Wie Sie mit der Hosts-Datei Webseiten blockieren und den Internetverkehr umleiten
Veröffentlicht am 05.09.2025 von DomainFactory

Telegram ist mehr als ein klassischer Instant-Messenger: Neben Text-, Audio- und Videonachrichten bietet er zahlreiche Zusatzfunktionen und ist eine beliebte Alternative zu WhatsApp und Signal. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie den Messenger mit Telegram Web direkt im Browser verwenden und welche Funktionen speziell für Unternehmen hinzugekommen sind.
Die Hosts-Datei ist ein praktisches Werkzeug, um den Internetverkehr lokal auf Ihrem Computer zu kontrollieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie die Hosts-Datei bearbeiten und wie Sie damit Webseiten blockieren, den Internetverkehr umleiten und Werbeanzeigen ohne zusätzlichen Werbeblocker unterbinden.
Was ist die Hosts-Datei?
Bei der Hosts-Datei handelt es sich um eine lokale Datei des Betriebssystems ohne Dateiendung, die Hostnamen zu IP-Adressen zuordnet. Ein Hostname wie zum Beispiel df.eu ist der Name einer Domain. Eine IP-Adresse ist eine eindeutige Nummer, die einem Gerät in einem Netzwerk zugewiesen wird.
Die Hosts-Datei steuerte ursprünglich die Netzwerkverbindungen, bevor das DNS (Domain Name System) diese Aufgabe übernahm. Sie gehört jedoch weiterhin zu den Systemressourcen und bleibt nützlich, um Websites und Werbetracker zu blockieren und Anfragen umzuleiten.
Hosts-Datei bearbeiten

Abbildung: Die HOSTS-Datei steuert Netzwerkverbindungen.
Die Hosts-Datei enthält mit „#“ als Kommentare gekennzeichnete Beispiele für Zuordnungen von IP-Adressen und Domainnamen. Ein gültiger Eintrag besteht aus einer IP-Adresse, einem Leerzeichen und einem Hostnamen. Für die Bearbeitung benötigen Sie einen reinen Texteditor wie zum Beispiel Notepad in Windows, der mit Administratorrechten geöffnet werden muss. Ein Programm wie Word ist nicht geeignet. Die Änderungen betreffen den lokalen Rechner und haben keine Auswirkungen auf andere Geräte. Nutzen Sie für die Bearbeitung die folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Hinweis: Achten Sie auf Einträge mit korrekter Formatierung, da eine falsche Konfiguration der Hosts-Datei Probleme bei der Internetverbindung verursachen kann. Jede Zeile beginnt mit einer IP-Adresse, gefolgt von einem Leerzeichen und dem entsprechenden Hostnamen. Erstellen Sie zur Sicherheit vor Änderungen immer ein Backup der Hosts-Datei in einem anderen Ordner. Bei Problemen können Sie die Datei dann leicht wiederherstellen.
Bearbeitung in Windows
- Texteditor mit Administratorrechten starten.
- Hosts-Datei unter „Windows > System32 > Drivers > ETC“ öffnen.
- Liste aus IP-Adressen und Domainnamen bearbeiten, Einträge entfernen oder hinzufügen.
- Änderungen speichern und Browser neu starten.
Bearbeitung in macOS und Linux
- Terminal öffnen und „sudo nano /etc/hosts“ eingeben.
- Einträge mit IP-Adressen und Domainnamen Zeile für Zeile hinzufügen, bearbeiten oder entfernen.
- Änderungen speichern und Editor schließen. Die Datei muss als Textdatei ohne Dateiendung gespeichert werden.
- DNS-Cache neu laden.
Für macOS: Das Neuladen erfolgt mit dem Befehl „sudo dscacheutil -flushcache; sudo killall -HUP mDNSResponder“.
Für Linux: Ermitteln Sie den verwendeten DNS-Dienst mit dem Befehl „systemctl status systemd-resolved nscd dnsmasq“. Der Befehl lautet dann:
- für systemd-resolved „sudo systemctl restart systemd-resolved“
- für nscd „sudo systemctl restart nscd“
- für dnsmasq „sudo systemctl restart dnsmasq“
Webseiten und Werbetracker blockieren
Die Hosts-Datei kann den Zugriff auf ausgewählte Websites und Werbetracker blockieren. Auf diese Weise können Sie zum Beispiel Social-Media-Websites wie facebook.com und instagram.com blockieren, um die Produktivität der Anwender zu steigern. Die Datei eignet sich auch, um den Zugriff auf bestimmte Inhalte für Kinder zu unterbinden. Dafür fügen Sie der Datei einfach folgende Zeilen hinzu:
0.0.0.0 facebook.com
0.0.0.0 instagram.com
0.0.0.0 nixfuerkinder.de
Hinweis: „0.0.0.0“ ist eine ungültige IP-Adresse, die Anfragen sofort blockiert und deren Verwendung empfohlen ist. Andere Anleitungen enthalten häufig „127.0.0.1“ als IP-Adresse für das Blockieren von Anfragen, die Verwendung kann jedoch minimale Verzögerungen verursachen und ist daher nicht empfohlen.
Wenn jemand die Domains im Browser aufruft, prüft das System zuerst die Einträge in der Hosts-Datei. Wenn in der Datei ein passender Eintrag mit dem Hostnamen gefunden wird, erfolgt der Aufruf der ungültigen IP-Adresse „0.0.0.0“. Der Zugriff auf die hinterlegten Websites ist somit erfolgreich blockiert. Eine weitere praktische Verwendung der Hosts-Datei zielt auf das Blockieren von Werbeanzeigen ab. Dafür müssen Sie Werbe-Domains auf „0.0.0.0“ umleiten:
0.0.0.0 ads.example.com
Wenn Sie IPv6 verwenden, können Sie Domains mit folgendem Eintrag blockieren:
::1 blockierte-domain.de
Hinweis: Sie können online auch regelmäßig aktualisierte Vorlagen wie zum Beispiel „how to make the internet not suck (as much)“ für Hosts-Dateien herunterladen, die den Zugriff auf zahlreiche schädliche Websites blockieren.
Internetverkehr umleiten
Eine weitere Möglichkeit zur Nutzung der Hosts-Datei ist die Umleitung von Anfragen an eine Domain an eine andere IP-Adresse. Die Methode ist für Entwicklungsumgebungen interessant, um lokale oder verschiedene Server zu testen, ohne den Code anzupassen. Umleitungen funktionieren wie das Blockieren von Domains, indem Sie die entsprechende IP-Adresse eintragen.
Hosts-Datei gegen unbefugte Änderungen schützen

