WordPress-Shop aufbauen (1): Online verkaufen mit WordPress

Der Online-Handel boomt: Mehr als 70 Milliarden Euro werden deutsche Händler Marktforschern zufolge in diesem Jahr online umsetzen; bis 2024 soll das E-Commerce-Volumen auf fast 100 Milliarden Euro steigen. Über 80 Prozent der deutschen Internetnutzer haben 2019 mindestens einen Online-Kauf getätigt. (Quelle: Statista).

Sicherlich trägt zu diesem Wachstum auch die Tatsache bei, dass es heute jedermann sehr leicht möglich ist, seinen eigenen Webshop aufzusetzen. Mit dem populären Content-Management-System WordPress dauert die Ersteinrichtung eines Webshops (natürlich ohne das Einpflegen von Produkten etc.) nur wenige Minuten: Sie installieren ein Plugin Ihrer Wahl, nehmen die nötigen Einstellungen vor, fertig ist der WordPress-Shop. Dieser Beitrag vermittelt Ihnen einen Überblick, welche Möglichkeiten Sie dafür haben und was Sie dabei beachten sollten. 

Für wen eignet sich ein Webshop mit WordPress? 

Wer WordPress bereits einsetzt, für den hat ein WP-Webshop-Plugin einige Vorteile. Ein solcher Shop ist meist preisgünstig oder sogar kostenlos, einfach einzurichten und kann im gleichen Back–end administriert werden, was Synergien mit sich bringt.  Im Netz lesen Sie gelegentlich den Hinweis, dass sich ein WordPress-basierter Shop vor allem für E-Commerce-Einsteiger oder kleinere Shopbetreiber eignen würde, die nur wenige Artikel verkaufen oder mal schnell eine Verkaufsidee ausprobieren wollen. Das ist so nicht richtig: Das populärste E-Commerce-Plugin WooCommerce ist mit einem Anteil von fast 30 Prozent die meistgenutzte E-Commerce-Plattform weltweit (in Bezug auf Installationen; Quelle: Datanyze.com). Mit dem Open-Source-Werkzeug können Shops mit mehreren Tausend Artikeln betrieben werden – dieser WooCommerce-Shop startete 2014 mit 25.000 Artikeln und bietet derzeit schon über 40.000. 

Natürlich finden kleinere Unternehmen in WordPress eine Plattform, mit der sie schnell und ohne große Anfangsinvestition einen funktionierenden Webshop aufbauen können, ohne sich an SaaS-Plattformen wie Shopify zu binden oder sich in komplexe Shopsysteme wie Magento einzuarbeiten. Damit hält sich auch das Risiko von Fehlentscheidungen in Grenzen. Für größere Shops gilt das aber nicht, denn ihre Einrichtung und Pflege kostet in jedem Fall Zeit und Geld. Im Klartext: Zwar können auch Betreiber von Webshops mit vielen Artikeln oder besonderen Anforderungen mit WordPress und WooCommerce glücklich werden. Dennoch sollte jeder, der einen wesentlichen Teil seines Umsatzes online erzielen möchte, die am Markt verfügbaren E-Commerce-Plattformen sorgfältig sondieren, ohne sich auf WordPress-Plugins zu beschränken. und Kompromisse einzugehen, nur weil auch die Unternehmens-Website mit WordPress läuft. Denn die Wahl einer geeigneten Plattform beeinflusst Erfolg oder Misserfolg Ihres Shops. 

Was ist bei der Auswahl eines ShopPlugins für WordPress zu beachten? 

Sie planen erste E-Commerce-Gehversuche mit Ihrer WordPress-Installation? Dann müssen Sie sich zuerst eines oder mehrere geeignete Plugins aussuchen. Achten Sie bei der Auswahl vor allem auf die folgenden Punkte: 

Funktionen: Prüfen Sie im Vorhinein, welche Funktionen Sie über die Standard-Shopelemente wie Artikel- und Kundenverwaltung, Warenkorb, Favoriten etc. hinaus noch benötigen. Wollen Sie zum Beispiel ein bestehendes Buchhaltungs- oder Warenwirtschaftssystem anbinden? Welche Zahlungsweisen soll Ihr Shop unterstützen? Wollen Sie Ihre Produkte parallel auf Online-Marktplätzen anbieten? Welche Sprachen wollen Sie integrieren? Benötigen Sie Marketing-Funktionen bzw. Unterstützung? Welche Import- und Exportfunktionen brauchen Sie? 

Individuelle Anpassungen: Können Sie mit einem System von der Stange leben oder wollen Sie bei Design, Benutzerführung, Lokalisierung etc. besonders flexibel sein? 

Entwicklerressourcen: Verfügen Sie über eigene Ressourcen und Erfahrungen für die Einrichtung, Anpassung und Pflege Ihres Shops, z. B. um Templates anzupassen oder um zahlreiche funktionale Erweiterungen (Add-ons) zu recherchieren, zu integrieren und aktuell zu halten? 

Besonders wichtig: Rechtssicherheit für deutsche Shops 

Deutsche Online-Shopbetreiber müssen vor allem im B2C-Bereich eine ganze Reihe von gesetzlichen Bestimmungen einhalten, wenn sie nicht riskieren wollen, von Wettbewerbern abgemahnt zu werden. Dazu zählen neben dem BGB (AGBs) unter anderem das Telemediengesetz (Impressum!), bei B2C-Shops die EU-Verbraucherrichtlinie (Informationspflichten, Widerrufsbelehrung), die Preisangabenverordnung und natürlich die DSGVO (Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise etc.). Achten Sie also, wenn Sie an deutsche Kunden verkaufen möchten, darauf, dass Ihr gewähltes Webshop-Plugin diese rechtlichen Anforderungen erfüllt. WooCommerce etwa würde im Auslieferungszustand schon für Probleme sorgen – gäbe es da nicht hilfreiche Zusatzlösungen wie das WordPress-Plugin Germanized for WooCommerce oder die WooCommerce-Erweiterung German Market.  

Sie möchten den nächsten Schritt gehen und sich mit dem Thema Webshop für WordPress eingehender beschäftigen? In diesem Beitrag stellen wir Ihnen einige interessante E-Commerce-Plugins vor. 

Bildnachweis: Titelbild von 200 Degrees auf Pixabay

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3 Kommentare

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  • Eygi
    Eygi - 18. April 2020 um 10:33 Uhr

    hi DomainFactory,
    Vielen Dank Für diese wichtigste Artikel. das war sehr interessant. werde ich mir im herz nehmen 🙂

  • Eygi
    Eygi - 18. April 2020 um 10:34 Uhr

    Vielen Dank für die Artikel.

  • Heike Schimandl
    Heike Schimandl - 26. Juli 2020 um 09:38 Uhr

    gibts ein online tutorial incl, Variantionen/Staffelpreise/Montaspreise?