Gebühr: 20 Euro pro Brief
Ein Kunde hat offene Posten aus einer Rücklastschrift von Dezember 2009. Anstatt diese zu begleichen, stellt er uns ab sofort für jede E-Mail, die er an uns sendet, 20 € in Rechnung. Als Bearbeitungsgebühr für seinen Aufwand. Immerhin hat er ja (erst nach Rechnungsstellung, aber wen interessieren solche Details?) gekündigt und wird jetzt von bösen Zahlungserinnerung belästigt.
Konkret verweist der Kunde darauf, dass er gekündigt habe und er für diese Mitteilung nun 20 € Bearbeitungsgbühr verlange. Auf unsere AGB könnten wir verzichten und er werde den “Konsumentenschutz” und “Staatsanwalt” informieren, falls wir ihn nicht in Ruhe lassen sollten. In einer späteren E-Mail teilt der Kunde mit, dass wir ihm inzwischen für seine E-Mails 50 € schulden würden und wir fünf Tage Zeit für die Überweisung dieser Summe hätte.
(Anscheinend gibt es auf die 20 € / Mail einen Rabatt. Ansonsten wären die geforderten 50 € kaum zu erklären. Außer, er hat mal eine halbe E-Mail gesendet.
[Edit: oder verrechnet irgendwie mit unseren Forderungen, aber das geht so nicht auf )]
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Veröffentlicht in Interna · Schlagworte: kunde, Kundenfeedback, offene Posten





Ich finde die Idee toll. Ich verlange ab jetzt auch 20 Euro pro Kommentar, den ich hier schreibe.
herrlich, es geht uns allein gleich
vielleicht war das der gleiche der immer noch auf sein angebot in der mailbox wartet, oder wie das gestern/vrogestern war …
Interessant zu sehen, dass domainFACTORY auch mal Mail-Verkehr mit Kunden im Blog veröffentlicht. Auch wenn es lustig sein mag, ist das doch nicht die feine Art eines ehrbaren Kaufmanns.
Was es nicht alles gibt – Faszinierend.
@Benjamin: Da kein Name genannt wird, finde ich das nicht sonderlich problematisch.
Der macht es sich einfach. Eigene Rechtschreiberegeln und in der Mathematik ebenso eigene Regeln wie bei der Kündigung. Da ist klar, wer der Chef ist.
@Bejamin: In solchen Fällen finde ich, dass die Veröffentlichung durchaus erlaubt ist. Zumal ja keine Namen genannt werden.
Grandios!
Wenn ich nicht hin und wieder ebenfalls mit solchen “Kalibern” zu tun hätte, würde ich sagen, das gibt’s ja nicht.
Gibt’s aber leider.
Na, die Mathematik kann stimmen, weil er ja aufrechnen will. Wenn er vorher gerade x*20+10 Euro geschuldet hat, kommt er durch x+3 kostenpflichtige Mails auf 50 Euro Guthaben.
Hm, das ist echt ein ausbaufähiges Geschäftsmodell.
Fällt mir gerade noch auf: Durch das Aufrechnen hat er doch eigentlich die Forderung anerkannt …
Was mich doch etwas nachdenklich stimmt, wie man “Staatsanwalt” schreibt, scheint er zu wissen.
Das Geschäftsmodell ist klasse. Ich sollt umsatteln und mich zurücklehnen, gerade wenn man auch für jede Spammail 20 Euro bekommt, werde ich den Spamfilter gleich abschalten und im Club med buchen
. Arbeiten brauch ich dann ja nicht mehr, nur noch das Geld zählen
.
@Christoph:
Natürlich ist die Veröffentlichung in diesem Falle “erlaubt”. Ob es allerdings guter Stil ist, das zu tun, ist eine andere Frage…
Es hat eine psychologische Wirkung. Wenn der Schreiber der email das hier liest wird er vielleicht merken daß man ihn nicht ernst nehmen kann.
Was ich nicht verstehe welche Art von Kunden das sind. Wenn sich df jeden Kunden gegenüber so wie bei mir verhält wo liegt denn da die Schwierigkeit, oder sind da Zwischenhändler mit drin?
