Fantasiename

Bei einer nennenswerten Anzahl unserer gewerblichen Kunden handelt es sich um ein kleines Gewerbe betreibende Einzelpersonen oder aus mehreren Einzelpersonen bestehenden Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR). In solchen Fällen entspricht die Firma dem Kundennamen [z.B. „Max Muster“* bzw. im Falle einer GbR z.B. „Muster und Schulz GbR“*] — und nicht irgend einer selbst erfundenen Firmierung.

Leider kommt es aber immer wieder vor, dass durch Kunden eine reine „Fantasiebezeichnung“ (z.B. Musterwerbeagentur“*) anstatt des eigentlichen und richtigen Firmennames (z.B. „Max Mustermann Werbeagentur“*) angegeben wird, was aufgrund der dann auf diesen Fantasienamen registrierten Domainnamen unangenehme Konsequenzen haben kann.  Die möglichen Folgen im Worst-Case-Fall sind weitreichend und können bis hin zum Verlust einer solchen auf eine nicht-existente Firma registrierte Domain gehen. Dies kommt zwar selten vor, ist aber auch nicht auszuschließen.

Um unsere Kunden noch direkter auf diese Problematik hinzuweisen, haben wir – ergänzend zu den vertraglichen Regelungen – nun eine neue Information in unser Bestellsystem integriert und machen damit hoffentlich deutlich: Wer nicht über eine ins Handelsregister eingetragene Firmierung verfügt, tut gut daran, als Firmennamen seinen Vor- und Zunamen bzw. im Falle einer GbR die Nachnamen der Gesellschafter in Verbindung mit dem Zusatz „GbR“ zu verwenden. Das erspart Ärger und sichert die eigenen Rechte im Streitfall. Die zusätzliche (!) Aufnahme der „Fantasiebezeichnung“ ist hingegen in der Regel (und sofern noch Platz ist) unschädlich.

*) Alle Namen sind rein beispielhaft gewählt. Eventuelle Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder Firmen sind nicht beabsichtigt und reiner Zufall.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

30 Kommentare

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  • U. Klauer
    U. Klauer - 7. September 2010 um 13:03 Uhr

    Darf man inzwischen das Kaufmannsund (&) in GbR-Bezeichnungen verwenden? Da gab’s mal eine Gerichtsentscheidung, wonach das (unzulässigerweise) eine Kaufmannsstellung suggeriere …

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 13:14 Uhr

    Gute Frage :). Im Alltag kommt dies durchaus häufig(er) bei uns Vor. Im Text wurde das „&“ jedoch vorsorglich durch ein „und“ ersetzt.

  • Ben
    Ben - 7. September 2010 um 13:32 Uhr

    Wusste ich gar nicht. Also sollte ich auch mein Handle dementsprechend abändern?

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 14:06 Uhr

    @Ben: Das wäre tatsächlich sinnvoll, so fern es die bei uns hinterlegte, von Ihnen angegebene Bezeichnung „p…….“ nicht gibt :-). Natürlich können Sie alternativ auch selbst die Handles für die Domains ändern und entsprechende neue, richtige Einträge hinterlegen. Die bei uns vermerkte Bezeichnung ist dann für Domains mit von Ihnen abweichend vergebenen Handles kein Problem mehr.

  • Ben
    Ben - 7. September 2010 um 14:31 Uhr

    Ist es denn möglich, bei der DENIC sowohl einen Firmennamen/Wunschnamen als auch einen Namen einer Person anzugeben? Dann sollte es doch gar keine Verwechslung geben. Selbst wenn es „p…….“ nicht gibt, und es nur eine Bezeichnung ist, gibt es an der selben Adresse immer noch mich als Person.

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 14:44 Uhr

    Ben: Die DENIC kennt Personen- und Organisationshandle (sowie Rollenhandles, die hier keine Rolle 😉 spielen). Ob wir für die Domainregistrierung ein Personen- oder Organisationshandle nutzen, hängt davon ab, ob bei uns ein Firmenname hinterlegt ist oder nicht.

