Klimaneutrales Hosting: CO2-Emissionen erneut reduziert

Gute Nachricht zur jährlichen Erneuerung unseres klimaneutralen Hostings: Trotz eines anhaltenden Unternehmenswachstums sind die durch uns verursachten CO2-Emissionen im Jahr 2011 um 2,4 Prozent gesunken. Das hat die renommierte Klimaschutzberatung ClimatePartner aktuell errechnet. Durch den Kauf von Emissionsminderungszertifikaten aus einem anerkannten Klimaschutzprojekt kompensieren wir unseren unvermeidbaren CO2-Ausstoß und arbeiten so vollständig klimaneutral.

Nach den Berechnungen von ClimatePartner hat unser Unternehmen im vergangenen Jahr 2728 Tonnen an CO2-Äquivalenten emittiert. Das ist ein Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber 2010. Die Emissionen liegen damit nach wie vor unter dem Niveau des Jahres 2008. Seither sind wir jedoch, gemessen am Umsatz und der Zahl der Kunden, um mehr als 50 Prozent gewachsen.

„Die CO2-Emissionen trotz der starken Expansion zu verringern, ist eine außergewöhnliche Leistung“, so ClimatePartner-Geschäftsführer Moritz Lehmkuhl. „Das ist nicht nur mit der immer effizienteren Hardware zu erklären. Es zeigt vor allem, dass domainfactory Einsparpotenziale beim Energieverbrauch konsequent realisiert.“

ClimatePartner bilanziert die CO2-Emissionen unseres Unternehmens bereits seit fünf Jahren – damit waren wir einer der ersten klimaneutralen Webhoster in Deutschland und gehen diesen Weg konsequent weiter. Über das nun ermittelte, aktuelle Ergebnis freuen wir uns sehr. Denn es ist schön zu sehen, dass sich unsere langjährigen Bemühungen im Klimaschutz so klar an den Zahlen ablesen lassen.

Über 90 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus dem Stromverbrauch, der 2011 trotz des Unternehmenswachstums weitgehend konstant blieb. Größter Verursacher ist hier das Rechenzentrum, das wir in einem größeren Komplex betreiben, weshalb ein Umstieg auf Ökostrom dort nicht möglich ist. Eine deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen erreichten wir im vergangenen Jahr bei Mobilität, Verbrauchsmaterialien und externen Dienstleistern.

Klimaneutrales Hosting

Kompensiert wird der unvermeidbare Ausstoß von Treibhausgasen durch den Kauf von Emissionsminderungszertifikaten. Wie im vergangenen Jahr unterstützen wir damit den Ausbau des Wasserkraftwerks Pueblo Nuevo Vinas in Guatemala. Das mittelamerikanische Land ist bisher bei der Stromversorgung stark von schwerem Heizöl, Kohle und Diesel abhängig. Zusätzlich werden bei dem Projekt die Flussufer in der Umgebung wieder aufgeforstet, was Bodenerosion verhindert und ebenfalls dem Klimaschutz zugutekommt.

Natürlich ist es unser Ziel, den CO2-Ausstoß von vornherein zu verringern. Wo dies aber nicht möglich ist, sind Emissionsminderungszertifikate ein anerkanntes und sinnvolles Mittel, um Treibhausgasemissionen zu kompensieren. Natürlich arbeiten wir auch in Zukunft hart daran, um die Energieeffizenz weiter zu verbessern und die Menge des verursachten CO2 weiter zu reduzieren.

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Als Qualitätsanbieter überzeugen wir mit HighEnd-Technologie und umfassenden Serviceleistungen. Mit mehr als 1,3 Millionen verwalteten Domainnamen gehören wir zu den größten Webhosting-Unternehmen im deutschsprachigen Raum.