Abbildung: Der aktivierte Schreibschutz schützt die Datei vor Änderungen durch unbefugte Dritte.
Bei Malware-Angriffen kann Schadsoftware die Hosts-Datei manipulieren und Benutzer auf Phishing-Seiten umleiten. Der Schutz der Hosts-Datei gegen unbefugte Änderungen durch Aktivierung des Schreibschutzes ist daher wichtig, um Sicherheitsrisiken beim Surfen im Internet zu minimieren. Eine Bearbeitung ist dann nur möglich, wenn Sie den Schreibschutz vorher deaktivieren.
- In Windows im Explorer mit der rechten Maustaste auf die Datei klicken, „Eigenschaften“ auswählen, im Reiter „Allgemein“ das Kontrollkästchen „Schreibgeschützt“ aktivieren und zum Speichern auf „OK“ klicken.
- In macOS stellen Sie mit dem Befehl „sudo chown root:wheel /etc/hosts“ bzw. in Linux mit dem Befehl „sudo chown root:root /etc/hosts“ gefolgt von „sudo chmod 644 /etc/hosts“ sicher, dass nur Root-Nutzer die Datei ändern können.
Fazit
Die Hosts-Datei dient der Zuordnung von IP-Adressen und Domainnamen. Früher enthielt die Datei zahlreiche Einträge, heute enthält sie in der Regel keine Einträge, da das DNS die Aufgabe übernommen hat. Sie können die Datei jedoch nutzen, um Websites und Werbung lokal zu blockieren und Anfragen zu Websites umzuleiten. Die Bearbeitung muss mit Administratorrechten erfolgen und die Formatierung korrekt sein. Probieren Sie das Blockieren und Umleiten von Anfragen jetzt mit der Anleitung von DomainFactory aus, Ihrem Partner für zuverlässiges Webhosting!


