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Blogartikel schreiben - und richtig gut in Szene setzen


Veröffentlicht am 05.08.2016 von Anna Philipp

Einen guten Blogartikel schreiben ist mehr, als einfach nur schreiben: Die gesamte Form muss stimmen, damit Ihre Besucher Lust zu lesen bekommen. Hier finden Sie Tipps, wie Sie Ihre Blogartikel so richtig in Szene setzen.

Verschiedene Medien nutzen

Ob Grafiken, Fotos, Screenshots oder Videos: Ein Mix aus verschiedenen Medien macht Ihren Blogartikel abwechslungsreich und veranschaulicht den Inhalt zusätzlich.

💡 Vergessen Sie dabei nicht, immer einen alt-Attribut für Ihre Bilder festzulegen, damit Screenreader (z.B. für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen ) und Suchmaschinen den Inhalt auch erfassen können:

<img src="datei.png" alt="Bildbeschreibung">

Hier einge Beispiele, wie Sie die verschiedenen Medien erstellen und einsetzen können:

Fotos und Grafiken

Artikel zeichnenBesonders passend können Sie Ihre Bilder auf Ihren Inhalt abstimmen, wenn Sie diese selbst erstellen.

Zur Erstellung von Grafiken eignen sich Programme wie Adobe Illustrator oder das kostenfreie Inkscape.

Wenn Sie eine Grafik fertiggestellt haben, fragen Sie idealerweise Dritte, was diese auf Ihrem Bild sehen, ohne das Thema Ihres Textes zu nennen. Wenn der Betrachter anhand des Bildes erkennt, worum es in Ihrem Artikel geht, ist die Grafik perfekt.

Erstellen Sie die Bilder nicht selbst, können Sie Fotos und Grafiken alternativ in Bilderdatenbanken wie z.B. depositphotos.com oder fotolia.com erwerben. (Achten Sie dabei unbedingt immer die Einhaltung der Bildrechte!)

Oder Sie beauftragen einen Grafiker oder Fotografen, der Ihnen die passenden Bilder professionell erstellt .

Infografiken

Infografiken verschaffen einen schnellen und bildhaften Überblick über die Informationen, die Sie Ihrem Leser vermitteln möchten. Sie sind besonders beliebt und haben – wenn das Design stimmig und kreativ ist – auch einen hohen viralen Wert, da sie gerne geteilt werden.

Infografik: Blogartikel richtig in Szene setzen

Für die Erstellung von Infografiken gibt es diverse Tools, die Sie neben einem normalen Grafikprogramm verwenden können. Z.B. die Seite www.easel.ly bietet die Möglichkeit, mit wenigen Klicks eine moderne Infografik zu erstellen.

Screenshots

Bei Artikeln zur Verwendung digitaler Tools wie z.B. Software-Anleitungen helfen Screenshots Ihren Usern, den Ausführungen zu folgen.

Für Screenshots stellt beispielsweise Windows das Snipping Tool zur Verfügung, unter Mac können Sie die Tastenkombination Befehlstaste (⌘) + Umschalttaste + 3 nutzen. Eine detaillierte Anleitung zur Erstellung eines Screenshots auf Mac finden Sie hier:

support.apple.com: Aufnehmen eines Bildschirmfotos auf dem Mac

Videos

Mit Videos können komplexe Vorgänge ganz besonders einfach erklärt werden. Insbesondere Video-Tutorials bringen einen großen Mehrwert für Ihre Leser, da sie den Anleitungen visuell folgen und Ihre Beschreibungen sogar parallel umsetzen können.

Beispielsweise lassen sich mit dem kostenfreien Programm Audacity Audioaufnahmen erstellen, HyperCam eignet sich gut für sogenannte Let's Plays. Eine Art Snipping-Tool für Videos stellt die Software Fraps  zur Verfügung. Zum Schneiden kann z.B Magix Video Deluxe verwendet werden.

Richtig schreiben

Denken Sie daran, für wen Sie schreiben: nicht für Suchmaschinen, nicht für Sie selbst, sondern für Ihre Leser.

Ein Leser will nicht erst Ihre Sätze entwirren, um den Inhalt  zu verstehen. Idealerweise ist er sich beim Lesen überhaupt nicht darüber bewusst, dass er liest, sondern kann sich ganz auf den Inhalt konzentrieren. Ob ein Text flüssig ist, können Sie ganz einfach testen: Lesen Sie ihn laut vor. An den Stellen, an denen Sie stocken, besteht Überarbeitungsbedarf.

Vermeiden Sie Rechtschreibfehler: Nutzen Sie die Rechtschreibhilfe z.B. von Word und lassen Sie Ihren Text vor der Veröffentlichung von Bekannten oder Kollegen gegenlesen. Übrigens kann man Fehler, die man selbst bei der Korrektur schnell überliest wie z.B. doppelte Worte ganz einfach ausfindig machen, indem man sich den Text elektronisch vorlesen lässt. Dazu reicht schon ein ganz einfaches Tool wie der Google Übersetzer. Kopieren Sie den Text einfach dort hinein und lassen Sie ihn sich in Ihrer Ausgangssprache vorlesen. Ein elektronischer Vorleser überliest nichts!

