von Sara Veröffentlicht in Interna

Kündigungen sind bei uns komfortabel online möglich, alternativ akzeptieren wir natürlich auch eine Zusendung per E-Mail (Scan der schriftlichen Kündigung), Telefax oder Post. Es gibt also genügend Möglichkeiten, um eine nicht mehr benötigte oder zu einem anderen Anbieter umziehende Domain ohne größere Umstände bei uns zu kündigen.

Damit möchten wir deutlich machen, dass wir unsere Kunden auch bei einer Trennung (die hoffentlich nur auf Zeit ist ;-) ) unterstützen und nicht gängeln oder schikanieren möchten. Aus diesem Grund nehmen wir möglichst auch Briefsendungen an, die nicht oder nicht ausreichend frankiert worden sind.

Wobei wir uns doch immer wieder über solche ohne Porto an uns gesendete Kündigungen wundern. Denn für den Absender ist das ein nicht ganz risikofreies Unterfangen. Nimmer er doch in Kauf, dass der Empfänger die Annahme verweigert und es dadurch zu höheren Kosten, einem doppelten Aufwand und verpassten Kündigungsfristen kommt. Immerhin bietet nicht jede Firma kurze Laufzeiten und einen kulanten Umgang mit knapp verpassten Fristen, weshalb die durch eine z.B. erneute einjährige Vertragslaufzeit entstehenden Kosten die 55 Cent für das Briefporto am Ende deutlich überschreiten können.

Daher unser Tipp: Online kündigen, faxen, mailen – oder ausreichend frankieren. Der Postbote und unser Empfang sagen für den ersparten Mehraufwand vielen Dank :-) und man erspart sich das Risiko eines eigenen Nachteils. Mal ganz abgesehen davon, dass unfrankierte Post keinen guten Eindruck hinterlässt und nicht zum guten Ton gehört, so lange es sich nicht um eine Werbeantwort handelt

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von Sara Veröffentlicht in Allgemein, Interna

Uns hat eine Retoure erreicht: Die an einen Kunden mit offenen Posten versendete Kündigung sei nicht zustellbar, der Empfänger nicht zu ermitteln.

 

Eine Überraschung wäre das nicht, immerhin sind gerade die hartnäckigsten Schuldner oft am schwersten zu erreichen. Interessant ist jedoch, dass der Umschlag geöffnet worden und ein Eingangsstempel auf unserem Brief angebracht worden ist:

Die Post war das kaum und wir waren es auch nicht. Bleibt also die Frage: Wer war es dann. Ein Schelm wer jetzt vermutet, der Empfänger hätte den Brief erst geöffnet, aus Versehen/Reflex gestempelt und dann zurück gehen lassen. Eine andere Erklärung gibt es kaum*. Zumindest wenn man nicht annehmen möchte, dass ein unberechtigter Dritter gegen das Postgeheimnis verletzt und sich strafbar gemacht hat, weil er einen kurzen Blick in das nicht an ihn adressierte Schreiben geworfen hat.

[*) Edit: Mögliche nahe liegende Erklärung siehe in Kommentar #1]

von Sara Veröffentlicht in Allgemein

Tschüss, ihr rund 600 hartnäckigen Schuldner. Wir werden euch kaum vermissen. Immerhin habt ihr seit mehreren Monaten eure Rechnungen nicht bezahlt und weder eine Accountsperrung noch Zahlungserinnerungen konnten daran etwas ändern. Einige von euch werden sich nun, nachdem die fristlose Kündigung per Post eintrudelt, wieder über diese himmelschreiende Ungerechtigkeit beschweren. Urlaub, Krankheit, Vergesslichkeit, dumme Zufälle oder einfach angebliche Unzufriedenheit mit der Leistung (dafür auch noch zahlen?!?) werden zu den Gründen gehören, weshalb man sich viele, viele Wochen lang nicht um Vertrag, offene Posten und (inzwischen längst gesperrte) Webseiten kümmern konnte. Und bis auf wenige Einzelfällen werdet ihr leider kein Gehör finden. Denn bei aller Geduld und allem Verständnis: irgendwann ist Schluss, auch im Interesse aller ehrlicher Kunden und sich bemühender Schuldner.

von Sara Veröffentlicht in Interna

“Nicht zahlen = automatische Kündigung”, so kurz lässt sich die Ansicht einer Kundin zusammenfassen, die sich bei uns beschwert hat weil wir den Vertrag nach der ersten Rücklastschrift nicht sofort beendet haben.  Unser Verhalten sei jedenfalls  ”sittenwidrig” und wir sollten uns an die “Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe” wenden. Vielleicht würden wir dort ja unser Geld bekommen.

