Platz sparen & Daten verschlüsseln: ZIP-Datei erstellen und mit Passwortschutz sichern

Das Dateiformat ZIP ist der Standard zum einfachen Komprimieren (Verkleinern) und übersichtlichen Verwalten von Dateien in einem Archiv. ZIP-Dateien dienen der platzsparenden Verwahrung von Daten und kommen beispielsweise beim Versand mehrerer Dateien als E-Mail-Anhang zum Einsatz. Lernen Sie die Vorteile kennen. Nutzen Sie die vorgestellten Wege, um einen ZIP-Container zu erstellen, und die weiteren Tipps für mehr Sicherheit durch den Passwortschutz.

Was ist eine ZIP-Datei?

ZIP ist ein Dateiformat für komprimierte Dateien und Ordner. Es dient als Container-Datei, Dateien haben die Endung „.zip“. Eine „gezippte“ Datei braucht weniger Speicherplatz als eine nicht komprimierte Datei. Sie können in einer ZIP-Datei viele Dateien verschiedener Formate und Ordner zusammenfassen. Der Inhalt lässt sich per Klick in Verzeichnisform darstellen und bei Bedarf wieder in den Originalzustand extrahieren.

Vorteile: Mehr Übersicht, mehr Speicherplatz und Möglichkeit zur Verschlüsselung

In einer ZIP-Datei können Sie zum Beispiel den Inhalt eines Ordners mit Textdateien, Tabellen, PDFs und Bildern einfach zu einem einzigen ZIP-Archivkomprimieren. Große Datenmengen verwahren Sie auf diese Weise übersichtlich und platzsparend.

Die Zusammenfassung von Ordnerstrukturen zu einer gezippten Datei lohnt sich ebenso für den ressourcensparenden E-Mail-Versand. Die Zusammenfassung vieler Dateien zu einer komprimierten Datei erleichtert die Weitergabe.

Hinweis: Wie viel Speicherplatz die ZIP-Komprimierung einspart, hängt vom Dateityp der Ausgangsdatei ab. Ein Bild im JPEG-Format ist beispielsweise bereits stark komprimiert, die ZIP-Archivierung bringt kaum weitere Einsparungen.

Microsoft Windows, macOS X und Linux integrieren Funktionen zum Erstellen von ZIP-Archiven. Schützen Sie das ZIP-Archiv mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff, dafür verwenden Sie eines der weiter unten vorgestellten Tools.

Zippen und Entzippen mit Bordmitteln von Windows, Apple und Linux

Das ZIP-Dateiformat ist der Standard für komprimierte Dateien. Die verschiedenen Betriebssysteme unterstützen den Standard und integrieren eine entsprechende Funktion.

Zip-Datei erstellen mit Windows

  1. Im Windows-Explorer die Datei(en) und/oder Ordner auswählen, die Sie komprimieren möchten.
  2. Mit der rechten Maustaste auf die Auswahl klicken und „Senden an > ZIP-komprimierten Ordner“ auswählen.
  3. Im aktuellen Verzeichnis wird jetzt ein komprimierter Ordner erstellt, bei Bedarf ändern Sie den Namen. Klicken Sie ihn dafür mit der rechten Maustaste an und wählen Sie „Umbenennen“ aus.

ZIP-Datei extrahieren mit Windows-Bordmitteln

Zum Entzippen des gesamten Archivs klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei, wählen „Alle extrahieren…“ aus und folgen den Anweisungen. Alternativ können Sie einen einzelnen Ordner oder eine Datei extrahieren. Dafür öffnen Sie den komprimierten Ordner und ziehen die gewünschte Datei oder den Ordner per Drag&Drop an den neuen Speicherort.

Hinweis: Um eine Datei oder einen Ordner einem bereits gezippten Ordner hinzuzufügen, ziehen Sie die Datei einfach mit der Maus per Drag&Drop in den gezippten Ordner.

