Die besten Online-Bezahlsysteme im Überblick

Im E-Commerce ermöglichen Online-Bezahlsysteme sichere Transaktionen. Für Shopbetreiber stehen zahlreiche Systeme zur Auswahl, manche suchen gerade nach einer Alternative zu Wirecard. Erfahren Sie jetzt Wichtiges über die Bezahlsysteme, lernen Sie Vor- und Nachteile und die besten Lösungen kennen!

Was ist ein Online-Bezahlsystem? 

Mit Online-Bezahlsystemen können Händler und Käufer im Internet erworbene Produkte und Dienstleistungen leicht verrechnen. Kunden bezahlen über den Dienstleister und verfügen bei diesem über ein Konto. Dieses Konto ist mit der Kreditkarte oder EC-Karte verknüpft und ermöglicht die automatische Abrechnung. Teilweise nutzen die Systeme eine Schnittstelle zur Online-Bank. In diesem Fall loggt sich der Käufer während des Bezahlvorgangs bei seinem Bankaccount ein und bestätigt dort die Zahlung. 

Die Auswahl ist für den Erfolg wichtig 

Die Auswahl der angebotenen Online-Bezahlsysteme beeinflusst den Erfolg der Onlineshops direkt. Fehlt die bevorzugte Kaufmethode, brechen viele potenzielle Käufer den Einkauf ab. Shopbetreiber müssen daher die richtigen Systeme anbieten, dazu gehören neben der Bezahlung per Kreditkarte, per Sofortüberweisung und per Rechnung weitere Bezahlsysteme. 

Die Vorteile der Bezahlsysteme 

  • Kunden können in einem Onlineshop Produkte und Dienstleistungen kaufen, ohne dem Onlineshop-Betreiber die Bankverbindung oder Kreditkartennummer mitzuteilen. 
  • Kunden fühlen sich beim Einkauf sicherer und ihre Daten sind besser geschützt. 
  • Händler können durch Einbindung mehrerer Online-Bezahlsysteme neue Zielgruppen erschließen. 
  • Das Angebot mehrerer Bezahlsysteme steigert den seriösen Eindruck der Onlineshops. 
  • Unternehmen haben alle Transaktionen übersichtlich im Blick, die Abwicklung erfolgt automatisch, teilweise lassen sich auch Mahnungen automatisiert verschicken. 

Die Nachteile der Bezahlsysteme 

  • Als Schnittstelle für den Austausch von Finanzdaten gibt es für die Anbieter stets die Gefahr von Phishing-Attacken. Anbieter müssen Updates immer umgehend installieren. 
  • Es fallen Gebühren an, die sich je nach Anbieter und abhängig von der Bankverbindung und dem Transaktionsvolumen unterscheiden. Vergleichen Sie die Kostenstrukturen. 

Überblick: beliebte Online-Bezahlsysteme 

Lernen Sie eine Auswahl der am weitesten verbreiteten Systeme kennen. 

PayPal und PayPal Plus – der Standard 

Das ehemals von Elon Musk mitgegründete Unternehmen ist das offizielle Bezahlsystem auf eBay und hat sich weltweit als meistverwendetes Bezahlverfahren in Onlineshops etabliert. Es gehört zu den Pflichtsystemen in jedem Shop. 

Händler richten ihr PayPal-Konto auf der Website des Anbieters ein und fügen die persönlichen Zugangsdaten im Admin-Bereich des Shops hinzu. 

Kunden müssen an die Online-Händler keine Bank- oder Kreditkartendaten senden, den Datentransfer ist sicherer und die private Nutzung kostenlos. Die Bezahlung erfolgt mit Eingabe von E-Mail-Adresse und Passwort, zusätzlich erhöht der Käuferschutz die Sicherheit. Mit PayPal Plus sind Zahlungen per Kreditkarte möglich, Kunden benötigen dafür keinen PayPal-Account. 

Kosten für eine Transaktion: Händler zahlen 35 Cent plus Gebühr in Höhe von 2,49 Prozent der Kaufsumme. 