14 Kommentare


  • Philipp
    Philipp - 10. April 2012 um 20:46

    Sehr schön, ich verstehe allerdings immer noch nicht, wieso genau die Umstellung der Rechenzentrums auf Ökostrom nicht möglich ist …

  • Rainer.D
    Rainer.D - 11. April 2012 um 05:33

    Streng genommen gibt es keinen Ökostrom. Auch ein Windrad muss gebaut und gewartet werden, die Stromtrassen müssen produziert und installiert und gewartet werden, das alles hat eine bestimmte Lebensdauer, dann wird es verschrottet und wieder neu produziert und transportiert und gewartet und und und … Ich weiß aber was Du meinst … 🙂

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 11. April 2012 um 18:24

    @Phillip: Leider gibt derzeit keine Möglichkeit, den Stromanbieter für das dF-Rechenzentrum frei zu wählen, da dieses Bestandteil eines Gesamtkomplexes ist und eine vertragliche Bindung fest an einen Stromzulieferer gekoppelt ist. Dies ist – alleine schon unter Berücksichtigung von z.B. Synergieeffekten – allgemein betrachtet auch sinnvoll (mehr Abnahme – günstigere Preise), aber eben im Bezug auf das klimaneutrale Hosting natürlich nicht optimal. Leider gibt es hier also keine Einflussmöglichkeiten.

    Wie an anderer Stelle schon erwähnt ist es letztendlich auch nicht entscheidend, wie viel CO2 entsteht. Würde es die Möglichkeit für Ökostrom im Rechenzentrum geben, käme es zwar zu weniger entstehendem CO2 beim Strombezug, jedoch würden dafür auch weniger Zertifikate gekauft werden. Durch die Zertifikate entsteht ja an anderer Stelle weniger CO2, weshalb die durch die komplette Neutralstellung verursachte CO2-Menge kompensiert wird. “Unterm Strich” besteht also kein Unterschied, ob Ökostrom genutzt wird und dafür weniger CO2 kompensiert werden müsste oder eben der durch den Anteil des Stromverbrauch entstehende CO2-Verbrauch ebenfalls durch Zertifikate ausgeglichen wird.

    Die Klimaneutralstellung betrifft übrigens nicht nur den Stromverbrauch, sondern geht deutlich darüber hinaus (Wasserverbrauch, Fahrzeugnutzung, Papierverbrauch, usw.). Das ist also viel mehr als nur Ökostrom zu beziehen.

  • Anonymous
    Anonymous - 11. April 2012 um 18:41

    „Durch die Zertifikate entsteht ja an anderer Stelle weniger CO2“

    Daran glaube ich genausowenig wie an Weihnachtsmann oder Osterhase.

    Im Endeffekt hälte nur der ohnehin bekannte kapitalistische Gedanke auf anderer Ebene Einzug und manche Menschen glauben tatsächlich, dass damit irgendetwas besser wird. Aufgebessert wird jedoch nur die Staats(männer)-Kasse.

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 11. April 2012 um 18:52

    @Anonymous: Was ist denn in diesem Zusammenhang hier nicht schlüssig? Natürlich muss man seinen Partnern hier ein gewisses Vertrauen schenken und kann andererseits auch das recht gut kontrollieren, da die Projekte ja nicht gerade nebulös sind. Oben gibt es einen entsprechenden Link mit weiteren Erklärungen.

  • Anonymous
    Anonymous - 11. April 2012 um 19:40

    Ich glaube generell nicht daran, dass CO2 Zertifikate auch nur irgendetwas zum besseren verändern, dF glaubt eben daran, so ist das im Leben, unterschiedliche Meinungen zu den selben Themen. Diversität ftw.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 12. April 2012 um 11:53