ZIP-Archiv erstellen mit macOS X

  1. Im Finder die Dateien und/oder Ordner auswählen und das Kontextmenü mit der rechten Maustaste öffnen.
  2. Im Menü auf „X Objekte komprimieren“ klicken.
  3. Die komprimierte ZIP-Datei wird erstellt und im gleichen Ordner der Originaldateien gespeichert. Den Dateinamen können Sie beliebig ändern.

ZIP-Datei extrahieren mit macOS X-Bordmitteln

Zum Entzippen klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das ZIP-Archiv. Im Kontextmenü klicken Sie auf „Öffnen mit“ und wählen „Archivierungsprogramm (Standard)“ aus. Jetzt entpackt das Programm die Dateien automatisch im selben Ordner.

ZIP-Datei erstellen mit Linux

  1. Die gewünschten Dateien und Ordner im Datei-Explorer auswählen.
  2. Mit der rechten Maustaste auf die Auswahl klicken.
  3. Im Kontextmenü „Komprimieren…“ auswählen. Im Folgefenster vergeben Sie einen Dateinamen und legen den Zielordner fest.

ZIP-Datei extrahieren mit Linux-Bordmitteln

Zum Entpacken klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Archivdatei und wählen „Hier entpacken“ aus.

ZIP-Datei erstellen mit Passwortschutz

ZIP-Archive eignen sich unter anderem für die Langzeitarchivierung wichtiger Daten und für den schnellen Versand von Dateien per E-Mail. In beiden Fällen schützen Sie den Archivinhalt mit einem Passwortschutz vor dem Zugriff durch unbefugte Dritte.

Diese Funktion bieten kostenlose und kostenpflichtige Tools wie WinRAR (Windows, macOS und Linux), WinZIP und 7-ZIP (7zip für Linux). Nach der Installation eines dieser Tools ist das Datei-Kontextmenü auf Wunsch um weitere Punkte erweitert und Sie öffnen, komprimieren und extrahieren ZIP-Dateien über diese. Die Programme erstellen die Archive standardmäßig im ZIP-Format und unterstützen weitere Formate wie RAR und TAR.

Beim Zippen mit WinRAR weisen Sie auf der ersten Seite des Programms den Archivnamen und die Kompressionsstärke zu. Für die Vergabe eines Passworts öffnen Sie die erweiterten Einstellungen über den zweiten Reiter und klicken auf den Button „Passwort festlegen“. Der Zugriff ist in der Folge nur noch mit Passwort möglich.

Zusammenfassung

ZIP-Archive sparen Speicherplatz und schaffen Ordnung. Eine ZIP-Datei zu erstellen und wieder zu entpacken gelingt mit den Bordmitteln der Betriebssysteme mit wenigen Klicks. Zum Schutz des Archivinhalts richten Sie ein Passwort ein, die Dateien sind erst nach der Passworteingabe nutzbar.

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5 Kommentare

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  • Jan
    Jan - 19. Oktober 2019 um 20:31 Uhr

    Ein wichtiger Hinweis fehlt: Man sollte auf den verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus achten. Aus Kompatibilitätsgründen ist oft ein schwacher Algorithmus ausgewählt, gegen den seit Ewigkeiten Known-Plaintext-Attacken dokumentiert sind. Gute Kompressionsprogramme stellen auch AES zur Wahl, der ist sicherer, aber eben weniger kompatibel.

    • Inga
      Inga - 21. Oktober 2019 um 10:32 Uhr

      Hallo Jan,

      vielen Dank für den Hinweis.

      Viele Grüße
      Inga

  • Tipps für Doktoranden
    Tipps für Doktoranden - 2. November 2019 um 19:03 Uhr

    Am einfachsten ist es, einen neuen Ordner zu erstellen, in den Sie alle Dateien hineinkopieren , die Sie zippen möchten, oder?

    • Inga
      Inga - 4. November 2019 um 11:09 Uhr

      Hallo,

      je nachdem, für welchen Zweck Sie Dateien zippen, kann das der richtige Weg sein.

      Viele Grüße
      Inga

  • Rainer
    Rainer - 5. November 2019 um 14:17 Uhr

    Auf .tar.gz hätte man noch eingehen können.