    Dies gilt sowohl für die Stammdaten als auch bei selbst erstellten Handles und abweichend von unseren Stammdaten angegebenen Inhaberdaten.

    Es macht also keinen Sinn, als Firmenname eine reine Fantasiebezeichnung anzugeben, zumal wenn z.B. überhaupt kein Gewerbe vorhanden sein sollten. Das Feld heißt ja auch aus gutem Grund „Firma…“ und nicht „Optionale freie Fantasiebezeichnung“ ;-).

    Machbar ist natürlich eine Kombination aus Vorname, Nachname und Fantasiename wie

    domainfactory Inh. Max Muster

    (wenn domainfactory keine GmbH wäre)

    Die Nutzung von Fantasienamen stellt übrigens auch ein Verstoß gegen unsere AGB und z.B. die DENIC-Bedingungen dar, da natürlich sowohl wir unseren Vertragspartner ebenso eindeutig „kennen“ müssen wie die DENIC wissen muss, für wen eine Domain eben wirklich registriert wird.

    Ein Darth Vader, um mal ein Beispiel zu nehmen, als fiktiver Inhaber wäre daher sehr ungünstig, da er nicht verkehrsfähig ist und z.B. die DENIC bei Beschwerden die Domain im schlimmsten Fall sogar löschen müsste.

    Hierbei ist auch als Hintergrund zu beachten, dass z.B. immer wieder missbräuchliche Domainanmeldungen vorgenommen werden und die Thematik „richtige Personen-/Firmendaten“ im Geschäftsverkehr eine nicht unerhebliche Rolle spielt.

  • Ben
    Ben - 7. September 2010 um 15:02 Uhr

    Danke für die ausführliche Antwort. Selbstverständlich ging ich in diesem Fall von jemandem aus, der freiberuflich oder mit angemeldetem Gewerbe tätig ist. Ein Kunde von mir betreibt eine Physiotherapie-Praxis und die Geschäftsbezeichnung trägt ebenfalls nicht den Namen (eine Zeile darunter).

    So lasse ich das auch normalerweise Firmen, bei denen ich Leistungen beziehe, auf die Rechnung schreiben. In der ersten Zeile die „Fantasiebezeichnung“ und in der zweiten Zeile meinen Vor- und Zunamen.

    Bei der DENIC ist als Domaininhaber nur der Fantasiename zu finden, was wohl aber am verwendeten Handle liegt. Auch hier hätte ich gerne die selbe Anzeige wie beim Admin-C, wo sowohl Geschäftsbezeichnung als auch vollständiger Name angezeigt werden.

    Ist diese Kombination – nur eben nicht „in einer Zeile“ – auch ein Verstoß gegen eure AGB und die DENIC-Bedingungen? Immerhin weiß jeder, mit wem er es zu tun hat 🙂

    Liebe Grüße
    Ben

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 15:09 Uhr

    Ben: Wir selbst sehen die Sachlage nicht so eng und drehen da auch keinem Kunden „einen Strick draus“. Wer sich jedoch als Firma anmeldet bzw. bei einem selbst erstellten Handle einen Firmennamen angibt, der registriert in Folge davon die jeweilige Domain auch auf exakt diesen Firmennamen, da wir eben natürlich ein ORG-Handle verwenden.

    Die Lösung kann dabei die Angabe der Bezeichnung plus Name sein, z.B. also „domainfactory Inh. Max Muster“. Es erscheint dann auch genau diese Zeichenfolge im Whois.

    Grundsätzlich ist es im Zweifel (weil nicht genügend Platz im Firmenfeld ist für alles) aus rechtlicher Sicht besser, wenn lieber nur der „echte“ Name anstatt nur der Fantasiebezeichnung erscheint. Alles Andere ist formell eben nicht richtig und *kann* unter Umständen zu Problemen führen, wenn eben mal genau bei Ihrem Domainnamen darüber stolpert und sich daran stört.

