Der heutige Landrush für .eu-Domains mit Umlauten/IDN-Zeichen ist für uns und unsere Kunden durchaus zufriedenstellend und erfolgreich verlaufen. Gegen 13:30 Uhr (Start war um 11:00 Uhr) waren alle bei domainFACTORY vorbestellten Domainnamen zum Registrierungsversuch an die Vergabestelle weitergeleitet worden.
Von den insgesamt über 9.000 während der Vorbestellungsphase abgegebenen Vorbestellungen blieben nach erfolgter Durchführung des zufälligen Auswahlverfahrens noch etwas mehr als 4.000 Domainnamen übrig, welche dann tatsächlich an die Vergabestelle zur Registrierung weitergeleitet wurden. Von diesen wiederum konnten wir dann letztlich ca. 37 Prozent erfolgreich registrieren. Durchaus eine akzeptable Quote, wie wir meinen
Der “Spaß” mit GMX geht weiter. Zur Erinnerung: Wir sind Opfer eines Datenmissbrauchs, da ein Betrüger bei GMX unter Angabe u.a. unserer Adress- und Kontodaten eine Bestellung getätigt hat.
Nachdem wir inzwischen schriftlich per Einschreiben mitgeteilt haben, dass ein Betrugsfall vorliegt und wir den Vertrag mit GMX nicht abgeschlossen haben, hat uns folgende Reaktion darauf erreicht:
Wir haben Ihre Ausführungen zur Kenntnis genommen. (…) In unserer Nachricht vom 18. und 28.11. haben wir Sie nochmals, wie auch bei Vertragsabschluss, über die Vertragsbedingungen informiert. Bitte beachten Sie, dass dieser Account online am 07.10.2009 20:33:35 Uhr über Ihr GMX-Postfach Leon_****@gmx.*** unter Ihrem (…) Namen angelegt worden ist. Hierzu möchten wir Ihnen mitteilen, dass Sie bei der Bestellung des Premiumdienstes im Rahmen des Bestellvorgang die dazugehörigen Nutzungsbedingungen erfolgreich gelesen und akzeptiert haben.
Was, bitteschön, ist an der Aussage “Wir haben die Bestellung nicht getätigt, es handelt sich um einen Missbrauch unserer Adress- und Kontodaten” so schwer zu verstehen, dass man darauf nicht mal in der Antwort eingehen kann? Zumal unser Schreiben (in Folge einer fruchtlosen Faxmitteilung nach Rückgabe der Lastschrift und einem sehr unerfreulichen Telefonat mit GMX) doch an sich missverständlich und eindeutig gewesen sein dürfte:

Heute und exklusiv im Blog vorab folgende Information hinsichtlich einer anstehenden .eu-Aktion:
Bereits die im Rahmen des Landrushes von .eu-Domains mit Umlauten/IDN-Zeichen erfolgreich registrierten Domains stellen wir unseren Kunden für ein Jahr kostenfrei zur Verfügung. Ab Freitag dieser Woche können wir diese besondere Aktion auch allgemein für die Registrierung von neuen .eu-Domains anbieten.
Die Aktion wird vom 11.12.2009 bis 28.02.2010 (spätestes Ende) laufen, ist jedoch mengenmäßig begrenzt.
Der Aktionspreis im ersten Jahr beträgt 0,00 €, erst ab dem zweiten Jahr fällt der reguläre Preis an. Ansonsten gelten die normalen Bedingungen (Laufzeit, usw.). Der Aktionspreis ist für jegliche neu bei uns registrierten .eu-Domains im Aktionszeitraum gültig, nicht jedoch für Providerwechsel oder Rebillings.
Damit trotz des begrenzten Kontingentes möglichst viele Kunden von der Gratis-Aktion profitieren können, ist die Anzahl der kostenfreien .eu-Domains auf 100 Stück je Kunde begrenzt.
Die reguläre Kundeninformation erfolgt am morgigen Freitag, dem Starttag der Aktion, via Forum, Newsletter und Presseaussendung.
Es gibt Dinge, die dürfen einfach nicht passieren. Und sind trotzdem nicht 100,0%ig zu vermeiden. So gestern der Ausfall von gleich zwei unserer Upstreamprovider.
Theoretisch ist alles klar: Wir sind mehrach-redundant angebunden, d.h. nutzen sowohl zwei Gebäudeführungen bei der Netzwerkanbindung als auch mehrere Upstream-Provider. Fällt eine Leitung oder fällt ein anderer Provider aus, kann dies so gut abgefangen werden.
Praktisch sah es gestern leider anders aus:
1. Es kam zu einem Leitungsbruch unserer Upstream-Verbindung zu Lambdanet im Telehouse “Landsberger Str. 155″ in München
2. Die redundant geführte Leitung zum zweiten Upstream TeliaSonera in der Seidelstr. in München ist, nachdem für 2 Stunden dort bereits der Traffic nach Ausfall der ersten Anbindung gelaufen ist, ebenfalls (und ebenfalls außerhalb unseres Einflussbereichs) ausgefallen.
Beide Ursachen lagen nicht bei uns und die Chance, dass das so zusammentrifft, ist enorm gering. Dennoch – irgendwer gewinnt ja auch im Lotto – kam es genau dazu. Zum Glück konnte Noris Networks einspringen und kurzfristig einen Notfall-Upstream zur Verfügung stellen. Dennoch gab es in weiten Teilen des Internet gestern zwischen 21:30 Uhr und 22:50 Uhr (nachdem auch die zweite Leitung durch ein Problem beim Anbieter ausgefallen war) zu Einschränkungen bei unserer Erreichbarkeit.
Dafür bitten wir um Entschuldigung. Die Problematik lag jedoch weder in unserem Einflussbereich noch haben wir Dinge wie Überwachung der Leitungen etc. versäumt.