Außenstände

Rücklastschriften und offene Posten sind heutzutage leider nicht mehr die seltene Ausnahme, sondern gehören zum alltäglichen Geschäft. Zwar bezahlt die große Mehrheit der Kunden ihre Rechnungen mehr oder weniger zuverlässig. Dennoch bleibt ein immer noch sehr deutlich spürbarer Anteil an längerfristigen Außenständen und Forderungsausfällen.

Daran ändern die betriebenen Inkasso- und Gerichtsmaßnahmen wenig. Die Ergebnisse sind in vielen Fällen ähnlich: Unbekannt verzogen, arbeitslos, kein pfändbares Vermögen oder Einkommen, Insolvenzverfahren. Oft wirft man dabei noch zusätzlich Geld aus dem Fenster, weil die anfallenden Gebühren in keinem Verhältnis zur häufig niedrigen Hauptforderung stehen (keine Angst, wir erhöhen trotzdem nicht die Preise! ;-)).

Um gar nicht erst zu viele Problemfälle anzuhäufen, nehmen wir regelmäßig eine „Massenkündigung“ von Kunden mit längerer Zeit offenen und fruchtlos angemahnten offenen Posten vor und buchen jährlich die nicht realisierbaren Forderungen aus den Vorjahren aus.

Alleine aus dem Kalenderjahr 2010 (!) sind derzeit noch z.B. rund 170.000 € offen, von denen wir einen Großteil erfahrungsgemäß als verloren betrachten werden können. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn uns gegenüber mit absolutem Unverständnis reagiert wird („was wollt ihr eigentlich, die paar Euro die bei mir offen sind“) oder gar neue Bestellungen aufgegeben werden, obwohl noch überfällige Forderungen offen sind.

Ein herzliches Dankeschön an diese Stelle an alle zuverlässigen Partner und darüber hinaus auch an solche Schuldner, die trotz schwieriger Lage zumindest redlich bemüht sind, ihre Verpflichtungen so gut es geht zu erfüllen.

PS: Wer Probleme mit offenen Posten hat, kann sich immer gerne mit unserer Buchhaltung in Verbindung setzen. Wird unsere Kulanz nicht gerade allzu deutlich ausgereizt, ist eigentlich so gut wie immer eine individuelle Lösung (Ratenzahlung, Stundung, usw.) möglich.

 

 

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

8 Kommentare

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  • Michael
    Michael - 1. März 2011 um 07:30 Uhr

    Wieso führt ihr nicht optional eine Art Prepaid Modell ein?
    Der Anbieter, bei dem ich mir eine Auslandsdomain geholt habe regelt das so, dass man sofort die Leistung erhält, aber innerhalb von 14 Tagen der Rechnungsbetrag vom Kunden an das Unternehmen gezahlt werden muss. (Also nix mit Rücklastschriftsgebühren.) Bleibt die Zahlung aus, wird die Leistung gestrichen und der Kunde landet auf der Schwarzen Liste. Zumindest firmenintern.
    Wenn das Leistungs-Jahr bald rum ist, erhält man rechzeitig vorher mehrere Erinnerungsmails „…wenn Sie weiterhin unsere Leistung in Anspruch nehmen wollen, zahlen Sie bis zum …2012 xx Euro.“
    So müssen die niemandem für nicht bezahlte Leistungen hinterher laufen, bzw. falls doch dann nur für 14 Tage. Und auch nur einmal pro Kunde. Der ehrliche Kunde bekommt seine Leistung aber innerhalb von 3 Stunden, auch eine Domainfreischaltung!

  • Sepp
    Sepp - 1. März 2011 um 08:51 Uhr

    Ui, 170.000 Euro nicht eintreibbare offene Posten p.A. ist schon eine Hausnummer. Daher kann ich auch gut verstehen, dass ihr so lange mit monatlichen Sammelrechnungen gezögert habt.

    Wir nutzen diese nun im 3. Jahr und sind mit der Lösung nach wie vor in höchstem Maße zufrieden. Das muß auch mal gesagt werden, zumal es im Hostingbereich kaum einen anderen Anbieter in Deutschland geben dürft, der sich überhaupt auf sowas einlässt (persönliche Erfahrung). Dafür nochmals ein gamz herzliches Dankeschön :-).

  • Sebastian Winkelmann
    Sebastian Winkelmann - 2. März 2011 um 11:30 Uhr

    Das ist ja eine unglaubliche Höhe – mit ein paar tausend hätte ich ja gerechnet, aber diese Dimensionen?

  • Stephan M.
    Stephan M. - 2. März 2011 um 13:32 Uhr

    puh, 170.000 EUR ist eine Menge …

    Bezüglich Sammelrechnung: finde ich ebenfalls toll, dass dF dies anbietet. Ich möchte sie nicht mehr missen wollen 🙂

  • Sepp
    Sepp - 2. März 2011 um 13:50 Uhr

    Der riesen Vorteil der Sammelrechnung ist nicht nur, dass man selbst buchhalterisch entlastet wird, sondern dass auch die Bankgebühren deutlich niedriger ausfallen. Wenn man 15-20 Lastschriften pro Monat weniger hat, dann merkt man das schon sehr deutlich an den Kontoführungsgebühren.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 2. März 2011 um 15:23 Uhr

    @Sepp: Wobei es Geschäftskonten gibt die eine „Flatrate“ haben, alle Buchungen sind in der Kontogebühr enthalten. (Beispiel: HypoVereinsbank, Commerzbank). Das kann sich schnell lohnen …

  • Sara
    Sara - 2. März 2011 um 15:31 Uhr

    @Rainer.D: Wir haben mal interessehalber vor so ca. zwei Jahren versucht, eine Bank zu finden die das bei unserem Lastschriftvolumen mitmacht und die Kosten nicht durch andere Gebühren dann doch wieder reinholt. Fazit damals war: keine Chance, entweder bestehen Monatslimits innerhalb derer die „Flatrate“ gilt oder durch AGB-/vertragliche Regelungen wird das doch wieder ausgehebelt.

    Wenn Sie konkret aktuelle Angebote in diese Richtung kennen, freue ich mich natürlich über eine Info. Die HypoVereinsbank hatten wir damals meiner Erinnerung nach aber auf jeden Fall mit geprüft, nachdem sie in einem Vergleichstest entsprechend mit „0,00 € pro Lastschrift“ in einem Geschäftskontentest aufgeführt worden ist.

  • Rainer.D
    Rainer.D - 2. März 2011 um 19:54 Uhr

    Das die Bank DF bei so vielen Buchungen als „Großkunden“ einstuft und nicht die Kontomodelle für „normale“ Geschäftskunden anbieten möchte kann ich mir gut vorstellen. Andererseits würde ich dann trotzdem regelmäßig aktuelle Angebote einholen, vielleicht lässt sich ja irgendwann doch einiges sparen …