Kontenmissbrauch

von Sara veröffentlicht am 30. August 2010, 10:54 Uhr

Das Lastschriftverfahren ist ja wirklich praktisch – aber auch nervig, wenn jede Menge unberechtigte Abbuchungen vom eigenen Konto erfolgen. So wie derzeit bei uns. Gleich fünf Mal haben die Firmen “Webbilling.com” und “Eurobill AG” Beträge zwischen 20 und 70 Euro belastet, ohne dass wir mit diesen Unternehmen in Kontakt stehen oder einen Auftrag erteilt haben.

Wir gehen davon aus, dass sich ein oder mehrere Dritte durch die unberechtigte und betrügerische Nutzung unserer Bankdaten bei den o.g. Dienstleistern Zugriff auf kostenpflichtige Angebote erschlichen haben.

Den Lastschriften haben wir jedenfalls widersprochen und die Firmen informiert – verbunden mit der Aufforderung, weitere Abbuchungen von unserem Girokonto zu unterlassen. Ob das viel bringt, steht derzeit aber in den Sternen. Denn beide Unternehmen sitzen im Ausland und machen keinen … sagen wir: sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Aber vielleicht werden wir ja positiv überrascht.

Zu hoffen bleibt nun, dass sich die Verursacher ermitteln lassen. Dies wird natürlich auch davon abhängen, ob z.B. anhand der angegebenen Daten oder der vorgenommenen Verifizierung (Anruf? SMS? usw.) Ermittlungsansätze ersichtlich sind –  und ob die beiden Unternehmen daran überhaupt ein Interesse haben. Im Falle weitere Abbuchungen werden wir aber auch selbst aktiv werden und von unserer Seite aus Anzeige erstatten.

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Kommentare & Trackbacks

Drakon 30. August `10 11:31 Uhr

Hallo,
das Problem trifft ja leider (für uns :-) ) nicht nur dF. Eigentlich jeder Gewerbetreibende, der seine Kontodaten in irgendeiner Form veröffentlicht hat, muß damit wohl klar kommen.
S. auch http://www.drak.de/de/aqua-blog/aqua-blog/unberechtigte-lastschrift.html
Interessanterweise hat das Problem im Umfang etwas abgenommen, seit wir den verlinkten Artikel online gestellt haben.

Odde23 30. August `10 12:50 Uhr

Das Problem kenne ich von mir und von Kunden. Das ganze ist zwar sehr ärgerlich, aber dennoch denke ich, dass die Vorteile des LSV deutlich die Nachteile überwiegen, da man ja durch seine Widerspruchsmöglichkeit idR. keinen wirtschaftlichen Schaden hat, abgesehen von der vertanen Zeit, die man hätte sicher nützlicher verwenden können, als die Bank informieren und Strafanzeige gegen unbekannt zu stellen.

Michael 30. August `10 16:53 Uhr

Könnt ihr das Problem nicht einfach damit aus der Welt schaffen indem ihr als Zahlungseingangskonto für eure Kunden ein Sparbuch angebt?
Da kann zwar Geld von außen eingehen, aber nicht nach außen abgehen.
Oder ggf. eine sonst eine Sonderform von Konto, wo die Bank jegliche Lastschriften automatisch blockt.
Wenn ihr selbst Geld verschickt, nehmt ihr dann ein anderes Konto, wovon ihr die Kontonummer nicht überall rumposaunt.

Rainer.D 30. August `10 17:13 Uhr

Ich kann nur empfehlen die Bankverbindung nicht im Impressum oder an anderer Stelle der Webpräsenz zu veröffentlichen. Das ist auch nicht erforderlich, schließlich ist diese auf der Rechnung angegeben, bzw. nach Login im “Kundenmenü” Das sich jemand hingegen spontan zu einer Spende an dF entschließt und daher die Bankverbindung auf der Webpräsenz sucht ist eher unwahrscheinlich. :) Das verhindert zwar nicht generell den Missbrauch der Kontodaten, denn schließlich kann auch ein dF-Kunde die Kontodaten der Rechnung missbrauchen, dennoch wird sich das Problem deutlich reduzieren.

Arno.Nyhm 30. August `10 18:34 Uhr

die idee von michael finde ich gut mit dem sparbuch bzw extrakonto

evtl bei der für die firmen zuständigen bank auch ein hinweis interlegen bzgl missbräuchlicher LSV, dann wird diesen firmen von der bank evtl. die LSV Berechtigung entzogen.

Rainer.D 30. August `10 21:35 Uhr

Die Sparbuch-Lösung wird eine Bank nur bei kleinen Unternehmen dulden, dafür ist ein Sparbuch nicht gedacht. Beim Buchungsumfang von dF kommt das IMHO nicht in Frage. Leistungen mit fremden Kontoverbindungen in Anspruch zu nehmen ist leider weit verbreitet, insbesondere durch die Veröffentlichung auf Webseiten können Gauner diese auch prima mit Google zusammen suchen. Das geschädigte Unternehmen ist aber nicht “Täter”, sondern der Kunde der Missbrauch betreibt, daher wird die Bank die Vereinbarung über den Einzug von Lastschriften auch nicht kündigen. (Macht die Bank eh nur in sehr krassen Fällen, schließlich verdienen die damit Geld …).

Florian 31. August `10 11:55 Uhr

Sowas ähnliches ist mir auch passiert. Die Firma, von deren Konto abgebucht wurde, hatte auch Anzeige wegen Leistungskreditbetrug gestellt. Nachdem der Täter meiner Adresse angegeben hatte, wurde dann auch kurz gegen mich ermittelt. Den Täter hatte man meines Wissens nach leider nicht mehr erwischt. Er hatte sich in einem Internet-Cafe mit der Kontonummer und meiner Adresse für einen Porno-Dienst angemeldet.
Ob er jetzt Zugang zu diesem Dienst wollte, oder der katholischen Institutions nur eins auswischen, kann ich leider nicht sagen. Ich glaube eher letzteres.

Christian 2. September `10 12:06 Uhr

Dafür muss man seine Daten leider garnicht mehr Online stellen. Im letzten Jahr wurde häufiger von geklauten Kundendaten beim Rosa Riesen berichtet. Wir waren da leider auch ein Opfer von.