Nach .com, net und .biz geht es bei der etwas “exotischeren”, dem Staat Samoa zugehörigen aber als “Website.ws Your Internet Adress for Live” vermarktete ccTLD “.ws” weiter: Auch dort erhöht sich der Einkaufspreis mit Wirkung zum 01.01.2012 unterm Strich um deutlich spürbare 13%. Dies ist auch keinesfalls die erste Preisanpassung nach oben, sondern setzt eine Reihe von früheren direkten und indirekten Anhebungen fort (siehe auch: “Bedauerlicher Trend zu Preiserhöhungen” von August 2010).
Aufgrund der mehreren anstehenden Preiserhöhung der Vergabestellen werden wir dieses Thema gesammelt angehen, um eine einheitliche und vernünftige Lösung unter Berücksichtigung aller Aspekte finden zu können. Dabei beschäftigen uns nicht nur die bevorstehenden Teuerungen. Vielmehr bereiten uns auch weitere Aspekte Kopfzerbrechen. So zum Beispiel die Frage nach dem Umgang mit heute bereits zu erwartenden und absehbaren weiteren Erhöhungen der Kosten durch die Vergabestellen, die Berücksichtigung früherer, von uns abgefederter Preissteigerungen und die veränderte Situation bei dem Wechselkurs.
Dabei machen wir es uns nicht leicht, sondern prüfen ergebnisoffen mehrere Ansätze. Denn egal wie wir am Ende auch verfahren: Für unsere Kunden muss die Entscheidung am Ende nachvollziehbar sein.
Gerade haben wir über die anstehende Preiserhöhung von .com und .net Domains gesprochen, schon müssen wir die Ankündigung der .biz-Registry (Neustar) nachreichen. Demnach erhöhen sich die Registrygebühren für Internetadressen mit der Endung .biz ab dem 01. Februar 2012 um gut 7%.
Auch diese Preiserhöhung entzieht sich unserem Einfluss und betrifft alle weltweit registrierten .biz-Domains. Was die weitere Vorgehensweise bei uns angeht, werden wir diese Frage zusammen mit der anstehenden Preiserhöhung von Verisign für .com und .net Domainnamen lösen.
Verisign, die Betreiberin der Registry für alle Internetadressen mit den Endungen .com, .net, .cc und .tv, wird zum 15. Januar 2012 die Preise für .com und .net Domainnamen spürbar anheben. Demnach erhöhen sich die jährlichen Kosten für .com-Domains um knapp 7% und für .net-Domains um sogar fast 10%.
Damit aber nicht genug: Denn im Laufe der kommenden Jahre stehen Verisign weitere Preiserhöhungen zu, an deren Ende der Preis für die betroffenen Domainnamen um je nach Top-Level-Domain bis zu 70% über dem heutigen Niveau liegen könnten. Zu diesen reinen Registry-Kosten kommen die Gebühren der ICANN sowie weitere im Rahmen der Domainverwaltung entstehende Kosten aufgrund der damit verbundenen, extrem komplexen und teuren Systeme hinzu. Darüber hinaus erfolgt die Abrechnung dieser Gebühren und Kosten in US-$, so dass der Preis für Provider außerhalb des Dollarraums Wechselkursschwankungen unterliegt. Dass diese Kursschwankungen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die für Domainprovider entstehenden Einkaufskosten haben, zeigt die große Schwankungsbreite des Euro zum Dollar: von rund 1,60 US-$ je Euro im Jahr 2008 ist der Kurs auf bis zu etwa 1,20 US-$ im vergangenen Jahr eingebrochen; der Einkaufspreis für Provider ist also im gleichen Maße gestiegen. Derzeit liegt der Kurs bei 1,38 US-$ und die zukünftige Entwicklung ist angesichts von Themen wie der Schuldenkrise in den USA und Europa unsicher.
Vor diesem Hintergrund werden sich steigende Domainpreise in Zukunft wohl auch aus Kundensicht allgemein nicht vermeiden lassen, zumal Domainprovider wie wir bereits mehrfach und an unterschiedlichen Stellen Preissteigerungen “geschluckt” und für ihre Kunden übernommen haben.
Wir selbst haben noch nicht endgültig darüber entschieden, wie wir auf die anstehende Preiserhöhung angemessen reagieren sollen. Klar ist nur, dass eine dauerhafte “Mehrkostenübernahme” durch uns dieses Mal aufgrund des damit verbundenen Gesamtvolumens leider nicht möglich sein wird. Gleichzeitig müssen wir jedoch auch die bereits zu erwartenden weiteren Preiserhöhungen im Auge behalten und abwägen, welche Vorgehensweise für Kunden am besten nachzuvollziehen ist.
