von Sara Veröffentlicht in Interna

Manche Entscheidungen trifft man nicht gerne und sie tun einem im Herzen weh, weil man sie treffen muss. Aber was soll man tun, wenn herauskommt, dass ein Mitarbeiter selbst als Webhoster tätig ist und während seiner Arbeitszeit sich nicht um unsere Kunden sondern sein eigenes Geschäft kümmert? Wenn er anstatt offene dF-Tickets zu beantworten, mit seinen eigenen (Neu-)Kunden kommuniziert und sogar Einstellungen von Freiberuflern für seine Firma über seinen Firmen-PC und während der Arbeitszeit abwickelt?

Mal abgesehen von den eindeutigen Regelungen im Arbeitsvertrag und der explizierten (von ihm verneinten) Rückfrage von uns vor Einstellung nach Nebentätigkeiten: Es sollte offensichtlich sein, dass man nicht einerseits im Kundenservices eines Hosters arbeiten und zeitgleich (zumal ohne Offenelgung und vorherige Abklärung) als unmittelbarer Wettbewerber am Markt auftreten kann. Und zwar nicht nur nebenher, sondern mit professioneller Homepage und konkurrierenden Produkten. Wenn dann noch die Arbeit für diesen Konkurrenten während der bezahlten Arbeitszeit bei uns erfolgt, zerstört dies das Vertrauensverhältnis nachhaltig.

Zumal da ja auch andere Fragen und Sorgen auftauchen, die zu berücksichtigen sind: Was ist mit den Kundendaten, auf die der Mitarbeiter Zugriff hatte? Was mit den Beratungsgesprächen, bei denen er unsere Kunden über die Tarife und Möglichkeiten informieren sollte? Wenn er nicht bei der Tätigkeit und Arbeitszeit eine klare Grenze ziehen konnte, ist ihm dies hier evtl. auch nicht gelungen?

Insgesamt ist das eine schwere, anfangs unglaubliche Situation. Leider hat sie sich schnell bestätigt: Durch einfache Netzrecherchen. Und E-Mailanfragen an den konkurrierenden Hoster. Die der Mitarbeiter sehr zeitnah (bei gleichzeitig offenen Tickets unserer Kunden) von seinem Firmen-PC aus während seiner Arbeitszeit beantwortet hat. Gezeichnet mit seinem Namen. Und: Dumm nur, dass zuletzt bei Einsichtnahme in den Bildschirm noch die Supportticket-Maske unseres Wettbewerbers offen war.

Viele Optionen bleiben bei so einer Konstellation in der Summe aller Punkte und unter Abwägung aller Gesichtspunkte und Aspekte nicht mehr. Dass der Arbeitnehmer dann auch noch gelogen hat, als wir ihn zur Rede gestellt haben, war dann nur noch ein letzter Mosaikstein.

Nachtrag: Natürlich könnten wir hier nur über tolle Sachen berichten und den Blog zum virtuellen Hochglanzprospekt machen. Wir sind aber mit dem Anspruch angetreten, offene Einblicke zu bieten. Und eine solch intern einmalige wie schwierige und belastende Situation gehört da eben auch dazu. Wenn das anders ankommen sollte, sind wir aber natürlich lernbereit. Und bitten um entsprechendes Feedback.

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von Sara Veröffentlicht in Interna

Als temporären Ersatz für die defekte Klingel haben wir eine schnurlose Lösung angeschafft. An sich sollten wir die dauerhaft behalten. Denn sie klingt besser als das Original ;-) .

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