Für die neuen Top-Level-Domains wurde heute die Liste aller eingereichten vollständigen Bewerbungen veröffentlicht. Wie die Internet-Verwaltung ICANN mitteilt, wurden demnach insgesamt 1930 Bewerbungen abgegeben, wobei auch zahlreiche Bewerbungen um ein und dieselbe Endung enthalten sind. So finden sich in der Liste beispielsweise allein 13 Bewerbungen um die TLD .app, während für .web immerhin 7 Bewerbungen verzeichnet sind. Rechnet man die Mehrfachbewerbungen heraus, so kommt man auf gut 1.400 neue (potentielle) Domainendungen.
Bei der Art der Endungen geht es bunt gemischt zu. Neben Top-Level-Domains mit einem geografischen Bezug wie .berlin oder .nyc gibt es natürlich auch viele Bewerbungen für Markendomains wie .amazon oder .volkswagen, aber auch viele generische Begriffe wie “.doctor” oder “.shop”
Eine Liste mit allen Bewerbungen zu den neuen Top-Level-Domains findet sich bei Interesse auf der ICANN-Webseite: Reveal Day 13 June 2012 – New gTLD Applied-For Strings
Welche Endungen gefallen Ihnen denn besonders gut?
Nein, noch dreht sich noch nicht alles um das Runde, das ins Eckige muss
“Aus” ist zunächst die Bewerbungsphase für die neuen Top-Level-Domains, sie endete mit dem gestrigen Tag. Bis zum 30.05. konnten Bewerber Anträge für neue Domainendungen einreichen. Mit der Bewerbungsphase für neue Top-Level-Domains (TLD) soll die Vergabe der Endungen grundsätzlich freigegeben werden, sodass – jedenfalls theoretisch – jede beliebige Endung als Domain registriert werden kann.
War bereits die Einführungs- und Vorbereitungsphase des Programms turbulent (wir berichteten), so stand die Bewerbungsphase dem in nichts nach. Ursprünglich sollten Bewerber vom 12.01.2012 bis zum 12.04.2012 Zeit haben, Bewerbungsunterlagen für Domainendungen einzureichen. Aufgrund Sicherheitslücken des Bewerbungssystems, bei welchem einige Bewerber teilweise Benutzernamen und Dateiendungen von Dokumenten anderer Bewerbungen sehen konnten, wurde das Bewerbungsverfahren jedoch just am 12.04. ausgesetzt. Erst sechs Wochen später wurde das System wieder online genommen und den Bewerbern eine weitere Woche Zeit gegeben, Ihre Bewerbungen zu vervollständigen.
Mit dem Abschluss der Bewerbungsphase ist nun die Veröffentlichung der beantragten Domainendungen für den 13. Juni geplant. Zu diesem Datum werden wir also erfahren, welche potentiell neuen Domainendungen es in den kommenden Jahren geben könnte. Zuletzt wurde von ICANN eine Zahl von über 2.000 erfassten Bewerbungen genannt, wobei hier Mehrfachbewerbungen um ein und dieselbe TLD enthalten sind. Ebenso waren noch einen Tag vor Ende des Bewerbungsfensters über 500 Bewerbungen unvollständig oder die Gebühren noch nicht bezahlt. Wurden diese nicht rechtzeitig vervollständigt und/oder bezahlt, erfolgt keine weitere Berücksichtigung der Bewerbungen.
Wie es nun weiter geht
Mit Veröffentlichung startet am 13.06. eine zweimonatige “Feedback-Phase”, innerhalb welcher die Öffentlichkeit Bewerbungen gegenüber ICANN kommentieren kann. Gleichzeitig startet die Evaluierung der eingegangenen Bewerbungen. Gibt es für ein und dieselbe Endung mehrere berechtigte Bewerbungen, so wird die Endung schlussendlich durch eine Auktion dem Höchstbietenden zugeschlagen. Abschließend erfolgt dann die Delegierung der TLD – die Endung ist dann, entsprechende Registrierungen vorausgesetzt, über das Internet verfügbar.
