Bilder verkleinern: die besten Tipps & Tools zur Bildkomprimierung

(Update) Hochauflösende Fotos von Digitalkameras und Smartphones sind meist etwa 2 bis 5 MB groß. Die Originalgröße der JPEG-Dateien mit maximaler Auflösung benötigen Sie beispielsweise für großformatige Posterausdrucke und gestochen scharfe Bildausschnitte. Und doch ist es häufig nötig, ein Bild zu verkleinern und dessen Bildgröße zu reduzieren.

Für die Verwendung auf einer schnell ladenden Website brauchen Sie nämlich Bilder in geringer Dateigröße – das sorgt für zufriedene Seitenbesucher und optimiert Ihr Suchmaschinen-Ranking. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Bilder über die Bordmittel von Windows und MacOS X zu verkleinern. Außerdem lernen Sie Tools für die Stapelverarbeitung kennen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Bild verkleinern Sie bereits mit einfachen Programmen wie MS Paint
  • Profi-Software, wie das kostenlose GIMP, hilft Ihnen, die Bildgröße zu reduzieren
  • Zur Stapelverarbeitung stehen Onlinetools wie CompressJPEG zur Verfügung

Die verschiedenen Möglichkeiten der Bildkomprimierung

Die Dateigröße von Bildern lässt sich auf verschiedenen Wegen reduzieren:

  • Pixelmaße reduzieren
  • JPEG-Qualität reduzieren
  • EXIF-Daten löschen

Ideal für Websites: Bilder verkleinern durch Reduzierung der Pixelmaße

Selbst Smartphones erstellen inzwischen hochauflösende Fotos mit 12 Megapixeln und mehr. Die Bildqualität ist so hoch, dass Sie die Fotos als großes Plakat ausdrucken können. Für die Anzeige auf dem PC-Bildschirm oder Smartphone brauchen Sie aber nicht die volle Auflösung.  Daher sollten Sie zu große Fotos verkleinern.

Wenn Sie die Bildgröße reduzieren, von zum Beispiel 3.840 x 2.160 Pixeln auf 1.920 x 1.080 Pixel, minimiert das die Dateigröße drastisch. Die Unterschiede sind dann erst beim Zoom in die verkleinerten Fotos sichtbar.

JPEG-Qualität verringern und die Dateigröße reduzieren

Bildbearbeitungsprogramme wie das kostenlose GIMP bieten beim Exportieren von JPEG-Dateien die Möglichkeit zur Verringerung der JPEG-Qualität an. Das verringert die Dateigröße der JPEG-Bilder enorm, während der Unterschied zum Original kaum sichtbar ist. Gerade für Websites sollten Sie die JPG-Dateigröße verkleinern, denn die Ladezeit ist doppelt wichtig. Google honoriert schnell ladende Seiten mit besseren Rankings, und Ihre Besucher kommen gerne wieder. Ladezeiten über drei Sekunden werden schon als negativ angesehen – ab dann springt ca. die Hälfte der Besucher wieder ab.

EXIF-Dateien löschen und zusätzlichen Speicherplatz einsparen

Digitalkameras und Smartphones speichern Informationen wie die Koordinaten des Standorts und das Erstelldatum zu einem Foto in einer EXIF-Datei. Das Löschen der EXIF-Dateien spart Speicherplatz, Sie können so das Bild ohne Qualitätsverlust verkleinern.

Bilder verkleinern mit den Bordmitteln von Windows und Mac

Beide Betriebssysteme bieten On-Board-Tools, die Sie nutzen können, um Ihre Fotos zu verkleinern. Das geht schnell und unkompliziert,

Bilder mit Windows Paint skalieren

Abbildung 1: Mit Paint von Windows lässt sich die Bildgröße schnell ändern und so die Bildgröße verkleinern.

Mit Paint können Sie die Bildgröße reduzieren – und das in nur wenigen Schritten:

  1. Das Bild mit Paint öffnen.
  2. Im Menü auf „Bild > Größe ändern“ klicken.
  3. Den Haken bei der Option „Seitenverhältnisse beibehalten“ setzen.
  4. Wahlweise die Pixelzahl oder die prozentuale Bildgröße anpassen.
  5. Die Änderungen abspeichern.

Bilder verkleinern mit MacOS X

Auf einem Mac verkleinern Sie JPG- und andere Bildformate ebenfalls schnell und einfach:

  1. Das Bild per Vorschau anzeigen lassen.
  2. Im Menü auf „Werkzeuge > Größenkorrektur“ klicken.
  3. Die Option „Größe proportional anpassen“ aktivieren und Prozent als Einheit auswählen.
  4. Die Werte von Höhe und Breite ändern, zum Beispiel 75 oder 50 Prozent ausprobieren.
  5. Die neue Dateigröße wird im Fenster angezeigt, die Speicherung erfolgt durch Klick auf „OK“.