Auch bei mir gab es bei der Berechnung mal Fehler, dann sagt man das höflich, erklärt das und fertig….. DF ist doch kein solcher Verein wie manch andere wo es an der Kommunikation hapert.
Gut, auch ich hätte den Text nur veröffentlich wenn er mich besonders geärgert hätte, ansonsten hätte ich es aus dem Gedächtnis erzählt, aber ich denke daß Tobia Sara sich sicher was dabei gedacht hat als sie es so veröffentlichte. Ich gehe in meinem Blog wesentlich weiter. Wenn mal wieder so windige Gauner eine Betrügermasche bei mir versuchen werden sie mit Namen genannt. Ich denke die werden sich hüten zu klagen….
Sicher, df muß aufpassen. Es sind sicher nicht nur “Freunde” hier die das lesen und mancher Mitbewerber wartet nur auf einen Fehler…
KOmmen wir mal zu einer ganz wichtigen Frage: muss der Kunde nun Mehrwertsteuer an das Fianzamt abführen? Liegt hier ein Leistungsaustausch vor?
Vielen Dank für die Rückmeldungen und die kritischen Postings rund um das Thema “Zitierung von Kundenemails im Blog”. Gerne werden wir zukünftig – mit Ausnahme von besonderen Einzelfällen – auf eine wörtliche Zitierung verzichten. Den obigen Blogeintrag habe ich daher bereits editiert.
Auch wenn eine anonyme Wiedergabe von E-Mails in Auszügen an sich nicht problematisch sein sollte, akzeptiere und verstehe ich die damit einhergehenden Bedenken (“gehört sich einfach nicht”). Der Blog wird sicherlich nicht darunter leiden, wenn man im Zweifelsfall lieber auf direkte Zitate verzichtet.
Ich hoffe, dass damit unser Blog für alle LeserInnen gleichermaßen interessant und vor allem positiv besetzt bleibt.
Da bin ich aber ganz und gar nicht einverstanden. Die kritischen Stimmen waren hier in der Minderheit. Ich finde die Zitate interessant und sie gehören absolut in dieses Blog. Da hätte ich eher auf den Beitrag zum scheidenden Mitarbeiter in der Probezeit verzichtet.
Hi MissVip,
danke für die Rückmeldung und Unterstützung der bisherigen Praxis. Das “Problem” ist hier einfach, dass für uns als Unternehmen andere Maßstäbe gelten als für z.B. Privatleute die in ihrem Blog Dinge veröffentlichen. Wir haben uns nicht nur an rechtlichen Gegebenheiten zu messen, sondern auch moralische Komponenten stärker zu berücksichtigen.
Was ich aus den – hier und per E-Mail – geäußerten, kritischen Rückmeldungen herausgelese habe, sind berechtigte und akzeptable Punkte, auch wenn man darüber diskutieren kann.
Auch wenn der dF Blog nicht komplett “weichgespült” sein soll, möchten wir dennoch niemanden vor den Kopf stoßen. Auch wenn man über manche Beiträge durchaus geteilter Meinung sein darf, muss es einen gewissen Rahmen geben, innerhalb dem wir uns bewegen und der keinem Leser bzw. Kunden Bauchschmerzen bereitet.
In manchen Einzelfällen werden wir sicherlich auch in Zukunft die eine oder andere Zeile zitieren, wenn sich ein Sachverhalt ansonsten nicht darstellen lässt. Ansonsten geben wir das aber lieber indirekt wieder. Das ändert am Ergebnis und dem Einblick in “alltägliche und kuriose Situationen” nichts, nimmt aber einigen Kunden die Bauschmerzen.
Denn selbst wenn nur 10% unserer Kunden die Veröffentlichung als befremdlich empfunden hätten, sind das in diesem Fall einfach (vermeidbare) 10% zu viel.
Das “Problem” ist hier einfach, dass für uns als Unternehmen andere Maßstäbe gelten als für z.B. Privatleute
richtig erkannt.
Ich bin auch einmal hier im Blog zitiert worden. Allerdings hat Frau Marburg vorher freundlich angefragt. Es war jedoch ein Lob, welches zitiert wurde, nicht so eine Mail, wie sie heute früh noch hier zu lesen war