29. Oktober 2010
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Eszett-Vorregistrierung startet am kommenden Mittwoch

Nach jeder Menge Tests, internen Prüfungen und Klärung aller technischen wie nicht-technischen Fragen steht es nun fest: Die Vorregistrierung für neue “Eszett” (“ß”) .de-Domainnamen startet bei uns am kommenden Mittwoch, den 03.11.2010. Zur Teilnahme berechtigt sind alle Kunden, die am 26.10.2010 um 15 Uhr (MESZ) Inhaber einer Doppel-S .de-Domain gewesen sind. Diese Kunden dürfen für – den exakt gleichen Domaininhaber – die entsprechende Eszett-Domain über uns zur Registrierung beauftragen.

Dabei gelten die – bereits in früheren Blogeinträgen erwähnten – hohen formellen Anforderungen, an die wir uns ebenso wie unsere Kunden halten müssen. Besonders wichtig ist dies in Fällen, bei denen unser Vertragspartner nicht mit dem Domaininhaber identisch ist. Dies dürfte vor allem bei Unternehmenskunden und Resellern häufiger zutreffen und macht die Erteilung einer Vollmacht für den Unterzeichner des Auftrages bzw. eine gesetzliche Vertretungsberechtigung erforderlich.

Zwar verlangen wir die Übermittlung und Vorlage der jeweiligen Originaldokumente nicht von vorne herein zusammen mit der Auftragserteilung, behalten uns aber die Anforderung des Originals ausdrücklich vor, da auch wir dazu verpflichtet sind, auf Verlangen ein solches Original gegenüber der Vergabestelle vorzulegen. Dies machen wir in den Unterlagen auch deutlich, da anderenfalls am Ende unter Umständen wir eine Vertragsstrafe zu entrichten hätten, die wir unserem Kunden weiterbelasten müssten.

Sofern Sie also – z.B. als Reseller oder Unternehmensmitarbeiter – für einen Dritten handeln und eine der Eszett-Domains registrieren möchten, prüfen Sie bitte bereits jetzt, ob alle Voraussetzungen vorliegen und beschaffen Sie eine Originalvollmacht bzw. Originalurkunde, aus der sich die gesetzliche Bevollmächtigung (z.B. bei Geschäftsführern) ergibt. Die Einholung erst zum Zeitpunkt einer eventuellen Anforderungen wird regelmäßig zu spät sein und zur Fristversäumnis führen.

Wir selbst hätten uns eine deutlich “entspanntere” und weniger formelle Vorgehensweise gewünscht, um nicht auf unsere Kunden durch vertragliche Regelungen einen relativ hohen Druck aufbauen zu müssen. Leider sind wir jedoch an die eigenen vertraglichen Bestimmungen gebunden und jeder mögliche Interessent muss daher letztendlich selbst abwägen, ob der Aufwand und die Kosten dem (in vielen Fällen aufgrund der kaum vorhandenen Unterstützung in Browsern, Mailprogrammen, usw. geringen) Nutzen angemessen gegenüber stehen.

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Sperrt die Domain!

Ein Kunde hat bei uns einen Vertrag abgeschlossen und dabei seinen Namen sowie als Firma eine Bezeichnung “Fir Ma” ohne Rechtsform angegeben. Nun wurden wir vom Insolvenzverwalter einer “Fir Ma GmbH & Co. KG” sehr eindringlich dazu aufgefordert, die durch unseren Kunden auf “Fir Ma” registrierte Domain unverzüglich zu sperren.

Dies ist ein Wunsch, den wir leider nicht erfüllen können. Denn Vertragspartner bei uns ist eben nicht eine “Fir Ma GmbH & Co. KG” sondern ein Herr Sowieso, der die Fantasiebezeichnung “Fir Ma” als Domaininhaber angegeben hat. Eine “Fir Ma” ist im Handelsregister jedoch nicht registriert, dafür eine “Fir Ma Verwaltungsgesellschaft mbH, “Fir Ma GmbH & Co. KG” sowie eine “Fir Ma Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)”.

Für uns ist daher völlig unklar und nicht erkenntlich, ob unser Kunde eventuell für die “Fir Ma GmbH & Co. KG” handeln wollte oder für eine der anderen Unternehmen bzw. für sich selbst als natürliche Person. Die Interpretation des Insolvenzverwalters, dass die Domainregistrierung nur für die GmbH & Co. KG erfolgen konnte, ist jedenfalls weder zwingend noch naheliegend.

Leider – und dies ist nach bisherigen Praxiserfahrungen nicht überraschend – sieht der Insolvenzverwalter die Situation überhaupt nicht ein. Für ihn ist dies ja auch der bequemste Weg. Denn wir sind es ja, die sich im Falle einer unrechtmäßigen Sperrung vertragswidrig verhalten und Schadensersatzansprüchen unseres Kunden aussetzen würden.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie leichtfertig Dritte aus den unterschiedlichsten Gründen eine Domainsperrung fordern und sich dann entsetzt geben, wenn wir diesem Ansinnen nicht widerspruchslos und untertänigst folgen. Aber wehe die eigene Internetadresse wäre einmal im umgekehrten Fall von einer Sperrung betroffen…

Merke: Tragt keine Fantasienamen ein!