Mit Delegierung der ersten TLDs ist nach derzeitigem Stand frühestens in der ersten Jahreshälfte 2013 zu rechnen, viele Endungen werden wahrscheinlich erst zwei, drei Jahre oder gar noch später zugeteilt werden. Auch bleibt abzuwarten, welche Domainendungen schlussendlich tatsächlich auch “öffentlich” registriert werden können oder nur durch einzelne Organisationen, z.B. Markeninhaber, genutzt werden.
Ausführliche Informationen rund um die neuen Top-Level-Domains finden Sie auf der ICANN-Webseite: http://newgtlds.icann.org
Heute geht es also los. Ab dem 12.01.2012 nimmt die ICANN Bewerbungen für die “neuen Top-Level-Domains” (TLD) entgegen. Von einigen zur größten Revolution des Internets in den vergangenen 20 Jahren ausgerufen, von anderen zur großen Gefahr für die Sicherheit im Netz heraufbeschworen. Die Wahrheit wird wie so oft irgendwo dazwischen liegen.
Fest steht jedoch, dass um Inhalt und Start des Programms zur Einführung neuer Top-Level-Domains bis zuletzt heftig gerungen und gestritten wurde. Und das nicht nur hinter den Kulissen. Noch in den vergangenen Wochen haben sich zwei Unterausschüsse des Kongresses in den USA mit dem Thema beschäftigt und neben deutlicher inhaltlicher Kritik auch eine Verschiebung des Einführungsprozesses gefordert.
Auch wenn der späte Zeitpunkt – immerhin gibt es bereits seit vielen Jahren entsprechende Planungen – verwundern mag, zu welchem insbesondere der ein oder andere mächtige US-Lobbyverband das Vorhaben von ICANN kritisiert hat: Selbst Brancheninsider und eigentliche Befürworter tun sich teilweise schwer, dass Programm zur Einführung der neuen generischen TLDs vorbehaltlos gutzuheißen. Denn trotz langjähriger Vorbereitungs- und ca. 1,5 Jahren konkreter Planungsphase sind von ICANN auch mit dem Start der Bewerbungsphase noch immer einige Fragen ungeklärt. Das mehrere hundert Seiten umfassende Bewerberhandbuch, welches potentiellen Bewerbern um eine Top-Level-Domain eigentlich als Grundlage für eine Bewerbung dienen und entsprechend Gewissheit zu den Rahmenbedingungen schaffen soll, ist in einigen Punkten immer noch “subject to change” und kann sich somit in den kommenden Wochen und Monaten noch ändern. Planungssicherheit sieht sicherlich anders aus.
Bei den vielen Nebengeräuschen in den vergangenen Monaten, die wahrscheinlich auch den gesamten weiteren Einführungsprozess begleiten werden, scheint ein wenig der Fokus für den eigentlich ausschlaggebenden Faktor über Erfolg oder Misserfolg, Sinn oder Unsinn, der potentiellen neuen Top-Level-Domains verloren gegangen zu sein: “Der Internetnutzer”
Denn im Allgemeinen erscheint eine Erweiterung der Optionen bei den generischen Top-Level-Domains zwar durchaus wünschenswert. Insbesondere angesichts von inzwischen nahezu 100 Millionen registrierten .com-Domains und der damit verbundenen Knappheit von freien, “guten” Domainnamen (von den teils astronomischen Preisen für reizvolle Domains auf dem Sekundärmarkt einmal ganz abgesehen) kann man mehr Wettbewerb in diesem Bereich nur begrüßen.
Damit aus den neuen TLDs jedoch eine sinnvolle Erweiterung des Domain Name Systems wird, müssen die Internetnutzer die neuen Endungen auch annehmen. Und sollten aus der Bewerbungsphase tatsächlich mehrere hundert neue TLDs hervorgehen, so darf man zumindest gespannt sein, inwieweit einige davon wirklich auf Akzeptanz stoßen. Denn gerade für unerfahrene Internetnutzer ist eine Domainendung gleichbedeutend mit den in der jeweiligen Region bekannten TLDs – in erster Linie handelt es sich dabei in der Regel um die zutreffende CountryCode-TLD (z.B. .de für Deutschland, .at für Österreich) und zusätzlich eben um die besonders bekannten und beliebten generischen TLD wie .com. Kommen dann auf einmal besonders exotische und zudem besonders viele neue Endungen ins Spiel, kann dies bei unerfahrenen Nutzern verständlicherweise zu Unsicherheiten führen. Auf der anderen Seite ist aber natürlich festzuhalten, dass die Internet-Kompetenz weiterhin sehr stark zunimmt und die Benutzung des Webs für immer mehr Menschen immer noch selbstverständlicher wird. In der Folge könnten sich Bedenken in dieser Hinsicht als unbegründet erweisen, insbesondere wenn große, weltweit bekannte Marken tatsächlich vermehrt den Schritt wagen sollten und nicht nur eine eigene Top-Level-Domain beantragen, sondern diese auch aktiv für ihre Kommunikation und ihr Marketing nutzen.
