„Bindestrich“ [Update 01.08.2012]

Ein netter Dialog aus unserem Kundenservice, der sinngemäß so abgelaufen ist:

Kunde: Ich kann mich nicht mit meinem Domainnamen einloggen, meine Minus-Taste ist kaputt!

Mitarbeiter: Sie haben noch eine zweite Minus-Taste auf Ihrer Tastatur – neben dem Punkt.

Kunde: Nein, das kann nicht gehen – das ist doch ein Bindestrich!

So unterschiedlich können die Blickwinkel sein :-). Natürlich helfen wir gerade auch in solchen Fällen freundlich weiter, denn nicht jeder kann in jedem Bereich ein Experte sein und manche Dinge sind eben erst dann selbstverständlich, wenn man sich gut damit auskennt.

[Editiert am 01.08.2012 12:15 Uhr]

End of article

Sara Marburg

Über den Autor

Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

27 Kommentare

Bitte füllen Sie das Captcha aus : *

Reload Image

Die von Ihnen hier erhobenen Daten werden von der domainfactory GmbH zur Veröffentlichung Ihres Beitrags in diesem Blog verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link: www.df.eu/datenschutz


  • Andreas Kremser
    Andreas Kremser - 30. Juli 2012 um 09:57 Uhr

    Auch wenn es alle Computerfreaks nicht gerne lesen werden, es gibt jeweils einen typographischen Unterschied zwischen Minuszeichen, Binde- und Gedankenstrich. Insofern hat der Anrufer – zumindest theoretisch – nicht ganz unrecht.

  • Florian
    Florian - 30. Juli 2012 um 10:13 Uhr

    Ohne Worte. Oder ist schon wieder der 1. April? Vom Wetter her könnte es ja passen.

  • Alexander
    Alexander - 30. Juli 2012 um 10:38 Uhr

    @Andreas:
    Welche Taste auf der Tastatur ist dann jeweils für das Minuszeichen, für den Bindestrich und für den Gedankenstrich?

  • Andreas Kremser
    Andreas Kremser - 30. Juli 2012 um 11:11 Uhr

    @Alexander: ich weiß, daß die Computertastatur hier keine unterschiedlichen Zeichen kodiert (sie sind aber alle in vollständigen Unicode-Zeichensätzen enthalten). Typische Office-Programme sind daher meist in der Lage die jeweils korrekten Zeichen in einem Text einzusetzen.
    Ich wollte eigentlich darauf hinweisen, daß 3 Finger auf einen selbst zurück zeigen, wenn man mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigt. Das Fachwissen, daß Computer diesen Unterschied ignorieren, sollte eben nicht als allgemein bekannt vorausgesetzt werden.

  • Mario
    Mario - 30. Juli 2012 um 11:41 Uhr

    Also auf dem Mac sind viele Striche kein Problem:

    * Bindestrich (Viertelgeviertstrich) → [-] = –
    * Gedankenstrich (Halbgeviertstrich) → [Alt]+[-] = –
    * Geviertstrich → [Shift]+[Alt]+[-] = —

    Das echte Minuszeichen geht soweit ich weiß nicht direkt über eine Tastenkombi.

    Auf jeden Fall hat Andreas Recht, dass es da viele unterschiedliche Stricharten gibt und die werden leider viel zu oft falsch angewendet.

  • Alexander
    Alexander - 30. Juli 2012 um 15:28 Uhr

    @Mario:
    Auf jeden Fall hat Andreas Recht, dass es da viele unterschiedliche Stricharten gibt und die werden leider viel zu oft falsch angewendet.

    Wieso leider? Es ist doch weder für die Lesbarkeit noch für das Verständnis eines Textes nicht einmal annähernd wichtig, ob man einen Bindestrich, einen Gedankenstrich, einen Geviertstrich oder ein Minus verwendet.

  • Fryd
    Fryd - 30. Juli 2012 um 15:39 Uhr

    @Alexander: Es ist eine Frage der Kultur und der Ästhetik. Man kann auch aus Rotweingläsern Weißwein trinken.

  • Alexander
    Alexander - 30. Juli 2012 um 17:07 Uhr

    @Fryd:
    Man kann auch aus Rotweingläsern Weißwein trinken
    Kann man. Dass man einen Bordeaux nicht aus einem Champagnerglas trinkt, hat allerdings nichts mit Kultur oder Ästhetik zu tun, sondern, mit dem sich je nach Glas verändernden Geschmack.
    Bei der Verwendung eines „falschen“ Striches ändert sich dagegen am Satz nichts.

  • Nils Dornblut
    Nils Dornblut - 30. Juli 2012 um 18:08 Uhr

    Man kann da sicher geteilte Meinungen zu haben, aber ich finde es schon wichtig, dass man da hin und wieder Unterschiede macht. Ein Gedankenstriche kennzeichnet einen Einschub und ein Bindestrich steht beispielsweise am Ende eines Wortes, um einen fehlendes Bestandteil eines Wortes anzudeuten. Dieser wird in einem der nächsten Worte nachgelieferten. Wenn man gute Texte ließt, ist das so auf den ersten Blick erkennbar und macht in meinen Augen dann schon Sinn.

