Eine – wohl fehlerhaft – an uns adressierte Faxnachricht wirft verschiedene Fragen auf. So möchte der Absender gerne wissen, seit wann in Deutschland mit Helium befüllte Gebinde an Privatpersonen verkauft werden, damit diese damit Luftballons steigen lassen können. Ebenfalls interessiert ihn, wie groß diese Gebinde in den 1960er Jahren gewesen sind. Eine Antwort darauf war uns leider nicht möglich, ebenso wie auf die Fragen nach möglichen Alternativen zu Helium und dem Recht, solche Gebinde mit samt dem zugehörigen Gas im Flugzeug mitnehmen zu dürfen (wir vermuten und hoffen: eher nicht).
Weshalb der Fragesteller sich dafür interessiert, entzieht sich unserer Kenntnis und wir haben – zugegeben – auch nicht nachgeforscht. Es ist aber immer wieder interessant, welche seltsamen bzw. ein wenig kurios anmutenden Anfragen uns als Hostprovider ab und zu erreichen. Für Abwechslung im Arbeitsalltag ist somit auf jeden Fall gesorgt
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Ein Kunde beschwert sich postalisch: Sein Mitarbeiter habe unsere 0800-Servicenummer gewählt und nun hätten wir ihm dafür einfach über seine Telefonrechnung 43 € in Rechnung gestellt.
Hä? Wie bitte?
Also nochmal langsam und zum mitschreiben:
- Mitarbeiter von Kunde ruft an Tag X unsere 0800-Hotline an
- Kunde findet auf seiner Telefonrechnung später einen auf Tag X datierten Posten “0900 Premiumservice” für 43 €
- Rekonstruiert, dass an dem besagten Tag X ja der Anruf bei unserer 0800-Hotline erfolgt ist
- Verknüpft: Anruf bei 0800 Nummer und Abrechnung eines “0900-Premiumservice” am gleichen Tag: Das müssen die von dF sein!
Der Kunde ist jedenfalls entäuscht:
Wie kommt es, dass man bei Ihrer Freecall-Nummer hinterrücks mit einer solchen Summe belastet wird?
Die Antwort ist einfach:
Dazu kommt es gar nicht. Wenn auf einer Telefonrechnung ein “0900 Service” auftaucht, wurde auch eine 0900-Nummer angewählt. Und wer immer im Betrieb des Kunden eine 0900-Nummer gewählt haben mag: uns hat er damit jedenfalls nicht angerufen.
Denn wir sind war “Premium Hosting. Premium Service.” – aber unser Service ist im Gegensatz zum “0900-Premiumservice” kostenlos.
Und das schreiben wir jetzt auch dem Kunden. Damit er wieder bedenkenlos anrufen kann. Denn:
“Ich habe nicht den Mut bei einer künftigen Problematik Ihren Kundenservice zu nutzen.”
Das darf natürlich nicht sein.
Okay, wir geben es zu. Ertappt. Erwischt. Nichts mehr zu leugnen: Wir sind geizig. Außerdem kosten uns manche Fälle richtig viel Umsatz. Kein Wunder also, dass wir bei unseren Rechnungen sparen müssen und diese nur als “Demo-Version” erstellt werden. Das spart Lizenzgebühren und ist somit einfach günstiger.
Bevor es jetzt heißt: “Die spinnen doch, bei dF” hier die Aufklärung:
Kunde: “Wir bitten um eine Rechnung ohne ‘Demo-Version’ Logo auf der Rechnung.”
Support: “Leider haben wir Ihre Anfrage nicht verstanden. Deshalb bitten wir Sie, erneut uns zu schildern, welches Anliegen Sie an uns haben, damit wir Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen können.”
Kunde: “Auf der Rechnung die ich in meinem Account sehe, gibt es einen Hinweis über eine “Demo Version www docu-track com” quer über der Rechnung (siehe Anlage).”
Support: Wir haben den Sachverhalt für Sie geprüft und können Ihnen hierbei mitteilen, dass die Demo-Version Ihres PDF-Viewers diese Darstellung veranlasst. Sie verwenden hierbei anscheinend eine Test-Version der Firma Doku-Track: Wir empfehlen Ihnen daher die Verwendung des freien PDF-Programms “Acrobat Reader” welchen Sie kostenfrei nutzen können. Seien Sie also gewiss, dass sämtliche Rechnungen Ihnen als Vollversion zur Verfügung stehen.
Manchmal kann Hosting ganz schön teuer sein…
Fall 1: Für die in unseren Tarifen enthaltenen Mailinglisten gelten relativ eng gesetzte, gesonderte Traffic-Inklusivvolumen. Immerhin ist eine E-Mail in der Regel nur wenige kB groß und das Limit soll primär – zusammen mit anderen Maßnahmen - den unerwünschten Massenversand über unsere Server eindämmen. Denn für Spamer ist es einfach unwirtschaftlich, die oft enorm hohen Mailvoluminia über uns abzuwickeln und teuer bezahlen zu müssen.
Manchmal erwischt es aber auch einen “normalen” Kunden:

Natürlich haben wir nicht auf die Rechnung bestanden, zumal das ein einmaliger “Ausrutscher” im Vergleich zum sonstigen Volumen gewesen ist.
