Wechselkurs
Wieder und wieder list man positive Worte über den (aus EU-Sicht) schlechter gewordenen Wechselurs gegenüber dem Dollar. Würde er doch den Export so schön ankurbeln. Das ist ja auch schön und gut. Für Firmen wir uns, die primär Leistungen in US-$ beziehen und nicht in den US-$ Raum liefern, sieht es genau umgekehrt aus. Durch den starken Dollar konnten wir in den letzten Jahren mehrere eigene Kostenerhöhungen abfangen und so die Preise stabil halten. Dies betrifft primär den Domainbereich aber natürlich auch z.B. Hardwarekomponenten, deren Preis u.a. vom Euro-Dollar-Wechselkurs abhängt.
Mit Sicherheit geht es nicht nur uns sondern vielen Firmen so, dass für im Dollar-Raum bezogenen Gütern und Dienstleistungen die Kalkulationen knapp werden. Nur berichtet wird darüber (so gut wie) nicht.
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Veröffentlicht in Interna · Schlagworte: Kalkulation, Wechselkurs





@Sara:
Das Problem ist, dass die exportorientierten Unternehmen (hauptsächlich Industrie) eine viel stärkere Lobby haben, als die auf dem europäischen Binnenmarkt bzw. deutschlandweit oder regional agierenden Unternehmen. Dass die meisten Leute in Deutschalnd bei Unternehmen der zweiteren Gruppe in Lohn und Brot stehen, wird dabei schnell vergessen und von den Medien auch gerne mal unter den Teppich gekehrt.
Ich habe den schwachen Euro auch bereits schmerzlich zu spüren bekommen. Sowohl bei privaten Dingen wie Mietwagen-Buchung für eine USA-Reise, als auch geschäftlich bei der Buchung eines großen Paketes von (nicht bei dF angebotenen und in US$ abgerechneten) Domains. Ich fühle also mit Euch
[...] mal ein aktuelles Beispiel für die hier erwähnten Preissteigerungen zu nennen, die wir bisher durch den guten Dollar-Euro-Wechselkurs [...]
Hallo,
irgendwas ist hier falsch :
Durch den starken Dollar konnten wir in den letzten Jahren mehrere eigene Kostenerhöhungen abfangen und so die Preise stabil halten.
Müsste es nicht heißen durch den schwachen Dollar bzw. starken Euro ?
Gruß,
Torben
Sicherlich sollten die Medien auch jeweils die andere Perspektive darstellen, d.h. auch die steigenden Kosten für Importe in das Bewusstsein rufen. Dies habe ich jedoch auch in qualitativen Medien so wahrgenommen.
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Und Betrachtet man das Thema volkswirtschaftlich, ist die Freude über den “starken” Dollar nicht verwunderlich. Ein Land (wie DE), dass mehr in den Dollar-Raum exportiert als aus dem Dollar-Raum importiert, profitiert schließlich ohne Zweifel von der aktuellen Wechselkurs-Tendenz. Zudem liegt die Kaufkraftparität bei etwa EUR/USD 1,16.
Und zudem konnte ja jeder Importeur (mittlerweile wirklich sehr einfach) den günstigen Wechselkurs rechtzeitig über Termingeschäfte sichern