches Verständnis für Relativierungen (“Besoffen. Minderjährig. Schwere Phase. Versehen.”) auf.
Auffällig ist übrigens, dass zunehmend bei Bestellungen durch Minderjährige jedes Fünkchen Schuldbewusstsein bei den Eltern fehlt, sondern eher noch uns als Provider Vorwürfe gemacht werden. Ein trauriger Umstand. Denn wer, wenn nicht die Eltern, sollten ihrem Kind vermitteln können, was richtig oder falsch ist? Im Kontrast dazu steht ein herzliches Schreiben (per Post und handgeschrieben), welches uns kürzlich in einem solchen Fall erreicht hat. Gerne haben wir uns daraufhin kulant und außergerichtlich geeinigt. Denn bei allem Ärger war das ehrliche Bemühen, die Angelegenheit ordentlich aus der Welt zu schaffen, ein positives und leider immer selteneres Erlebnis.
So, da hat also jemand bei einem Hoster ein Paket unter Angabe falscher Daten bestellt. Unter Nutzung der Software “Internet Anonym VPN” von Steganos. Jetzt sollte der Betreiber des Anonymisierungsdienstes die IP-Nummer des Benutzers an die Staatsanwaltschaft herausgeben. Weil das eigentlich nicht erlaubt ist, hat man kurzerhand eine schwere Straftat daraus gemacht:
In diesem Beschluss wurde aus dem Betrugsversuch eine schwere Straftat “aufgrund der erheblichen kriminellen Energie und der Verschleierung der wahren Identität” konstruiert. Offenbar ohne Kenntnis der Hintergründe mangels Ermittlungerkenntnissen ging der Bamberger Amtsrichter von mehreren Tätern aus, die sich “gezielt dieser Technik bedienen”. Er vermutete “ein Handeln in gewerbsmäßigem Umfang mit bandenmäßigen Strukturen”. Die Herausgabe der IP-Adresse sei daher auch unter Berücksichtigung der Einschränkungen des Bundesverfassungsgerichts verhältnismäßig.
Durch das LG Bamberg wurde das am Ende zwar wieder kassiert. Dennoch erstaunlich, wie schnell erstmal eine (für Betreiber wie uns zweifellos lästig und ärgerliche) “Fakebestellung” zur schweren Straftat erhoben wird, nur um an die Daten aus der Vorratskammer zu gelangen. Zumal unsere eigenen Strafanzeigen – im krassen Gegensatz dazu – teilweise sogar bei Ermittlung des Täters mangels öffentlichenInteresses eingestellt werden.
Wir selbst vorratsdatenspeichern übrigens nicht.
(Gefunden bei heise.de)
Im Rahmen eines neuen Serviceangebotes, welches in Kürze starten und als zusätzliche Option über den regulären “Premum Service” gem. SLA hinaus gehen wird, heißt es für einige Mitarbeiter: Ab zum Fotografen! Denn die KollegInnen werden sich zukünftig mit einem Zähnefletschen freundlichen Lächeln im Kundenmenü ihren fest zugeteilten Kunden vorstellen. Was bei wechselnden Kundenkontakten im “nomalen” Kundenservice weniger im Vordergrund steht, ist bei einer langfristigen und festen Zusammenarbeit durchaus nicht unwichtig. Damit die Bilder auch wirklich gut werden, haben wir uns gegen eine “Do-It-Yourself” Lösung entschieden. Dürfte auch besser so sein. Denn so gut wir im Hosting sind,…
Für Firmenwagen unserer MitarbeiterInnen (okay: und der Geschäftsleitung) nutzen wir bisher verschiedene Versicherungsgesellschaften. Um Kosten zu sparen und die Verwaltung zu vereinheitlichen, führen wir diese zum Jahresende bei einem Versicherer im Rahmen eines Gesamtvertrages zusammen. Das ist jetzt zwar einmalig etwas Aufwand, der sich aber mittel- und langfristig auszahlt.
Nun kann man ja zur EU stehen, wie man mag. Aber sämtliche E-Mails mit Absenderadresse *@*.eu als Spam auszufiltern, ist unfair suboptimal
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Vor längerer Zeit haben wir einen Vertrag gekündigt, nachdem es zu offenen Posten und wochenlangem Zahlungsverzug gekommen ist. Auf Bitte des Betroffen haben wir diese Kündigung zurück gezogen. Dafür hat er zugesagt, in Zukunft alle Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Jetzt geht das Spiel seit einiger Zeit wieder von vorne los und es häufen sich die Außenstände erneut. Schade, aber damit werden wir die Zusammenarbeit nun endgültig und fristgerecht beenden.