„domainFACTORY ist noch schlimmer“

Nicht überall stößt die von uns getroffene Wahl für die Einführung der neuen .de-Domains auf Unterstützung. Nicht jede Kritik ist hingegen nachvollziehbar oder begründet. So heißt es z.B. in einem heise-Diskussionsforum:

domainfactory ist noch schlimmer
Eine „erfolgsunabhängige Servicegebühr“, für die Vorregistrierung,
die dann an eine nicht näher genannte gemeinnützige Organisation
gespendet werden. ^^

Daher an dieser Stelle zur Klarstellung:

  • Die 25 € dienen nicht dazu, unsere Taschen zu füllen. Sondern sind ein Steuerungsinstrument, um tausende „och na ja mal versuchen kost‘ ja nüscht“-Anmeldungen, die wir manuell bearbeiten müssten, einzudämmen.
  • Um jeden Zweifel zu beseitigen, werden wir auch diese Einnahmen spenden. Also nicht nur die bereits angekündigten Erlöse aus Platzierungsgeboten sondern auch die durch uns in Rechnung gestellten erfolgsunabhängigen Übermittlungsgebühren von 25 € je an die DENIC übermittelter Domain
  • Selbstverständlich ist der Spendenempfänger noch nicht bekannt – weil bisher keiner ausgewählt worden ist. Statt dessen werden wir via Forum und Blog um Vorschläge bitten, diese Vorschläge zur Abstimmung stellen und die Spende an die Einrichtung mit den meisten Stimmen leisten. Zugelassen sind einerseits Einrichtungen mit dem DZI Spendensiegel sowie andererseits auch nur regional tätigen gemeinnützige Empfänger, die aufgrund der nur regionalen Tätigkeit kein DZI Siegel erhalten können
  • Lange Rede, kurzer Sinn: Außer Spesen nichts gewesen. Wir nehmen an der Vorregistrierung teil, um unseren Kunden diesen Service bieten zu können. Wir haben uns für die gewählten Modalitäten entschieden,weil wir diese in der speziellen Konstellation für am fairsten halten. Ansonsten wären alle halbwegs interessanten Zeichenfolgen und halbwegs aussichtsreichen Plätze nach wenigen Sekunden bis Minute weg gewesen.
  • Und das habe ich auf die Kritik hin auch so erwidert.
  • Falls noch Unklarheiten oder Fragen bestehen: Bitte einfach hier oder im Forum melden. 🙂

End of article

Sara Marburg

Über den Autor

Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

10 Kommentare

Bitte füllen Sie das Captcha aus : *

Reload Image

Die von Ihnen hier erhobenen Daten werden von der domainfactory GmbH zur Veröffentlichung Ihres Beitrags in diesem Blog verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link: www.df.eu/datenschutz


  • Gerald
    Gerald - 21. Oktober 2009 um 18:51 Uhr

    Naja ich halte immer noch nichts davon. Erinnert mich irgendwie an damals mit den UMTS-Lizenzen….
    Liegt wohl daran daß ich noch mit beiden Beinen auf der Erde stehe….
    Naja jedem das was ihm zusteht 😉
    Was Spenden betrifft. Ich ignoriere grundsätzlich jede Organisation die schon bekannt genug ist oder einen Riesen-Bürokraten-Maschinerie im Hintergrund hat. Ich spende direkt an Betroffene (ohne Medienrummel), ich will wissen was mit den Geld passiert und den Erfolg sofort sehen. Gut, ich habe besseren Kontakt zu Menschen, bzw. zu den Einwohnern hier, die hat nicht jeder…und steuerlich absetzbar ist es wenn man es anonym oder anders macht auch nicht immer…aber irgendwie habe ich keine Lust Pseudo-Hilfsorganisationen und Stiftungen Geld in den Rachen zu schmeissen.
    Ich habe einmal so eine Spendenaktion hautnah mitbekommen die einen Kind helfen sollte in den USA operiert zu werden. Alles ganz groß in den Medien. Und was war? Den größten Teil der gesammelten Spenden hat die Mutter dazu verwendet Urlaub zu machen, sich eine Taxi-Konzession und Goldschmuck zu kaufen. Das kam natürlich nicht in die Presse (ich war einer der wenigen die es mitbekamen)….bäh.

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 21. Oktober 2009 um 19:05 Uhr

    Hallo Gerald,

    die Frage ist doch: Was wäre die Alterantive gewesen?

    – eine Vergabe ohne Vor- oder gesonderte Kosten? Dann wären die Slots und Domains binnen Minuten von irgendwem vorbestellt worden. Egal, ob wirklich ein Interesse/Bedarf besteht oder nicht. Bei einem neuen Adressraum wie .eu mag das gehen, bei der minimalen Anzahl neuer .de-Domains macht das für uns keinen Sinn.