    leve und levve losse … 🙂
    Wird immer diverse Meinungen geben. Wenn man sich z.B. die Klimaschwankungen der letzten zigtausend Jahre ansieht und somit die Eiszeiten die rhythmisch wiederkehren … dann wird man erkennen das die nächste Eiszeit kommen wird, so viel CO2 um dies zu verhindern können wir gar nicht erzeugen. *g*
    Wobei ich die Bemühungen von DF gut finde. Was mich mal interessieren würde: Geht in die Berechnung auch der Energieverbrauch außerhalb von DF ein? Beispiel: 1 Millionen Rechner greifen auf eine Webseite zu … (Gäbe es die Webseite nicht, wären die Rechner evtl. in der Zeit aus, es würden also nicht 1 Millionen mal 80 Watt in Betrieb). Das ist ein Beispiel von Hunderten, welche durchaus nicht aus der Luft gegriffen sind. Um die Webseite bei DF anzusehen wird ja auch in der Infrastruktur bis zum Rechenzentrum Energie verbraucht, etc. etc. pp.

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 12. April 2012 um 21:10

    @Rainer.D: Sie müssen dann aber bei den Menschen anfangen, die vor den Rechnern sitzen und CO2 produzieren. Hier müsste man dann auch die Qualität der Seiten berücksichtigen. Ein schlechter Shop kann natürlich auch die Produktion aufgrund des erhöhten Blutdrucks hochtreiben *g*

    Ernsthaft: Es werden hier sehr viele Faktoren, die die Arbeit der Firma betreffen, berücksichtigt. Da alles irgendwie zusammenhängt muss man sicher irgendwo dann auch Grenzen ziehen.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 13. April 2012 um 09:39

    @Nils. Richtig, aber wenn man die Gesamtrechnung macht ist genau hier das Problem. Wenn Millionen von Clients auf Server zugreifen und man diese Situation im Sinne des CO2 bewertet ist es egal ob der Server mitsamt den Mitarbeitern CO2-Neutral arbeitet, 99,9999999% der Emissionen entstehen bei den Millionen von Clients. 🙂 Also gäbe es zwei Ansätze: Man lässt die Firma erheblich schrumpfen oder man beseitigt auch den Dreck vor der Haustür, das wird aber so teuer das sich das kein Unternehmen leisten kann. Oder doch? Lasst doch ClimatePartner mal ausrechnen wie viele Zertifikate DF hinzukaufen müsste wenn man die Gesamtrechnung macht und auch die Clients (anteilsmäßig) und die Infrastruktur außerhalb mit in die Rechnung nimmt.

  • Philipp
    Philipp - 13. April 2012 um 10:14

    Rainer D, bezahlen Sie Fahrkarten (anteilsmäßig) für Menschen, die mit dem ÖPNV an Ihrem Haus vorbeifahren?

  • Rainer.D
    Rainer.D - 13. April 2012 um 10:55

    @Philipp: Ja. Der ÖPNV funktioniert nur indem etliche Milllionen EUR an Steuergeldern in diesen investiert werden. Da ich Steuern zahle ist es tatsächlich so wie sie vermuten. Ich genke aber das der Vergleich nicht ganz tauglich ist. Unstrittig dürfte schon sein das für den Planeten nur die CO2-Gesamtrechnung relevant ist. Wenn ich einen Server mit tausenden von Clients haben entsteht der große Haufen Dreck bei den Clients, nicht beim Server. Zumindest sollte man das im Hinterkopf behalten. Ich hatte ja schon geschrieben das ich die Klimabemühungen von DF sehr gut finde, nur im Rahmen der Gesamtrechnung ist es eben der Tropfen auf dem heißen Stein, das ist nun einmal so, daran wird man nichts ändern können.

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 13. April 2012 um 18:22

    @Rainer: wenn man die Logik weiterverfolgt, dann müsste man wirklich alles integrieren, was leider nicht geht. Hier muss man sich auf die direkte verursachten Emissionen beschränken, wobei hier schon sehr weit gegangen wird. Ansonsten wäre das nicht finanzierbar 😉

  • Anonymous
    Anonymous - 13. April 2012 um 20:48

    Keineswegs an dF sondern an die Welt gerichtet:
    „Erst wenn der letzte Fluss vertrocknet, der letzte Baum gefällt und das letzte Tier getötet wurde, werdet ihr feststellen, das man Geld nicht essen kann!“