df Web Racers: When the going gets tough, the tough get going

Mitte Juli fand das alljährliche 24-Stunden Mountainbike-Rennen in München statt, bei dem auch domainFACTORY mit dem Team „dF Web Racers“ am Start war. Vielen Dank an das Team für den schönen, folgenden Bericht! 🙂

Wie bereits im Vorjahr schickte domainFACTORY auch in diesem Jahr acht radbegeisterte Kollegen zum 24-Stunden Mountainbike-Rennen in München auf die Piste. Das Rennen fand vom 13. bis 14. Juli 2013 bei idealen Wetterverhältnissen im Olympia-Park auf einem Parcours mit ca. 9 Kilometern Länge statt.

Der Start des Rennens war am Samstag um 12:00 Uhr und endete am Sonntag um 12:00 Uhr, also genau nach 24 Stunden. Jeder Fahrer fährt dabei im Regelfall eine Runde und wird dann vom nächsten Fahrer in der Wechselzone abgelöst.

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Aufgrund der im Vorjahr gesammelten Erfahrungen wurde unser Mountainbike-Team bereits am Anfang des Jahres zusammengestellt und auf das Event vorbereitet. Zugleich wurden erste Trainings-Einheiten durchgeführt, damit die Fahrer die nötige Kondition, Kraft und Fahrtechnik in die Pedale bringen konnten. Auch wenn uns dabei der lange, harte Winter und die andauernden Regenfälle im Frühjahr Steine in den Weg gelegt haben, konnten die Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen werden, sodass sich das Team körperlich und mental auf das Rennen einstellen konnte.

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Endlich – nach langer Planung und hartem Training – kam der große Tag!

Unser Fahrerlager befand sich in der Event-Arena. Organisatorisch lief alles nach Plan, das Lager war gut gelegen und die ganze Mannschaft half in der Arena bei den Aufbau- und Vorbereitungsarbeiten.

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Nach und nach trafen alle Fahrer mit ihren Bikes und der notwendigen Ausrüstung ein. Es kam Leben ins Lager, die Stimmung war ausgelassen. Nicht zuletzt, weil das Wetter in diesem Jahr deutlich besser mitspielte als im Vorjahr.

Aber wenn man an so einem Rennen schon einmal selbst teilgenommen hat, weiß man, dass im Vorfeld oder während des Rennens oft einiges anders kommt, als man es sich erhofft hat…

Eine erste große Umstellung gab es bereits kurz vor dem Rennen: Verletzungsbedingt musste ein Fahrerwechsel durchgeführt werden, der Ersatzfahrer jedoch konnte leider erst ab dem späten Abend einspringen. So musste das Team also die ersten Runden zu siebt angehen.

Start!

Das Rennen begann um 12:00 Uhr an der Wechselzone am Coubertinplatz. Beim Start setzten wir auf einen erfahrenen Fahrer, der aus dem dichten Fahrerpulk zu Beginn eine gute Ausgangssituation für die folgenden Fahrer herausholen konnte.

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Dann ging es mit der Rotation der Fahrer los, Runde für Runde wurde gewechselt. Jeder Fahrer hatte eine Nummer mit einem integrierten Sensor am Bike montiert, über den die Zeiten an der Wechselzone erfasst und vom Betreuer-Team zeitnah am Laptop eingesehen und analysiert werden konnten.
Zwischen jedem Wechsel hatten die einzelnen Fahrer in der Regel 2 bis 2,5 Stunden Zeit um sich zu erholen, bis die nächste Runde gefahren wurde.

Hochmotiviert und mit voller Energie haben unsere Fahrer starke Rundenzeiten erzielt!

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Runde für Runde lernte man die Strecke und das Renngeschehen besser kennen und fühlen. Insbesondere der berüchtigte „Todes-Berg“, ein steiles Stück, bei dem viele Fahrer schieben mussten, war ein Thema bei den Fahrern.
Auch wenn es vor dem Rennen nicht immer gelang, hatte ein Großteil der Fahrer während des Rennens mehr Erfolg und bezwang den Berg.

Das kostete zwar spürbar Kraft, löste aber auch ein unbeschreibliches Hochgefühl aus! 🙂

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Die erste Hiobsbotschaft jedoch erreichte uns bereits nach einigen Stunden:
Innerhalb der Wechselzone ist einer unserer Fahrer mit dem Bike über ein Hindernis gesprungen und dabei umgeknickt. Unglücklicherweise verknackste er sich so sehr, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Nach dem ersten Check vom Arzt stand fest, dass wir nun bis zum Eintreffen unseres Ersatzfahrers gegen Mitternacht nur 6 Fahrer waren.

Dieser Ausfall brachte den Ablauf aber nur kurzfristig durcheinander.

Alles EGAL! 😉 Es ging weiter und es wurde dunkel, die wohl schwerste und gleichzeitig entscheidendste Zeit in solch einem Rennen, da die Dunkelheit die Fahrer zu besonderer Vorsicht zwingt und so wagemutige Fahrer mehr Druck von hinten aufbauen können.
Da unsere Fahrer jedoch mit genügend Powerlampen ausgestattet waren, wurde die Nacht für uns allerdings dank 500-1000 Lumen schnell wieder zum Tag.
Kurz nach Mitternacht stieg unser Ersatzfahrer mit ins Rennen ein und legte gleich zwei schnelle Runden auf die Piste!

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Dann jedoch folgte eine Schrecksekunde, als einer unserer Fahrer an einem komplizierten Treppenabschnitt stürzte, sich jedoch auf dem Gras abrollen konnte und glücklicherweise unversehrt sogar noch eine ausgezeichnete Runde hingelegt hat!

