Nach .com, net und .biz geht es bei der etwas “exotischeren”, dem Staat Samoa zugehörigen aber als “Website.ws Your Internet Adress for Live” vermarktete ccTLD “.ws” weiter: Auch dort erhöht sich der Einkaufspreis mit Wirkung zum 01.01.2012 unterm Strich um deutlich spürbare 13%. Dies ist auch keinesfalls die erste Preisanpassung nach oben, sondern setzt eine Reihe von früheren direkten und indirekten Anhebungen fort (siehe auch: “Bedauerlicher Trend zu Preiserhöhungen” von August 2010).
Aufgrund der mehreren anstehenden Preiserhöhung der Vergabestellen werden wir dieses Thema gesammelt angehen, um eine einheitliche und vernünftige Lösung unter Berücksichtigung aller Aspekte finden zu können. Dabei beschäftigen uns nicht nur die bevorstehenden Teuerungen. Vielmehr bereiten uns auch weitere Aspekte Kopfzerbrechen. So zum Beispiel die Frage nach dem Umgang mit heute bereits zu erwartenden und absehbaren weiteren Erhöhungen der Kosten durch die Vergabestellen, die Berücksichtigung früherer, von uns abgefederter Preissteigerungen und die veränderte Situation bei dem Wechselkurs.
Dabei machen wir es uns nicht leicht, sondern prüfen ergebnisoffen mehrere Ansätze. Denn egal wie wir am Ende auch verfahren: Für unsere Kunden muss die Entscheidung am Ende nachvollziehbar sein.
Von einem Kunden bei uns hinterlegter Firmenname:
Firma: keine Firma gottverdammt
Erstens: Kein Wunder, wenn sich eine Vergabestelle über auf diesen “Firmennamen” registrierte Domainnamen beschwert.
Zweitens: Wenn man sich als Endverbraucher bei uns anmeldet, sollte man dies auch bei Vertragsabschluss entsprechend angeben. Dann fragen wir auch nur nach dem Vor- und Nachnamen
Drittens: Auf folgenden Blogbeitrag sei an dieser Stelle nochmals hingewiesen: http://www.df.eu/blog/2010/09/07/fantasiename/ Verbunden mit der Bitte, keine Fantasie- oder sonstigen unrichtigen Bezeichnungen anzugeben. Denn Domainnamen werden auf genau diesen – dann ungültigen – (Firmen-) Namen registriert, was unter Umständen böse ins Auge gehen kann.
Wir freuen uns über zwei neue “Bestmarken”: So vertrauen uns inzwischen mehr als 150.000 kleine wie große Kunden ihre Webseiten, E-Mailaccounts oder Internetadressen an. Insgesamt sind wir dabei für die Verwaltung von über 900.000 Domainnamen zuständig.
Für das damit verbundene Vertrauen bedanken wir uns und betrachten es als Anreiz, auch zukünftig alles für die Zufriedenheit unserer Kunden zu tun.
Gerade haben wir über die anstehende Preiserhöhung von .com und .net Domains gesprochen, schon müssen wir die Ankündigung der .biz-Registry (Neustar) nachreichen. Demnach erhöhen sich die Registrygebühren für Internetadressen mit der Endung .biz ab dem 01. Februar 2012 um gut 7%.
Auch diese Preiserhöhung entzieht sich unserem Einfluss und betrifft alle weltweit registrierten .biz-Domains. Was die weitere Vorgehensweise bei uns angeht, werden wir diese Frage zusammen mit der anstehenden Preiserhöhung von Verisign für .com und .net Domainnamen lösen.
Verisign, die Betreiberin der Registry für alle Internetadressen mit den Endungen .com, .net, .cc und .tv, wird zum 15. Januar 2012 die Preise für .com und .net Domainnamen spürbar anheben. Demnach erhöhen sich die jährlichen Kosten für .com-Domains um knapp 7% und für .net-Domains um sogar fast 10%.
Damit aber nicht genug: Denn im Laufe der kommenden Jahre stehen Verisign weitere Preiserhöhungen zu, an deren Ende der Preis für die betroffenen Domainnamen um je nach Top-Level-Domain bis zu 70% über dem heutigen Niveau liegen könnten. Zu diesen reinen Registry-Kosten kommen die Gebühren der ICANN sowie weitere im Rahmen der Domainverwaltung entstehende Kosten aufgrund der damit verbundenen, extrem komplexen und teuren Systeme hinzu. Darüber hinaus erfolgt die Abrechnung dieser Gebühren und Kosten in US-$, so dass der Preis für Provider außerhalb des Dollarraums Wechselkursschwankungen unterliegt. Dass diese Kursschwankungen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die für Domainprovider entstehenden Einkaufskosten haben, zeigt die große Schwankungsbreite des Euro zum Dollar: von rund 1,60 US-$ je Euro im Jahr 2008 ist der Kurs auf bis zu etwa 1,20 US-$ im vergangenen Jahr eingebrochen; der Einkaufspreis für Provider ist also im gleichen Maße gestiegen. Derzeit liegt der Kurs bei 1,38 US-$ und die zukünftige Entwicklung ist angesichts von Themen wie der Schuldenkrise in den USA und Europa unsicher.
