DENIC-Ausfall: Supportvolumen, Pressenennungen

Der Ausfall der DENIC-Nameserver in der vergangenen Woche hat bei uns zu einem sprunghaften Anstieg des Supportvolumens geführt. Insgesamt dürften rund 1.500 Anrufe und Tickets auf die alle Internetnutzer und Provider betreffenden, nicht durch uns zu beeinflussenden Probleme bei den .de-Domains zurückzuführen gewesen sein. Nicht allen Kunden war dabei gleich zu vermitteln, dass das Problem überhaupt nichts mit uns zu tun hat sondern mit den durch ihren jeweils genutzten Einwahlprovider abgefragten DENIC-Nameservern bei Aufruf einer .de-Domain.

Gleichzeitig hat uns die frühzeitige Kundeninformation auf der Statusseite (status.df.eu) einige Nennungen in der Presse eingebracht, darunter auch bei n-tv, Spiegel online und einigen bekannten Namen mehr. Leider nicht immer ganz akurat. So titelte z.B. die Featurezone vom ORF: „Serverausfälle bei domainfactory“. Gemeinheit! 😉

Hier der Screenshot des ORF-Artikles (Auszug). Wie die auf „Serverausfälle bei domainfactory“ kommen, ist uns rätselhaft:

Hier mal noch ein paar Links:

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Sara Marburg

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Sara Marburg

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9 Kommentare

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  • Dennis Grote
    Dennis Grote - 17. Mai 2010 um 09:21 Uhr

    Naja, der Titel der Pressemitteilung offeriert aber das der Ausfall bei d)F lag und nicht bei der DENIC. Ich finde den Titel etwas unglücklich gewählt.

  • Sara
    Sara - 17. Mai 2010 um 09:22 Uhr

    Das ist keine Pressemitteilung. Außerhalb unserer Statusseite gab es durch uns keine Berichterstattung. Leider haben aber manche Medien fehlerhaft berichtet. Der Screenshot zeigt einen redaktionellen Bericht des ORF. Wir wurden dafür nicht gefragt. Denn natürlich lag der Ausfall nicht bei uns und wir hätten das auch niemals so formuliert wie in der gezeigten Überschrift.

  • Marcel
    Marcel - 17. Mai 2010 um 09:26 Uhr

    Das Mitdenken bzw. die Überprüfung von Meldungen wird bei Medien heutzutage nicht mehr beachtet. Dieses trifft auf alle Bereiche zu. Hauptsache Meldung schreiben und fertig …

  • Peter Pröll
    Peter Pröll - 17. Mai 2010 um 09:44 Uhr

    In der Printausgabe des Kölner Stadtanzeigers ward Ihr auch erwähnt. Jedoch wurde der Sachverhalt korrekt dargestellt.

  • LeereDose
    LeereDose - 17. Mai 2010 um 10:17 Uhr

    Sara sag mal, hat sich eigentlich nach der Nennung eures Linkes bei SpiegelOnline ein SlashDot-Effekt gezeigt (also sind die Besucherzahlen spürbar nach oben gegangen?), denn ich hatte irgendwie dsa Gefühl, dass der Server nach der Verlinkung bei SpiegelOnline nicht mehr ganz so performant reagiert hat wie zuvor.

  • Odde23
    Odde23 - 17. Mai 2010 um 10:50 Uhr

    @Sara
    Ihr wurdet auch auf n-TV und n24 in den Nachrichten genannt. Allerdings wurde dort korrekterweise gesagt, dass der Ausfall bei der Denic verursacht wurde, von dort aber wohl zunächst keine Infos kamen. Dann wurde gesagt, dass der Münchner Domainspezialist domainFactory das Problem frühzeitig erkannt und publiziert hat. Fand diese PR für euch gar nicht schlecht. Kam zumindest in meinen Augen nicht negativ rüber, eher positiv, weil die Denic in Sachen Informationspolitik ziemlich geschlafen hat :-).

  • Stagos
    Stagos - 17. Mai 2010 um 12:32 Uhr

    Journalisten enttäuschen mich in letzer Zeit immer mehr. Daher habe ich letztes Jahr meine Tageszeitung abbestellt und das obwohl ich seit 30 Jahren fleissiger Leser gewesen bin. Ein Einheitsbrei an Nachrichten vorgegeben von Agenturen, kein kritisches Hinterfragen, geschweige denn Eigenrecherchen.

    In Euren Fall hätte der Schreiber doch einfach mal die kostenlose Hotline Nummer anrufen können und sich leicht und schnell über Hintergründe informieren können, aber ich glaube das wäre schon zuviel Selbstinitiative gewesen.