  • Anselm
    Anselm - 7. September 2010 um 15:18 Uhr

    Wie müsste man denn solche Namen abändern in bestehenden Verträgen? Das PDF Formular für Stammdatenänderung bietet keine Option dafür, online geht es sowieso nicht?

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 15:28 Uhr

    @Anselm: Wenn ein Kunde das korrigieren will, ist unser Formular „Stanndaten-Änderung“ http://www.df.eu/fileadmin/media/doc/df_stammdaten.pdf der beste Weg. Dort dann die Option „Wir firmieren unter einem neuen Firmennamen…“ mit handschriftlicher Anmerkung

    „Korrektur bisher eingetragener Fantasiefirmenbezeichnung“

    unterhalb von „Rechtsform“ (und somit neben „Bitte als Nachweis beifügen“) auswählen.

    Wichtig: Dies gilt nur dann, wenn sich der „Fantasiename“ in eine Kombination aus dem bisherigen Fantasienamen und den Personendaten ändert oder der Fantasiename in die bisherigen Personendaten ändert. Sofern sich offensichtlich der reale Vertragspartner ändert und in Richtung Abtretung geht, sollten auch das für die Abtretung geeignete Formular genutzt.

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 15:33 Uhr

    …werden. 😉

  • Anselm
    Anselm - 7. September 2010 um 15:34 Uhr

    Danke, dass es nur wie im beschriebenen Fall geht, ist klar. Es ist nur gut zu wissen, wie es im Zweifelsfalle gehen würde. Daher vielen Dank!

  • Sara
    Sara - 7. September 2010 um 16:00 Uhr

    Nachtrag:

    Alternativ zum o.g. Formular geht in diesen Fällen natürlich auch ein One.Done! Eilticket über das Kundenmenü (an die Vertragsbearbeitung). Das spart Papierkram :-).

  • Rainer.D
    Rainer.D - 7. September 2010 um 16:51 Uhr

    Das Problem was hier auch eine Rolle spielt ist die unterschiedliche Verwendung des Begriffs „Firma“. (Umgangssprachlich bzw. rechtlich korrekt).

    Rechtlich korrekte Verwendung: Nur ein im Handelsregister eingetragenes Unternehmen hat eine Firma. Einzelunternehmen ohne HR-Eintrag, GbR, etc. haben keine Firma! Genau genommen dürfen die in das Feld „Firma“ nichts hinein schreiben. Sie müssten das Feld „Geschäftsbezeichnung“ verwenden, was es aber meistens nicht gibt.

    Umgangssprachlich: Hier wird gerne jedes Unternehmen als „Firma“ bezeichnet, egal ob eine Firma (und somit ein HR-Eintrag) vorhanden ist oder nicht. Im täglichen Sprachgebrauch geht das in Ordnung, allerdings sollte bei Vertraglichen Dingen niemals „Firma“ verwendet werden, wenn es keine gibt. Das Problem ist, das viele die Unterscheidung überhaupt nicht kennen. Man findet auch bei Einzelunternehmen ohne HR-EIntrag in den AGB, in Verträgen daher immer mal wieder „die Firma“, obwohl nicht vorhanden.

    So ganz schlau werde werde ich hier nicht. Wie hätte es DF denn gerne? „Firma“ im Sinne der Umgangssprache oder die rechtlich korrekte Verwendung von „Firma“?

    Grüße
    Rainer

  • Rainer.D
    Rainer.D - 7. September 2010 um 16:54 Uhr

    PS: GbR mit HR-Eintrag gibt es nicht.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 7. September 2010 um 17:29 Uhr

    Ich habe mir die Stammdatenerfassung mal im Detail angesehen. Würde ich an sich größtenteils anders machen. Der Text ist so auch nicht korrekt. Eine Geschäftsbezeichnung (Phantasiename) hat keinen Inhaber, da es nur ein beschreibender Zusatz ist. Eine Firma (im rechtlichen Sinne) hat hingegen einen Inhaber. Müsste alles neu …

