27. November 2013
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Schutz vor versehentlicher Löschung für .de-Domains

Für zur Löschung gekündigte .de-Domains greift ab dem 03.12.2013 eine 30-tägige so genannte “Redemption Grace Period”.

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19. April 2012
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15 Millionen .de-Domains registriert

Die deutsche Top-Level-Domain .de hat einen weiteren Meilenstein erreicht und die Marke von 15 Millionen registrierten Domainnamen geknackt! Die weltweit erfolgreichste ccTLD (Country Code Top-Level-Domain) stellt damit eindrucksvoll ihre anhaltende Attraktivität für Betreiber von Online-Angeboten unter Beweis. Mit 15 Millionen Domains liegt .de nach .com mit über 100 Millionen registrierten Domainnamen weiterhin an Platz 2 im weltweiten Ranking der Top-Level-Domains.

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5. August 2011
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.de: Halber Meilenstein zum Jubiläum

Die deutsche Top-Level-Domain .de konnte im Juli einen “halben Meilenstein” erreichen und ist über die Anzahl von 14,5 Millionen registrierten Domains gesprungen. Zum Überspringen der Grenze von 15 Millionen Domains wird es zum 25. Geburtstag in diesem Jahr wohl leider nicht mehr ganz reichen, dennoch beides ganz beeindruckende Zahlen und wir gratulieren ganz herzlich. Auf die nächsten 25 – und die nächsten 14,5 ;)

Quelle: DENIC

26. Mai 2011
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Pfändungs- und Überweisungsbeschluss für eine Kundendomain

In einem uns heute durch einen Gerichtsvollzieher zugestellten gerichtlichen “Pfändungs- und Überweisungsbeschluss” werden wir darüber informiert, dass ein Gläubiger die Domain eines Kunden pfänden lässt. Als Drittschuldner wird uns deshalb gerichtlich

verboten, an [unseren Kunden] Leistungen aus dem Vertragsverhältnis betreffend der Überlassung der Internetdomain zu erbringen.

Gleichzeitig wird uns auferlegt,

[uns] jeder Verfügung über die gepfändeten Ansprüche und Rechte, insbesondere der Nutzungs- und Gestaltungsrechte, zu enthalten

und

zugleich die sich aus dem Vertragsverhältnis zwischen Schuldner und Drittschuldner bezüglich [der Domain] ergebenden Rechte, insbesondere Nutzungs- und Gestaltungsrechte, [an die] Gläubigerin an Zahlungs statt zu einem Schätzwert von 100,00 EUR überwiesen.

Ganz einfach ist diese Situation nicht. Denn die Domain wurde bei uns über einen Reseller registriert und ist bereits zur Löschung gekündigt worden. Und an sich sollten wir überhaupt nicht als Drittschuldner in Anspruch genommen werden können, da der Domainvertrag ausweislich der DENIC-Domainrichtlinien (Ziff. IV) der Vertrag nur zwischen DENIC und dem Kunden geschlossen worden ist:

Der Domainvertrag kommt zwischen dem (künftigen) Domaininhaber und DENIC [...] zustande. [...]  Für den Domainvertrag gelten die DENIC-Domainbedingungen.

Daran ändert selbstverständlich auch die unmittelbare Beauftragung der Domain über uns nichts. Wir lassen den Sachverhalt nun anwaltlich prüfen und werden, falls möglich, gegen den Beschluss vorgehen. Denn an sich sind wir eben kein Drittschuldner und daher auch nicht die richtigen Adressdaten, wenn es um die Pfändung einer Reseller-Endkundendomain geht.

Würden wir dem Gerichtsbeschluss einfach folgen, obwohl dies rechtlich nicht einwandfrei ist, wäre dies jedenfalls nicht zu vertreten und aus Kundensicht unendschuldbar.  Zumal uns sowieso vertragliche Prüfpflichten treffen, wenn jemand über eine Kundendomain verfügen will.

