Bitte schwärzen

Immer wieder wundern wir uns über die Sorglosigkeit mancher Kunden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten. Besonders auffällig ist dies, wenn uns mal wieder Kontoauszüge ohne jegliche Schwärzungen übersendet werden. Dabei erhalten wir dann ungewollt Einblick in sensible Dinge wie beispielsweise den Kontostand, die Höhe der Miete oder getätigte Überweisungen.

Als besonderen „Vertrauensbeweis“ möchten und können wir das nicht werten. Sondern vielmehr als Ausdruck eines offensichtlich viel zu geringen Bewusstseins was den Umgang mit sensiblen Daten angeht.

Wir haben uns daher vorgenommen, in Zukunft aktiv auf das Thema einzugehen, z.B. mit folgendem kurzen Text im Rahmen der regulären Antwort:

Abschließend noch ein kurzer Hinweis in Sachen Datenschutz: Der von Ihnen übermittelte Kontoauszug hat uns nicht betreffende Angaben enthalten. Natürlich gehen wir mit diesen Angaben sorgsam um und werden sie insbesondere in keiner Weise nutzen. Dennoch wollten wir es nicht unterlassen, Sie der Vollständigkeit halber auf diesen Umstand hinzuweisen. Eine Firma benötigt niemals alle Angaben eines Kontoauszug, weshalb Sie nicht relevante Angaben wie z.B. Buchungsposten oder Kontostände bedenkenlos schwärzen können und – im Interesse des Datenschutzes – auch schwärzen sollten.

Wie gut dieser kleine „Zusatzservice“ bei den jeweiligen Partnern ankommt und ob er etwas bewirken kann, wird sich zeigen. Bei erwähnenswertem Feedback werden wir darüber jedenfalls hier im Blog berichten.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

8 Kommentare

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  • Michael
    Michael - 20. Juni 2011 um 12:43 Uhr

    Vielleicht eine Frage der Technologie?
    Solche Sachen scanne ich mit Adobe Acrobat Pro und nutze die „Schwärzen“-Funktion, bei der auch die Metadaten und OCR-Daten des geschwärzten Textes entfernt werden. Aber nicht jeder hat das und kann das.
    Möglicherweise erscheint es vielen zu Umständlich oder zu teuer, eine Kopie vom Auszug zu ziehen und diese zu schwärzen.
    Ich finde jedenfalls gut, dass Ihr Euch nicht einen Spaß daraus macht, Mietpreise zu vergleichen und Vermutungen über Telefongewohnheiten zu machen – was bestimmt bei einigen Firmen in der Teeküche mal gemacht wird.

  • Anonymous
    Anonymous - 20. Juni 2011 um 13:39 Uhr

    Screenshot -> Paint… hat jeder, auf jedem OS, auf Linux und Mac halt mit anderer Bezeichnung 😉

  • Flo
    Flo - 20. Juni 2011 um 23:08 Uhr

    Ich weiß, es sind Kleinigkeiten und vielleicht sehr ihr es sogar komplett anders, aber:
    „… wir wollten es …“ hört sich so umgangssprachlich an und kommt einem etwas herablassend vor. Schreibt doch lieber „… wir möchten es …“, das wirkt gleich anders 🙂

    Lange mit einem Zeitungsredakteur in ner WG zu wohnen macht einen für bestimmte Dinge sensibel 🙂

  • Karsten
    Karsten - 21. Juni 2011 um 01:15 Uhr

    finde ich prima. aber auch mutig, da man damit vielleicht schlafende hunde wecken könnte und kunden argwöhnisch werden könnten, nach dem motto: „wie, ihr hab das etwa gelesen? dürft ihr doch nicht!“.
    wahrscheinlich wird es aber eher positiv aufgenommen, und somit ist’s ne gute sache.

  • Gerald
    Gerald - 21. Juni 2011 um 08:38 Uhr

    Liegt das nicht auch am Zeitgeist? Im Zeitalter von Facebook ist das normal. Auch ich bekam auf eine normale Anfrage wegen Anpassung eines Geocaches auf eine Person mehr Daten als notwendig. Und was für welche. Gut daß ich grundsätzlich alles hinterher lösche. Solche Sachen die da standen hätte ich normalerweise erst nach Jahren guter Freundschaft haben dürfen.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 21. Juni 2011 um 20:13 Uhr

    Mit Zahlungsverkehrsprogrammen (z.B. VR-Networld) kann man prima einen gefilterten Kontoauszug erstellen, da sind dann nur die Buchungen drauf die man haben möchte …. 🙂

  • Michael 2
    Michael 2 - 22. Juni 2011 um 11:51 Uhr

    @Gerald
    Letztens haben die im Fernsehen eine Sendung über Datenschutz im Netz gebracht mit dem Ergebnis das viele extra darauf stehen übers Netz bekannt zu werden. Ich vermute mal, sie träumen davon darüber so ne Art Internet-Promi zu werden.

    Etwas platt war das Versuchskaninchen dann allerdings als ihm gezeigt wurde, wie seine Eltern aussehen und wo die wohnen.

    Und einige wundern sich bei der bewussten Preisgabe der Standorte noch wenn sie gezielt draußen überfallen werden oder die Wohnung genau dann ausgeräumt wird, wenn sie nicht da sind.

  • Bazinga
    Bazinga - 22. Juni 2011 um 22:44 Uhr

    Es heißt „eines Kontoauszuges“ oder „eines Kontoauszugs“ und nicht „eines Kontoauszug“.