Seit heute 12 Uhr nehmen wir keine weiteren Voranmeldungen für die neuen .de-Domains mehr an. Aufgrund des engen Zeitplans und der bereits jetzt beginnenden Vorbereitungsarbeiten bei der Technik können wir davon auch leider keine Ausnahme anbieten. Alle Voranmelder erhalten heute bis ca. 18 Uhr eine Eingangsbestätigung, die auch bereits darüber informiert, ob eine weitere Berücksichtung des Auftages erfolgt oder nicht (weil ein höheres Gebot die Domain abdeckt und somit keinerlei Erfolgschance mehr besteht. Weiterhin werden wir jeweils per E-Mail darüber informieren, wenn wir die Domains an die DENIC übermittelt haben (= Angebotsannahme, 25 € werden fällig) und sobald die Rückmeldungen eingetroffen und ausgewertet worden sind.
Nicht überall stößt die von uns getroffene Wahl für die Einführung der neuen .de-Domains auf Unterstützung. Nicht jede Kritik ist hingegen nachvollziehbar oder begründet. So heißt es z.B. in einem heise-Diskussionsforum:
domainfactory ist noch schlimmer
Eine “erfolgsunabhängige Servicegebühr”, für die Vorregistrierung,
die dann an eine nicht näher genannte gemeinnützige Organisation
gespendet werden. ^^
Daher an dieser Stelle zur Klarstellung:
- Die 25 € dienen nicht dazu, unsere Taschen zu füllen. Sondern sind ein Steuerungsinstrument, um tausende “och na ja mal versuchen kost’ ja nüscht”-Anmeldungen, die wir manuell bearbeiten müssten, einzudämmen.
- Um jeden Zweifel zu beseitigen, werden wir auch diese Einnahmen spenden. Also nicht nur die bereits angekündigten Erlöse aus Platzierungsgeboten sondern auch die durch uns in Rechnung gestellten erfolgsunabhängigen Übermittlungsgebühren von 25 € je an die DENIC übermittelter Domain
- Selbstverständlich ist der Spendenempfänger noch nicht bekannt – weil bisher keiner ausgewählt worden ist. Statt dessen werden wir via Forum und Blog um Vorschläge bitten, diese Vorschläge zur Abstimmung stellen und die Spende an die Einrichtung mit den meisten Stimmen leisten. Zugelassen sind einerseits Einrichtungen mit dem DZI Spendensiegel sowie andererseits auch nur regional tätigen gemeinnützige Empfänger, die aufgrund der nur regionalen Tätigkeit kein DZI Siegel erhalten können
- Lange Rede, kurzer Sinn: Außer Spesen nichts gewesen. Wir nehmen an der Vorregistrierung teil, um unseren Kunden diesen Service bieten zu können. Wir haben uns für die gewählten Modalitäten entschieden,weil wir diese in der speziellen Konstellation für am fairsten halten. Ansonsten wären alle halbwegs interessanten Zeichenfolgen und halbwegs aussichtsreichen Plätze nach wenigen Sekunden bis Minute weg gewesen.
- Und das habe ich auf die Kritik hin auch so erwidert.
- Falls noch Unklarheiten oder Fragen bestehen: Bitte einfach hier oder im Forum melden.
- Zwischenstand: Bisher bei uns rund 260 Gebote im Wert von über 280.000 €. Damit hat die Anzahl der Interessenten unsere anfänglichen Erwartungen tatsächlich übertroffen. Wir hatten eher mit einer geringen Beteiligung (aufgrund der offensichtlich geringen Chancen) gerechnet.
- Branchengemunkel: Noch nicht alle Details 100%ig klar, manche Provider kämpfen noch mit (hausgemachten?) technischen Problemen
- Gebotsaufforderung: Erneut Anfrage erhalten, für DENIC-Mitglied-Slots zu bieten. Erneut dankend abgelehnt.
- Spendenbitte: Weitere Vorschläge für die Spende der erlösten Platzierungsgebote eingetrudelt. Weiterhin niemandem zugesagt. Am Ende entscheiden unsere Leser und Kunden.
- Gefährlich: Geht das erste Gebot ein Sekundenbruchteil zu früh bei der DENIC ein – was passiert? Wahrscheinlich: Wird verworfen und auch erst später mitgeteilt. Da könnten einige erste Plätze bei manchen Providern verglühen wie ein in die Erdatmosphäre eintretender Komet. Was keineswegs hämisch gemein ist. Das ist nämlich wirklich ‘tricky’. Ein Tick zu früh: Pech gehabt. Ein Tick zu spät: Ebenfalls.
