Warum tauschen wir nicht einfach den Server?

von Sara veröffentlicht am 11. November 2009, 17:04 Uhr

In der Theorie ist das klar: Hardwaredefekt? Dann Platten raus aus dem Server, in ein anderes Gerät rein – und weiter geht’s. Für diese auch in der Praxis sehr hilfreiche Option stehen stets ausreichende Ersatz- und Bereitschaftsgeräte in allen relevanten Konfigurationen zur Verfügung. Leider hilft uns dies im vorliegenden Fall nicht weiter, da in einer bestimmten Konstellation aus Hardwareplattform + Linux-Kernel-Version ein RAID-Defekt auftritt. Dieser lässt sich auch nicht dadurch beheben, dass die betroffenen Platten in einen anderen Server verbracht werden; dort tritt das Problem identisch wieder auf.

Es ist in solchen Fällen daher z.B. erforderlich, die Festplatten in einem anderen Hardwaresystem zu starten. Die dafür erforderlichen Rekonfigurationen nehmen leider einige Zeit in Anspruch, zumal eine Klärung der Ursache gerade bei RAID-Problemen besonders wichtig ist, da stets latent die Gefahr von Datenverlust mit im Raum steht. Zwar liegen die Daten gespiegelt vor und es gibt auch ein Backup aus der vergangenen Nacht. Dennoch haben wir – um es sprichwörtlich zu sagen – “schon Pferde kotzen sehen” und behandeln daher RAID-Probleme mit noch einmal erhöhter Sensibilität.

Dies geht natürlich leider zur Lasten der Problembehebungsdauer. Betroffene Kunden können aber sicher sein, dass wir Optionen wie Hardwaretausch usw. stets prüfen und wenn immer möglich durchführen.

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Kommentare & Trackbacks

Andi 12. November `09 09:37 Uhr

Hallo,

interessanter Artikel, der sehr schön die Zusammenhänge etwas erklärt. Spontan ist mir dazu eingefallen, dass mir vor langer Zeit ein Lehrer immer wieder “Murphys Law” eingetrichtert hat. :-)

Und ein zweiter Gedanke ist mir durch den Kopf geschossen: Gibt es die Möglichkeit, Euer Rechenzentrum einmal zu besichtigen? Das wäre bestimmt eine Reise nach München wert. Oder ist das Betriebsgeheimnis?!?

Gruß

Kuämbä 12. November `09 14:07 Uhr

Ich finde nichts in der Windows-Hilfe unter “Pferde kotzen sehen”. Vielleicht weiß die Linux-Hilfe da mehr?

Nils Dornblut 12. November `09 15:08 Uhr

Gerne würden wir eine Besichtigung des Rechenzentrums ermöglichen und eine Führung durch dieses anbieten. Aus Gründen der Betriebssicherheit ist es uns jedoch leider nicht möglich, Dritten den Zugang zu den Räumlichkeiten und Flächen zu gewähren. Dies liegt nicht nur an unseren eigenen betrieblichen Sicherheitsvorschriften, sondern auch an zentralen, für uns bindenden Sicherheitsvorgaben des gesamten Komplexes, zu welchem unser Rechenzentrum gehört.

MissVip 13. November `09 11:15 Uhr

Das wollte ich auch schon lange mal fragen! Ein Besuch bei euch steht schon ewig auf meinem Wunschzettel. Natürlich würde ich auch ein Gastgeschenk mitbringen;) Ist da wirklich nichts zu machen?
Ihr seid ja selber Schuld an diesem Wunsch. Ihr leistet so gute Arbeit, dass sich hier draussen eine grosse Fangemeinschaft gebildet hat. Die muss betreut werden :) und sucht natürlich den engeren Kontakt ‹(•¿•)›

Markus Hagge 13. November `09 15:24 Uhr

So ein df-User-Event (vielleicht Tag der offenen Tür oder ähnliches) könnte mich auch mal nach München locken ;)

Das die Besichtigung des Rechenzentrums nicht geht ist Schade, aber nachvollziehbar – aber df ist ja nicht nur das Rechenzentrum (auch wenn das natürlich ein wesentliches Element ist). Ich würde jedenfalls gerne die mal persönlich sehen, die man fast tagtäglich im Forum liest oder mit denen man per Mail/Telefon kommuniziert.

Rüdiger 14. November `09 14:51 Uhr

Bei so einem Event wäre ich definitiv auch dabei :)