Ähm. Ja.

von Sara Veröffentlicht in Interna

Drei Kunden haben sich jeweils mit dem gleichen Thema aber unterschiedlichen Stressleveln an uns gewendet. In jedem der Fälle wurde die Kündigungsfrist von vier Wochen um mehrere Tage überschritten, weshalb unser System die Kündigung erst für Dezember 2011 erfasst hat.

Die Anfragen der Kunden könnten unterschiedlicher nicht sein:

Nummer 1 freundlich (sinngemäß):

Auch wenn ich selbst schuld bin, möchte ich freundlich anfragen ob wir nicht die Domain doch noch dieses Jahr löschen lassen könnten. Finanziell würde das sehr weiterhelfen.

Nummer 2 aggressiv (sinngemäß):

Meine Kündigung ist form- und fristgerecht für Dezember 2010 erfolgt! Wenn nun jetzt nicht binnen drei Tagen der Kündigungstermin korrigiert wird, hört ihr von meinem Anwalt!

Nummer 3 traurig (sinngemäß):

Nach dem Tod meines Vaters war ich so beschäftigt, dass ich die Kündigung versäumt habe. Den Todesschein füge ich als Nachweis bei, könnten Sie bitte die Kündigung für Ende 2010 akzeptieren?

Selbstverständlich waren wir – trotz des nicht wirklich angebrachten und unnötig scharfen Tonfalls von Kunde 2 – in allen drei Fällen kulant und haben die Kündigung auf den gewünschten Termin geändert.

Übrigens: Bei Nutzung der “Onlinekündigung” im Kundenmenü ist eine automatische Kulanz bereits “eingebaut”, damit bei einer sehr knapp überschrittenen Frist nicht automatisch schon am Folgetag die Kündigung nur noch zum späteren Termin möglich ist.

von Sara Veröffentlicht in Interna

Wenn Kunden kündigen, fragt man sich natürlich warum. Ein nettes aber auch etwas trauriges Feedback haben wir nun von einem bisherigen Partner erhalten, der zukünftig leider nicht mehr auf unsere Dienste zurückgreifen können wird.

Per E-Mail hat er uns darüber informiert, dass er ausdrücklich nicht kündigt weil er mit unseren Leistungen unzufrieden wäre. Ganz im Gegensatz, aber aus seiner Geschäftstätigkeit wäre nun leider nichts geworden.

Einerseits freuen wir uns natürlich darüber, dass unser “Fast-Ex-Kunde” unseren Service “bemerkenswert” findet und uns schon x-mal empfohlen hat. Es wäre doppelt schade gewesen, wenn wir aus z.B. aus Service- oder technischen Gründen die Kündigung veranlasst hätten. Andererseits tut es uns leid, dass die geplante Selbstständigkeit nicht erfolgreich gewesen ist.

Wir drücken daher die Daumen für die Zukunft und wünschen alles, alles Gute!

von Sara Veröffentlicht in Interna

Ein Kunde wurde nun schon zum wiederholten Mal aufgrund offener Posten fristlos gekündigt. Stets reagiert er nicht auf Kontaktversuche und ignoriert Mahnungen und Accountsperren beharrlich. Sprechen wir dann irgendwann die Kündigung aus, meldet er sich auf einmal und tischt irgendeine zweifelhafte Begründung auf; verbunden mit der Bitte die Kündigung zurück zu nehmen.

Dieses Mal bleiben wir hart – zumindest, bis wenigstens die Hauptforderung bezahlt wurde. Wenn das jetzt schnell klappt, lassen wir uns aber noch einmal erweichen ;-) . Wobei letzte Rückmeldungen ein wenig nach Verzögerungstaktik klingen. Aber gut, warten wir es ab.

von Sara Veröffentlicht in Interna

Heute wieder ein Fall, in der wir einen Vertrag fristgerecht und ordentlich gekündigt haben:

Eine Sekte, die sich selbst als Kirche bezeichnet und durch den Bundesverfassungsschutz beobachtet wird, hat bei uns einen Account eröffnet um darüber u.a. einen “Persönlichkeitstest” zu verbreiten und neue ”Mitglieder” zu finden.