- Überprüfung schon vergebener Domains schwierig: Die Whois-Server der DENIC werden anfangs noch Fragen nach den neuen Domains nicht beantworten können. Das macht es unmöglich, die Leerlaufzeiten (zwischen den vier Anfragen pro Minute) zu nutzen, um bereits vergebene Domains auzusortieren. Wobei das Ganze vermutlich sowieso asynchron ablaufen wird. Schade, könnten sonst doch alle die Chancen ihrer Kunden für die verbleibenden Domains erhöhen. Aber wir bleiben dran. Vielleicht ergibt sich ja doch noch ein Ansatz.
- heise berichtet: Neuer Goldrausch um de-Domains
Ein paar weitere Presse-Echos:
- Berliner Morgenpost: “Der in Ismaning ansässige Anbieter domainfactory dagegen nimmt die Wünsche seiner Kunden bereits am Freitag entgegen und leitet diese an DENIC weiter, sagt Franz-Georg Philipp vom Kundenservice des Unternehmens. “
http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1193770/Strato-verzichtet-vorerst-auf-neue-Web-Adressen.html
- n-tv: “Der in Ismaning ansässige Anbieter domainfactory hält sich ebenfalls vorerst zurück. Sobald jedoch die DENIC eine reguläre Registrierung der Domains anbiete, werde domainfactory die neuen Domains zur direkten Bestellung über seine Seite anbieten, sagt Franz-Georg Philipp vom Kundenservice des Unternehmens.” Leider wird der Sachverhalt nicht vollständig wiedergegeben, wir bieten ja eine Vorregistrierung an. Und der zitierte Mitarbeiter war nun über die Nennung überrascht. Liegt dem Statement doch eine gewöhnliche E-Mailanfrage zu Grunde, die er ganz arglos beantwortet hat. Tja, so schnell kann’s gehen.

http://www.n-tv.de/technik/Kurz-Domains-erlaubt-article556457.html
- Aachner Nachrichten: “Der in Ismaning ansässige Anbieter domainfactory hält sich ebenfalls vorerst zurück. Sobald jedoch die DENIC eine reguläre Registrierung der Domains anbiete, werde domainfactory die neuen Domains zur direkten Bestellung über seine Seite anbieten, sagt Franz-Georg Philipp vom Kundenservice des Unternehmens.” (dito., vermutlich dpa-Zulieferung)
http://www.an-online.de/news/computer-detail-an/1088740?_link=&skip=&_g=Du-und-123-Neue-Internetadressen-werden-moeglich.html
- domain-recht.de: “Bei DomainFactory in Ismaning hat man sich dafür entschieden, eine Startplatzauktion durchzuführen, bei der jedermannbis zu fünf Voranmeldungen abgeben darf; für die Entgegennahme der Voranmeldung fällt eine erfolgsunabhängige Servicegebühr in Höhe von EUR 25,00 inklusive Umsatzsteuer je Domain-Name an. Die am Ende tatsächlich vereinnahmten Platzierungsgebote der erfolgreich registrierten Domains werden (…) ebenfalls an gemeinnützige Organisationen gespendet.”
http://www.domain-recht.de/magazin/domain-news-2009/update-vw-de-und-die-folgen-fuer-die-praxis-id667576.html
- Basic Thinking: “Die Abwicklung der Voranmeldungen erfolgt bei Domainfactory ab Montag per Telefax über ein durch uns bereitgestelltes Fax-Formular. Dessen Übermittlung ist auch als Scan per E-Mail möglich. Die letzte Zusendung ist bis 22.10.2009, 12:00 Uhr möglich. Für die Entgegennahme der Voranmeldung fällt eine erfolgsunabhängige Servicegebühr in Höhe von 25,00 € inkl. ges. Mehrwertsteuer je Gebot (d.h. je Domain) an. Diese Kosten sind auch dann zur Zahlung fällig, wenn keine erfolgreiche Registrierung möglich sein sollte. Weitere Details und das Formular sind im Domainfactory-Forum zu finden.”
http://www.basicthinking.de/blog/2009/10/19/kurz-domains-die-deutschen-hoster-erlaeutern-ihre-registrierungsverfahren/
Derzeit suchen wir Systemadministratoren. Hier die derzeitige Anzeige aus der Süddeutschen Zeitung:

Blogleser dürfen sich natürlich gerne bei techjobs@df.eu oder auf dem Postweg bewerben.