Vor diesem Hintergrund werden sich steigende Domainpreise in Zukunft wohl auch aus Kundensicht allgemein nicht vermeiden lassen, zumal Domainprovider wie wir bereits mehrfach und an unterschiedlichen Stellen Preissteigerungen “geschluckt” und für ihre Kunden übernommen haben.
Wir selbst haben noch nicht endgültig darüber entschieden, wie wir auf die anstehende Preiserhöhung angemessen reagieren sollen. Klar ist nur, dass eine dauerhafte “Mehrkostenübernahme” durch uns dieses Mal aufgrund des damit verbundenen Gesamtvolumens leider nicht möglich sein wird. Gleichzeitig müssen wir jedoch auch die bereits zu erwartenden weiteren Preiserhöhungen im Auge behalten und abwägen, welche Vorgehensweise für Kunden am besten nachzuvollziehen ist.
So oder so werden wir jedenfalls alles tun, um die Anpassung so transparent wie möglich weiter zu geben und dabei insbesondere keine eigenen Aufschläge für bestehende Domainnamen vorzunehmen. Aufgrund des Wechselkurses ist das natürlich nicht ganz einfach, aber lösbar. Für neue Domains werden wir hingegen genau abwägen müssen, ob wir irgend einen “exakt errechneten aber krummen” Verkaufspreis in Kauf nehmen können oder auf den nächsten “Schwellenwert” (bei uns immer x,x5 Euro) aufrunden müssen.
Natürlich freuen wir uns auch über Anregungen, Feedback und Vorschläge zu diesem Thema. Immerhin sind Sie als Kunde von dem Problem genauso betroffen, wie wir als Domainprovider. Wenn wir es am Ende gemeinsam lösen bzw. so viele Meinungen wie möglich berücksichtigen können, ist dies natürlich besonders wünschenswert
Im März 2011 hat die Top-Level-Domain .org (für “organization”) die Marke von 9 Millionen registrierten Domainnamen überschritten, wie die Vergabestelle in Ihrem aktuellen Report des ersten Halbjahres 2011 mitteilt. Ende Juni waren demnach insgesamt 9,2 Millionen .org-Domains registriert.
Während die meisten .org-Domains von Inhabern aus den USA gehalten werden (60 Prozent), folgen an zweiter Stelle – wenn auch mit sehr großem Abstand – Domaininhaber aus Deutschland, die insgesamt 5 Prozent vom .org-Kuchen darstellen.
Mehr Informationen rund um .org bei Bedarf im aktuellen “Dashboard”, dem halbjährlichen Bericht der .org-Vergabestelle Public Internet Registry:
http://www.pir.org/news/dashboard
Als Kunde bei uns hat man die Wahl: Entweder kann eine reguläre Domain bestellt werden, oder (zum Beispiel für Testzwecke) eine kostenfreie “3rd Level Domain”. Hierfür stellen wir verschiedene Internetadressen zur Verfügung, unterhalb derer eine Subdomain ausgewählt werden kann:

Aufgrund einer Anfrage in unserem Kundenforum möchten wir die Anzahl dieser verfügbaren Domainnamen nun erweitern und bieten natürlich auch unseren Kunden die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen. Alle Details dazu finden Sie hier in unserem Kundenforum. Selbstverständlich wird die Mühe belohnt: Für alle angenommenen Vorschläge bedanken wir uns nach Wahl mit einem Geschenkpaket oder 25 € Gutschrift.