Welche Top-Level-Domains im Rahmen der Bewerbungsphase beantragt werden und wer hinter den jeweiligen Bewerbungen steckt, wird übrigens erst im Anschluss an das entsprechende Zeitfensters bekannt gegeben. Der weitere Prozess von der Evaluierung der Bewerbungen bis zur endgültigen Zuteilung einer TLD soll dann transparent über die ICANN-Webseite zu den neuen TLDs für die Öffentlichkeit nachvollziehbar sein. Mit der tatsächlichen Registrierungs- und/oder Nutzungsmöglichkeit neuer TLDs ist dabei frühestens Ende dieses Jahres zu rechnen.
Am 20. Juni dieses Jahres hat die Internet-Verwaltung ICANN die grundsätzliche Einführung neuer so genannter generischer Top-Level-Domains beschlossen. Eine Entscheidung, der ein jahrelanges Tauziehen unterschiedlicher Interessensgruppen voran gegangen war, und die auch nach dem Beschluss für kontroverse Diskussionen und Berichterstattungen, sowohl innerhalb der Domainbranche als auch in Mainstream-Medien, sorgt.
gTLD VS. ccTLD
Die generischen Top-Level-Domains unterscheiden sich im Vergleich zu anderen Top-Level-Domains (TLD) dadurch, dass grundsätzlich jeder Begriff als TLD verwendet werden kann während andere TLDs i.d.R. einen geographischen Bezug haben. Beispiele für generische Top-Level-Domains sind .com (steht für “commercial”) oder .org (steht für “organization”). Beispiele für so genannte ccTLD (“Country Code Top Level Domains”) mit geographischem Bezug sind .de (für “Deutschland”) oder .at (für “Österreich”).
Gibt es für jedes Land sowie einige weitere geographische Regionen, die eigentlich kein Land im eigentlichen Sinne darstellen (z.B. .eu für “Europäische Union” oder .cat für “Katalonien”), eine eigene ccTLD, so ist die Vergabe der generischen Top-Level-Domains mit etwas mehr als 20 TLDs bisher relativ strikt erfolgt. Neben den weithin bekannten wie .com oder .net gibt es dabei auch einige exotische und wenig verbreitete Endungen wie .edu für Bildungseinrichtungen (wird überwiegend in den USA genutzt) oder .aero, welche ausschließlich von Organisationen im Bereich der Luft- und Raumfahrt genutzt werden kann. Zum Vergleich: Die beliebteste generische Endung .com bring es Ende Juli 2011 auf mehr als 96 Millionen Domainnamen, .aero verzeichnet zu diesem Zeitpunkt ca. 7.500 registrierte Domains.
Neue Vergabepolitik
Mit dem Beschluss zur Einführung neuer generischer Endungen soll die restriktive Handhabung bei der Vergabe aufgegeben und der Namensraum für zahlreiche neue Top-Level-Domains geöffnet werden. Es gibt dabei unzählige Beispiele für mögliche Anwendungsszenarien. Angefangen von großen Marken, die sich unter ihrer eigenen TLD präsentieren möchten (z.B. .facebook) über einen branchen- und/oder interessenspezifischen Namensraum wie beispielsweise .cars bis hin zu Städten (z.B. .berlin), die regionale Zielgruppen ansprechen möchten.
ICANN selbst geht von der Einführung mehrerer hundert neuer Top-Level-Domains in den kommenden Jahren aus, die aus der Anfang 2012 startenden Bewerbungsphase hervorgehen. Und tatsächlich ist davon auszugehen, dass zahlreiche Anträge für den Betrieb neuer TLDs eingereicht werden – trotz hoher Hürden für Bewerber wie beispielsweise einer 185.000,00 Dollar hohen Bewerbungsgebühr.
