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9. Oktober 2009
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IPv6 bei domainFACTORY

Dem Internetprotokoll IPv4 gehen allmählich die Adressen aus und der Nachfolger IPv6 steht längst in den Startlöchern. Der praktische Einsatz erfolgt bisher jedoch in eher homöopathischen Dosen. Dabei ist das ein  hausgemachtes Henne-Ei-Problem. Denn die Netzbetreiber sagen: “Das nutzt ja noch keiner”. Und die Hoster sagen: “Das kann ja noch keiner nutzen”.

Einerseits ist dieses Verhalten verständlich, weil es in der Praxis sooo viele heute relevantere und kurzfristig nützlichere Dinge zu tun gibt als die Investition in ein Protokoll, das noch keinen breiten, praktischen Nutzen hat (eben weil es von “den Anderen” meistens auch noch nicht untersützt wird). Zielführend ist das jedoch nicht. Wir selbst testen daher auch seit mehreren Monaten IPv6, um bei einer wann auch immer anstehenden Umstellung bereits auf Erfahrungen zurückblicken und Vorleistungen zurückgreifen zu können.

Aus diesem Grund ist auch z.B. df.eu bereits seit einigen Monaten per IPv6 erreichbar: direkt unter http://ipv6.df.eu (dieser Link geht natürlich nur, wenn der jeweilige Provider ebenfalls IPv6 unterstützt ;-) – was leider immer noch viel zu selten der Fall ist).

Als Netz haben wir von der RIPE ein 2a00:1158::/32 Netz bekommen. Das sind 79.228.162.514.264.337.593.543.950.336 , also gut 79 Quadrilliarden, nutzbare IP Adressen. Die sollten für eine Weile reichen.

Was ist denn nun aber der Vorteil von IPv6? Dazu eine kurze Erläuterung aus der Technik (danke auch für den Versuch, das nicht ganz so techniklastig zu schreiben ;-)):

Der größte Vorteil von IPv6 ist wohl der riesige Adressraum. IPv4 sind 32Bit Adressen und IPv6 haben sogar 128 Bit. Dies ermöglicht die hohe Anzahl an IP Adressen pro Subnet. Zudem wird das NAT Protokoll überflüssig (bei der interne IP-Nummern gebündelt und durch den Router über eine offizielle IPv4 Adresse nach außen geroutet werden). Mit IPv6 gibt es kein NAT mehr, sondern jeder Rechner könnte eine offizielle IP Adresse bekommen. Dies erhöht somit die End-To-End Security um ein erhebliches, weil nicht mehr alles über einen Router mit NAT laufen muss.

In naher Zukunft wird es nicht mehr einfach sein, bei RIPE noch weitere IPv4 Adressen zu erhalten. Deshalb ist es wichtig, bereits jetzt schon auf IPv6 zu setzen. Irgendwann gehen die IPv4 Adressen wirklich mal aus, so dass das Internet ohne IPv6 nicht mehr wachsen könnte.

Auf http://ipv6.he.net/statistics/ gibt es sogar einen Zähler, der zeigt wann die Adressen ausgehen. Mit IPv6 kann man quasi jedem Kugelschreiber eine offizielle IP Adresse geben und diesen direkt über das Internet erreichen. Genauer gesagt kann man pro Quadratzentimeter auf der Erde 1500 Geräte adressieren.

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Ja, wir sind geizig.

Okay, wir geben es zu. Ertappt. Erwischt. Nichts mehr zu leugnen: Wir sind geizig. Außerdem kosten uns manche Fälle richtig viel Umsatz. Kein Wunder also, dass wir bei unseren Rechnungen sparen müssen und diese nur als “Demo-Version” erstellt werden. Das spart Lizenzgebühren und ist somit einfach günstiger.

Bevor es jetzt heißt: “Die spinnen doch, bei dF” hier die Aufklärung:

Kunde: “Wir bitten um eine Rechnung ohne ‘Demo-Version’ Logo auf der Rechnung.”

Support: “Leider haben wir Ihre Anfrage nicht verstanden. Deshalb bitten wir Sie, erneut uns zu schildern, welches Anliegen Sie an uns haben, damit wir Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen können.”

Kunde: “Auf der Rechnung die ich in meinem Account sehe, gibt es einen Hinweis über eine “Demo Version www docu-track com” quer über der Rechnung (siehe Anlage).”

Support: Wir haben den Sachverhalt für Sie geprüft und können Ihnen hierbei mitteilen, dass die Demo-Version Ihres PDF-Viewers diese Darstellung veranlasst. Sie verwenden hierbei anscheinend eine Test-Version der Firma Doku-Track: Wir empfehlen Ihnen daher die Verwendung des freien PDF-Programms “Acrobat Reader” welchen Sie kostenfrei nutzen können. Seien Sie also gewiss, dass sämtliche Rechnungen Ihnen als Vollversion zur Verfügung stehen.

:-) :-D

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Teurer Spass

Manchmal kann Hosting ganz schön teuer sein… ;-)

Fall 1: Für die in unseren Tarifen enthaltenen Mailinglisten gelten relativ eng gesetzte, gesonderte Traffic-Inklusivvolumen. Immerhin ist eine E-Mail in der Regel nur wenige kB groß und das Limit soll primär – zusammen mit anderen Maßnahmen –  den unerwünschten Massenversand über unsere Server eindämmen. Denn für Spamer ist es einfach unwirtschaftlich, die oft enorm hohen Mailvoluminia über uns abzuwickeln und teuer bezahlen zu müssen.