So oder so werden wir jedenfalls alles tun, um die Anpassung so transparent wie möglich weiter zu geben und dabei insbesondere keine eigenen Aufschläge für bestehende Domainnamen vorzunehmen. Aufgrund des Wechselkurses ist das natürlich nicht ganz einfach, aber lösbar. Für neue Domains werden wir hingegen genau abwägen müssen, ob wir irgend einen “exakt errechneten aber krummen” Verkaufspreis in Kauf nehmen können oder auf den nächsten “Schwellenwert” (bei uns immer x,x5 Euro) aufrunden müssen.
Natürlich freuen wir uns auch über Anregungen, Feedback und Vorschläge zu diesem Thema. Immerhin sind Sie als Kunde von dem Problem genauso betroffen, wie wir als Domainprovider. Wenn wir es am Ende gemeinsam lösen bzw. so viele Meinungen wie möglich berücksichtigen können, ist dies natürlich besonders wünschenswert
In der Hosting- und Domainbranche wird alles günstiger oder zumindest nicht teurer? So ganz pauschal stimmt das nicht (was auch die Preisentwicklung im Wettbewerb immer wieder zeigt, wenn man zeitlich befristete Aktionen mal außen vor lässt) und gerade im Bereich der “Domainregistrys” (Vergabestellen für Domainnamen) ist in den letzten Monaten vermehrt ein bedauerlicher, möglicher “Trend” zur Preiserhöhung festzustellen (z.B. für .com und .net Domains zum 1.7. durch Verisign).
Bereits zum zweiten Mal in relativ kurzer Zeit trifft es “uns” (bzw. natürlich alle Provider) nun mit “.ws-Domainnamen”. Bei dieser als Abkürzung für “WebSite” vermarkteten Länderkennung des Inselstaates Samoa erhöht sich mit Wirkung zum 01.10.2010 der Einkaufspreis erneut, nachdem schon vor noch nicht allzu langer Zeit eine – von uns noch abgefangene – Erhöhung erfolgt ist.
In der Regel versuchen wir solche Preiserhöhungen irgendwie selbst zu übernehmen und nicht an unsere Kunden weiterzugeben. Bei den .ws-Domainnamen ist dies leider aktuell für Kunden aus Deutschland und Europa jedoch nicht noch einmal möglich, weshalb sich dort der Preis von bisher 1,05 € brutto pro Monat auf 1,15 € erhöht. Für Kunden aus Österreich ändert sich der Preis (welcher historisch und aufgrund höherer Kosten in Österreich bei 1,19 € brutto pro Monat liegt) hingegen nicht.
Die Notwendigkeit dieser Preisanpassung bedauern wir sehr. Verschärft durch den sich in den letzten Monaten deutlich verschlechterten Euro-Dollar-Wechselkurs und die bereits vor einiger Zeit erfolgte und abgefangene Anhebung des Einkaufspreises ist nun erneut eine Übernahme der erneuten Preiserhöhung leider nicht möglich.
Alle betroffenen Kunden werden von uns natürlich rechtzeitig, d.h. noch im August, über die Änderung informiert.
Insgesamt bleibt zu hoffen, dass der Domainkunde nicht vermehrt zur “Melkkuh” gemacht werden und in Form laufend steigender Preise verstärkt zur Kasse gebeten werden soll. Gerade bei in US-$ abgerechneten Domainnamen könnte sich diese Befürchtung jedoch durchaus bewahrheiten, wohingegen die Situation bei den für unsere Kunden wichtigen .de, .at und .eu-Domainnamen – soweit absehbar – deutlich besser aussieht. Vielleicht wurde hier ja auch einfach erkannt, dass vor allem günstige und stabile Preise in einem Massenmarkt für den Erfolg der jeweiligen Domainnendung ganz erheblich mit verantwortlich sind. Andererseits macht es die immer knapper werdende Ressource “Domain” den Firmen aber auch leichter, einfach höhere Preise durchzusetzen.
Denn klar: selbst eine nur halbwegs wichtige Domain wird man in Zeiten immer begrenzter verfügbarer (guter) Domainnamen nicht kündigen, “nur” weil sich der Preis um x Cent pro Monat erhöht. Es ist dennoch leidig, ärgerlich und an sich unnötig, sich überhaupt immer und immer wieder mit diesem Thema auseinander setzen zu müssen und entweder die Mehrkosten selbst abfangen oder – wie erstmalig in diesem Fall – ganz oder teilweise weitergeben zu müssen.
Um mal ein aktuelles Beispiel für die hier erwähnten Preissteigerungen zu nennen, die wir bisher durch den guten Dollar-Euro-Wechselkurs abfangen konnten:
Die Preise für .com Domains erhöhen sich für uns im Einkauf zum 01.07. um 6,8% und für .net Domainnamen um 8,1%. Warum? Weil VeriSign ihre “Registry fee” anhebt.