von Sara Veröffentlicht in Allgemein

Immer wieder erhalten Kunden unerwünschte Werbenachrichten, in denen an die angeblich dringend erforderliche Verlängerung des Domainvertrages erinnert wird. Wer nicht reagiere und (die völlig überhöhten Beträge) bezahle, so der Tenor in den E-Mails, müsse mit dem Verlust der eigenen Internetadresse rechnen. Leider fallen manche Domaininhaber auf diese Masche herein und halten noch nicht einmal Rücksprache mit ihrem Provider, sondern bezahlen einfach online die geforderte Gebühr. Dass diese – wie oben bereits erwähnt – in der Regel weit über dem üblichen Marktpreis liegt, ist dabei im schlimmsten Fall sogar das eher “kleinere” Übel, welches man vielleicht gerade noch als Lehrgeld verbuchen könnte. Viel problematischer kann es hingegen sein, dass die eigenen Kreditkartendaten nun bei einem dubiosen Anbieter gelandet sind und zukünftig vielleicht für weitere unberechtigte Verfügungen verwendet werden könnten. Zudem steckt nicht immer “nur” eine substanzlose Betrugsmasche hinter diesen E-Mails sondern mitunter auch tatsächlich das Ziel der Domainübertragung, um in Zukunft weitere Gebühren berechnen zu können.

Grundsätzlich sollte man daher vorsichtig sein, wenn man von irgendwelchen Firmen per E-Mail im Zusammenhang mit einem Domainnamen kontaktiert wird weil angeblich irgend eine Art von Verlängerung oder Aktion erforderlich ist. Im Zweifelsfall hilft eine Nachfrage beim eigenen Provider um zu klären, um was es sich bei dieser E-Mail handelt und ob tatsächlich etwas unternommen werden muss. Fast immer dürfte danach die passende Reaktion das beherzten Drücken der Löschtaste sein.

Das sollte man auch bei E-Mails von annualdom.com tun. In einer Registration Expiration E-Mail wird, wie oben beschrieben, der Eindruck erweckt, man müsse im Hinblick auf die eigene Internetadresse aktiv werden. Tatsächlich beworben wird jedoch wohl nur eine wie auch immer geartete Dienstleistung rund um Suchmaschineneintragung und -optimierung. Wer die 75 US-$ bezahlt, geht aber vermutlich leer aus. Denn die eigentliche Homepage von annualdom.com weist keinen eigenen Inhalt auf, sondern nur die eingebettete Webseite eines Zahlungsdiensteanbieters. Es ist daher anzunehmen, dass hier Jagd auf die Kreditkartendaten unbedarfter Internetbenutzer gemacht wird.

 

 

 

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von Peter Veröffentlicht in Allgemein, Fachchinesisch

Heute geht es also los. Ab dem 12.01.2012 nimmt die ICANN Bewerbungen für die “neuen Top-Level-Domains” (TLD) entgegen. Von einigen zur größten Revolution des Internets in den vergangenen 20 Jahren ausgerufen, von anderen zur großen Gefahr für die Sicherheit im Netz heraufbeschworen. Die Wahrheit wird wie so oft irgendwo dazwischen liegen.

Fest steht jedoch, dass um Inhalt und Start des Programms zur Einführung neuer Top-Level-Domains bis zuletzt heftig gerungen und gestritten wurde. Und das nicht nur hinter den Kulissen. Noch in den vergangenen Wochen haben sich zwei Unterausschüsse des Kongresses in den USA mit dem Thema beschäftigt und neben deutlicher inhaltlicher Kritik auch eine Verschiebung des Einführungsprozesses gefordert.

