Blogsoftware: WordPress oder etwas anderes?

WordPress ist das wohl bekannteste System für die Erstellung eines Blogs. Doch gibt es eigentlich auch Alternativen?

Alternative Blogsoftware mit Hosting

Ja, beispielsweise Serendipity (www.s9y.org), das nur unwesentlich jünger ist und das unsere Kunden mit nur wenigen Schritten über das Kundenmenü – ebenso wie WordPress – installieren können.

Serendipity wurde im Winter 2002 gestartet, damals noch unter dem Namen „jBlog“. Aufgrund eines Namenskonfliktes mit einem bereits bestehenden ähnlichen Weblog-Publishing-System wurde der Name serendipity ins Spiel gebracht und schließlich angenommen. s9y ist die Kurzform, wobei die Zahl 9 für die Anzahl der ausgelassenen Buchstaben steht und unter anderem für die offizielle Webpräsenz (www.s9y.org) verwendet wird.

Auch Serendipity unterstützt Plugins, allerdings im Vergleich zu WordPress noch nicht so lange, weshalb die Anzahl an verfügbaren Erweiterungen und Templates deutlich überschaubarer ist.

Weiterhin existieren noch Movable Type (www.movabletype.org) oder auch Dotclear (dotclear.org) als Alternativen für eine Blogsoftware die ebenfalls PHP und MySQL nutzen.

Movable Type ist auf Basis von Perl geschrieben, Anfänger finden das System im Vergleich zu anderer Blog-Software jedoch meist etwas kompliziert. Dotclear ist eine französische Blogsoftware die von Hause aus zwar nur Englisch und Französisch mitbringt, allerdings nach der Installation eine Reihe weitere Sprachen (u.a. Deutsch) mit wenigen Klicks installieren lässt. Die Installation ist sehr einfach und es existiert auch eine deutschsprachige Community (www.dotclear-germany.com).

Jedes der Systeme hat natürlich seine eigenen Vor- und Nachteile und natürlich auch eine „Fangemeinde“ die das eine System besser als das andere findet 😉 Alle genannten Systeme sind mit unseren Hosting-Angeboten lauffähig z.B. mit MyHome Plus mit dynamischer Option (https://www.df.eu/de/webhosting/my-home-plus/). WordPress und Serendipity sind sogar mit nur wenigen Klicks direkt im Kundenmenü installierbar. Sie finden die derzeit aktuellen Versionen über den Menüpunkt „Open-Source-Applikationen“.

Alternative Blogsoftware ohne Hosting

Neben den Blogsystemen, die man selbst hosten kann gibt es auch noch Dienste, bei denen man sich anmeldet und direkt mit dem bloggen loslegen kann ohne die Systeme selbst installieren zu müssen. WordPress bietet einen solchen Dienst auf der Webseite „WordPress.com – https://wordpress.com/“ an. Weitere bekannte Online-Blogging-Dienste sind:

Es existieren noch zahlreiche weitere Plattformen und Social-Networks, die teilweise etwas spezieller sind und andere Ansätze verfolgen bzw. Nischen füllen. So gibt es Dienste, die Evernote als Basis nutzen, fest mit einem Werbenetzwerk verbunden sind, sich auf Videoblogs spezialisieren usw.

Mit einem selbst gehosteten Blog

  • ist man jedoch unabhängiger von der Verfügbarkeit und dem Leistungsumfang der Dienstleister von fertigen Systemen.
  • sind individuellere Erweiterungen des Funktionsumfangs möglich.
  • kann man seinen Tarif wechseln und auf aktuellere und leistungsfähigere Hardware umziehen.
  • hat man Einfluss auf die Hostingumgebung durch Optionen in der php.ini, MySQL und PHP-Version, etc.
  • muss man sich im Gegenzug dann jedoch selbst um Updates kümmern.

Dietmar

Über den Autor

Dietmar

Dietmar ist seit 2005 bei domainFACTORY in wechselnden Aufgabenbereichen tätig. Seit 2013 unterstützt er als "Spezialist Qualitätssicherung Web" die Kollegen in der Entwicklungsabteilung bei allen Themen rund um Quality Assurance / Testing. Dabei kommt ihm die jahrelange Erfahrung im direkten und indirekten Kundensupport und der Begleitung bei der Einführung unseres ResellerProfessional-Systems zu Gute. Auch für viele Kollegen ist er bei Fragen dazu oder sehr alten Tarif-Konstellationen noch immer gerne eine Anlaufstelle.

11 Kommentare


  • GreasanDev
    GreasanDev - 5. Dezember 2013 um 09:23 Uhr

    Wird es auch Unterstützung für Node.js auf Shared-Hosts geben? Ghost (ghost.org) läuft zum Beispiel damit und ist sehr vielversprechend.

  • JanS
    JanS - 5. Dezember 2013 um 09:45 Uhr

    Ich finde ein wichtiger Punkt fehlt bei WordPress. Der wandel von der einfachen Blogsoftware zum teils umfangreichen, dennoch einfach bedienbaren CMS.

    Meine Website ist über ein entsprechendes Theme zu einer Möglichkeit geworden meine Fotos entsprechend zu präsentieren und das ganze einfach und komfortabel über das WordPress Backend zu verwalten.