    ORF sollte seine Leser öffentlich über den fehlerhaften Titel revidieren (oder die Überschriften ergänzen, also
    Serverausfälle bei 2&3,
    Serverausfälle bei host….
    usw., könnte nur eine lange Liste werden *g)

  • Tom
    Tom - 17. Mai 2010 um 14:01 Uhr

    Leider Gottes muss ich, persönlich, den meisten der bisherigen Kommentare zustimmen und zwar bezüglich des allgemeinen Verfalls des Journalismus, der in allen Sparten, egal ob Printmedien oder Online-Artikel zu beobachten ist.

    Erstens wird die Mainstream-Meinung als „objektiv“ dargestellt, wobei, meines Erachtens nach kein Mensch jemals vollends objektiv sein könnte, sich aber nicht mal die Mühe gemacht wird es zu versuchen.
    Politischen oder wirtschaftlichen Gegenseiten (egal ob links oder rechts) wird in den allermeisten Fällen aber gar keine Möglichkeit sich den oftmals nicht nur ungenauen, sondern auch unwahren und teilweise frei erfundenen Aussagen zu stellen. Auch die Qualität der Recherche in technischen Bereichen nimmt immer mehr ab.

    (Man verstehe mich hier richtig, ich kann mit Extremina nichts anfangen, aber sie von vornherein zu denunzieren und sich teilweise der Methoden eben jener Diktaturen zu bedienen die man so hart an ihnen anprangert, finde ich irgendwie ironisch. Naja, für Viele gilt es eben doch „Der Zweck heiligt die Mittel“ – und das Alles verkauft sich, man will ja zu den Klugen gehören, wie es, beispielsweise, der ORF durch eingeladene ExpertInnen „zufällig“ immer vor den Wahlen propagiert.)

    Als Beispiel könnte ich da im Fernsehen die tägliche Sendung eines privaten Senders erwähnen, die vor Jahren mal wirklich interessante und gut recherchierte Berichte und Dokumentationen gebracht hat, heutzutage aber andauernd nur noch über seichte Themen wie „Wie wird Fastfood hergestellt“ berichtet. Überhaupt nehmen Berichte über Alltägliches Überhand… nicht das es, wohldosiert, ein Problem darstellen würde, aber vielmehr ist es so, dass das Ganze als „Wissenssendung“ verkauft wird und sich im Grunde nur wenig von der Werbung unterscheidet. Anstatt auf Qualität zu setzen werden dann vor der Werbung Preise rausgehauen, damit die ZuschauerInnen auch dran bleiben.

    Natürlich wird sich dann aber echauffiert wenn niemand mehr diese Schundblätter schaut oder diese Sendungen verfolgt (wobei bei Letzterem kein wirklicher Einbruch festzustellen ist, bei Ersterem, darf man den Verlegern trauen, allerdings schon)
    Dann wird der Fehler wieder beim Konsumenten gesucht, der, böse wie er ist, nichts mehr kauft… Es ist halt leichter vor anderen Haustüren zu kehren und den Fehler stets bei anderen zu vermuten.

    Der ORF ist sowieso ein ganz eigenes Kapitel mit seiner „objektiven“ Berichterstattung in allen Bereichen… und für so einen Schund MUSS man, als Österreicher, zahlen, Frechheit!

  • U. Klauer
    U. Klauer - 17. Mai 2010 um 14:58 Uhr

    Der Text vom ORF ist ja korrekt, nur die Überschrift ist Quark. Wahrscheinlich hat die jemand ganz anderes formuliert und dafür den Text nur einmal quer durchflogen. Leseverständnis scheint oft keine Anforderung für Redakteure mehr sein. Beispiele findet man z.B. auf bildblog.de massenweise.

    Oder neulich beim Spiegel: Ein durchaus akzeptabler Artikel über Google Translate, der korrekt darstellte, daß der Dienst sich auf Paralleltexte von mehrsprachigen Institutionen wie der EU und der Vereinten Nationen stützt. Zum Artikel gab’s ein Bild: Ein Beispielsatz, übersetzt mit Google Translate, Yahoo und Bing (als Bild, damit man es schön mit Farbverläufen und Firmenlogos darstellen konnte).

    Was für ein Beispielsatz? Der Anfang der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Was für ein Wunder, daß (nur) Google Translate ihn perfekt hinbekommen hat, sogar mit dem altmodischen Dativ-e („im Geiste der Brüderlichkeit“) aus der deutschen Originalfassung …