Auch wenn der späte Zeitpunkt – immerhin gibt es bereits seit vielen Jahren entsprechende Planungen – verwundern mag, zu welchem insbesondere der ein oder andere mächtige US-Lobbyverband das Vorhaben von ICANN kritisiert hat: Selbst Brancheninsider und eigentliche Befürworter tun sich teilweise schwer, dass Programm zur Einführung der neuen generischen TLDs vorbehaltlos gutzuheißen. Denn trotz langjähriger Vorbereitungs- und ca. 1,5 Jahren konkreter Planungsphase sind von ICANN auch mit dem Start der Bewerbungsphase noch immer einige Fragen ungeklärt. Das mehrere hundert Seiten umfassende Bewerberhandbuch, welches potentiellen Bewerbern um eine Top-Level-Domain eigentlich als Grundlage für eine Bewerbung dienen und entsprechend Gewissheit zu den Rahmenbedingungen schaffen soll, ist in einigen Punkten immer noch “subject to change” und kann sich somit in den kommenden Wochen und Monaten noch ändern. Planungssicherheit sieht sicherlich anders aus.

Bei den vielen Nebengeräuschen in den vergangenen Monaten, die wahrscheinlich auch den gesamten weiteren Einführungsprozess begleiten werden, scheint ein wenig der Fokus für den eigentlich ausschlaggebenden Faktor über Erfolg oder Misserfolg, Sinn oder Unsinn, der potentiellen neuen Top-Level-Domains verloren gegangen zu sein: “Der Internetnutzer”

Denn im Allgemeinen erscheint eine Erweiterung der Optionen bei den generischen Top-Level-Domains zwar durchaus wünschenswert. Insbesondere angesichts von inzwischen nahezu 100 Millionen registrierten .com-Domains und der damit verbundenen Knappheit von freien, “guten” Domainnamen (von den teils astronomischen Preisen für reizvolle Domains auf dem Sekundärmarkt einmal ganz abgesehen) kann man mehr Wettbewerb in diesem Bereich nur begrüßen.

Damit aus den neuen TLDs jedoch eine sinnvolle Erweiterung des Domain Name Systems wird, müssen die Internetnutzer die neuen Endungen auch annehmen. Und sollten aus der Bewerbungsphase tatsächlich mehrere hundert neue TLDs hervorgehen, so darf man zumindest gespannt sein, inwieweit einige davon wirklich auf Akzeptanz stoßen. Denn gerade für unerfahrene Internetnutzer ist eine Domainendung gleichbedeutend mit den in der jeweiligen Region bekannten TLDs – in erster Linie handelt es sich dabei in der Regel um die zutreffende CountryCode-TLD (z.B. .de für Deutschland, .at für Österreich) und zusätzlich eben um die besonders bekannten und beliebten generischen TLD wie .com. Kommen dann auf einmal besonders exotische und zudem besonders viele neue Endungen ins Spiel, kann dies bei unerfahrenen Nutzern verständlicherweise zu Unsicherheiten führen. Auf der anderen Seite ist aber natürlich festzuhalten, dass die Internet-Kompetenz weiterhin sehr stark zunimmt und die Benutzung des Webs für immer mehr Menschen immer noch selbstverständlicher wird. In der Folge könnten sich Bedenken in dieser Hinsicht als unbegründet erweisen, insbesondere wenn große, weltweit bekannte Marken tatsächlich vermehrt den Schritt wagen sollten und nicht nur eine eigene Top-Level-Domain beantragen, sondern diese auch aktiv für ihre Kommunikation und ihr Marketing nutzen.

Welche Top-Level-Domains im Rahmen der Bewerbungsphase beantragt werden und wer hinter den jeweiligen Bewerbungen steckt, wird übrigens erst im Anschluss an das entsprechende Zeitfensters bekannt gegeben. Der weitere Prozess von der Evaluierung der Bewerbungen bis zur endgültigen Zuteilung einer TLD soll dann transparent über die ICANN-Webseite zu den neuen TLDs für die Öffentlichkeit nachvollziehbar sein. Mit der tatsächlichen Registrierungs- und/oder Nutzungsmöglichkeit neuer TLDs ist dabei frühestens Ende dieses Jahres zu rechnen.