 

15. Dezember 2010
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Neue .de-Domains am 12.01.2011

Wie die DENIC gestern bekannt gegeben hat, werden am 12.01.2011 ab 10:00 Uhr (MEZ) in mehreren Zeitblöcken neue .de-Domains eingeführt, die bisher aufgrund einstweiliger Verfügungen nicht verfügbar waren. Konkret handelt es sich um folgende Internetadressen:

dw.de, e.de, f.de, g.de, hr.de, sr.de, x.de, y.de, z.de

Die Vergabe erfolgt direkt durch die DENIC nach dem Motto “First come. First served.” (auf deutsch auch “Windhund-Prinzip” genannt), wobei jedoch ein besonderes Verfahren angewendet wird. So steht für jede der o.g. Domainnamen eine eigene Faxnummer zur Verfügung und Registrierungsversuche sind nur über eben diese Faxnummern, welche am 12.01.2011 jeweils für 30 Minuten geschaltet sein werden, möglich.

Die vollständige Liste sieht dabei wie folgt aus (alle Angaben ohne Gewähr):

Domain | Uhrzeit | Faxnummer
dw.de | 10:00 – 10:30 | +49 69 24248559
e.de | 10:30 – 11:00| +49 69 24248603
f.de | 11:00 – 11:30| +49 69 24248736
g.de | 11:30 – 12:00| +49 69 24005984
hr.de | 12:00 – 12:30| +49 69 24005985
sr.de | 12:30 – 13:00| +49 69 24005986
x.de |13:00 – 13:30| +49 69 24005988
y.de | 13:30 – 14:00| +49 69 24005989
z.de | 14:00 – 14:30 | +49 69 24005990

Registrierungsversuche sind für jede der Domains nur im jeweils genannten Zeitfenster möglich. Dabei ist ausschließlich das von der DENIC unter www.denic.de/domains/allgemeine-informationen/registrierung-kurzdomains.html bereitgestellte Formular zu verwenden. Auf dieser Webseite finden sich auch weitere Informationen zum Ablauf. Alleine diese sind für Interessenten maßgeblich.

Wer also sein Glück versuchen möchte, kann dies gerne tun. Wobei zu bedenken ist, dass die Erfolgschance sehr gering sein wird und zudem vielleicht bei der DENIC erfolglos gebliebene “Markeninhaber” ihr “Glück” noch einmal beim zukünftigen Domaininhaber versuchen möchten. Die damit verbundenen Risiken und Kosten sollte man also vorsorglich abwägen bzw. sich ggf. rechtlich beraten lassen.

5. November 2010
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Änderung des DENIC-Statuts

Wie heise online gestern berichtet hat, ging es im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der “DENIC Domainverwaltungs- und Betriebsgesellschaft e.G.” u.a. um die Frage, ob verbundenen Unternehmen die Übernahme von bis zu drei Einzelmitgliedschaften ermöglicht werden soll. Hintergründe dazu hier.

Wir selbst waren nicht vor Ort, da wir dem Vorschlag ziemlich neutral gegenüber stehen. Wäre es bei der bestehenden Regelung geblieben, hätten wir damit genauso wenig ein Problem gehabt wie mit der nun beschlossenen Änderung. Dies hängt  auch damit zusammen, dass – wie im “heise online” Artikel beschrieben – Einzelmitglieder zukünftig bis zu drei Geschäftsanteile erwerben und somit über bis zu drei Stimmen verfügen können. Damit besteht nicht die Gefahr, dass verbundene Unternehmen ihre Stimmen bündeln und einzelne Mitglieder damit leicht(er) zu überstimmen sind.

Die für den Termin gesparte Zeit konnten wir so guten Gewissens für andere anstehende Dinge nutzen. Das ist doch auch was wert. :-).