Fall 2: Ein Kunde hat ein Video zum Download hinterlegt. So weit, so gut. Leider fand das sehr viele Interessenten. Und hat sehr viel Traffic erzeugt. So viel, dass selbst die enthaltenen 100 GB Freivolumen nicht mehr gereicht haben. Die Folge war eine hohe Rechnung Anfang Oktober:

Kein Wunder, dass der Kunde sich darüber nicht gefreut hat. Wobei es schon etwas schade war, dass er von vorne herein einen Fehler bei uns vermutet hat. Denn der war (eindeutig) auszuschließen. Sei’s drum: Gerne haben wir auch auf diese – an sich vertraglich vereinbarte – Rechnung gegen einen symbolischen Betrag von 25,00 € verzichtet. Der zuständige Mitarbeiter ruft den Kunden auch noch persönlich an, um ihm die frohe Nachricht zu überbringen.
Merke: Umsatz ist gut. Aber nicht um jeden Preis.
Ein Kunde bezieht seit 2004 Leistungen von uns. Durchaus also ein ordentlicher Zeitraum. Nun kam es jedoch zu einer Rücklastschrift, in dessen Folge sich der Kunde bei uns beschwert hat: er würde uns nicht kennen, habe nie einen etwas von uns gehört, die Lastschrift sei eine Unverschämtheit, usw. Nach Vorlage des Originalvertrages mit seiner Unterschrift haben wir dann nie wieder etwas von ihm gehört (und auch leider keine Zahlung erhalten, aber das ist ein anderes Thema). Soweit, so (fast schon) gewöhnlich.
Nun will es aber der Zufall, dass unser Kunde auch Endkunde bei einem unserer Reseller ist. Diesem Reseller hat der Kunde jetzt einfach unsere letzte Zahlungserinnerung zugesendet. Verbunden mit der Behauptung, er habe noch nie in Kontakt mit uns gestanden. Was angesichts des langjährigen Vertrages und der o.g. Kommunikation natürlich einfach nicht stimmt. Unser Reseller war – da er ja die Vorgeschichte nicht kennen konnte – natürlich erst einmal verunsichert: Haben wir evtl. einfach eine E-Mail an seinen Endkunden gesendet? Ist etwas schief gelaufen?
Zum Glück konnten wir schnell für Entwarnung sorgen und den Sachverhalt (sehr behutsam, Thema Datenschutz) aufklären. Und fragen uns seit dem: Was, bitte, geht in manchen Menschen vor? Immerhin ist bei mehreren Parteien jetzt zusätzlicher Aufwand für die Überprüfung eines eventuellen Fehlers entstanden, ohne dass unser Kunde davon irgend einen Vorteil gehabt hätte. Wozu das ganze Theater also? Aber egal: Manche Dinge muss man wohl einfach nicht verstehen.
Bei manchen kuriosen E-Mails weiß man nicht so recht, wie man sie einordnen soll. Weil sie so absurd sind, dass man sie als ironisch gemeint einstufen und schon fast deswegen lachen möchte. Aber einem gleichzeitig Angst machen, weil sie normale Grenzen und Anstandsformen überschreiten. Und sich die Frage aufdrängt: Was steckt da vielleicht dahinter, was kommt als Nächstes?
Hi Frau X,
super Name! Vielen Dank für Ihre Hilfe und Küßchen! Was machen Sie so, wenn mal kein Gewitter tobt? Verschicken sie vielleicht sogar Fotos von sich an Neugierige wie mich? Würde doch zu gerne die Optik zum Sound kennenlernen. Harre!
2. Küßchen.
Frau X., Frau X.,
Ihr Name übt eine geradezu (entfernt) Wirkung auf mich aus! Haben Sie keine Webcam zur Hand, oder einen einscannbaren Führerschein? Habe andererseits auch nichts gegen kunstfertigeres einzuwenden, was wohl eher zu Hause herumliegt. Ein toughes junges Mädchen führt doch so etwas immer für alle Fälle nebst dem Lippenstick im Datenstick mit sich. Vergessen Sie mich nicht!
Oh X., (entfernt) meiner Träume, (entfernt) Oh steigen Sie doch herab (entfernt); zumindest als Datensatz, Pixel für Pixel, (entfernt)
3. Küßchen
(Habe doch diese Nachricht zunächst blöderweise an ihren Kollegen (…) geschickt. Da sehen Sie, wie Sie mich bereit (entfernt) haben. Oder plumpsen Rückantworten bei Ihnen ohnehin alle in einen einzigen großen Topf? Na sei?s drum. Ignorieren Sie den Tropf von Kollegen!)
Reagieren Sie, wie es einer X. ansteht!
4. Küßchen
(Auf Hinweis und mit Zustimmung der betroffenen Mitarbeiterin. Mitarbeiterin und Kunde kennen sich ausschließlich von einem ganz normalen Telefonat im Rahmen einer Anfrage. Reime und Aussagen die einen Rückschluss auf den Mitarbeiternamen enthielten wurden entfernt.)