Zunächst soll ab September 2011 seitens ICANN eine weltweit angelegte Kampagne gestartet werden, um rund um die neuen gTLD auch außerhalb der Domainbranche eine möglichst große Aufmerksamkeit zu generieren. Dieser auf vier Monate angesetzten Phase soll dann die eigentliche Bewerbungsphase folgen, innerhalb welcher Anträge zur Vergabe einer neuen Top-Level-Domain durch Unternehmen, Verbände und weitere Organisation eingereicht werden können. Mit der tatsächlichen Vergabe und in der Folge entsprechender Registrierungsmöglichkeiten ist daher frühestens Ende des kommenden Jahres zu rechnen.
Alles klar – oder doch nicht?
Welche und wie viele Endungen dann jedoch tatsächlich vergeben und unter welchen Bedingungen Domainnamen von Interessenten registriert werden können, ist derzeit noch vollkommen offen. Zwar gibt es Absichtserklärungen von potentiellen Bewerbern für einige Top-Level-Domains und einige Anbieter bieten auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt <ganz dicke Anführungszeichen>Vorbestellungsmöglichkeiten</Anführungszeichen> für Domainnamen unterhalb solcher potentieller neuer Endungen an. Ob diese TLD dann jedoch tatsächlich Einzug in das Domain Name System halten werden, ist derzeit eigentlich in keinster Weise seriös absehbar.
Nachdem die ICANN sich zur Einführung neuer “Top-Level-Domainnamen” (kurz “TLD”) entschlossen und diesem Entschluss aktuell mit “.xxx” auch bereits Taten hat folgen lassen, stellt sich für Hostingunternehmen wie uns die Frage, wie wir mit der sich abzeichnenden “Schwemme” an neuen Domainnamen unterhalb z.B. .sport, .berlin oder .bayern (siehe auch heise online) umgehen sollen. Auf der einen Seite möchten wir unseren Kunden natürlich eine möglichst breit gefächerte Unterstützung verschiedener Domainnamen anbieten können. Andererseits steht jeder neu durch uns unterstützen Domain ein enormer formaler, technischer und finanzieller Aufwand gegenüber. Aus der Einführung von Domainnamen wie z.B. “.eu” wissen wir, wie umfangreich die damit verbundenen Projekte sind und welche enorme Menge an Ressourcen und Zeit aufgewendet werden muss, bis eine aktive Nutzung möglich ist.
Hinzu kommt, dass viele Planungen für neue Domainnamen noch überhaupt nicht in trockenen Tüchern sind und zudem der praktische Nutzen für die Netzcommunity nicht unbedingt eindeutig vorherzusagen ist. Als aktuelles Beispiel hierfür sei an dieser Stelle die “dotreise GmbH” erwähnt, welche per Pressemitteilung für deren “.reise”-Domainnamen wirbt. Die neuen Domains unterhalb der TLD “.reise” sollen demnach voraussichtlich “Mitte 2012″ nutzbar sein. Bereits jetzt erfolgt jedoch bereits eine “Promotion-Auktion” von täglich fünf “.reise”-Internetadressen und interessierte Kunden können sich zudem eine .reise-Domain gegen Zahlung von 1.500 Euro zzgl. MwSt. sichern (“Sponsoringpaket”). Ob dieses Geld gut investiert ist, hängt sicherlich vom Einzelfall ab. In vielen Fällen werden vermutlich Firmen ihr bestehendes Domainportfolio um die neue “.reise”-Domain ergänzen, ohne dass dadurch ein neues Internetangebot entsteht, oder die Nutzung der auf ihren Namen lautenden .reise-Domain durch Wettbewerber (marken-)rechtlich unterbinden lassen.