27. Oktober 2010
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Eszett erfreut nicht

Nachdem die DENIC gestern ihre Mitglieder über die zeitnahe Einführung von Domainnamen mit einem Eszett im Namen informiert hat, können wir heute zusammenfassend sagen: We’re not amused. Das hat gute Gründe:

  1. Die Ganze ist viel zu kurzfristig passiert. Innerhalb von gut drei Wochen “müssen” wir nun die Inhaber einer fünfstelligen Zahl von .de-Domains mit einem Doppel-s im Namen kontaktieren und diesen die Möglichkeit geben, die zugehörige Eszett-Domain gemäß den (strengen!) Bedingungen der Vergabestelle zu registrieren.
  2. Die technischen Herausforderungen sind groß und verschlingen wertvolle Arbeitszeit in der – auch so bereits gut ausgelasteten – Entwicklungsabteilung. Denn es handelt es sich um einen neuen Standard, der bisher nicht von unseren Systemen und Standardanwendungen unterstützt wird.
  3. Auch wenn alleine bei uns – wie oben erwähnt – eine fünfstellige Domainanzahl “betroffen” ist, handelt es sich doch um eine norme Nische. Am Ende werden vermutlich zwar einige Domains mit “ß” registriert aber nur wenige davon aktiv genutzt werden (können). Viel Stress für wenig Nutzen also.
  4. Die Prüf- und Dokumentationspflichten sind höher als bei normalen Domainregistrierungen. Dies gelte vor allem, wenn wir die Eszett-“Version” von nicht bei uns registrierten Doppel-s-Domains zur Vorregistrierung annehmen würden. Zwar werden wir uns daher voraussichtlich nur auf bereits bei uns gehostete Internetadressen mit Doppel-s beschränken, der Aufwand bleibt jedoch immer noch sehr hoch, da die Abwicklung in einem manuellen Verfahren für die Auftragsprüfung, Bestelldurchführung und Nachweisführung münden wird.
  5. Das Alles kostet richtig viel Geld. Und nicht nur bei der Technik/Entwicklungsabteilung, die ja erst mal alle Systeme mit viel Einsatz fit für “ß” machen muss. Aufgrund der o.g. Anforderungen müssen wir hingegen auch im Bereich der Vertragsbearbeitung einen ganz erheblichen Zeitaufwand einrechnen, da wir eben alle Aufträge manuell prüfen, dokumentieren und abwickeln werden. Hinzu kommt der Aufwand, wenn Aufträge nicht 100%ig korrekt ausgefüllt sind (Kundenrücksprache usw.) oder wir Nachweise vorlegen müssen.  Der rechtliche und administrative Zeitaufwand sei darüber Hinaus am Rande ganz kurz erwähnt. Alleine seit gestern Nachmittag ist über alle beteiligten Personen in der Summe  bereits ein ordentliche Stundenzahl angefallen.
  6. Bedingt durch unsere eigenen Mehrkosten sind wir leider dazu gezwungen, eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von voraussichtlich 9,95 € inkl. Mehrwertsteuer je Eszett-Domain während der Vorregistrierungsphase zu erheben. Die damit verbundene Mehrbelastung unserer Partner bedauern wir und ärgert uns sehr. Als Alternative wäre jedoch nur die Nichtteilnahme an der Vorregistrierungsphase  verblieben, was wir für nicht zumutbar halten. Auch wenn das tatsächliche Nachfragevolumen schwer einschätzbar ist und eventuell sogar viele Inhaber einer Doppel-s-Domain dankend abwinken werden, sollten und wollen wir unseren Kunden die verfügbare Option der Vorregistrierung nicht verschließen.
  7. Die derzeit marktüblichen Browser, Mailprogramme und anderen Anwendungen können mit dem “ß” in Internetadressen nicht viel anfangen und werden ggf. fehlerhaft arbeiten bzw. einfach auf die Doppel-s-Version der Domain “umleiten”. Wenn einem Kunde beide Domainvarianten gehören, ist das kein Problem. In anderen zukünftig durchaus möglichen Fällen wird die Freude hingegen gering sein.
  8. Wir haben eigentlich genügend andere, produktivere und für Kunden wichtigere Dinge zu tun.