Tipp: Mehrere Bilder verkleinern Sie in einem Rutsch mit dem Programm „Vorschau“. Markieren Sie dafür einfach die gewünschten Fotos im Finder und öffnen Sie diese mit der „Vorschau.app“! Klicken Sie die Miniaturen in der linken Leiste an und führen die Größenkorrektur aus! Die Dateien werden überschrieben.

Bilder skalieren und Bildqualität reduzieren mit GIMP für Windows, OS X und Linux

Abbildung 2: GIMP verkleinert Bilder mit wenigen Klicks.

Das kostenlose Bildbearbeitungsprogramm GIMP bietet zwei schnelle Wege der Bildverkleinerung an: Bildskalierung und Reduzierung der Bildqualität beim Speichern.

Bildverkleinerung durch Skalierung

  1. Bild öffnen und im Menü „Bild > Bild skalieren“ auswählen.
  2. Das in Abbildung 2 dargestellte Fenster erscheint. Ist das Ketten-Symbol neben den Eingabefeldern für Breite und Höhe geschlossen, bleiben die Seitenverhältnisse automatisch erhalten.
  3. Wählen Sie „%“ als Einheit aus und tragen Sie zum Beispiel 75 Prozent ein. Je nach Bedarf kann eine Reduzierung auf 75 oder 50 Prozent sinnvoll sein.
  4. Durch Klick auf „Skalieren“ folgt die Umwandlung.

Bildqualität reduzieren und Dateigröße minimieren

Die zweite Möglichkeit der schnellen Bildverkleinerung ist die Reduzierung der Bildqualität. Dafür klicken Sie im Menü auf „Datei > Exportieren als“, wählen JPEG als Ausgabeformat aus und klicken auf „Exportieren“. Es folgt die Anzeige eines weiteren Fensters, die Bildqualität stellen Sie über den Schieberegler ein. Für die Verwendung der Bilder auf Websites erweist sich eine Reduzierung der Bildqualität auf rund 80 Prozent als sinnvoll. So können Sie gerade die JPG-Dateigröße verkleinern, ohne dass es Ihren Webseitenbesuchern auffällt.

Tipp zur Stapelverarbeitung: Für die schnelle Bearbeitung mehrerer Fotos in GIMP gibt es das Plugin „David‘s Batch Processor“. Hiermit können Sie mehrere Bilder verkleinern, ohne jedes Bild erst einzeln bearbeiten zu müssen.

Stapelverarbeitung: Online-Tools und Apps verkleinern viele Bilder auf Knopfdruck

Alternativ gibt es praktische Online-Tools für die Bildverkleinerung. Probieren Sie bei Bedarf Websites wie CompressJPEGKraken.ioJPEG OptimizerOptimizilla und IloveIMG aus. Die Tools bieten verschiedene Einstellmöglichkeiten und verkleinern die Bilder teilweise um mehr als 50 Prozent. Sie können Bilddateien unter anderem komprimieren, skalieren, zuschneiden, in Serie verarbeiten und in andere Bildformate konvertieren.

Auf Smartphones und Tablets gibt es natürlich auch verschiedene Apps, die Ihre Bilder verkleinern. Da wäre etwa die treffend betitelte iOS-App „Bildgröße“, die sich genau dieser Aufgabe verschrieben hat. Android-Nutzer greifen wahlweise zur App „Fotos und Bilder verkleinern – Photo Resizer“, oder ähnlichen Tools.

Fazit

Bilder verkleinern Sie mit den vorgestellten Programmen schnell und unkompliziert. Eine möglichst geringe Dateigröße ist insbesondere für die Integration auf einer Website wichtig. Hier werden meist Dateigrößen von weniger als 200 KB empfohlen. Einzelne Bilder verkleinern Sie mit Paint von Windows, der Bildvorschau von MacOS X oder mit kostenlosen Tools wie GIMP. Um viele Bilder auf einmal zu verkleinern, sind Tools wie IrfanView und verschiedene Online-Werkzeuge die optimale Lösung.

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4 Kommentare

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  • Rainer
    Rainer - 5. November 2019 um 14:21 Uhr

    Extrem wichtig: Welchen Algorithmus verwende ich für welchen Zweck? (Mitchell, Bilinear, Bicubic, Lanczos3, Lanczos4, Hermite, Bell, BSpline ….).

    • Inga
      Inga - 5. November 2019 um 17:38 Uhr

      Hallo Rainer,

      vielen Dank für die Hinweise. Sicher hätte man das ein oder andere noch vertiefen können.

      Viele Grüße
      Inga

  • Webdesign Düsseldorf
    Webdesign Düsseldorf - 12. August 2020 um 14:17 Uhr

    Super Artikel, ist für mich eine super Hilfe Dankeschön ! Ich könnte dir als Online alternative noch tinypng.com empfehlen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Kai Zacher

    • Anna
      Anna - 13. August 2020 um 08:20 Uhr

      Danke für das Feedback zu dem Artikel. Freut uns sehr, dass er hilfreich war!