Absurde Abmahnung eines angeblichen Wettbewerbers

Ein angeblicher Wettbewerber hat uns abgemahnt. „Angeblich“, weil es sich um eine neu gegründete „Limited“-Gesellschaft aus Großbritannien gehandelt hat, die weder über eine eigene Webseite noch über eine ersichtliche Geschäftstätigkeit verfügt. Grund für die Abmahnung waren absolut branchenübliche und etablierte mengenmäßig nicht fest beschränkte Leistungsmerkmale bei unseren Tarifen.

Da wir der Abmahnung nicht nachgekommen sind, kam es letztendlich zu einem Gerichtsverfahren – welches wir in beiden Instanzen gewonnen haben :-).

Am Ende bleiben uns nun verauslagte Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von deutlich über 5.000 Euro, denen wir jetzt erst einmal hinterherrennen und von der Gegenseite erstatten lassen müssen (was bei einer Limited immer eine etwas unsichere Sache ist). Und das dumpfe Gefühl, dass hier jemand unlauter Kasse machen („Anwaltsgebühren durch Abmahnungen generieren“) oder als Wettbewerber mit der nur über einen Strohmann gegründeten Firma Vorteile erlangen wollte, in dem er unliebsamen Konkurrenten das Leben schwer macht. So oder so haben wir die Pläne hoffentlich nachhaltig vereitelt.

 

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

10 Kommentare

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  • Sepp
    Sepp - 5. April 2011 um 13:57 Uhr

    Immer wieder, das ewige Schreckgespenst im Wettbewerbsrecht – die Abmahnung. Das Deutsche Abmahnwesen treibt leider Stilblüten, wie in keinem anderen Land und keine Regierungskoalition der letzetn 10 Jahre hatte den Mum daran mal was zu ändern :-(.

  • Michael
    Michael - 5. April 2011 um 14:17 Uhr

    Also, davor hab ich schon bammel.
    Reicht schon, wenn man z.B. bei der Gestaltung selbst was vergeigt und dem Kunden Erstatten muss … aber unschuldig (wie das Gerichtsverfahren bewies) reingezogen zu werden und nur bleichen zu dürfen… tsts.

    Gibt es hier keine Regelung, dass wer Klagt auch persönlich in Deutschland haftbar gemacht werden kann (muss)? Ich würde mich gar nicht trauen in ein anderes Land zu klagen, in der Hoffnung ich käme davon.
    Ich sag’s immer wieder gern: Du bist Deutschland…

  • Jürgen
    Jürgen - 5. April 2011 um 14:42 Uhr

    um zu erfahren wie schnell und mit wenig Aufwand (auch finanziell) eine Limited in Großbritannien gegründet werden kann, brauch nur die Suchbegriffe „Limited“ und „Gründung“ in seiner Lieblingssuchmaschine eingeben.

  • Horschäk
    Horschäk - 5. April 2011 um 21:18 Uhr

    Was ist denn eigentlich aus der Abmahnung und Unterlassungsaufforderung von 1&1 (Dez. 2010, „One.Done!“) geworden?

  • Sara
    Sara - 6. April 2011 um 09:58 Uhr

    @Horschäk: Wir haben die Ansprüche damals zurückgewiesen. Die Sache ist insofern noch nicht abgeschlossen. Sobald dies der Fall ist, gibt es natürlich noch einmal ein Update.

  • Sepp
    Sepp - 6. April 2011 um 10:05 Uhr

    @Sara
    Nicht unterkriegen lassen!

  • Holger
    Holger - 6. April 2011 um 10:26 Uhr

    @Sara
    Kann dich auch nur ermutigen weiter zu machen!! Bleib am Ball und zeig es den angeblichen „Großen“ mal!! Ich finde es Klasse wie und was Ihr macht!!

  • Rainer.D
    Rainer.D - 6. April 2011 um 18:11 Uhr

    *g* DF ist selber Groß. 🙂

  • Rainer.D
    Rainer.D - 7. April 2011 um 05:39 Uhr

    Der „Haftungsdurchgriff“ ist bei einer Ltd. übrigens im Gegensatz zur GmbH in sehr vielen Fällen möglich. Das Privatvermögen der Geschäftsführer einer Ltd. ist somit längst nicht so sicher wie diese evtl. glauben. Derweil bleibt der Missbrauch der „Ltd“ für dubiose Geschäfte eine unausrottbare Seuche. Meine Bank (www.EthikBank.de) verkündet nicht ohne Grund: „Wir eröffnen keine neuen
    Konten mehr für Limiteds!“.

  • Holger
    Holger - 7. April 2011 um 08:55 Uhr

    @Rainer
    Ja, sicher! So war das auch nicht gemeint!!