Die Teilnahme ist noch bis zum 22.07.2011 möglich und wir freuen uns über jeden Vorschlag (bitte aber nicht hier als Blogkommentar
…)
Nachdem die ICANN sich zur Einführung neuer “Top-Level-Domainnamen” (kurz “TLD”) entschlossen und diesem Entschluss aktuell mit “.xxx” auch bereits Taten hat folgen lassen, stellt sich für Hostingunternehmen wie uns die Frage, wie wir mit der sich abzeichnenden “Schwemme” an neuen Domainnamen unterhalb z.B. .sport, .berlin oder .bayern (siehe auch heise online) umgehen sollen. Auf der einen Seite möchten wir unseren Kunden natürlich eine möglichst breit gefächerte Unterstützung verschiedener Domainnamen anbieten können. Andererseits steht jeder neu durch uns unterstützen Domain ein enormer formaler, technischer und finanzieller Aufwand gegenüber. Aus der Einführung von Domainnamen wie z.B. “.eu” wissen wir, wie umfangreich die damit verbundenen Projekte sind und welche enorme Menge an Ressourcen und Zeit aufgewendet werden muss, bis eine aktive Nutzung möglich ist.
Hinzu kommt, dass viele Planungen für neue Domainnamen noch überhaupt nicht in trockenen Tüchern sind und zudem der praktische Nutzen für die Netzcommunity nicht unbedingt eindeutig vorherzusagen ist. Als aktuelles Beispiel hierfür sei an dieser Stelle die “dotreise GmbH” erwähnt, welche per Pressemitteilung für deren “.reise”-Domainnamen wirbt. Die neuen Domains unterhalb der TLD “.reise” sollen demnach voraussichtlich “Mitte 2012″ nutzbar sein. Bereits jetzt erfolgt jedoch bereits eine “Promotion-Auktion” von täglich fünf “.reise”-Internetadressen und interessierte Kunden können sich zudem eine .reise-Domain gegen Zahlung von 1.500 Euro zzgl. MwSt. sichern (“Sponsoringpaket”). Ob dieses Geld gut investiert ist, hängt sicherlich vom Einzelfall ab. In vielen Fällen werden vermutlich Firmen ihr bestehendes Domainportfolio um die neue “.reise”-Domain ergänzen, ohne dass dadurch ein neues Internetangebot entsteht, oder die Nutzung der auf ihren Namen lautenden .reise-Domain durch Wettbewerber (marken-)rechtlich unterbinden lassen.
Ob die .reise-Domains jemals nutzbar werden, steht jedenfalls in den Sternen. Hierzu ein Auszug aus den “Auktionsbedingungen” der dotreise GmbH:
Der Auktionsgewinner erhält von dotreise die Einräumung von Registrierungsrechten zu .reise-Domains, die wirksam werden, sobald die ICANN dotreise als Registrierungsstelle für .reise benannt hat. [...] Es wird darauf hingewiesen, dass die ICANN als internationale Zuweisungsstelle für Top-Level-Domains bislang weder die Zulassung der Top-Level-Domain ”.reise” beschlossen, noch die dotreiseGmbH als Registrierungsstelle benannt hat. [...] [D]ie Regelungen der ICANN zum Beantragungs- und Zulassungsverfahren unterliegen ständigen und nicht vorhersehbaren Änderungen, weswegen eine endgültige Abschätzung der Risiken dieses Projekts derzeit nicht abschließend möglich ist. Die Änderungen können im ungünstigsten Fall zu einer Verzögerung oder einem Versagen der Zulassung von .reise und damit einem Scheitern des Projektes und einer Nichtgewährleistung der von dotreise zugesagten Leistungen (insbesondere Domainreservierung) führen.
Alles in allem zeigt das Beispiel “.reise”, dass sich für Hoster und Domainprovider ein differenziertes Vorgehen und eine genaue Abwägung des Kosten-/Nutzenverhältnisses lohnt. Einfach nur ganz viele verschiedene Domains “um jeden Preis” unterstützen zu wollen, obwohl diese vielleicht kaum jemand möchte oder sie unter Umständen am Ende nicht einmal eingeführt werden, ist jedenfalls nicht die Lösung und würde nur an anderer Stelle besser eingesetzte Arbeitszeit blockieren.
Auch als Interessent an einer der neuen Domains dürften sich ein überdachtes Vorgehen und ein wenig Skepsis auszahlen, wenn man nicht unnötige Domaingebühren aufwenden und damit die Geldbörse eines neuen Domainanbieters füllen möchte: Brauche ich eine der neuen Domains wirklich, wird sich die Nutzung auszahlen, steht den Gebühren ein angemessener Gegenwert gegenüber, wie wird die Akzeptanz der neuen Domainnamen in der Praxis sein? Erst wenn sich diese (und weitere) Fragen selbst zufriedenstellend beantworten lassen, kann in jedem Einzelfall die hoffentlich richtige Entscheidung für oder gegen eine der neuen Domains getroffen werden.
