SCP: Daten kopieren

Mit Secure Copy – kurz SCP – können Daten verschlüsselt zwischen zwei Rechnern übertragen werden. So ist es auch möglich, Daten via SSH quotaübergreifend zu kopieren. Wie genau dafür vorzugehen ist, beschreiben wir in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Voraussetzungen

Daten mit SCP kopieren

1. Kopieren eines kompletten Ordners inklusive Unterordner

2. Kopieren einzelner Dateien

Voraussetzungen

Um Daten quotaübergreifend oder von Server zu Server mit SCP zu übertragen, werden zwei SSH-Zugänge benötigt: Einer für die Quelle und einer für das Ziel.
Im domainFACTORY-Kundenmenü können über den Menüpunkt „SSH-Konfiguration“ neue SSH-Accounts angelegt werden.

Was genau eine Quota ist, beschreiben wir in diesem Artikel: Quota: Verzeichnisse besser schützen

Daten mit SCP kopieren

Mit SCP können sowohl einzelne Dateien, aber auch komplette Ordner mitsamt aller Unterordner kopiert werden.

Bitte beachten Sie, dass nach der Eingabe der folgend beschriebenen Befehle eine Abfrage zum Host-Key erscheinen wird, die bestätigt werden muss. Der Key kann im Kundenmenü unter „SSH-Konfiguration“ abgeglichen werden. Anschließend erfolgt die Passwortabfrage des Ziel-SSH-Accounts.

1. Kopieren eines kompletten Ordners inklusive Unterordner

Mit folgendem Befehl kann ein kompletter Ordner inklusive aller Inhalte und Unterordner kopiert werden:

scp -r <quelle> user@host:ziel

Das könnte dann z.B. so aussehen:

scp -r /kunden/12345_12345/pfad/verzeichnis1/ ssh-1234-xxx@localhost:/kunden/12345_12345/pfad/ziel1/

Bedeutung der einzelnen Teile des Befehls:

-r
Kopiert rekursiv, also mit allen Dateien und Unterordnern.

/kunden/12345_12345/pfad/verzeichnis1/
Das ist die Quelle, also der Ordner, der kopiert wird. In diesem Fall wird das Verzeichnis mit dem Namen „verzeichnis1“ kopiert.
Geben Sie bitte den absoluten, also den kompletten Pfad an. Den absoluten Pfad Ihres Servers finden Sie im Kundenmenü unter „Informationen“ -> „Pfade“:

Serverpfad

ssh-1234-xxx@localhost:
Damit wird die Verbindung zu dem SSH-Account des Ziels aufgebaut. „ssh-1234-xxx“ ist der Username des SSH-Accounts für das Ziel-Verzeichnis und muss durch den korrekten Usernamen ersetzt werden. „localhost“ ist der Hostname des Servers, zu dem die Verbindung erstellt werden soll. In diesem Fall ist das localhost, da wir auf denselben Server kopieren, auf dem auch die Quelldaten liegen (und auf dem wir uns befinden – also den Befehl abschicken).

/kunden/12345_12345/pfad/ziel1/
In diesen Ordner werden die Daten übertragen. Bitte geben Sie auch hier wieder den absoluten Pfad an.

2. Kopieren einzelner Dateien

Möchten Sie einzelne Dateien kopieren, verwenden Sie bitte den folgenden Befehl:

scp <quelle> user@host:ziel

Das könnte dann in einem Beispiel wie folgt aussehen:

scp /kunden/12345_12345/pfad/verzeichnis1/datei1.php ssh-1234-xxx@localhost:/kunden/12345_12345/ziel1/

Der Befehl ist sehr ähnlich dem zum Kopieren eines kompletten Verzeichnisses, nur dass „-r“ für das rekursive Kopieren wegfällt und im Pfad der Quelle direkt die zu kopierende Datei angegeben wird. Mit diesem Befehl wird die Datei „datei1.php“ in das Verzeichnis „ziel1“ in der Ziel-Quota kopiert.

Falls Fragen dazu bestehen, stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung!