  • U. Klauer
    U. Klauer - 31. Juli 2012 um 01:32 Uhr

    man kan auch auf gros und klein schreibung scharfes s kenzeichnung von vokal längen usw verzichten

    Besser lesbar wird es dadurch sicher nicht. Entsprechend hilft auch der richtige Strich dabei, den Sinn schneller zu erfassen.

  • Enigma
    Enigma - 31. Juli 2012 um 07:08 Uhr

    @Andreas Kremser: Auch wenn es alle Computerfreaks nicht gerne lesen werden, es gibt jeweils einen typographischen Unterschied zwischen Minuszeichen, Binde- und Gedankenstrich. Insofern hat der Anrufer – zumindest theoretisch – nicht ganz unrecht.

    Das ist ja richtig, nur handelt es sich in Domainnamen letztlich ja gerade um einen Bindestrich und nicht um ein Minuszeichen – „minus“ sagt man nur, weil’s kürzer ist…

  • Andreas Kremser
    Andreas Kremser - 31. Juli 2012 um 09:33 Uhr

    @Enigma Du hast recht. Ich hab‘ mich eh schon immer gefragt wie man wohl t minus online ausrechnet 🙂

  • Carlin
    Carlin - 31. Juli 2012 um 11:40 Uhr

    Deshalb sage ich auch lieber ‚T Strich Online‘ statt ‚T Minus Online‘, zum einen lässt ‚Strich‘ sehr offen, um welchen Strich es sich dabei genau handelt, zum anderen finde ich das Wort Minus unterbewusst negativ belegt, und zumindest wenn es um mich geht, soll in meinem Domainnamen eben ein (neutraler) Strich und kein (negatives) Minus sein.

  • Mario
    Mario - 31. Juli 2012 um 11:45 Uhr

    @Alexander: Dich mag Typografie nicht interessieren und vermutlich sind für dich Hochkommas als „Anführungszeichen“ auch ok. Nur sieht das eben nicht jeder so und die unterschiedlichen Strichlängen haben sehr wohl ihre Berechtigung. Die Unterschiede fallen zwar je nach verwendeter Schriftart verschieden stark aus aber grundsätzlich ist es für die Lesbarkeit von Texten wichtig, die richtigen typografischen Zeichen zu verwenden.

  • Andreas
    Andreas - 31. Juli 2012 um 12:07 Uhr

    Die gleiche Antwort hatte ich auch schon mal bekommen. Von einem Informatiker-Azubi… Und der meinte das ernst.

    Ähnliche Geschichte:
    Support: Drücken Sie mal F5 auf Ihrer Tastatur.
    Anrufer: Wie? Nacheinander?

  • Rene
    Rene - 31. Juli 2012 um 14:46 Uhr

    Einfach nur cool solche Dialoge. Man sollte aber bedenken, dass nicht jeder unter uns ein IT-Profi ist.

  • gute Tat
    gute Tat - 31. Juli 2012 um 14:54 Uhr

    Wirklich gut 😀

  • Schiffblogger
    Schiffblogger - 31. Juli 2012 um 14:56 Uhr

    Willkommen im Sommerloch. 😉 MIr ist das völlig wumme ob Minus, Gedankenstrich oder Strassenstrich 😉

  • Nina
    Nina - 31. Juli 2012 um 15:26 Uhr

    Gibt ja auch immer noch die Leute, die dir am Telefon eine Webadresse ansagen: ab minus in minus den minus ….

  • Agnes
    Agnes - 31. Juli 2012 um 15:28 Uhr

    kann da auch einen zum Besten geben

    Support: „Welches Betriebssystem haben Sie?“
    Anrufer: „den Internet Explorer“

    Davon ganz abgesehen, ist es ja wirklich so, das nicht jeder Mensch Ahnung hat von PC und deren Handhabung, oftmals nichtmal die Leute die damit arbeiten 😉

  • Stefan
    Stefan - 31. Juli 2012 um 15:58 Uhr

    Dazu fällt einen nix mehr ein.

  • Oliver
    Oliver - 31. Juli 2012 um 16:34 Uhr

    Wenn Ihr richtig Glück habt, liest der Kunde hier mit. Dann war das mal euer Kunde.

  • Marcel
    Marcel - 31. Juli 2012 um 17:48 Uhr

    @Oliver: Da stimme ich dir absolut zu! Als Kunde käme ich mir da mehr als verkohlt vor. Auch ohne Namensnennung.
    Das sind lustige Internas einer Firma, aber solche Dinge trägt man nicht zur Belustigung auf Kosten des Kunden nach außen.

  • Andreas
    Andreas - 31. Juli 2012 um 20:27 Uhr

    Da hat wohl wer bei ibash gepetzt 😉

    http://ibash.de/zitat_55573.html

    (Nein, ich wars nicht!)

