Aus! Aus! Aus!

Nein, noch dreht sich noch nicht alles um das Runde, das ins Eckige muss 😉

„Aus“ ist zunĂ€chst die Bewerbungsphase fĂŒr die neuen Top-Level-Domains, sie endete mit dem gestrigen Tag. Bis zum 30.05. konnten Bewerber AntrĂ€ge fĂŒr neue Domainendungen einreichen. Mit der Bewerbungsphase fĂŒr neue Top-Level-Domains (TLD) soll die Vergabe der Endungen grundsĂ€tzlich freigegeben werden, sodass – jedenfalls theoretisch – jede beliebige Endung als Domain registriert werden kann.

War bereits die EinfĂŒhrungs- und Vorbereitungsphase des Programms turbulent (wir berichteten), so stand die Bewerbungsphase dem in nichts nach. UrsprĂŒnglich sollten Bewerber vom 12.01.2012 bis zum 12.04.2012 Zeit haben, Bewerbungsunterlagen fĂŒr Domainendungen einzureichen. Aufgrund SicherheitslĂŒcken des Bewerbungssystems, bei welchem einige Bewerber teilweise Benutzernamen und Dateiendungen von Dokumenten anderer Bewerbungen sehen konnten, wurde das Bewerbungsverfahren jedoch just am 12.04. ausgesetzt. Erst sechs Wochen spĂ€ter wurde das System wieder online genommen und den Bewerbern eine weitere Woche Zeit gegeben, Ihre Bewerbungen zu vervollstĂ€ndigen.

Mit dem Abschluss der Bewerbungsphase ist nun die Veröffentlichung der beantragten Domainendungen fĂŒr den 13. Juni geplant. Zu diesem Datum werden wir also erfahren, welche potentiell neuen Domainendungen es in den kommenden Jahren geben könnte. Zuletzt wurde von ICANN eine Zahl von ĂŒber 2.000 erfassten Bewerbungen genannt, wobei hier Mehrfachbewerbungen um ein und dieselbe TLD enthalten sind. Ebenso waren noch einen Tag vor Ende des Bewerbungsfensters ĂŒber 500 Bewerbungen unvollstĂ€ndig oder die GebĂŒhren noch nicht bezahlt. Wurden diese nicht rechtzeitig vervollstĂ€ndigt und/oder bezahlt, erfolgt keine weitere BerĂŒcksichtigung der Bewerbungen.

Wie es nun weiter geht
Mit Veröffentlichung startet am 13.06. eine zweimonatige „Feedback-Phase“, innerhalb welcher die Öffentlichkeit Bewerbungen gegenĂŒber ICANN kommentieren kann. Gleichzeitig startet die Evaluierung der eingegangenen Bewerbungen. Gibt es fĂŒr ein und dieselbe Endung mehrere berechtigte Bewerbungen, so wird die Endung schlussendlich durch eine Auktion dem Höchstbietenden zugeschlagen. Abschließend erfolgt dann die Delegierung der TLD – die Endung ist dann, entsprechende Registrierungen vorausgesetzt, ĂŒber das Internet verfĂŒgbar.

Mit Delegierung der ersten TLDs ist nach derzeitigem Stand frĂŒhestens in der ersten JahreshĂ€lfte 2013 zu rechnen, viele Endungen werden wahrscheinlich erst zwei, drei Jahre oder gar noch spĂ€ter zugeteilt werden. Auch bleibt abzuwarten, welche Domainendungen schlussendlich tatsĂ€chlich auch „öffentlich“ registriert werden können oder nur durch einzelne Organisationen, z.B. Markeninhaber, genutzt werden.

AusfĂŒhrliche Informationen rund um die neuen Top-Level-Domains finden Sie auf der ICANN-Webseite: http://newgtlds.icann.org

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Peter Mueller

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Peter Mueller

GeschĂ€ftsfĂŒhrung (bis 11/14)

6 Kommentare

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  • Michi
    Michi - 31. Mai 2012 um 16:21 Uhr

    Und, habt ihr Planungen fĂŒr die .df?
    WĂ€r cool fĂŒr Third-Level-Domains: *.bei.df 😉

    • Peter
      Peter - 31. Mai 2012 um 16:36 Uhr

      Hallo Michi,

      daraus wird leider nichts, MindestlĂ€nge sind drei Zeichen 😉

  • Rainer.D
    Rainer.D - 1. Juni 2012 um 15:40 Uhr

    Dann eben .dof

  • Anonymous
    Anonymous - 1. Juni 2012 um 20:29 Uhr

    ne, bei der Rechtschreibung der Leute glauben die dann alle „hehe, die firma nennt sich selbst do(o)f“.

    eher .dfa

    aber ich halt von den ganzen neuen tlds nix, find das ist murks und wird nur hingeschmissen um schnellen Reibach zu machen.

    • Peter
      Peter - 4. Juni 2012 um 10:42 Uhr

      .domainfactory wĂŒrde gehen, da die LĂ€nge einer TLD nicht auf drei Zeichen begrenzt ist. Wir haben uns jedoch nicht um eine eigene TLD beworben, um Spekulationen vorzubeugen 😉
      An den neuen Endungen scheiden sich derzeit die Geister. Der Vorwurf des „schnellen Reibachs“ wird in einigen FĂ€llen sicher nicht ganz von der Hand zu weisen sein und die Domainindustrie sowie ICANN selbst haben bisher zugegebenermaßen keine allzu gute Figur dabei abgegeben, die Netzgemeinde vom Gegenteil zu ĂŒberzeugen.
      GrundsĂ€tzlich ist ein grĂ¶ĂŸerer Wettbewerb zwischen den TLDs in unseren Augen jedoch durchaus zu begrĂŒĂŸen. Gerade wenn man berĂŒcksichtigt, dass bei der grĂ¶ĂŸten generischen TLD .com mit ĂŒber 100 Millionen registrierten Domains inzwischen die guten Domainnamen knapp werden und auf dem SekundĂ€rmarkt (also der Verkauf von registrierten Domains) teils astronomische Summen aufgerufen werden. Auch wenn die Vormachtstellung von .com und die starke Positionen von guten Country Code TLDs wie .de wohl noch viele Jahre Bestand haben werden, kann etwas mehr Vielfalt sicher nicht schaden.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 4. Juni 2012 um 17:34 Uhr

    Oder man ist ganz innovativ und es gibt nur noch eine internationale Registrierungsstelle und registrieren kann man jede Zeichenkette, z.B. http://domainfactory