von Peter Veröffentlicht in Allgemein, Fachchinesisch

Im November konnte nicht nur .eu die Marke von 3,5 Millionen registrierten Domains knacken. Auch andere große Top-Level-Domains konnten ihr Wachstum fortsetzen und die Anzahl an registrierten Domainnamen teilweise deutlich erhöhen. Nachfolgend einige der wichtigsten TLDs in der Übersicht:

  • .com: 98.884.902
  • .de: 14.708.930
  • .net: 14.328.728
  • .uk: 9.841.776
  • .org: 9.615.985
  • .info: 8.249.975
  • .nl: 4.778.094
  • .ru: 3.541.101
  • .eu: 3.481.645
  • .biz: 2.167.935
  • .at: 1.093.927

Besonders beeindruckend sind natürlich die Zahlen für .com-Domains, welche beim derzeitigen Wachstum voraussichtlich im Februar 2012 die Marke von 100 Millionen registrierten Domainnamen überschreiten werden.

Die deutsche Top-Level-Domain .de kann den zweiten Platz im Ranking der größten TLDs weiterhin behaupten, der Abstand zu .net verringert sich jedoch weiter. Betrug der Abstand im Juli noch ca. 500.000 Domains, so trennen die beiden TLDs derzeit nur noch ca. 380.000 Domains. Mittelfristig wird die generische .net das deutsche Länderkürzel vom zweiten Platz wohl verdrängen.

(Zahlen zum Monatswechsel November/Dezember 2011, Quellen: DENIC, weitere Registries, eigene Recherche)

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von Sara Veröffentlicht in Allgemein, Interna, Juhuu

Wir freuen uns über zwei neue “Bestmarken”: So vertrauen uns inzwischen mehr als 150.000 kleine wie große Kunden ihre Webseiten, E-Mailaccounts oder Internetadressen an. Insgesamt sind wir dabei für die Verwaltung von über 900.000 Domainnamen zuständig.

Für das damit verbundene Vertrauen bedanken wir uns und betrachten es als Anreiz, auch zukünftig alles für die Zufriedenheit unserer Kunden zu tun. :-)

 

von Peter Veröffentlicht in Allgemein, Fachchinesisch

Die Vergabestelle für .eu-Domains wird Ende Oktober ca. 9.000 Domainnamen zur allgemeinen Registrierung freigeben, die entgegen der Bedingungen registriert worden waren.

Bereits im September 2010 hat EURid ein Gerichtsverfahren gegen die Registrierung der entsprechenden .eu-Domains gewonnen. Demnach folgte das Gericht der Ansicht der Vergabestelle, dass die Domainnamen “in böser Absicht” und somit entgegen der Bedingungen registriert worden waren. Es handelte sich bei allen 9.000 Domains um Registrierungen auf ein und denselben Domaininhaber.

Am 24. und 25. Oktober 2011 werden die Domainnamen nun gelöscht und stehen gemäß der üblichen “First Come, First Serve”-Regel zur Registrierung zur Verfügung. Bei Interesse kann auf der EURid-Webseite eine Liste mit allen Domains eingesehen werden sowie der genauen Uhrzeit, zu welcher die jeweiligen Domains zur Registrierung freigegeben werden.

Weiterführende Links:

Pressemitteilung von EURid zur Freigabe der Domains

Liste mit den frei werdenden .eu-Domainnamen

von Peter Veröffentlicht in Allgemein, Fachchinesisch

Am 20. Juni dieses Jahres hat die Internet-Verwaltung ICANN die grundsätzliche Einführung neuer so genannter generischer Top-Level-Domains beschlossen. Eine Entscheidung, der ein jahrelanges Tauziehen unterschiedlicher Interessensgruppen voran gegangen war, und die auch nach dem Beschluss für kontroverse Diskussionen und Berichterstattungen, sowohl innerhalb der Domainbranche als auch in Mainstream-Medien, sorgt.

