Insolvenzgeld

von Sara veröffentlicht am 4. Januar 2010, 10:06 Uhr

“Insolvenzgeldumlage steigt um über 300%!”, so die Überschrift eines Artikels in einem von uns bezogenen Infodienst. Der Bericht startet dann auch vorwurfsvoll:

Was wurde in der Krise nicht alles versprochen – Entlastungen hier, Entlastungen dort. Verschwiegen wurde aber, dass auf Sie 2010 deutlich höhere Ausgaben zukommen.

Dabei sind die Fakten an sich ganz simpel und haben auch wenig mit anderen Maßnahmen zu tun. Denn in Folge der Wirtschaftskrise und der damit verbundenen Insolvenzen haben sich die Aufwendungen für das Insolvenzgeld drastisch erhöht. Die Insolvenzgeldumlage, welche von allen Unternehmen, die Arbeitnehmer beschäftigen, zu leisten ist, erhöht sich daher aufgrund einer Unterdeckung von 1,1 Mrd. € von bisher 0,1% auf 0,41%.

Natürlich ist diese Erhöhung unschön und in der Gesamtsumme auch eine spürbare Mehrbelastung. Aber Erstens: was wäre die Alternative? Der Entfall des Insolvenzgeldes sicherlich nicht. Zumal Zweitens das Schlimmste nicht die Erhöhung des Insolvenzgeldes ist, sondern das überhaupt so viele Firmen Insovlenz anmelden mussten.

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