6 Content-Management-Systeme, die nicht jeder kennt

(Update) Content-Management-Systeme (CMS) nehmen Ihnen bei der Erstellung eines Web-Auftritts viel Arbeit ab: Sie benötigen keine Programmierkenntnisse und erreichen mithilfe von Vorlagen schicke Designs. Die Software wird auf dem Server installiert und dient der Verwaltung der Webseiteninhalte. WordPress ist das meistgenutzte Open-Source-CMS und wird von Konzernen und Privatpersonen gleichermaßen eingesetzt. Mehr als ein Drittel der aktiven Webseiten basieren auf WordPress. Es gibt allerdings viele interessante Alternativen mit eigenen Vorteilen. Lernen Sie jetzt einfache CMS für Einsteiger und CMS ohne Datenbank kennen.

Ghost: schnell, quelloffen, simpel & sicher für professionelle Publisher

Abbildung 1: Das minimalistische CMS punktet mit sehr guter Performance.

Das Content-Management-System Ghost basiert auf JavaScript, es überzeugt mit dem intuitiv bedienbaren und minimalistischen Editor. SEO-Features und Accelerates Mobile Pages (AMP) sind bereits integriert. Die Veröffentlichung von Inhalten lässt sich im Voraus planen. Es gibt Meta-Tags für Twitter Cards, Facebook Open Graph und Schema.org. Die Auszeichnungssprache Markdown wird verwendet, bei Bedarf können Sie mit HTML und einem modernen Block-Editor arbeiten. Spätestens seit der Einführung der Version 3 im Oktober 2019 eignet sich das CMS dank der umfangreichen Subscription- und Membership-Funktionen sehr gut für professionelle Publisher. Im Fokus steht die Monetarisierung von Inhalten. Als selbst gehostete Software ist Ghost kostenfrei.

Grav ist ein beliebtes Flat-File-Content-Management-System

Abbildung 2: Grav wurde 2017 und 2019 zum besten Flat-File-CMS gewählt.

Das kostenlose Open-Source-CMS Grav basiert auf PHP, hat eine schicke Benutzeroberfläche und benötigt keine Datenbank. Es ist eines der beliebtesten Systeme aus der Gruppe der Flat-File-CMS, mit dem sich schnell und einfach Websites bauen lassen. Die Template Engine Twig und das Framework Symfony werden verwendet. Grav ist schnell, erweiterbar und Open Source. Das Admin-Plugin macht die Konfiguration und Content-Erstellung übersichtlich. Das Flat-File-Content-Management-System eignet sich gut für kleine Business-Websites, Portfolio-Seiten und Landingpages.

Kirby ist das minimalistischere Flat-File-CMS

Abbildung 3: Kirby zählt zu den Pionieren der Flat-File-CMS.

Das kommerzielle Flat-File-CMS Kirby stammt aus Deutschland, ist dateibasiert und kommt wie Grav ohne Datenbank aus. Es gehört zu den Vorreitern unter den Flat-File-Content-Management-System und wird bereits seit 2009 entwickelt. Kirby 3 steht seit Anfang 2019 zum Download bereit und bringt viele neue Funktionen für Entwickler und Autoren mit. Hauptmerkmal ist die überaus einfache Bedienung. Eine Lizenz kostet 99 Euro pro Website. Sie können eine kostenlose Testversion ausprobieren.

Craft CMS: Das schlanke CMS ist auch für komplexe Websites geeignet

Abbildung 4: Craft CMS nutzen Unternehmen wie Netflix.

Das kommerzielle Craft CMS ist ähnlich kompakt wie Ghost und eine gute Wahl für mittelgroße Unternehmen. Es fußt wie Grav auf PHP. Die Solo-Version für private Websites ist kostenlos. Ein Beitrag wird über das Kontrollzentrum erstellt und bei Bedarf ohne zusätzliche Arbeit auf der Website, in Apple News, Facebook Instant Articles und Google AMP veröffentlicht. Das Interface ist responsive, minimalistisch und aufgeräumt. Der kostenlose Craft CMS-Videokurs bietet einen übersichtlichen Einstieg, mit der Craft Demo verschaffen Sie sich selbst schnell einen ersten Eindruck. Der Fokus liegt auf der Usability für Autoren.