  • Fantasiename
    Fantasiename - 7. September 2010 um 19:14 Uhr

    Das BMWi sagt eindeutig, daß z.B. Freiberufler auch einen Phantasienamen wählen können, soweit im Geschäftsverkehr deutlich wird, mit wem man es zu tun hat (Steuernummer, Name, Adresse). Diese haben weder eine Firma noch sind sie „Inhaber“ von irgendetwas.
    http://www.existenzgruender.de/expertenforum/recht/antwort.php?frage=9261&archiv=148&rubrik=9

  • Rainer.D
    Rainer.D - 7. September 2010 um 19:37 Uhr

    @Fantasiename: Genau. Und mit einem Fantasienamen oder einer Geschäftsbezeichnung gibt es nicht nur keinen Inhaber, es gibt auch keinen Geschäftsführer (wird auch gerne falsch verwendet). Bei den DF Stammdaten gibt es das Problem das Felder fehlen. Es existiert nur das universell verwendete Feld „Firma“, was es damit auf sich hat wird dann aber eher umgangssprachlich beschrieben. Wenn man die Daten korrekt erfassen will sind weitere Felder erforderlich, so das dann die Geschäftsbezeichnung z.B. in ein Feld „Namens-Zusatz“ hinein kommt und in Firma kommt nur ein Eintrag wenn es auch eine Firma gibt. Etwas kniffelig ist es dann den Leuten die „Firma“ nur umgangssprachlich kennen das zu erklären. Eine optimale Lösung wird es nicht geben.

  • metriewe
    metriewe - 7. September 2010 um 22:28 Uhr

    Huch, das das so viele nicht wissen ….
    Darf eigentlich nur ne GmbH machen, nen Phantasienamen angeben. Zumindest bei so Sachen wie DENIC oder Konto oder so.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 8. September 2010 um 00:19 Uhr

    @metriewe: Eine GmbH hat eine Firma, da sie im Handelsregister steht. Einen Phantasienamen (aber auch keinen beliebigen, da gibt es auch gewisse Regeln) als Firma darf aber jedes Unternehmen nutzen, welches im Handelsregister eingetragen ist, das ist nicht nur die GmbH. Hierzu zählt z.b. auch der eingetragene Kaufmann/Frau (e.K.) oder die OHG, die UG Haftungsbeschränkt, die AG, usw.

  • Enigma
    Enigma - 8. September 2010 um 01:00 Uhr

    > Die zusätzliche (!) Aufnahme der
    > “Fantasiebezeichnung” ist hingegen
    > in der Regel (und sofern noch Platz ist)
    > unschädlich.

    Apropos „sofern noch Platz ist“: Wie lang darf der „Firmenname“ eigentlich sein? Gibt es bei den diversen Registrierungsstellen bzgl. der Länge von Einträgen (Firma, Name, Adresse etc.) Einschränkungen? Und wie sieht es bei dF aus? Gibt es hier Längenbeschränkungen?

    Wenn jetzt alle anfangen, ihren vollen Namen zusätzlich zur Geschäftsbezeichnung in das Firmenfeld aufzunehmen, und es hinterher haufenweise verstümmelte Einträge gibt, dürfte das wohl nicht im Sinne des Erfinders sein… 😉

  • Rainer.D
    Rainer.D - 8. September 2010 um 05:27 Uhr

    Nochmal zum Verständnis den Text kommentiert:

    Domains werden auf den hier angegebenen Firmennamen (Korrekt wäre: Auf die hier angegebene Firma. Firmenname ist doppelt, genauso wie LCD-Display) registriert, ein nicht korrekter Eintrag an dieser Stelle kann zum Verlust von Domains führen. Bitte achten Sie daher unbedingt darauf, ausschließlich tatsächlich existierende Firmennamen (Firma! s.o.) zu hinterlegen. Bei nicht eingetragenen Einzelunternehmen (Viele Kunden werden nicht wissen was „eingetragen“ bedeutet) ist neben dem Fantasienamen unbedingt der Inhaber des Unternehmens mit anzugeben (Falsch. Fantasiename = Geschäftsbezeichnung ohne HR-Eintrag hat keinen Inhaber. Hier geht nur: Vorname Nachname. Die Geschäftsbezeichnung ist bei Verträgen irrelevant, sie kann aber rein informativ mitgeführt werden. Das aufgeführte Beispiel „Muster Werbeagentur, Inh. Max Mustermann“ ist äußerst problematisch, ich rate dringend von solchen Konstruktionen ab. Viel besser: Max Muster – Werbeagentur).