Anna Philipp

Über den Autor

Anna Philipp

Anna arbeitet seit 2006 bei DomainFactory. Als Social Media und Content Manager vertritt sie DF in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Googleplus und natürlich im DF-Blog). In ihrer Freizeit findet man Anna - sofern sie mal nicht online ist - höchstwahrscheinlich zwischen Rührschüsseln und Schneebesen am Backofen.

14 Kommentare

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  • Fryd
    Fryd - 8. Juli 2015 um 16:03 Uhr

    Vielen Dank für die Anleitung. Bisher habe ich noch nie SCP verwendet und habe wahrscheinlich auch kein Programm dafür (Windows). Wie bekomme ich das ans Laufen?

    • Anna
      Anna - 8. Juli 2015 um 16:12 Uhr

      Sie können Putty dafür verwenden: http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/download.html
      Geben Sie einfach bei „Host Name (or IP address) Ihren Domainnamen ein und bestätigen mit Enter. Dann werden Sie nach Ihren Zugangsdaten, also den SSH-Benutzernamen und das Passwort ein.

    • Anonymous
      Anonymous - 8. Juli 2015 um 16:27 Uhr

      Für Windows kannst du WinSCP verwenden: https://winscp.net/eng/docs/lang:de

    • Reseller4711
      Reseller4711 - 8. Juli 2015 um 16:46 Uhr

      Gibt es denn für Mac (iOS) auch so etwas Tolles wie WinSCP?

      • Andreas
        Andreas - 9. Juli 2015 um 00:31 Uhr

        Sollte z.B. mit JellySSH gehen …

      • Stefan B
        Stefan B - 9. Juli 2015 um 19:11 Uhr

        Ja, jedes etwas bessere (S)FTP Programm kann damit umgehen… Transmit, ForkLift, Cyberduck, etc. pp. SCP ist dort meist als SFTP zu finden (auch wenn es nicht das gleiche ist! – bevor hier wieder schlaue Kommentare kommen).

      • Severin Lochinger
        Severin Lochinger - 9. Juli 2015 um 20:01 Uhr

        Zu erwähnen wäre eben, dass WinSCP eben „mehr“ kann, als nur sichere Dateitransfers. Unter anderem eben den „kompletten“ Shell-Zugang, inklusive Operationen für Packen und Entpacken von Archiven etc. Man kann die Funktionen auch noch weiter selbst aufbohren, indem man die vorgefertige Befehlsliste um weitere (eigene) Befehle ergänzt.

        Für den reinen (S)FTP Zugang nutze ich seit Jahren das Programm FlashFXP. Der meiner Meinung nach absolut beste FTP Client überhaupt.

  • Severin Lochinger
    Severin Lochinger - 8. Juli 2015 um 16:26 Uhr

    Für Leute, die Kommandozeilen-Programme scheuen, oder generell lieber mit grafischen Oberflächen arbeiten, empfiehlt sich für diesen Zweck das kostenlose Programm „WinSCP„. Damit lässt sich der oben beschriebene Dateitransfer – auch zwischen mehreren Servern – problemlos per „Drag&Drop“ erledigen.

  • Marcus Weiner
    Marcus Weiner - 5. August 2015 um 23:52 Uhr

    Ab wann wird es auf den shared Tarifen möglich sein, eigene SSH-Keys für die SSH-Accounts abzulegen und Passwort-Login zu deaktivieren?
    Dies würde bei uns in der Argentur einen unglaublichen Sicherheitszuwachs bedeuten.

    • Nils Dornblut
      Nils Dornblut - 7. August 2015 um 07:48 Uhr

      Sie können schon aktuell eigene Keys auf dem Server hinterlegen und diese zum Login nutzen. Das war schon immer so möglich. Bitte setzen Sie das Passwort im Kundenmenü dann einfach auf einen sehr langen Wert mit vielen unterschiedlichen (Sonder)Zeichen. Den Wunsch nach Deaktivierung ist uns bekannt und intern notiert, allerdings konnte diese leider bisher nicht umgesetzt werden. Falls weitere technische Fragen bestehen, äußern Sie die bitte gerne hier.

  • ron
    ron - 24. November 2016 um 08:42 Uhr

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