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Kaum aufgeatmet, folgte schon die nächste Misere: Der Ersatzfahrer musste das Rennen wegen einer wieder auftretenden Knieverletzung sofort abbrechen. Alle Fahrerablaufpläne und Hoffnungen auf etwas Schlaf in der Nacht waren dahin. Von ursprünglich 8 Fahrern blieben 6 übrig. Die Stimmung war kurzfristig am Tiefpunkt und das ursprünglichen Ziel, ein tolles Ergebnis zu erreichen, änderte sich dahingehend, das Rennen gut zu Ende zu fahren.

Allmählich wurde das Rennen mühsam, Krämpfe und Konditionseinbußen machten sich langsam bemerkbar. Aber es half nichts: Zähne zusammenbeißen und „fahren-schlafen-fahren“ war die Devise.

Gegen 5:00 Uhr ging die bereits sehnlich erwartete Sonne auf, durch die wieder mehr Kraft freigesetzt wurde.

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Die letzten Stunden und Runden standen an und unser Team gab nochmal alles. In den nun kürzeren Pausen stärkten sich die Fahrer mit Essen, Trinken und Power-Gels, bevor es erneut auf die Strecke ging. Dann war es endlich soweit, die letzte Runde stand an und wir konnten auch diese mit den letzten Reserven, viel Biss und Teamgeist zu Ende fahren.

Frei nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ konnten wir trotz der enormen Anstrengungen und den Ausfällen eine tolle Teamleistung ablegen und „das Ding nach Hause fahren“!

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Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Zuschauer am Rand der Strecke, die jeden Fahrer von Beginn bis Ende (sogar in der Nacht!) lautstark angefeuert haben!

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Auch möchten wir uns auf diesem Weg herzlich beim Veranstalter und allen beteiligten Kollegen und Freunden bedanken, die uns im Vorfeld und vor Ort unterstützt und angefeuert haben. Natürlich gilt unser Dank neben dem Betreuer-Team auch unserer Geschäftsleitung, die uns die Möglichkeit gegeben hat, als aus Kollegen bestehendes Team bei diesem 24-Stunden-Rennen teilnehmen zu können. Zum Ende noch ein Gruß an das Fahrer-Team selbst, vielen Dank für die schöne und lustige Zeit und die erfolgreiche Team-Leistung.

Gruß

dF Web Racers

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Anna Philipp

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Anna Philipp

5 Kommentare

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  • Michael
    Michael - 6. August 2013 um 08:06 Uhr

    Die eine Hälfte vom DF-Team lässt sich beim Grillmeister mit schwerer Nahrung versorgen während die andere Hälfte strampelt. Das klingt nach Ungerechtigkeit. Und wer kümmert sich um die Kunden? Gab’s nicht mal nen DF-Hund? Oder mussten die Praktikanten/innen her halten?

    Und nach den Verletzungen und anstrengenden Fahrten waren doch bestimmt erstmal einige Mitarbeiter krank geschrieben, oder ?
    Was ist eigentlich mit nem Pokal, oder sonst einer Auszeichnung?

    Ich hoffe aber mal das die DF-Fahrer kein Doping genommen haben.
    Ich habe den Eindruck bei den Tur-de-Franz-Teilnehmern und anderen „großen“ Rennen kommt man ohne Doping gar nicht weit, wird nicht berühmt und kann theoretisch seine Teilnahme gleich vergessen. Da ist so ziemlich jeder gedopt. Sollte meiner Meinung nach mit einer lebenslangen Sperre bestraft werden.

  • Anna
    Anna - 6. August 2013 um 11:51 Uhr

    @Michael, das 24-Stunden-Rennen und das Grillfest fanden an unterschiedlichen Tagen statt, so dass unsere dF Web Racers sich auch an den Köstlichkeiten des Grillmeisters erfreuen konnten! Unser „dF-Hund“ war bei dem Grillfest natürlich mit dabei und hat eifrig versucht, die Kollegen mit seinem herzzerreißensten Blick dazu zu bewegen, etwas Essen fallen zu lassen – beim 24-Stunden-Rennen allerdings ist er nicht mitgelaufen 😉
    Unsere Fahrer waren selbstverständlich dopingfrei und haben sich von dem anstrengenden Rennen schnell und gut wieder erholt. Zwar haben sie nicht den Pokal geholt, dafür waren sie aber dabei, haben bis zum Schluss durchgehalten und eine gute Platzierung erreicht – was ja wirklich ein Grund ist, stolz zu sein! 🙂

  • Michael
    Michael - 8. August 2013 um 08:55 Uhr

    @Anna, nur das mit den Unfällen gibt mir zu denken. Rechtlich Arbeitsunfall oder Freizeitunfall?

    Wir haben hier mal eine kleine Schulung bekommen was man während der offiziellen Arbeitszeit, angefangen vom Haus verlassen bis hin zum zu Hause ankommen alles darf und was man auf eigene Verantwortung tut. So darf ein Mitarbeiter aus der IT-Abteilung keine Glühbirnen wechseln, sondern vielleicht noch der Hausmeister wenn vorhanden. Ansonsten dem Elektriker (externe Firma) nen Auftrag geben.

  • Anna
    Anna - 8. August 2013 um 10:45 Uhr

    @Michael, das 24-Stunden-Rennen ist eine Veranstaltung in der Freizeit, so dass es sich bei einem Unfall nicht um einen Arbeitsunfall handelt.
    Unser Team wurde von dF gesponsort, hat aber nicht im Rahmen einer Firmenveranstaltung an dem Rennen teilgenommen.

  • Korrektur der Hausarbeit
    Korrektur der Hausarbeit - 21. April 2019 um 10:17 Uhr

    Schrecksekunde haha :)))