  • Arne
    Arne - 31. Juli 2012 um 21:05 Uhr

    Liebe Frau Marburg,

    hin und wieder schaue ich als DomainFactory Kunde auch mal hier im Blog vorbei. Teilweise sind hier Einträge von Ihnen, bei denen ich nur mit dem Kopf schütteln muss. Es ist nicht nett, geschweige denn seriös, wenn Sie sich als Geschäftsführerin von DF öffentlich über Ihre zahlenden Kunden lustig machen.

    Finden Sie so etwas in Ordnung?
    Ich muss mir gerade vorstellen, mir wäre aus welchen Gründen auch immer (Verzweiflung, Unkenntnis von Computern, usw.) dieser Fehler passiert? Klar ist so ewas amüsant, aber es gleich der ganzen Welt im Firmenblog zu kommunizieren, finde ich auf gut Deutsch gesagt unter aller Sau.

    Ich möchte Ihnen oder Ihren Mitarbeitern keineswegs zu nahe treten oder persönlich angreifen, kann auch verstehen dass Sie so etwas keinem Vorenthalten möchten, aber dann doch etwas diskreter.

    Ich freue mich auf Ihr Feedback zu meiner Meinung.

    Freundliche Grüße
    Arne

  • Sara
    Sara - 1. August 2012 um 12:15 Uhr

    Lieber Arne,

    vielen Dank für Ihre offenen Worte. Die Rückmeldung von Kunden und Lesern ist mir sehr wichtig, damit wir die richtige Mischung aus kleinen Alltagsgeschichten, Belanglosigkeiten, Produktinformationen und „Internas“ hinbekommen. Der vorliegende Fall ist – nicht nur – Ihnen offensichtlich unangenehm aufgefallen und es freut mich, dass Sie dies nicht einfach mit einem Kopfschütteln quittiert haben, sondern hier offen Ihre Meinung vertreten.

    Erst dadurch ist mir bewusst geworden, dass dieser Blogeintrag völlig anders angekommen ist, als er – auch intern! – gedacht war. Denn keinesfalls haben wir uns – weder in diesem noch in einem anderen Fall – über Kunden „lustig“ gemacht oder uns darüber im negativen Sinne amüsiert.

    Ganz im Gegenteil: Wir verstehen es sehr gut, wenn beispielsweise wenig versierte Nutzer mit für erfahrene Anwender „selbstverständlichen“ Dingen nicht zurecht kommen und helfen daher stets gerne und freundlich weiter. Denn es gibt keine dumme Fragen, sondern nur dumme Antworten. Schließlich ist jeder schon einmal in irgendeinem Gebiet ein „Neuling“ gewesen oder kennt sich bei für anderen selbstverständlichen Themen nicht gut aus. Mit Überheblichkeit oder Abfälligkeit zu reagieren, wäre daher völlig unangebracht.

    Die Veröffentlichung dieses Sachverhaltes hier stellt daher auch nicht mehr als eine kleine, nette Anekdote dar, wie sie auch z.B. in den oftmals zum schmunzeln anregenden Leserzuschriften einer Zeitschrift wie „Readers Digest“ hätte stehen können. Man erkennt sich dabei mitunter auch selbst aus z.B. früheren Erfahrungen oder anderen Situationen wieder, weil man ähnliches erlebt hat. Und es wird deutlich, wie unterschiedlich der Blickwinkel je nach eigener Erfahrung eben sein kann: Für den erfahrenen Nutzer sind beide Tasten das Gleiche, für den weniger versierten Nutzer handelt es sich eben einmal um ein Minus und einmal um einen Bindestrich.

    Zumindest für mich gesprochen weckt die hier veröffentlichte Situation jedenfalls kein negatives Empfinden wie Schadenfreude oder Häme. Vielmehr finde ich die Aussage sympathisch und menschlich. Wenn ich mit der Veröffentlichung ohne erklärende Worte Ihre Gefühle oder die anderer Leser verletzt und einen falschen (weil negativen) Eindruck hinterlassen habe, tut es mir leid. Dies war nicht meine Intention, weshalb ich den Beitrag auch um klärende Worte ergänzt habe, damit besser deutlich wird, worum es geht.

    Die hier geäußerte Kritik nehme ich mir darüber hinaus natürlich zu Herzen und werde in Zukunft weiterhin versuchen, solche Situationen von vorne herein durch entsprechend klarstellende Worte zu vermeiden.

    Freundliche Grüße aus Ismaning

    Sara Marburg

  • Karsten Sauer
    Karsten Sauer - 2. August 2012 um 19:19 Uhr

    Die Frage, wie das ‚-‚ beim verbalen Vermitteln bezeichnet wird finde ich ja auch immer spannend. Minus – das sind halt zwei Silben, aber eben naturwissenschafstgemäß negativ belastet.

    Bindestrich – das ist einfach eine ganze Silbe mehr, die z. B. im Radio ggf. Mehrkosten verursacht, bezeichnet die Sache aber wertneutral. DIE Lösung gibt es dafür wohl nicht.