DENIC führt Domainnamen mit scharfem S ein

Die DENIC hat heute Mittag bekannt gegeben, dass sie ab dem 16.11.2010 das „ß“ als selbstständiges Zeichen in .de-Domainnamen erlauben wird. Zudem startet sie noch heute um 16 Uhr eine Vorregistrierungsphase („Sunrise“-Periode) für Inhaber von vor dem 26.10.2010 15 Uhr registrierten .de-Domains mit Doppel-s im Namen.

Wer also z.B. „nuss.de“ registriert hat, kann während der Sunrise-Phase bevorrechtigt „nuß.de“ bei seinem Provider sichern lassen. Aufgrund der nötigen Nachweise geht dies am einfachsten beim gleichen Anbieter, der auch die das Vorrecht begründenden Domain registriert hat.

Es ist fraglich, wie viele Anbieter noch heute die Vorregistrierung ermöglichen werden. Grund zur ganz großen Eile besteht jedenfalls nicht, da ja jeweils nur eine Person die Doppel-s-Domain besitzen und somit Rechte daraus während der „Sunrise“-Periode geltend machen kann.

Wir sind an dem Thema bereits
dran und werden an einer zeitnahen Lösung für unsere Kunden arbeiten, damit diese für ihre bereits bei uns registrierten „doppel-s .de Domains“ die passenden „scharfes-s .de Domainnamen“ in Auftrag geben können.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

6 Kommentare

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  • U. Klauer
    U. Klauer - 26. Oktober 2010 um 17:14 Uhr

    Gerade geschaut: In keinem einzigen meiner insgesamt 5 .de-Domainnamen ist auch nur ein einziges s drin … Kann der Inhaber von nussschale.de eigentlich sowohl nußschale.de als auch nusßchale.de vorregistrieren, oder muß er sich entscheiden? 😉

  • Enigma
    Enigma - 26. Oktober 2010 um 21:20 Uhr

    Wenn ihm die Entscheidung schwerfällt, sollte er evtl. mal einen Deutsch-Auffrischungskurs in Betracht ziehen. 😀

  • Meikel
    Meikel - 27. Oktober 2010 um 09:15 Uhr

    Siehe auch den entsprechenden Heise-Online-Artikel. Was mir dabei nicht ganz klar ist: Ob es für mich also „ss“-Domain-Besitzer Nachteile haben kann, wenn sich jemand anderes später die entsprechende „ß“-Domain sichert. Also z.B. eine nicht eindeutige Namensauflösung unter bestimmten Bedingungen.

  • Sara
    Sara - 27. Oktober 2010 um 09:33 Uhr

    @Meikel: Einerseits ist leider derzeit bei vielen Softwareprogrammen noch keine korrekte Unterscheidung von „ß“ und „ss“ möglich, weshalb der Aufruf von fuß.de zu fuss.de führen könnte, eben weil der Browser das „ß“ nicht richtig umsetzen kann.

    Andererseits hat dann eher der Inhaber einer „ß“-Domain den Nachteil und für die Praxis erwarten wir, dass solche Internetadressen ein absolutes Nischendasein fristen werden.

  • Jokey
    Jokey - 27. Oktober 2010 um 11:58 Uhr

    Müssen die Domains bei E-Mail dann wieder als PunyCode hinterlegt werden wie bei den Umlautdomains?