Manchmal erwischt es aber auch einen “normalen” Kunden:

Viel, viel Mailinglistentraffic

Natürlich haben wir nicht auf die Rechnung bestanden, zumal das ein einmaliger “Ausrutscher” im Vergleich zum sonstigen Volumen gewesen ist.

Fall 2: Ein Kunde hat ein Video zum Download hinterlegt. So weit, so gut. Leider fand das sehr viele Interessenten. Und hat sehr viel Traffic erzeugt. So viel, dass selbst die enthaltenen 100 GB Freivolumen nicht mehr gereicht haben. Die Folge war eine hohe Rechnung Anfang Oktober:

Und noch eine hohe Rechnung...

Kein Wunder, dass der Kunde sich darüber nicht gefreut hat. Wobei es schon etwas schade war, dass er von vorne herein einen Fehler bei uns vermutet hat. Denn der war (eindeutig) auszuschließen. Sei’s drum: Gerne haben wir auch auf diese – an sich vertraglich vereinbarte – Rechnung gegen einen symbolischen Betrag von 25,00 € verzichtet. Der zuständige Mitarbeiter ruft den Kunden auch noch persönlich an, um ihm die frohe Nachricht zu überbringen.

Merke: Umsatz ist gut. Aber nicht um jeden Preis.

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Domainverpfändung: The story continues…

Es war ja sowas von klar, dass die Verpfändungsanzeige eines Kundens noch für Arbeit sorgen würde. Denn die Story geht weiter: Der Kunde hat sich bei uns beschwert, weil die Onlinekündigung nicht mehr geht – und ist bezüglich der Domainverpfändung aus allen Wolken gefallen. Weiß da die eine Hand nicht mehr, was die Andere tut? Oder steckt mehr dahinter?

Angeblich kam ja auch unser Ende September versendertes Schreiben nicht an. Also gut: die uns übermittelten Unterlagen raussuchen, kopieren und mit dem erneut gedruckten Antwortschreiben nochmals versenden. Wir haben ja auch sonst nichts zu tun. Da sind die innerbetrieblichen Querelen einer Versandhauses eine gerade willkommene Abwechselung.

Teil 3 folgt. Garantiert.

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Ihre Domain wird auslaufen!

Vorsicht bei E-Mails, die an einen angeblich zu verlängernde Domainnamen erinnern:

Die Domain … wird am 2009-11-28 auslaufen. Wenn Sie weiterhin Ihren Domainnamen benutzen möchten, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link.

Zur Verlängerung Ihrer Domain klicken Sie bitte hier: http://www…

Sobald die Zahlung abgeschlossen ist, erhalten Sie eine Bestätigung und der oben genannte Domainname wird automatisch erneuert.

Nur im Kleingedruckten erfolgt der Hinweis darauf, dass es sich um ein Angebot zur Domainübernahme handelt. Da obendrein die E-Mail noch von einem relativ neutralen Absender kommt, fallen garantiert jede Menge besorgte Domaininhaber darauf rein. Die Firma selbst sitzt in Großbritanien und ist mal wieder schwer zu greifen.

Auszug aus der Spammail

Ärgerlich. Zumal bei Aufruf der Webseite mit einer angeblich erfolglosen Whoissuche auch noch suggeriert wird, die Domain wäre bereits gelöscht worden (“no match for…”). Insgesamt macht die Seite an sich durchaus einen seriösen und daher glaubwürdigen Eindruck. Auch, dank diversen Partnerlogos. Ob die damit wohl wirklich einverstanden sind?

Homepage-Screenshot

Man beachten auch den Preis für eine .info-Domain: 59,95 €. Wir sind eindeutig zu günstig, glaube ich ;-).

Merke: Wenn eine Domain angeblich zur Verlängerung ansteht, erst den Provider fragen. Und die E-Mail so lange ignorieren. Das spart Geld und Nerven. Immerhin verlängern fast alle Provider die Domains automatisch und kümmern sich um den gesamten notwendigen Ablauf.

Update: Seit 11:08 Uhr ist die gesamte Webseite aus der E-Mail nicht mehr erreichbar: “403 Forbidden” bei Aufruf der Domain bzw. “404 Not Found” bei Klick auf den Link in der E-Mail. Vermutlich nur ein kurzfristiger Defekt. Wäre sonst ja auch zu schön, um wahr zu sein.

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Der wahrscheinlich schnellste Tarifwechsel der Welt

Manchmal muss es eben schneller gehen. Vor allem, wenn bei einem Kunden “Not am Mann” ist. Dessen dedizierter Server war in Folge einer aktuellen Veranstaltung überlastet. Schön, wenn man in solchen Fällen unbürokratisch helfen kann:

16:11 Uhr: Hilferuf erreicht uns

16:17 Uhr: Tarifwechsel nach Überprüfung des benötigten Zielservers (ManagedServer Core7) bei der Technik beauftragt

16:23 Uhr: Tarifwechsel bei der Technik in Bearbeitung

16:26 Uhr: Tarifwechsel läuft

15 Minuten bis zum Tarifwechsel – und einem überglücklichen Kunden. Schön, wenn in solchen Fälle alle Zahnrädchen gut ineinander greifen und am Ende alles passt. Danke dafür, liebe KollegInnen.