gTLD VS. ccTLD
Die generischen Top-Level-Domains unterscheiden sich im Vergleich zu anderen Top-Level-Domains (TLD) dadurch, dass grundsätzlich jeder Begriff als TLD verwendet werden kann während andere TLDs i.d.R. einen geographischen Bezug haben. Beispiele für generische Top-Level-Domains sind .com (steht für “commercial”) oder .org (steht für “organization”). Beispiele für so genannte ccTLD (“Country Code Top Level Domains”) mit geographischem Bezug sind .de (für “Deutschland”) oder .at (für “Österreich”).

Gibt es für jedes Land sowie einige weitere geographische Regionen, die eigentlich kein Land im eigentlichen Sinne darstellen (z.B. .eu für “Europäische Union” oder .cat für “Katalonien”), eine eigene ccTLD, so ist die Vergabe der generischen Top-Level-Domains mit etwas mehr als 20 TLDs bisher relativ strikt erfolgt. Neben den weithin bekannten wie .com oder .net gibt es dabei auch einige exotische und wenig verbreitete Endungen wie .edu für Bildungseinrichtungen (wird überwiegend in den USA genutzt) oder .aero, welche ausschließlich von Organisationen im Bereich der Luft- und Raumfahrt genutzt werden kann. Zum Vergleich: Die beliebteste generische Endung .com bring es Ende Juli 2011 auf mehr als 96 Millionen Domainnamen, .aero verzeichnet zu diesem Zeitpunkt ca. 7.500 registrierte Domains.

Neue Vergabepolitik
Mit dem Beschluss zur Einführung neuer generischer Endungen soll die restriktive Handhabung bei der Vergabe aufgegeben und der Namensraum für zahlreiche neue Top-Level-Domains geöffnet werden. Es gibt dabei unzählige Beispiele für mögliche Anwendungsszenarien. Angefangen von großen Marken, die sich unter ihrer eigenen TLD präsentieren möchten (z.B. .facebook) über einen branchen- und/oder interessenspezifischen Namensraum wie beispielsweise .cars bis hin zu Städten (z.B. .berlin), die regionale Zielgruppen ansprechen möchten.

ICANN selbst geht von der Einführung mehrerer hundert neuer Top-Level-Domains in den kommenden Jahren aus, die aus der Anfang 2012 startenden Bewerbungsphase hervorgehen. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass zahlreiche Anträge für den Betrieb neuer TLDs eingereicht werden – trotz hoher Hürden für Bewerber wie beispielsweise einer 185.000,00 Dollar hohen Bewerbungsgebühr.

Zunächst soll ab September 2011 seitens ICANN eine weltweit angelegte Kampagne gestartet werden, um rund um die neuen gTLD auch außerhalb der Domainbranche eine möglichst große Aufmerksamkeit zu generieren. Dieser auf vier Monate angesetzten Phase soll dann die eigentliche Bewerbungsphase folgen, innerhalb welcher Anträge zur Vergabe einer neuen Top-Level-Domain durch Unternehmen, Verbände und weitere Organisation eingereicht werden können. Mit der tatsächlichen Vergabe und in der Folge entsprechender Registrierungsmöglichkeiten ist daher frühestens Ende des kommenden Jahres zu rechnen.

Alles klar – oder doch nicht?
Welche und wie viele Endungen dann jedoch tatsächlich vergeben und unter welchen Bedingungen Domainnamen von Interessenten registriert werden können, ist derzeit noch vollkommen offen. Zwar gibt es Absichtserklärungen von potentiellen Bewerbern für einige Top-Level-Domains und einige Anbieter bieten auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt <ganz dicke Anführungszeichen>Vorbestellungsmöglichkeiten</Anführungszeichen> für Domainnamen unterhalb solcher potentieller neuer Endungen an. Ob diese TLD dann jedoch tatsächlich Einzug in das Domain Name System halten werden, ist derzeit eigentlich in keinster Weise seriös absehbar.

von Peter Veröffentlicht in Allgemein

Im März 2011 hat die Top-Level-Domain .org (für “organization”) die Marke von 9 Millionen registrierten Domainnamen überschritten, wie die Vergabestelle in Ihrem aktuellen Report des ersten Halbjahres 2011 mitteilt. Ende Juni waren demnach insgesamt 9,2 Millionen .org-Domains registriert.