Suchmaschinenoptimierung

Ein Text, dessen Inhalt auf Ihre Leser ausgerichtet ist, wird sich automatisch positiv auf die Suchmaschinen auswirken: Rufen Besucher Ihren Artikel auf und lesen ihn – verbringen also Zeit auf Ihrer Seite – kann die Suchmaschine daraus lernen, dass Ihr Text relevant ist und gibt ihn deshalb mit besserer Platzierung aus.

Z.B. das WordPress-Plugin Yoast SEO zeigt an, ob Sie Ihr Thema, also das Haupt-Keyword, gut eingesetzt haben. Dies kann als Hilfestellung beim Schreiben eines Beitrags dienen, sollte aber nicht Ihre Schreibweise beeinträchtigen. Schreiben Sie einen guten Artikel für Ihre Besucher, wird dieser mit großer Wahrscheinlichkeit auch für die Suchmaschinen als relevant gewertet werden.

Lese-Ebenen

Mehr Lesekomfort schaffen Sie durch die Verwendung von Unterüberschriften. So ist der Text klar gegliedert und leichter lesbar. Wenn Sie die Unterüberschriften Ihres Artikels bereits vor dem Schreiben festlegen (ausformuliert oder in einer Rohversion), können Sie dem Artikel schon von vornherein eine Struktur verleihen und sichergehen, dass Sie die Teilaussagen Ihres Artikels entsprechend hervorheben.

Recherche

Führen Sie eine gründliche Recherche zu Ihrem Thema durch. Ihr Artikel soll dem Leser einen Mehrwert bieten und ihn nicht am Inhalt zweifeln lassen. Behaupten Sie nichts, was Sie nicht genau wissen, fragen Sie gegebenenfalls bei Experten nach und testen Sie Ihre Anleitungen selbst von Anfang bis Ende durch.

Der Inhalt ist vor allen anderen Medien und Styles der wichtigste Part Ihres Artikels.

Beiträge aktualisieren

Halten Sie Ihre Beiträge aktuell. Ihre Besucher werden auch ältere Beiträge finden und dort nach Informationen suchen. Aktualisieren Sie Ihre veröffentlichten Artikel regelmäßig und nehmen Sie komplett veraltete Beiträge offline. Eine große Anzahl an Artikeln hat keinen Mehrwert, wenn die Inhalte nicht mehr korrekt sind.

Wenn Sie nicht mehr relevante Beiträge offline nehmen, erstellen Sie per .htaccess eine 301-Weiterleitung auf eine existierende Seite, damit Ihre Besucher keine Fehlermeldung erhalten. Die Weiterleitung könnte wie folgt aussehen:

RedirectPermanent /alte-seite.html www.ihredomain.de/neue-seite.html

Gleichzeitig werden so auch die Suchmaschinen über die dauerhafte Verschiebung der Seite informiert und können diese Änderung entsprechend registrieren.

301-Umleitung

Inhaltsverzeichnis

Bei längeren Beiträgen schafft ein Inhaltsverzeichnis einen besseren Überblick über den Text und hilft Ihren Lesern so, sich besser zurechtzufinden. Um ein Inhaltsverzeichnis zu erstellen, können Sie per HTML, also im Textmodus vom WordPress, Sprungmarken auf die Überschriften setzen. Das könnte in einfachster Variante so aussehen:

 

Inhaltsverzeichnis:
<ol>
    <li><a href="#ueberschrift1">Überschrift 1</a></li>
    <li><a href="#ueberschrift2">Überschrift 2</a></li>
</ol> 
<h2><a id="ueberschrift1">Überschrift 1</a></h2> 
Hier steht der Text unter Überschrift 1 
<h2><a id="ueberschrift2">Überschrift 2</a></h2> 
Hier steht der Text unter Überschrift 2 

 

Durch den strukturierten Inhalt finden Ihre Besucher direkt, was sie suchen und können so auch schnell überblicken, was der Artikel noch an interessanten Inhalten bietet.

Fazit

Einen Blogartikel zu erstellen ist aufwendig, wenn er richtig gut werden soll. Sie sollten sich Gedanken über den Inhalt machen, aber auch die Darstellung und die Struktur des Artikels genau überlegen. Ihre Besucher werden einen so umfangreich ausgearbeiteten Blogartikel viel eher lesen als einen schnell geschriebenen Text. Beobachten Sie einfach einmal Ihre Aufrufzahlen und die durchschnittliche Besucherzeit von Artikeln, die Sie so richtig gut in Szene gesetzt haben – es lohnt sich!

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