Wir halten jedenfalls weiterhin “die Augen offen” und verfolgen die Entwicklung genau. Dort, wo wir es für sinnvoll halten und einen ausreichend hohen Kundennutzen sehen, werden wir auch sicherlich die Akkreditierung als Registrar genau prüfen und ggf. vornehmen. Und in allen anderen Fällen ist die Nutzbarkeit der neuen Domains bei uns in Form der “externen Domains” möglich.
Aus aktuellem Anlass möchten wir an dieser Stelle auf eine an sich schön ältere Betrugsmasche hinweisen, die aktuell uns selbst und einen Kunden in jeweils verschiedener Form betroffen hat. Dabei geben sich die Täter als Hostprovider aus und weisen darauf hin, dass eine andere Firma die Registrierung von Domainnamen mit dem Marken- oder Firmennamen des Opfers versuchen würde. Das Opfer habe nun die Möglichkeit, die Domains noch schnell für sich selbst zu sichern, bevor sie der angebliche andere Interessent registrieren kann.
In Wahrheit gab es in diesen Fällen aber niemals einen Versuch, Domainnamen mit Marken-/Firmennamen des Opfers zu registrieren. Vielmehr setzen die Täter darauf, dass die Betroffenen dankbar reagieren und gerne das Angebot annehmen, die angeblich betroffenen Domains zu gesalzenen Preisen für sich registrieren zu lassen.
In dem uns betreffenden Fall wurden wir per englischsprachiger E-Mail kontaktiert und über eine angebliche Markenverletzung in Kenntnis gesetzt. Die uns kontaktierende Firma sei auf den Handel und die Registrierung von Domainnamen in Asien spezialisiert und nun beauftragt worden, Domains mit dem “Keyword ‘df’” zu registrieren. Wir hätten sieben Tage Zeit, um uns zu melden, anderenfalls würde der Auftrag ausgeführt werden. Schnell war klar, um was es sich handelt.
Auf andere Weise haben es nun Betrüger bei einem unserer Kunden versucht. Ausgerüstet mit öffentlichen Whoisinformationen über ihn und uns als Provider haben sie ihn telefonisch kontaktiert und sich als domainfactory-Mitarbeiter ausgegeben. Jemand würde bei uns ähnliche Domains registrieren wollen wie seine und er könne sich diese selbst sichern. Der Anruf erfolgte ohne Rufnummernanzeige und auch eine Rückrufnummer wurde nicht genannt.
Unser Kunde war zum Glück wachsam und hat uns informiert. Es lohnt sich (und ist leider auch notwendig), immer wachsam zu sein und nicht blindlings auf obskure Anrufe oder E-Mails hereinzufallen. Im Zweifelsfall sollte man sich über öffentlich zugängliche Kontaktmöglichkeiten an den Provider wenden, um den Sachverhalt zu klären.
Wir selbst rufen übrigens Kunden nur dann an, wenn es nötig oder vereinbart ist und die Zustimmung zur telefonischen Kontaktaufnahme erteilt wurde. Dabei erfolgt ausnahmslos die Übermittlung der Rufnummer (+49 89 55266-0 oder -xxx). Wenn sie angeblich von uns angerufen werden und Zweifel haben, rufen sie einfach zurück: Jeder Mitarbeiter verfügt über eine eigene Rufnummer innerhalb des o.g. Nummernkreises und der Kundenservice ist insbesondere auch per 0800-Rufnummer (DE: 0800 323 98 00, AT: 0800 311 821) erreichbar.
Zum 1.4. gibt es bei uns keinen Aprilscherz, sondern eine neue Preisaktion. Diese betrifft alle im April bei domainFACTORY neu registrierten .at-Domainnamen, welche während des ersten Nutzungsjahres mit nur 0,10 € pro Monat anstatt 1,45 €* (Österreich: 1,39 €*) pro Monat in Rechnung gestellt werden. Erst ab dem zweiten Jahr fallen dann die regulären Preise an, wobei die vergünstigten Domains natürlich ganz normal zum Ende des ersten Jahres gekündigt werden können.
Hier noch einmal die Aktion in der Übersicht:
- gültig für bestehende und neue domainFACTORY Kunden
- im Aktionszeitraum 01.04.2011 mit 30.04.2011
- betrifft neu registrierte .at-Domains (kein Providerwechsel, kein Rebilling)
- Aktionspreis 0,10 Euro* je Domain pro Monat im ersten Jahr
- anschließend 1,45 Euro* je Domain pro Monat bei domainfactory Deutschland bzw. 1,39 Euro* pro Monat bei domainfactory Österreich
*) Alle Preisangaben inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer für Deutschland, inklusive 20 Prozent Mehrwertsteuer für Österreich.