❗ Hinweis: Es gibt individuelle Händlerkonditionen bei hohen Verdiensten, eine Senkung auf 1,49 Prozent ist bei einem monatlichen Transaktionsvolumen von mehr als 100.000 Euro möglich. 

giropay – einfaches Bezahlen über teilnehmende Banken 

Mit giropay erfolgt die Abwicklung der Bezahlung über die eigene Bank. Der Service ist für Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen und Postbank verfügbar. Der Online-Händler empfängt die Bankdaten nicht und hat keinen Zugriff. Kunden müssen sich für den Service nicht registrieren, das ist einer der Hauptvorteile. 

Einrichtung: einmalig 99 Euro 

Transaktionen: mindestens 33 Cent, maximal 0,89 Prozent des Umsatzes, monatlich 5,90 Euro Gebühr inkl. 100 Transaktionen 

Klarna – leicht integrierbares Bezahlsystem mit Mahnfunktion 

Klarna überzeugt als Payment-Service-Provider, das Bezahlsystem lässt sich leicht in die Website integrieren. Stammkunden werden sicher erkannt und die Zahlungsoptionen können Shopbetreiber dynamisch an die Bedürfnisse der Kunden anpassen. 

Kunden installieren einfach die Klarna App und begleichen ihre Rechnungen mobil. Für Händler zählt das integrierte Mahnverfahren zu den weiteren Vorteilen. Bei Zahlungsverzug erfolgt die Mahnung automatisch, die Mahngebühr beträgt 5 Euro. 

Monatliche Grundgebühr: 29 Euro 

Transaktionsgebühr: 3,25 Prozent der Kaufsumme 

Bei Kauf auf Rechnung: zusätzlich 1,69 Euro 

Amazon Pay ist auf dem Vormarsch 

Der Konzern hat seine Finger überall im Spiel und etabliert derzeit mit Amazon Pay eine weitere bequeme Bezahlmethode. Verkäufer haben wenig Arbeit, Kunden profitieren vom guten Service. Der Kauf mit einem Klick fördert den seriösen Eindruck der Onlineshops und ist für die vielen bestehenden Amazon-Kunden überaus praktisch. 

Kosten pro Transaktion: 35 Cent und 1,9 Prozent vom Rechnungsbetrag 

Skrill mit 20 Bezahlsystemen in einem 

Der E-Payment-Anbieter Skrill vereint 20 Bezahlsysteme in einem und kooperiert weltweit mit über 80 Banken. Zum Einbinden in den eigenen Shop benötigen Händler ein Benutzerkonto und können so die gewünschten Bezahlmethoden bereitstellen. 

Transaktionsgebühr: 2,9 Prozent vom Rechnungsbetrag 

Mollie integriert die wichtigen Anbieter 

Beim Anbieter Mollie wählen Händler nach der Registrierung einfach die gewünschten Bezahlmöglichkeiten aus, unter anderem PayPal, SEPA-Lastschrift, Visa und Mastercard. Händler zahlen nur für erfolgreiche Transaktionen. 

Kosten pro Transaktion: je nach Standort des Händlers und der Zahlmethode zwischen 0,25 und 1 Euro plus 0,9 bis 2,8 Prozent vom Umsatz 

Weitere Anbieter 

Es gibt viele weitere E-Payment-Dienstleister. Erwähnenswert sind beispielsweise StripeIngenico Payment Services und paydirekt

Zusammenfassung 

Mit den modernen Online-Bezahlsystemen bieten Shopbetreiber sichere Bezahlmethoden an und müssen sich nicht um die Speicherung sensibler Bankdaten kümmern. Kann ein Kunde nicht mit seiner bevorzugten Methode zahlen, ist die Chance für einen Kaufabbruch hoch. Daher sollten Shopbetreiber eine Auswahl von Bezahlmöglichkeiten bereitstellen. Die vorgestellten Anbieter helfen beim elektronischen Zahlungsverkehr. 

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  • Arshad Sharma
    Arshad Sharma - 23. Februar 2021 um 08:43 Uhr

    Und was ist mit Google Pay & Apple Pay. Die beiden haben sie vergessen.