Das ist einer der wenigen Fälle, in denen wir über die Möglichkeit zur freien Wahl des Vertragspartners froh sind. Denn wir möchten nicht mit denen zusammen arbeiten und als deren Provider agieren.  Wer selbst schon Bücher von Fachleuten, Berichte von Sektenbeauftragten oder Schilderungen Betroffener diesbezüglich gelesen hat, wird diese Entscheidung vielleicht verstehen.  Zumal es hier konkret um einen “Persönlichkeitstest” geht, der unmittelbar der Gewinnung neuer Sektenmitglieder dient.

Natürlich gelten das Grundgesetz und Dinge wie die Meinungsfreiheit auch für Gruppierungen, deren Meinung man expliziert nicht teil. Und daher kündigen wir auch nicht pauschal alle Seiten von Rechten/Linken/… oder suchen aktiv nach diesen. Wenn uns aber zufällig eine solche Seite auffällt oder uns eine Beschwerde erreicht, ist eine Einzelfallentscheidung durchaus im Rahmen des Vertretbaren. Denn zu einer engagierten Zivilgesellschaft zählt es auch, nicht einfach nur die Augen zu verschließen und wegzusehen, sondern im Rahmen der eigenen Möglichkeiten etwas zu tun.

Durch die Kündigung haben wir ja auf den ersten Blick nichts gewonnen: Wir haben weniger Umsatz und riskieren eine Menge Ärger mit der Sekte oder deren Anhängern.  Manchmal muss man das aber eben auch in Kauf nehmen, um das (nach bestem Wissen und Gewissen) Richtige zu tun.

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von Sara Veröffentlicht in Interna

Es ist klar, dass Kunden einen Vertrag immer fristgerecht und ordentlich kündigen können. Darüber braucht man auch kein Wort zu verlieren. Umgekehrt sieht es aber schon ganz anders aus. Denn eine – auch fristgerechte und damit zulässige – Kündigung durch den Provider wirft immer Fragen auf und wird zu Recht kritisch betrachtet. Immerhin gibt es genügend Fälle, in denen Unternehmen ihnen nicht genehme oder in die Kalkulation passende Kunden sehr vorschnell kündigen.

Auch wir sind teilweise dazu gezwungen, einen Vertrag von unserer Seite aus zu kündigen. Zu den Hauptgründen dieser – an ein, zwei Händen pro Jahr abzuzählenden – Fälle gehören vor allem laufende Lastprobleme oder erhebliche rechtliche Schwierigkeiten. Aktuell haben wir wieder einen solchen Fall, bei dem unser Kunde einen web-basierten Anonymisierungsdienst betreibt. Dagegen ist nichts einzuwenden und es gibt durchaus legitime Gründe, die für den Betrieb die Nutzung eines solches Angebotes sprechen. Die Kehrseite der Medaille sind jedoch Anwender, die über einen solchen Proxyserver Straftaten begehen oder rechtswidrige Inhalte abrufen. In solchen Fällen landen die Ermittlungsbehörden und Abusebeschwerden nämlich nicht bei unserem – erst einmal anonymen – Kunden, sondern bei uns. Im gewissen Umfang ist das okay und auch Teil unserer Aufgaben, damit umzugehen.

Im aktuellen Fall sprengen Anzahl und Umfang der Beschwerden jedoch inzwischen den erträglichen Rahmen bei Weitem, weshalb wir nach einigen internen Abwägungen und Überlegungen den Vertrag fristgerecht gekündigt haben. Den Kunden haben wir natürlich darüber per E-Mail informiert und auch die Gründe ausführlich dargelegt. Um diese Gründe auch für andere Kunden verständlich zu machen, hier zur Information der Text dieser E-Mail.

(Am Rande: Ein weiteres Problem sind laufende Überlastungen, da der Kunde einen SharedHosting-Tarif nutzt und das Angebot – wie nicht nur die Abuse-Fälle zeigen – regen Zuspruch findet.)

Sehr geehrter Herr …,

wir freuen uns über jeden Kunden, der sich für domainfactory als Hostingprovider entscheidet und uns damit sein Vertrauen schenkt. Umso mehr bedauern wir es, Sie hiermit über die fristgerechte und ordentliche Kündigung des Vertragsverhältnisses mit der Kundennummer K… informieren zu müssen.

Leider erlaubt es uns der von Ihnen angebotene Dienst “[...].eu” nicht, das Vertragsverhältnis weiterhin fortzuführen. Die mit dem o.g. Angebot verbundenen administrativen und rechtlichen Aufwendungen haben ein Maß erreicht, welches dem weiteren, wirtschaftlichen Hosting des Angebotes uns der Domain bei uns entgegen steht, zumal die Art Ihres Angebotes eine weitere Zunahme des hohen administrativen und rechtlichen Aufwandes bzw. zumindest dessen Fortbestand erwarten lässt.