Das Content-Management-System MS Bolt ist ein Traum für Entwickler

Abbildung 5: Das Bolt Content-Management-System – einfach für Editoren und ein Traum für Entwickler.

Das komplett kostenlose Open Source CMS Bolt ist bei Entwicklern beliebt und bietet flexible Verwendungsmöglichkeiten. Es basiert ebenfalls auf PHP, ist schnell eingerichtet und nutzt elegante Templates, die auf Twig basieren. Als CMS-Framework richtet es sich hauptsächlich an Entwickler und Dienstleister. Der Code ist gut dokumentiert. Das responsive Kontrollzentrum lässt sich leicht am PC, Tablet oder Smartphone bedienen. Autoren erstellen Texte mit einem klassischen HTML-Editor oder einem modernen Markdown-Editor. Bolt eignet sich gut für einfache Business-Websites, Multi-Language Websites werden nicht unterstützt.

Sulu: Content-Management-System für Mittelstand & Industrie

Abbildung 6: Sulu lohnt sich vor allem für den Mittelstand und die Industrie.

Das einfacheCMS Sulu basiert auf dem PHP-Framework Symfony und steht seit 2014 als Open-Source-Projekt zum Download bereit. Die österreichischen Entwickler sehen es als CMS für den Mittelstand und die Industrie. Im Enterprise-Bereich ist es eine Alternative zu Drupal und Typo3. Es ermöglicht mit einer Installation die Verwaltung mehrerer Websites und von Multi-Language-Websites. Praktisch ist die Inhaltsvorschau für unterschiedliche Geräte. Sie sehen beim Verfassen von Beiträgen, wie der Inhalt auf dem Desktop-PC und Smartphone dargestellt wird. Mit der Sulu Demo können Sie den Funktionsumfang ausprobieren. Für private Websites ist die Funktionsvielfalt eher zu komplex.

Worauf muss ich bei einem CMS achten?

Die Content-Management-Systeme auf dem Markt zielen auf eine Vielzahl unterschiedlicher Zielgruppen ab. Kostenlose Open-Source-CMS sind für die meisten Anwender die bevorzugte Wahl. Für Unternehmen kann eine kostenpflichtige Lösung mit umfangreicherem Support geeignet sein. Die vorgestellten Beispiele zeigen, dass ein CMS je nach Funktionsumfang besser für minimalistische Anwender und kleine Internetauftritte oder große Webseiten geeignet ist. Faktoren wie die Performance, Skalierbarkeit und Sicherheit sind wichtig.

Bei der Auswahl spielt neben einer einfachen und übersichtlichen Bedienung die Erweiterbarkeit eine wichtige Rolle. Möchten Sie bloggen, eine Unternehmens-Webseite veröffentlichen oder Ihr E-Commerce betreiben? Einige CMS lassen sich mit wenigen Klicks in einen Onlineshop verwandeln, mit anderen ist dies nicht möglich. Zum Beispiel ist das CMS WordPress nach der Installation in erster Linie für Blogger optimiert. Mit kostenlos installierbaren Erweiterungen wie WooCommerce machen Sie aus der Internetseite jedoch schnell einen Onlineshop.

Fazit

Für die Erstellung moderner Websites gibt es eine große Auswahl hilfreicher Content-Management-Systeme. Mit den Marktführern wie WordPress, Joomla! und Typo3 lässt sich fast jedes Projekt umsetzen. Der gewaltige Funktionsumfang macht die Bedienung jedoch teilweise kompliziert und die Einrichtung schwierig. Die vorgestellten Content-Management-Systeme sind beliebte Alternativen mit eigenen Vorteilen. Welches CMS ist Ihr Favorit?

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