Während die meisten .org-Domains von Inhabern aus den USA gehalten werden (60 Prozent), folgen an zweiter Stelle – wenn auch mit sehr großem Abstand – Domaininhaber aus Deutschland, die insgesamt 5 Prozent vom .org-Kuchen darstellen.

Mehr Informationen rund um .org bei Bedarf im aktuellen “Dashboard”, dem halbjährlichen Bericht der .org-Vergabestelle Public Internet Registry:

http://www.pir.org/news/dashboard

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von Peter Veröffentlicht in Allgemein

Die deutsche Top-Level-Domain .de konnte im Juli einen “halben Meilenstein” erreichen und ist über die Anzahl von 14,5 Millionen registrierten Domains gesprungen. Zum Überspringen der Grenze von 15 Millionen Domains wird es zum 25. Geburtstag in diesem Jahr wohl leider nicht mehr ganz reichen, dennoch beides ganz beeindruckende Zahlen und wir gratulieren ganz herzlich. Auf die nächsten 25 – und die nächsten 14,5 ;)

Quelle: DENIC

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von Sara Veröffentlicht in Allgemein

Als Kunde bei uns hat man die Wahl: Entweder kann eine reguläre Domain bestellt werden, oder (zum Beispiel für Testzwecke) eine kostenfreie “3rd Level Domain”. Hierfür stellen wir verschiedene Internetadressen zur Verfügung, unterhalb derer eine Subdomain ausgewählt werden kann:

Aufgrund einer Anfrage in unserem Kundenforum möchten wir die Anzahl dieser verfügbaren Domainnamen nun erweitern und bieten natürlich auch unseren Kunden die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen. Alle Details dazu finden Sie hier in unserem Kundenforum. Selbstverständlich wird die Mühe belohnt: Für alle angenommenen Vorschläge bedanken wir uns nach Wahl mit einem Geschenkpaket oder 25 € Gutschrift.

Die Teilnahme ist noch bis zum 22.07.2011 möglich und wir freuen uns über jeden Vorschlag (bitte aber nicht hier als Blogkommentar ;-) …)

von Sara Veröffentlicht in Allgemein

Nachdem die ICANN sich zur Einführung neuer “Top-Level-Domainnamen” (kurz “TLD”) entschlossen und diesem Entschluss aktuell mit “.xxx” auch bereits Taten hat folgen lassen, stellt sich für Hostingunternehmen wie uns die Frage, wie wir mit der sich abzeichnenden “Schwemme” an neuen Domainnamen unterhalb z.B. .sport, .berlin oder .bayern (siehe auch heise online) umgehen sollen. Auf der einen Seite möchten wir unseren Kunden natürlich eine möglichst breit gefächerte Unterstützung verschiedener Domainnamen anbieten können. Andererseits steht jeder neu durch uns unterstützen Domain ein enormer formaler, technischer und finanzieller Aufwand gegenüber. Aus der Einführung von Domainnamen wie z.B. “.eu” wissen wir, wie umfangreich die damit verbundenen Projekte sind und welche enorme Menge an Ressourcen und Zeit aufgewendet werden muss, bis eine aktive Nutzung möglich ist.

