Nach Veröffentlichung eines Entwurfs des neuen Blogdesigns vor ein paar Tagen, hier nun der aktuelle und voraussichtlich fast endgültige Stand zur Information. Dieses Mal in größerer Auflösung
. Feedback dazu ist natürlich erwünscht. Danke an Designer Jan Persiel an dieser Stelle für die gute, erstmalige Zusammenarbeit.
Fotoquelle für Beispielfotos: http://www.flickr.com/photos/codiceinternet/3664715205/
Neulich hatten wir hier erwähnt, dass der seitens eines Lebensmittelsdiscounters gegen die Marke WhoisPLUS eingelegte Widerspruch durch das DPMA abgelehnt worden ist. Nun hat auch das für EU-Marken zuständige HABM entschieden – und zwar gegen uns. Interessant, wie ein identischer Sachverhalt zweimal so unterschiedlich beurteilt werden kann. Und welche Argumente für eine Verwechslungsgefahr herhalten müssen. Weil ja auch jeder bei “WhoisPLUS” sofort an Lebensmitteleinkauf denkt.
Auf Anraten unserer Anwälte werden wir jedenfalls Berufung einlegen. Und abwarten, was am Ende wirklich rauskommt. Wie heißt es so schön: Wie gewonnen, so zerronnen.
Entscheidung.pdf
Immer mehr Unternehmer entscheiden sich für die häufg auch als “Mini-GmbH” bezeichnete Rechtsform der “Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)”, kurz “UG”. Grundsätzlich machen wir keinen Unterschied bei Neukunden und stufen auch nicht pauschal neue Partner nur aufgrund z.B. der Rechtsform als gefährlich riskant ein. Dennoch lassen von der Creditreform Münster verbreitete Zahlen aufhorchen. Demnach ist jeder vierte Gesellschafter von 188 überprüften “Mini-GmbHs” mit negativen Bonitätsmerkmalen (privates Insolvenzverfahren, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung über die Vermögensverhältnisse, usw.) vorbelastet. Das ist ein ungewöhnlich hoher Wert und es bleibt abzuwarten, ob sich die “UG” einen ähnlich schlechten Ruf wie die vielen “Ltd.”-Gesellschaften erwerben wird. Für alle soliden Gewerbetreibenden, die den Vorteil einer “Unternehmergesellschaft” nutzen möchten (oder einfach nicht das Stamkapital für eine GmbH aufbringen können), wäre das ärgerlich. Aus diesem Grund werfen wir auch weiterhin nicht irgendwelche Kundengruppen in einen Topf, sondern gehen individuell und mit Augenmaß vor.
Im Insolvenzfall steht es dem gerichtlich bestellten Inolvenzverwalter frei, ob er sich für Erfüllung des geschlossenen Vertrages entscheidet oder nicht. Entscheidet er sich dafür, muss er auch für ab Eröffnung des Insolvenzverfahren entstandene Kosten geradestehen. Zur Not persönlich.
Es ist daher auch nur schwer verständlich, weshalb im vorliegenden Fall erst Vertragserfüllung gewählt wurde, ohne die danach gestellten Rechnungen zu bezahlen. Und jetzt auf die (nach mehreren Erinnerungen) aktivierte Domainsperrung mit haltlosen Drohungen reagiert wird.
Gerne haben wir den Account dennoch vorläufig wieder entsperrt und letztmalig um zeitnahe Zahlung gebeten. Die hoffentlich auch wirklich erfolgt. Immerhin geht es um rund 100 Euro netto. Kein Geld, dass man einfach unter den Tisch fallen lassen kann einerseits. Wenig Geld für ein bei weiterer Nichtzahlung anstehendes Verfahren mit Anwaltskosten, Gerichtskosten, hohem Aufwand, usw. andererseits. Nur gut, dass am Ende zur Not nicht nur die insolvente Firma für den Gesamtbetrag haftet.
Aufgrund der neu eingeführten SSL-Zertifikate standen wir vor der Frage, wie mit bereits beauftragten Verlängerungen der nun nicht mehr angebotenen Zertifikatstypen verfahren werden soll. Auf den ersten Blick wäre es am naheliegensten gewesen, einfach das neue Zertifikat für 19,95 € Jahrespreis zu nutzen. Damit hätten wir manchen Kunden aber unter Umständen einen Bärendienst erwiesen. Zum Beispiel, weil sie bewusst ein “QuickSSL Premium” Zertifikat (mit anderem Root-Zertifikat, welches manche ausgefallenen Browser wohl besser erkennen) gewählt haben oder nicht auf das bisherige, gewohnte “Site Seal” verzichten wollen. Die einfache Bearbeitung aller bereits vorliegenden Bestellungen zum alten Preis hätte jedoch aus Kundensicht einen üblen Beigeschmack gehabt.
Wir haben daher alle betroffenen KundInnen angeschrieben und ihnen die Wahl überlassen. Die Rückmeldungen haben uns angenehm überrascht. Waren Sie doch mit einer ganzen Menge Lob und netter Worte verbunden. Anscheinend ist es immer noch zu ungewöhnlich, dass Firmen sich über solche Dinge Gedanken machen und nicht einfach sagen “Pech gehabt”. Gut für uns, aber ein Armutszeugnis für den Servicestandort Deutschland.
Nachtrag: Hier noch ein paar Kundenkommentare diesbezüglich.
“Vielen lieben Dank für die Aufmerksamkeit und blue skies (wie sich die Fallschirmspringer wünschen)”
“…na das ist doch mal eine gute Nachricht! Kaum zu glauben, dass es sowas noch gibt…”
“wir sind immer wieder beeindruckt von dem fairen Service von Domainfactory
”
Buchhaltungsarbeiten mal Anders: In der Buchhaltung waren bisher noch immer Bürotische im Einsatz, die nach z.T. fast 10 Jahren intensivem Ärmelschonerabrieb intensiver Nutzung und mehreren Umzügen nicht mehr ganz zeitgemäß gewesen sind. Erforderliche Umstellungen aufgrund veränderter Anforderungen haben wir daher als Gelegenheit genutzt, um auch in diesem Bereich fünf neue, moderne Arbeitsplätze einzurichten. Wobei ein Platz bereits für unseren Postausgangsfachmitarbeiter Franki T. reserviert ist. So sehr wir uns auch auf das fertige Ergebnis freuen, so “nervig” sind die bis dahin anfallenden Auf-/Um-/Einräumarbieten. Aber was tut man nicht alles… *seufz*
. Wenigstens bauen wir die Möbel dieses Mal nicht selbst auf.