Mal wieder eine Spam-Mail, dieses Mal an US-’Aliens’ adressiert. Mit einem netten, kleinen Fragebogen. Der nur ein paar belanglose persönliche Angaben abfragt. Wenn es sonst nichts ist.
Im Ernst: Es ist ja leider zu befürchten, dass genügend unbedarfte Nutzer so etwas wirklich ausfüllen und zurücksenden. Zumal es ja um eine vermeintliche Steuerfreiheit geht, die es sich zu sichern gilt. Die Folge dürfte Identitätsdiebstahl (inkl. mit den Daten eröffneter Konten, Kredite, usw. im schlimmsten Fall) sein, der zu einem bösen Erwachen führen.
Jemand entwickelt ein neues OpenSource CMS. Und fragt an, ob wir nicht aktiv Unterstützung leisten können. Bei allem Interesse an der (in diesem Fall) interessanten Thematik: Würden wir alle solche Anfragen positiv beantworten, müssten wir inzwischen gefühlte zig-tausend Vereine, Institutionen und Organisationen unterstützen. Sowie jede Menge Privatleute und Firmen. Darunter sicherlich ein gutes Dutzend verschiedener Content-Management-Systeme, von denen viele nicht einmal die grundlegendsten Anforderungen erfüllen. Die Anfragegründe sind dabei vielfältig und durchaus fantasiereich. Wobei der genaue Hintergrund oder Bedarf oft fraglich ist.
Nachdem wir derzeit sowieso gut ausgelastet sind und zudem bereits Typo3 unterstützen, konnten wir der aktuellen Bitte leider nicht entsprechen. Ein paar Ausnahmen machen wir von Zeit zu Zeit aber dennoch. Zum Beispiel seit vielen Jahren für die Diabsite, die wir seit 2001 kostenfrei hosten sowie verschiedene soziale Einrichtungen oder auch einigen Schulen. Und zwischendurch nehmen wir hier und da auch mal weitere Sponsorings auf, wenn uns etwas wirklich besonders unterstützenswert errscheint. Dabei die richtige Grenze zwischen “wir können ja nicht jeden unterstützen, sonst machen wir nichts Anderes mehr” und “wir machen das nach dem Gießkannenprinzip” zu ziehen, ist gar nicht so einfach.
Oft sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. So ist es erforderlich, bei der Bestellung eines Tarifes auch eine Domain zu bestellen (z.B. als kostenfreie 3rd Level-Domain). Denn Accounts ohne Domainname machen wenig Sinn.
In der Regel ist das auch kein Problem, weil der Kunde sowieso eine Domain bestellen möchte. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass z.B. der gewählte Name vom Besteller wieder aus dem Warenkorb gelöscht wird. Und dann geht es nicht weiter.
Kleine Ursache, große Wirkung: Bisher wurde in diesem Fall einfach kein Checkout-Button angezeigt, was jetzt einen Kunden zur Verzweiflung gebracht hat. Wir haben daher eine Änderung bei unserer Technik beauftragt. Damit nicht nochmal ein Kunde erst am Rande des Wahnsinns bei uns anfragen muss.
Wir haben gerade neue Blöcke im dF Layout bestellt, weil der Vorrat auf einmal ohne jede Vorwarnung überraschend verbraucht war zur Neige gegangen ist. Gar nicht günstig, der Spaß, wie mir gerade unser leitender Produktmanager genüsslich vorgerechnet hat. Kostet doch die Seite umgerechnet 4 Cent. Abnutzung und Verbrauch der Schrebutensilien noch gar nicht mitgerechnet.
Ein Skandal! Aber man gönnt sich ja sonst nicht. Trotzdem darf ab sofort nur noch mit Bleistift geschrieben werden, damit jede unproduktive Notiz und jedes Geschmiere konsequent ausradiert werden kann. Recycling neu definiert.
Bei den Blogkommentaren kann ein Foto angezeigt werden. Aber wie nur, ohne Anmeldung. Eigentlich ganz einfach, wenn man es weiß:
http://en.gravatar.com/
Wer dort mit der gleichen E-Mailadresse sein Bild hinterlegt, mit der er auch die Kommentare versieht, bekommt automatisch sein hinterlegtes Foto hier angezeigt. Es ist übrigens nicht erforderlich, das Bild vorher auf 47×47 Pixel zu verkleinern. Das Online-Tool erlaubt die komfortable Auswahl eines quadratischen Bildausschnittes aus einem z.B. hochgeladenen Foto und passt den Ausschnitt dann automatisch an.
(Danke an dsp303 für diesen Hinweis.)