Hinzu kommt, dass viele Planungen für neue Domainnamen noch überhaupt nicht in trockenen Tüchern sind und zudem der praktische Nutzen für die Netzcommunity nicht unbedingt eindeutig vorherzusagen ist. Als aktuelles Beispiel hierfür sei an dieser Stelle die “dotreise GmbH” erwähnt, welche per Pressemitteilung für deren “.reise”-Domainnamen wirbt. Die neuen Domains unterhalb der TLD “.reise” sollen demnach voraussichtlich “Mitte 2012″ nutzbar sein. Bereits jetzt erfolgt jedoch bereits eine “Promotion-Auktion” von täglich fünf “.reise”-Internetadressen und interessierte Kunden können sich zudem eine .reise-Domain gegen Zahlung von 1.500 Euro zzgl. MwSt. sichern (“Sponsoringpaket”).  Ob dieses Geld gut investiert ist, hängt sicherlich vom Einzelfall ab. In vielen Fällen werden vermutlich Firmen ihr bestehendes Domainportfolio um die neue “.reise”-Domain ergänzen, ohne dass dadurch ein neues Internetangebot entsteht, oder die Nutzung der auf ihren Namen lautenden .reise-Domain durch Wettbewerber (marken-)rechtlich unterbinden lassen.

Ob die .reise-Domains jemals nutzbar werden, steht jedenfalls in den Sternen. Hierzu ein Auszug aus den “Auktionsbedingungen” der dotreise GmbH:

Der Auktionsgewinner erhält von dotreise die Einräumung von Registrierungsrechten zu .reise-Domains, die wirksam werden, sobald die ICANN dotreise als Registrierungsstelle für .reise benannt hat. [...] Es wird darauf hingewiesen, dass die ICANN als internationale Zuweisungsstelle für Top-Level-Domains bislang weder die Zulassung der Top-Level-Domain ”.reise” beschlossen, noch die dotreiseGmbH als Registrierungsstelle benannt hat. [...] [D]ie Regelungen der ICANN zum Beantragungs- und Zulassungsverfahren unterliegen ständigen und nicht vorhersehbaren Änderungen, weswegen eine endgültige Abschätzung der Risiken dieses Projekts derzeit nicht abschließend möglich ist. Die Änderungen können im ungünstigsten Fall zu einer Verzögerung oder einem Versagen der Zulassung von .reise und damit einem Scheitern des Projektes und einer Nichtgewährleistung der von dotreise zugesagten Leistungen (insbesondere Domainreservierung) führen.

Alles in allem zeigt das Beispiel “.reise”, dass sich für Hoster  und Domainprovider ein differenziertes Vorgehen und eine genaue Abwägung des Kosten-/Nutzenverhältnisses lohnt. Einfach nur ganz viele verschiedene Domains “um jeden Preis” unterstützen zu wollen, obwohl diese vielleicht kaum jemand möchte oder sie unter Umständen am Ende nicht einmal eingeführt werden, ist jedenfalls nicht die Lösung  und würde nur an anderer Stelle besser eingesetzte Arbeitszeit blockieren.

Auch als Interessent an einer der neuen Domains dürften sich ein überdachtes Vorgehen und ein wenig Skepsis auszahlen, wenn man nicht unnötige Domaingebühren aufwenden und damit die Geldbörse eines neuen Domainanbieters füllen möchte: Brauche ich eine der neuen Domains wirklich, wird sich die Nutzung auszahlen, steht den Gebühren ein angemessener Gegenwert gegenüber, wie wird die Akzeptanz der neuen Domainnamen in der Praxis sein? Erst wenn sich diese (und weitere) Fragen selbst zufriedenstellend beantworten lassen, kann in jedem Einzelfall die hoffentlich richtige Entscheidung für oder gegen eine der neuen Domains getroffen werden.

Wir halten jedenfalls weiterhin “die Augen offen” und verfolgen die Entwicklung genau. Dort, wo wir es für sinnvoll halten und einen ausreichend hohen Kundennutzen sehen, werden wir auch sicherlich die Akkreditierung als Registrar genau prüfen und ggf. vornehmen. Und in allen anderen Fällen ist die Nutzbarkeit der neuen Domains bei uns in Form der “externen Domains” möglich.