Bankgebühren
SEPA als Segen? Für uns nicht. Über einen Teilapsekt hatten wir ja bereits an anderer Stelle berichtet. Nun haben wir noch eine neue Folge der ach so tollen Umstellung auf den einheitlichen EU-Zahlungsraum festgestellt: Bei Auslandsüberweisungen (z.B. aus der Schweiz) werden die Bankspesen nicht mehr direkt vom Überweisungsbetrag abgezogen, so wie es bisher bei “normalen” Auslandsüberweisungen der Fall gewesen ist. Hier kam dann eben nur ein Teilbetrag an und der Kunde war als Überweisungspflichtiger für eine spesenfreie Zahlung zuständig, so wie auch wir die Bankgebühren bei Zahlungen auf ausländische Konten übernommen und damit unsere Schulden beim Empfänger vollständig getilgt haben.
Ein an sich gutes und bewährtes System. Jetzt werden uns statt dessen gesonderte Bankgebühren für den Eingang von SEPA-Auslandsüberweisungen im Rahmen der Kontoabrechnung in Rechnung gestellt. Damit bleiben wir auf den Bankgebühren sitzen, die zudem je Vorgang noch ziemlich hoch sind und damit gerade bei kleinen Beträgen schnell einen Großteil der ursprünglichen Forderung ausmachen. Damit wäre es fast wirtschaftlicher, die Kunden um vorläufige Nichtzahlung zu bitten, bis ein höherer Betrag zusammengekommen ist.
Unsere Bank sucht derzeit nach einer Lösung – wie auch immer diese aussehen mag. Wir sind gespannt und haben die Hoffnung bisher nicht aufgegeben, doch noch zu einem vernünftigen Ergebnis zu gelangen. Derzeit sind jedenfalls eingehende SEPA-Auslandsüberweisungen für uns ein Geldvernichtungsmaschine, zumal – wie gesagt – die Gebühr bei den in der Regel niedrigen Zahlbeträgen in keinem auch nur halbwegs erträglichen Verhältnis zu den von Kunden getilgten Forderungen steht.
(Nachtrag und Klarstellung: Die “Single European Payment Area” (SEPA) hat mit Sicherheit auch ihre Berechtigung und Vorteile. Aber die Umsetzung im Detail ist – zumindest für uns und vermutlich auch viele andere Unternehmen – einfach nicht gut gelungen und wird bei einigen Firmen noch für Bauchschmerzen und ein böses Erwachen sorgen.)
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Veröffentlicht in Interna · Schlagworte: Bank, Bankgebühr, sepa





Das ist aber seltsam… Unsere Schweizer Kunden üeberweisen ebenfalls per SEPA und tragen in der Überweisung die komplette Spesenübernahme ein – wir haben bislang noch keinerlei Bankgebühren berechnet bekommen. Was ja auch korrekt ist.
Was läuft in Eurem Fall denn anders?
Kann ich auch nicht nachvollziehen. Insbesondere aus der Schweiz haben wir jetzt signifikant weniger Überweisungen bei denen irgendwelche Bankgebühren berechnet werden. Vor SEPA war das leider fast die Regel.
Die (widersinnige) Voreinstellung bei den Banken, die gewählt wird, wenn der Kunde keinerlei weitere Angaben macht (was vor allem im internationalen Zahlungsverkehr gänzlich unerfahrenen Kunden passiert), steht leider in der Regel auf Kostenteilung.
Für die EU-Standardüberweisung, die es ja immer noch gibt, ist SHARE (Kostenteilung) genau das Richtige, da zahlt der Absender seinen Buchungsposten wie bei einer Inlandsüberweisung und der Empfänger eben auch. Bei OUR bzw. BEN werden dagegen mehrere Euro in Rechnung gestellt, wofür auch immer …
[...] berichtet müssen wir gesondert berechnete Gebühren bei eingehenden Auslandsüberweisungen aus der Schweiz [...]