Persönlich!
Ein “persönlicher” Brief im dicken Umschlag. Direkt an eine Person adressiert, mit der Firma nur als “c/o”-Angabe. Was mag da wohl wichtiges drin sein? Werbung
. Für ein Magazin. Man möge doch Anzeigen schalten.
Die Taktik hat funktioniert: Das Schreiben kam an und wurde nicht in der Poststelle geöffnet sondern intern direkt weitergeleitet. Das klappt aber nur einmal. Zukünftig landet dieser Absender mit Sicherheit nicht mehr bei der persönlichen Post. Und eine Anzeige schalten wir auch keine.
Fazit: Zwar gelangt man mit diesem Trick an den (in diesem Fall: falschen) Empfänger. Die Erfolgschance erhöht das jedoch keinesfalls. Sondern senkt sie im Gegenteil, weil der Adressat sich aufgrund der unnötig für Werbung aufgewendeten Zeit ärgert.
Ablage P. Fertig.
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Veröffentlicht in Interna · Schlagworte: Bewerbung





Funktioniert auch telefonisch. Nicht.
Meine Kunden berichten vermehrt von Anrufen, die auf Nachfrage des Angestellten sagen es handle sich um ein “privates Anliegen”.
Klar, der Mitarbeiter stellt nach oben durch, weil nicht indiskret sein oder er keinen Ärger riskieren will. Tut er dann auch nicht, im Gegensatz zum Anrufer.
Die bekommen überwiegend sehr lautstark zu hören dass das mehr als nur Frech ist und jede weitere Kontaktaufnahme in Zukunft ausdrücklich unerwünscht, bzw. untersagt ist.
Im BtoB Bereich finde ich eine einmalige Kontaktaufnahme für legitim. Allerdings nur, wenn das angepriesene Produkt zu meinem Unternehmen passt. Das setzt allerdings Recherche voraus, die wiederum eigentlich nie stattfindet. Wenn telefonisch nur mit Rufnummernanzeige und gleich mit offenen Karten. Leider ist das auch noch viel zu selten. Gegen Werbepost wehre ich mich auch mit Ablage P. Das c/o, wie oben beschrieben ist dreist. Noch viel schlimmer finde ich eigentlich die unzulässigen Werbeanrufe auf der Privatrufnummer gerichtet an Privatpersonen. Aber auch die lästigen “Drücker” an der Haustür nehmen zu. Ob Tiefkühlkost, Semmelbringdienst, Getränkefirmen… ich stelle vermehrte Aktivitäten fest. Da sind die “religiösen Drücker”, die mich erleuchten wollen noch harmlos.
In den USA gibt es seit vielen Jahren “Privacy-Machines”, taugt aber nur für Privathaushalte. Ein Anrufbeantworter nimmt den Anruf sofort entgegen (sofern die Rufnummer des Anrufers nicht in der Whitelist ist). Die maschinelle Ansage fragt mit Standardtext wer man ist und warum man anruft (ca. 5-8 Sek. Zeit für den Pitch). Danach heißt es nur noch “wir versuchen den Hausherren zu erreichen … bitte warten Sie”.
Ob der inzwischen rangegangen ist, das abgehört hat und beschlossen hatte nicht da zu sein oder ob er wirklich nicht zu Haus ist erfährt man nicht. Man wartet nur.
Damit haben sich Werbeanrufe drastisch reduziert; es ist zu teuer die Call-Agents Stundenlange in den Warteschleifen der Angerufenen hängen zu lassen… *lach*
Leider fand ich in Deutschland damals niemanden, der das mit mir zusammen als Gerät für den deutschen Markt entwickeln wollte — keine Zielgruppe.
@Michael Smith:
Die deutsche Wirtschaft steht halt heute nicht so auf Innovationen. Seit einigen Jahren wird doch fast alles in anderen Ländern erfunden. Deutschland kann froh sein, wenn hier überhaupt noch was produziert wird, wovon die Firmen woanders den Hauptsitz haben. Die Investoren hier wollen nur das schnelle Geld sehen. Da das bei neuen Produkten nicht sofort kommt, macht da keiner mit.
Als Hauptzielgruppe für die “Privacy-Machines” würde ich aber ganz klar ältere Leute sehen, da diese schon zig mal telefonisch betrogen wurden und wohl auch noch werden. Natürlich ist es auch für Leute im “Durchschnittsalter” geeignet wenn man noch einen Festnetzanschluss hat und wegen der Festnetzflats, die inzwischen wohl auch die Callcenter haben häufig mit Werbeanrufen genervt wird. Selbst wenn man resistent ist und nichts kauft fand ich das schon sehr nervig. Bis ich Festnetz gekündigt habe.
Auf’s Handy anrufen ist denen scheinbar zum Glück zu teuer.
Ich glaube die Leute die sich ne Festnetznummer für’s Handy zulegen werden das mindestens teilweise noch bereuen.