  • Anonymous
    Anonymous - 5. Dezember 2013 um 10:53 Uhr

    JanS: Meine Erfahrung diesbezüglich sieht so aus: Für kleine und mittelgroße Seiten geht WordPress noch, wobei bei Letzteren schon zähneknirschend. Später macht sich die gewachsene Architektur einfach bemerkbar und man kann WordPress als CMS absolut vergessen.

    Ein schönes UI hat es, ja, aber das hilft mir bei dem Datenbanklayout und dem Coding-Style recht wenig :X

  • alexplus
    alexplus - 5. Dezember 2013 um 12:00 Uhr

    Dann doch lieber etwas anderes. „Anonymous“ hat bereits einen wichtigen Punkt erwähnt: Die Wartung. Sobald man in WordPress eine spezielle Funktionalität benötigt, muss man ein Plugin installieren. Diese sind mitunter
    – nicht vertrauenswürdig
    – nach Updates inkompatibel
    – machen das WordPress extrem langsam.

    Kommt dann noch ein Theme mit eigens entwickelten Erweiterungen zum Tragen, wünsche ich: Viel Spaß. Denn das wars dann mit der Usability. Ladezeitverlängerung von 1-3 Sekunden pro abgerufene Seite sind bei manchen Themes/Plugins nicht ausgeschlossen – trotz Performance-Upgrade.

    Dann doch lieber ein schlankes CMS. Bei Domainfactory kann man sich ja bspw. aus dem Opensource-Bereich im Kundenmenü das Redaxo CMS schnappen. Klar, die Einarbeitungszeit ist evtl. höher, aber dafür hat man eine sehr flexible und anpassbare Struktur über Module, Templates und Addons.

  • Cheatha
    Cheatha - 5. Dezember 2013 um 12:19 Uhr

    Wer auf sauberen Code steht, keine Lust auf dreckige Hacks und Verrenkungen hat, der sollte sich unbedingt MODX anschauen: http://modx.com/

  • Dietmar
    Dietmar - 5. Dezember 2013 um 12:29 Uhr

    Hallo GreasanDev,
    Ende Oktober hatte ich zu ghost einen Beitrag der t3n gelesen, der noch nicht so ganz überzeugend war, habe den Dienst aber selbst nicht ausprobiert. Bezüglich Node.js ist es so, dass wir die Integration in unsere Hostingumgebung prüfen, aber noch kein Ergebnis vorliegt bzw. Entscheidung über den Nicht-/Einsatz getroffen ist.

  • Anonymous
    Anonymous - 5. Dezember 2013 um 12:32 Uhr

    Für einen Blog setze ich derzeit auf Wardrobe

    Da kann ich auch gleich hübsch mit Laravel 4.1 drum herum bauen und mein eigenes CMS schaffen 🙂

  • Dietmar
    Dietmar - 5. Dezember 2013 um 12:39 Uhr

    Hallo JanS,
    eine reine Blogging-Software ist WordPress sicher schon länger nicht mehr und es wird mehr und mehr zum CMS. Allerdings muss je nach Einsatzart und der Anforderungen für die Webseite mit relativ vielen Plugins gearbeitet werden, wie es auch die Meinung der weiteren Kommentatoren hier bestätigt.

    Das ganze ist sicher ein zweischneidiges Schwert und kann nicht mit einem klar ja oder nein zu beantworten sein: Soll WordPress sich auf die Blogfunktionalitäten beschränken und dafür mehr Schnittstellen zu Social-Medai-Kanälen erhalten, soll es sich weiter zum CMS entwickeln und die zahlreichen Wünsche der Anwender standardmäßig ohne Fremd-Erweiterungen unterstützen?

  • Dietmar
    Dietmar - 5. Dezember 2013 um 12:43 Uhr

    Hallo zusammen,

    viele Dank für die zahlreichen Kommentare und Nennungen weiterer Software für Blogs und Webseiten 🙂

    Es gibt nahezu für jeden Anwender zwischenzeitlich den passenden Dienst und die bevorzugte Software und neue Angebote an jeder Ecke. Da auch Spezialisierungen in Nischenbereichen stattfinden ist es natürlich für langjährig bekannte und auf dem Markt auftretende Angebote schwierig, alle Bedürfnisse zu befriedigen und bei einer Veränderung der Strategie oder des Produktes nicht auch immer einen Teil der Stamm-Anwender zu verärgern.

    Wer mit Software X für seine Bedürfnisse Y eine Lösung gefunden hat und damit glücklich ist, sollte nicht verurteilt werden, falls die Software X eigentlich für einen anderen Zweck erfunden wurde oder dadurch gar Grundsatzdiskussionen auslösen 😉

  • Anonymous
    Anonymous - 5. Dezember 2013 um 12:51 Uhr

    @Dietmar: Mir kam das jetzt nicht so vor, als würden wir uns hier an die Kehle gehen, insofern… ruhig Blut, (noch) wurde niemand gelyncht 😉

  • Dietmar
    Dietmar - 5. Dezember 2013 um 13:10 Uhr

    @Anonymous: Oh, so scharf sollte mein Beitrag auch gar nicht rüberkommen oder jemanden zurechtweisen.