Skriptlimits

von Sara veröffentlicht am 19. April 2010, 08:37 Uhr

Aus aktuellen Anlass (Twitter): Bei SharedHosting ist die Größe der über ein Webinterface hochladbaren Dateien standardmäßig begrenzt. Dies hat technische Gründe, da sehr viele sehr große Web-Uploads den Server belasten und damit wertvolle Ressourcen bei anderen Kunden entziehen können. Das http-Protokoll ist auch nicht für größere Uploads entwickelt worden; hierfür ist FTP besser geeignet. In der Praxis liegt es aber natürlich nahe, auch http zum hochladen kleinerer Dateien zu verwenden. Auch hier im Blog z.T. bei Beiträgen angefügte Bilder werden ja nicht per FTP sondern einfach aus der Blogsoftware heraus direkt übertragen.

Die voreingestellte Größe für Web-Uploads über Skripte beträgt bei uns 8 MB. Dieser Wert lässt sich per individueller Einstellung erhöhen (“upload_max_filesize”). Bei der Änderung hilft unser komfortabler, im Kundenmenü integrierter PHP .ini-Editor, der diese und andere Anpassungen sehr einfach macht.

Da sich bei SharedHosting Kunden einen Server teilen, sind alle Benutzer darauf angewiesen, dass niemand übermäßig viele Ressourcen beanspruchen kann und damit den anderen Kunden zu wenige oder keine Kapaziäten mehr zur Verfügung stehen. Neben dem o.g., beeinflussbaren Dateilimit gibt es daher eine tarifabhängige Limitierung des höchstmöglichen RAM-Verbrauchs je Prozessaufruf sowie eine Laufzeitbeschränkung von 90 Sekunden je Prozessaufruf. Diese Sicherheitsmaßnahmen stellen sicher, dass nicht ein Anwender den Arbeitsspeicher zu einem Großteil oder sogar ganz für sich beansprucht oder laufende Prozesse eines Anwenders die gesamte CPU für sich selbst beanspruchen.

Natürlich ist es unschön, wenn man als Kunde von diesen Limitierungen “ausgebremst” wird. Andererseits wäre man auch wenig erfreut über Ausfälle der eigenen Seite, nur weil ein anderer Kunde mal eben alle Rechenleistung an sich zieht. In manchen Fällen hilft z.B. aufgrund enorm lastintensiver Anwendungszwecke nur ein eigener Server weiter. In der ganz überwiegenden Mehrzahl der Situationen, in denen ein Problem mit den Serverbegrenzungen auftritt, lassen sich Lösungen oder Work-Arrounds finden. So können größere Web-Uploads z.B. von einem Skript aufgeteilt werden, um das 90 Sekunden-Limit zu umgehen oder die Effizienz eingesetzter Anwendungen verbessert werden, damit die Begrenzungen gar nicht erst erreicht werden.

Erste Anlaufstelle in vielen Fällen dieser Art sollte unser Kundenforum sein, welches unter http://forum.df.eu/ Ratsuchenden eine große Community rund um alle denkbaren Fragen und Probleme bietet. Zudem steht natürlich – soweit im Einzelfall möglich – auch unsere Technik gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Zum Beispiel, um ein per FTP übertragenes Datenbankbackup für den Kunden einzuspielen, wenn es selbst nicht klappt.

Nochmals kurz zum aktuellen Twitter-Feedback: Dieses bezog sich konkret auf das von uns vorinstallierte phpMyAdmin. Für dieses lässt sich die Beschränkung der Dateigröße nicht selbst ändern. Laut unserer Technik kommt es jedoch nur zur sehr wenigen Anfragen, zumal wir jederzeit auch gerne ein per FTP übertragenes Datenbankdump für den Kunden einspielen. Dennoch prüfen wir anlässlich der geäußerten Kritik die Möglichkeit, den Wert für phpMyAdmin kurzfristig und formlos allgemein zu erhöhen.

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Veröffentlicht in Allgemein, Fachchinesisch · Schlagworte:

Kommentare & Trackbacks

Stephan 19. April `10 09:51 Uhr

Handelt es sich bei den 90 cpu Sekunden nicht um “ganz normale” Sekunden? Der Wert greift nach 90 Zeitsekunden, unabhängig der Prozessorlast.

Sara 19. April `10 09:56 Uhr

Das ist richtig und war ein Versehen, wofür ich um Entschuldigung bitte. Die Angabe wurde korrigiert. Bei dieser Gelegenheit: Die Laufzeit wird nicht laufend überprüft, sondern nur alle 90 Sekunden. Im “besten” Fall kann die Laufzeit also bis zu 179,9 Sekunden betragen.

Christoph 19. April `10 11:06 Uhr

Für große Datenbankbackups gibt es mysqldumper. Der teilt die Requests einfach auf und umgeht damit jedes Limit.

Sara 19. April `10 11:12 Uhr

Richtig, darauf hatten wir den Kunden auch in Twitter hingewiesen :-) .

Umzug abgeschlossen | DerTimm.de 19. April `10 22:28 Uhr

[...] nahm meine Mail (inkl. meiner Twitter-Einträge) so ernst, dass sie noch am gleichen Tag einen Blogeintrag im firmeneignen Blog veröffentlichten, in dem sie die derzeitigen Systemgrenzen und mögliche Lösungen beschrieben. [...]