    Grüße
    Rainer

  • Sara
    Sara - 8. September 2010 um 08:06 Uhr

    Guten Morgen,

    da habe ich ja was los getreten :-).

    >Das Problem was hier auch eine Rolle spielt ist die
    >unterschiedliche Verwendung des Begriffs “Firma”.
    >(Umgangssprachlich bzw. rechtlich korrekt).

    Das ist richtig und gerne nehme ich Ihre Anregung auf und lasse den Text im Bestellsystem nochmals konkretisieren, um gerade bei diesem wichtigen Thema das Risiko von „Verwirrungen“ zu minimieren.

    >Sie müssten das Feld “Geschäftsbezeichnung” verwenden,
    >was es aber meistens nicht gibt.

    Diese Formulierung ist tatsächlich unüblich in der Praxis und würde mit Sicherheit eine Menge Rückfragen im Rahmen von Neubestellungen produzieren. Eben einfach, weil es aus dem Rahmen des sonst gewohnten herausfällt („huch was meinen denn die?“ – „warum schreiben die nicht einfach wie alle anderen auch ‚Firmenname‘???“).

    >PS: GbR mit HR-Eintrag gibt es nicht.

    Da bin ich ganz bei Ihnen. War aus dem Beitrag etwas anderes für Sie herauszulesen oder handelt es sich um einen allgemeinen Hinweis?

    >Das BMWi sagt eindeutig, daß z.B. Freiberufler auch einen
    >Phantasienamen wählen können, soweit im Geschäftsverkehr
    >deutlich wird, mit wem man es zu tun hat (Steuernummer,
    >Name, Adresse). Diese haben weder eine Firma noch sind sie
    >“Inhaber” von irgendetwas.

    Der Blogeintrag basiert auf der entsprechenden Praxiserfahrung. Und nach dieser können wir eben keinem Kunden raten, einen Phantasienamen als „Geschäftsbezeichnung“ zu nutzen. Denn z.B. die DENIC registriert dann die Domains des Kunden eben mittels eines ORG-Handles auf diesen Fantasienamen und genau das hat bereits zu Problemen für Kunden geführt.

    >Hierzu zählt z.b. auch der eingetragene Kaufmann/Frau (e.K.)
    >oder die OHG, die UG Haftungsbeschränkt, die AG, usw.

    Sowohl der e.K, als auch die OHG und die „UG Haftungsbeschränkt“ sind – ebenso wie eine AG, GmbH, usw. – im Handelsregister eingetragen. Der Beitrag bezog sich jedoch auf Fantasienamen, die eben nicht im Handelsregister eingetragen sind (wie eben die Fantasiebezeichnung „Paaaaaaaartyyyy…and more!“ die sich der Einzelunternehmer Max Muster überlegt hat, um seinem Partyservice einem Namen zu geben…).

    >Apropos “sofern noch Platz ist”: Wie lang darf der
    >“Firmenname” eigentlich sein? Gibt es bei den diversen
    >Registrierungsstellen bzgl. der Länge von Einträgen (Firma,
    >Name, Adresse etc.) Einschränkungen?

    Es sind maximal 200 Zeichen erlaubt. Ich verifiziere gerne nochmals bei der Technik, ob dies mit den zulässigen Maximallängen bei allen TLDs übereinstimmt (wovon ich jedoch ausgehe).