Aber gut, so ist es nun eben und wir tun unser Bestes, um eine akzeptable und allseits tragbare Lösung zu finden. Gespannt sind wir immerhin darauf, wie groß der Bedarf an der Eszett-Variante bei den Inhabern der bei uns registrierten Doppel-s-Domains sein wird. Zwischen einer niedrigen zweistelligen bis hin zu fünfstelligen Zahlen können wir uns eine große Bandbreite vorstellen und müssen dafür gerüstet sein. Am Ende werden wir dabei nur verlieren können. Entweder überrent uns die Nachfrage und wir kommen mit der manuellen Bearbeitung nicht hinterher. Dann hätte sich wenigstens der technische Aufwand um die Systeme fit zu machen gelohnt. Oder die Nachfrage wird sehr, sehr gering sein. Das führt dann zu einem geringeren, manuellen Aufwand bei jedoch gleich hohem Arbeitsanfall in der Entwicklungsabteilung. Vielleicht liegt es am Ende ja auch zwischen diesen beiden “Extremen” und wir kommen leicht gerupft aber ansonsten unbeschadet aus dieser Situation heraus.

Wir werden es sehen ;-).

26. Oktober 2010
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DENIC führt Domainnamen mit scharfem S ein

Die DENIC hat heute Mittag bekannt gegeben, dass sie ab dem 16.11.2010 das “ß” als selbstständiges Zeichen in .de-Domainnamen erlauben wird. Zudem startet sie noch heute um 16 Uhr eine Vorregistrierungsphase (“Sunrise”-Periode) für Inhaber von vor dem 26.10.2010 15 Uhr registrierten .de-Domains mit Doppel-s im Namen.

Wer also z.B. “nuss.de” registriert hat, kann während der Sunrise-Phase bevorrechtigt “nuß.de” bei seinem Provider sichern lassen. Aufgrund der nötigen Nachweise geht dies am einfachsten beim gleichen Anbieter, der auch die das Vorrecht begründenden Domain registriert hat.

Es ist fraglich, wie viele Anbieter noch heute die Vorregistrierung ermöglichen werden. Grund zur ganz großen Eile besteht jedenfalls nicht, da ja jeweils nur eine Person die Doppel-s-Domain besitzen und somit Rechte daraus während der “Sunrise”-Periode geltend machen kann.

Wir sind an dem Thema bereits
dran und werden an einer zeitnahen Lösung für unsere Kunden arbeiten, damit diese für ihre bereits bei uns registrierten “doppel-s .de Domains” die passenden “scharfes-s .de Domainnamen” in Auftrag geben können.

17. Mai 2010
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DENIC-Ausfall: Supportvolumen, Pressenennungen

Der Ausfall der DENIC-Nameserver in der vergangenen Woche hat bei uns zu einem sprunghaften Anstieg des Supportvolumens geführt. Insgesamt dürften rund 1.500 Anrufe und Tickets auf die alle Internetnutzer und Provider betreffenden, nicht durch uns zu beeinflussenden Probleme bei den .de-Domains zurückzuführen gewesen sein. Nicht allen Kunden war dabei gleich zu vermitteln, dass das Problem überhaupt nichts mit uns zu tun hat sondern mit den durch ihren jeweils genutzten Einwahlprovider abgefragten DENIC-Nameservern bei Aufruf einer .de-Domain.

Gleichzeitig hat uns die frühzeitige Kundeninformation auf der Statusseite (status.df.eu) einige Nennungen in der Presse eingebracht, darunter auch bei n-tv, Spiegel online und einigen bekannten Namen mehr. Leider nicht immer ganz akurat. So titelte z.B. die Featurezone vom ORF: “Serverausfälle bei domainfactory”. Gemeinheit! ;-)

Hier der Screenshot des ORF-Artikles (Auszug). Wie die auf “Serverausfälle bei domainfactory” kommen, ist uns rätselhaft:

Hier mal noch ein paar Links:

16. März 2010
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LG München bestätigt “First Come. First Served.”

Das Landgericht München hat in einem aktuellen Urteil (Az. 37 O 19801/09) die Zulässigkeit des (nicht nur bei .de-Domains) üblichen “First Come. First Served.”-Verfahrens bestätigt. Damit unterlag in dem Verfahren eine Rundfunkanstalt, welche es der DENIC e.G. untersagen lassen wollte, die Domain “br.de” zu Gunsten eines Dritten zu registrieren. Eine ähnliche Entscheidung ist bereits im Oktober 2009 durch das LG Frankfurt (Az. 3 10 O 38/09) erfolgt. (Quelle: DENIC e.G.)