Selbstverständlich steht es Ihnen frei, in welchem Rahmen Sie die bei uns bezogenen Leistungen nutzen, sofern dies im Einklang mit unseren AGB, Domainregistrierungsbedingungen und rechtlichen Vorschriften erfolgt. Gleichzeitig bitten wir jedoch um Verständnis, wenn wir nicht das hohe wirtschaftliche Risiko des von Ihnen betriebenen Angebotes für Sie übernehmen können. Insbesondere die Bereiche Abusehandling und eingehende Anfragen von Ermittlungsbehörden verursachen bei uns intern einen ganz erheblichen Aufwand. Diese sind nicht damit verbunden, dass unberechtigte Inanspruchnahmen durch Dritte erfolgen, sondern basieren auf der rechtswidrigen Nutzung Ihres Angebotes durch Dritte. Nachdem Art und Umfang Ihres Angebotes als anonymer Proxyserver – bei allen verständlichen, legitimen und nachvollziehbaren Nutzungszwecken eines webbasierten Proxyservers – eine solche rechtswidrige Nutzung naturgemäß nahelegen und sich auch nicht unterbinden lassen, ist mit dem Betrieb eines anonymen Web-Proxys ein ungewöhnlich hohes Risiko bzw. ein ungewöhnlich hoher administrative Aufwand aufgrund von durch Dritte begangene Rechtsverletzungen verbunden. Dieser hohe Aufwand liegt erheblich über dem üblichen oder zumindest zu erwartenden Aufwand bei dem Betrieb von Domains und Webangeboten über durch uns bereitgestellte Leistungen.

In Folge des nicht nur theoretisch erhöhten sondern auch praktisch bereits massiv hohen Mehraufwandes und unter Berücksichtigung der Gesamtsituation ergibt sich für uns die oben bereits erwähnte Übernahme eines wirtschaftlichen Risikos an Stelle von Ihnen als Betreiber der Webseite, da sich Ermittlungsanfragen und Beschwerdefälle eben nicht direkt an Sie als vorerst “anonymer” Betreiber richten, sondern an uns als Hostingprovider und Serverbetreiber.

Vor diesem Hintergrund hoffen wir, dass sich die Kündigung für Sie als wenn auch bedauerlich aber zumindest nachvollziehbar darstellt.

Ein weiteres Problem sind – dies sei der Vollständigkeit halber erwähnt – die wiederholten Serverüberlastungen, welche durch die nicht der Last entsprechenden Wahl des Tarifes bedingt sind und andere Kunden auf dem SharedHosting-Server beeinträchtigen. Dies jedoch nur am Rande, da auch ein Wechsel auf einen höheren Tarif oder dedizierten Server das o.g. Hauptproblem leider nicht ausräumen würde.

Für die Zukunft wünschen wir Ihnen alles Gute.

Freundliche Grüße

Tobia Sara Marburg

[...]

von Sara Veröffentlicht in Interna, Na klar

Ein Kunde hat seinen Account zur Löschung gekündigt. Anstelle einer Unterschrift hat er oberhalb seines Namens und Titels (Rechtsanwalt) einfach nur drei unterschiedlich lange Striche angebracht, siehe Foto unten. Wir haben ihn daraufhin gebeten, uns diese Kündigung noch einmal unterzeichnet zukommen zu lassen. Damit wollten wir ihn nicht ärgern, sondern unserer Sorgfaltspflicht entsprechen. Immerhin müssen wir sicherstellen bzw. im Streitfall darlegen können, dass die Kündigung auch wirklich vom Kunden stammt und drei Kreuze oder Striche gelten nun einmal nicht als Unterschrift.

Im Falle einer unberechtigten Kündigung durch einen Dritten dürfte der betroffene Vertragspartner vermutlich ebensowenig Verständnis haben wie ein Richter, wenn wir einfach drei Striche als Unterschrift akzeptieren und Domains/Inhalte löschen. Zumal die Rechtslage an sich klar ist: Drei Zeichen müssen erkenntlich sein, ab dann gilt der Schriftzug als Unterschrift.

Natürlich sieht der Kunde das gar nicht ein und hat auch keine erneute Kündigung an uns gesendet bzw. sich auf unser Schreiben gar nicht mehr gemeldet. Aber wehe, wir hätten eine unberechtigte Kündigung mit solch einer Nicht-Unterschrift bearbeitet. Dann hätte die Welt natürlich gaaanz anders ausgesehen.

*Seufz* ;-)

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