    Viele Grüße

    Sara

  • Fantasiename
    Fantasiename - 8. September 2010 um 22:52 Uhr

    Ich habe das mal bei meinem Who-Is-Eintrag überprüft. Tatsächlich wird unter Domaininhaber nur der Phantasiename und die Adresse angezeigt, bei Admin-C aber mein Name, „Organisation“=Phantasiename und Adresse. Vielleicht können Sie nochmal genauer erläutern, welche Probleme daraus genau entstehen können und bei welcher Gelegenheit. Die „Firma“ ist ja nicht fiktiv, sondern die gibt es tatsächlich. Meinen Namen habe ich ja auch angegeben, wenn nun Denic den nicht anzeigt, sollte das nicht mein Problem sein, oder?

  • Jochen Kubik
    Jochen Kubik - 9. September 2010 um 09:42 Uhr

    Da war er wieder, der Worst-Case-Fall 😉
    Grüße aus Ludwigsburg

    Jochen Kubik

  • Sara
    Sara - 9. September 2010 um 09:49 Uhr

    ;-). Das ist halt üblicher Sprachgebrauch, so wie z.B. auch LCD-Display. Im Prinzip haben Sie aber natürlich Recht.

    @Fantasiename: Der Domaininhaber ist an der Domain materiell berechtigter, der Admin-C ist nur der Ansprechpartner. Wenn also jemand einwenden sollte, der Domaininhaber von xyz.tld sei nicht existent, hilft ein gültiger Admin-C (= Ansprechpartner) nur bedingt.

  • Fantasiename
    Fantasiename - 9. September 2010 um 14:38 Uhr

    Nun, der Domaininhaber ist aber existent. Ein Brief mit „Fantasiename, Straße, Ort“ käme in meinem Fall problemlos an. Wem gegenüber könnte man denn einwenden, der Inhaber sei nicht existent und wie würde dies dann geprüft?

  • metriewe
    metriewe - 9. September 2010 um 18:27 Uhr

    Hui, hier geht ja die Post ab. Und das alles wegen dem Eintrag bei der DENIC … *naja* Ich mach mir da kein Kopf und lass trotzt GmbH einfach meinen Realname da stehen. Jetzt erst mal ein Bierchen, dann sehen wir weiter … 😀

  • Rainer.D
    Rainer.D - 10. September 2010 um 05:04 Uhr

    @Fantasiename: Bei einer „ladungsfähigen Anschrift“ geht es weniger darum ob ein Brief den Weg in den Kasten findet (ist ja auch Ermessensspielraum des Briefträgers), vielmehr ist die Frage ob die Rechtspartei tatsächlich dort anzutreffen ist. Wenn aber „Fantasiename“ überhaupt keine Rechtspartei ist, sondern nur eine Seifenblase, dann platzt diese wenn es ans Eingemachte geht, egal ob Briefe ankommen oder nicht … 🙂

  • Rainer.D
    Rainer.D - 10. September 2010 um 06:18 Uhr

    @Sara

    >>Sie müssten das Feld “Geschäftsbezeichnung” verwenden,
    >>was es aber meistens nicht gibt.

    >Diese Formulierung ist tatsächlich unüblich in der Praxis und würde mit Sicherheit eine Menge Rückfragen im Rahmen von Neubestellungen produzieren. Eben einfach, weil es aus dem Rahmen des sonst gewohnten herausfällt (“huch was meinen denn die?” – “warum schreiben die nicht einfach wie alle anderen auch ‘Firmenname’???”).

    Man könnte mit zusätzlichen DB-Feldern die Kunden schon zwingen die Angaben „etwas richtiger“ anzugeben. Ich weiß aber wie problematisch es ist in einer komplexen bestehenden Struktur zusätzliche Felder in die Stammdaten einzufügen. „Firma“ nimmt derweil die Funktion der eierlegenden Wollmilchsau ein. Verschärft wird das Problem dadurch das die Kunden die Handles auch selber festlegen können. IMHO ist das so alles überhaupt nicht lösbar. Man kann sich bei der bestehenden Struktur darauf beschränken die Kunden möglichst gut zu informieren, was aber vom Umfang her an gewisse Grenzen stößt oder müsste einen größeren Umbau in Angriff nehmen …
    Grüße
    Rainer