Ob die .reise-Domains jemals nutzbar werden, steht jedenfalls in den Sternen. Hierzu ein Auszug aus den “Auktionsbedingungen” der dotreise GmbH:
Der Auktionsgewinner erhält von dotreise die Einräumung von Registrierungsrechten zu .reise-Domains, die wirksam werden, sobald die ICANN dotreise als Registrierungsstelle für .reise benannt hat. [...] Es wird darauf hingewiesen, dass die ICANN als internationale Zuweisungsstelle für Top-Level-Domains bislang weder die Zulassung der Top-Level-Domain ”.reise” beschlossen, noch die dotreiseGmbH als Registrierungsstelle benannt hat. [...] [D]ie Regelungen der ICANN zum Beantragungs- und Zulassungsverfahren unterliegen ständigen und nicht vorhersehbaren Änderungen, weswegen eine endgültige Abschätzung der Risiken dieses Projekts derzeit nicht abschließend möglich ist. Die Änderungen können im ungünstigsten Fall zu einer Verzögerung oder einem Versagen der Zulassung von .reise und damit einem Scheitern des Projektes und einer Nichtgewährleistung der von dotreise zugesagten Leistungen (insbesondere Domainreservierung) führen.
Alles in allem zeigt das Beispiel “.reise”, dass sich für Hoster und Domainprovider ein differenziertes Vorgehen und eine genaue Abwägung des Kosten-/Nutzenverhältnisses lohnt. Einfach nur ganz viele verschiedene Domains “um jeden Preis” unterstützen zu wollen, obwohl diese vielleicht kaum jemand möchte oder sie unter Umständen am Ende nicht einmal eingeführt werden, ist jedenfalls nicht die Lösung und würde nur an anderer Stelle besser eingesetzte Arbeitszeit blockieren.
Auch als Interessent an einer der neuen Domains dürften sich ein überdachtes Vorgehen und ein wenig Skepsis auszahlen, wenn man nicht unnötige Domaingebühren aufwenden und damit die Geldbörse eines neuen Domainanbieters füllen möchte: Brauche ich eine der neuen Domains wirklich, wird sich die Nutzung auszahlen, steht den Gebühren ein angemessener Gegenwert gegenüber, wie wird die Akzeptanz der neuen Domainnamen in der Praxis sein? Erst wenn sich diese (und weitere) Fragen selbst zufriedenstellend beantworten lassen, kann in jedem Einzelfall die hoffentlich richtige Entscheidung für oder gegen eine der neuen Domains getroffen werden.
Wir halten jedenfalls weiterhin “die Augen offen” und verfolgen die Entwicklung genau. Dort, wo wir es für sinnvoll halten und einen ausreichend hohen Kundennutzen sehen, werden wir auch sicherlich die Akkreditierung als Registrar genau prüfen und ggf. vornehmen. Und in allen anderen Fällen ist die Nutzbarkeit der neuen Domains bei uns in Form der “externen Domains” möglich.
Als ICANN-Mitglied und direkt bei Vergabestellen akkredidierter Registrar sind wir ja einiges gewöhnt. Derzeit geht der Papierkrieg aber mal wieder ins Unendliche. Denn wir mussten ja Vertragsdokumente erneuern und umfangreiche Unterlagen einreichen. Nachdem wir das nun alles ordentlich und genau abgewickelt haben, fehlen angeblich doch noch weitere, zusätzliche Dokumente. Und eine weitere Originalausfertigung des ganzen Papierkrams. Dabei haben wir schon alles mehrfach übermittelt und uns dabei genau an die Vorgaben gehalten. Wenn das bei allen Vergabestellen so kompliziert wäre, würden wir hier vermutlich nichts Anderes mehr machen als Vertragsdokumente zu prüfen, bearbeiten und einzureichen.
Eine Vergabestelle für Top-Level-Domains hat ihre Verträge erneuert und verlangt nun erneut unzählige Dokumente von uns. Seufz – dabei war schon die Akkreditierung ein kleiner großer Papierkrieg. Immerhin haben wir für die Umsetzung etwas Zeit. Die werden wir auch benötigen. Müssen doch umfangreiche Dokumente (US-Recht, englische Sprache) anwaltlich geprüft und unterzeichnet sowie umgekehrt auch Unterlagen durch uns übersetzt und eingereicht werden. Darunter:
- New version of the Agreements
- Registrar Credit Application Form
- Facsimile Authorization Form
- Registrar Data Information Form
- Foreign Corrupt Practices Act Form
- Payment Security
- Take and Pass OT&E Test
Das sind am Ende 100 Seiten Papierkram – und das an sich für “nix” weil wir das ja schon hinter uns haben. Dachten wir.