    – ein Verkauf der Plätze zum Festpreis? Oder gegen Gebot? Das wäre an sich die gleiche Lösung wie jetzt in grün gewesen.

    – Gar nicht daran teilnehmen und die Möglichkeit verfallen lassen. Sinnlos.

    – Gar nicht daran teilnehmen und sich anderen Firmen anschließen, die durch eine Bündelung der DENIC-Zugänge die Chancen erhöhen und Geld verdienen möchten? Jeder, wie er mag. Für uns wäre das nichs.

    -…?

    Insofern: Das Ganze ist keine schöne Situation, weil die Zeit einfach sehr knapp war und ist, d.h. Entscheidungen also sehr schnell getroffen werden müssen. Dass da bei längerer Vorlaufzeit mehr Luft für Brainstorming und ander Ansätze gewesen wäre, ist klar – aber eben nicht zu ändern.

    Unser erster Gedanke war einfach: lasst uns versuchen, die Chancen den Leuten zu geben, die da wirklich Bedarf haben. Im Normalfall würde es z.B. eine Markenvorregistrierung geben (über deren Berechtigung man streiten kann, klar). So stehen jede Menge Markeninhaber vor dem Risiko, eine für sie wirtschaftlich wichtige Domain eventuell nicht sichern zu können. Und statt dessen erst lange Streitigkeiten mit z.B. einem Wettbewerber führen zu müssen. Es geht dabei ja auch nicht jedem um Goldgräberstimmung, sondern einfach um den Schutz z.B. des eigenen Betriebes und der da dran hängenden Arbeitsplätze.

    Darum, für uns Geld damit zu verdienen, geht es nicht und ging es uns auch zu keinem anderen Zeitpunkt. Sonst hätten wir auch bei früheren Domain-Neueinführungen nicht die Methode der kostenfreien Vorregistrierung gewählt (die damals übrigens auch kritisiert worden ist – man kann es einfach nicht allen Recht machen).
    Ich finde das Thema jedenfalls sehr komplex und denke, dass in der vorliegenden Gesamtsituation jede der verfügbaren Optionen nur ein Kompromiss sein kann. Die „goldene Lösung“ habe ich jedenfalls noch bei keinem Anbieter gesehen.

  • MissVip
    MissVip - 21. Oktober 2009 um 23:14 Uhr

    Mein Vorschlag zum Spendenempfänger ist die Arche. Da verschwindet das Geld noch nicht in der Administration – hoffe ich jedenfalls.

  • Markus
    Markus - 22. Oktober 2009 um 09:26 Uhr

    Ich empfehle als Spendenempfänger Aiducation International, da verschwindet das Geld ebenfalls nicht in der Verwaltung, sondern ermöglicht begabten (aber bedürftigen) Kindern in Kenya einen weiterführenden Schulbesuch.

  • Florian König-Heidinger
    Florian König-Heidinger - 22. Oktober 2009 um 09:43 Uhr

    Hallo,

    anbei ein paar Vorschläge, die mir persönlich sehr am Herzen liegen:

    – Horizont e.V.
    Eine Initiative für obdachlose Kinder und deren Müttern
    Mehr unter http://www.horizont-ev.org/

    – Down-Syndrom Marathonstaffel e.V.
    Vielleicht den ein- oder anderen Münchner von den kostümierten Spendensammlern beim Münchner Marathon bekannt.
    Mehr unter http://www.kinleanita.de/
    (Spendensammler und Fotos: http://fmkh.de/mm2009 )

    – Das Projekt BISS / Hotel BISS
    BISS „Bürger in sozialen Schwierigkeiten“ ist die älteste deutsche Straßenzeitung und gibt Obdachlosen eine neue Perspektive.
    Mehr unter http://www.biss-magazin.de/

    – Hilfs- und Rettungsdienste wie z.B. Malteser, DRK, etc.
    http://www.malteser.de/
    http://www.drk.de/

    Kinder- und Jugendarbeit in (kleinen) Vereinen – vorallem auf dem Land – halte ich persönlich für sehr wichtig. Meist fehlt hier leider auch immer wieder mal Geld um den Kindern entsprechende Möglichkeiten anzubieten.

    Schöne Grüße,
    Florian König-Heidinger

  • Björn
    Björn - 22. Oktober 2009 um 17:51 Uhr

    Welche Scheinheiligkeit!! Wie „doof“ muessen dann die vielen anderen Anbieter sein, die ihre Kunden nicht abfischen?? Sie koennen es in schoene Worte verpacken, wie Sie wollen, auf diese Art und Weise werden Sie sicher bei den einem oder anderen Eindruck schinden, aber ich sage klipp und klar „Nein, Danke“ und werde meine Kunden bei Ihnen abziehen. Es gibt noch Anbieter, die nicht sofort die Dollarzeichen in den Augen haben und dennoch Geld verdienen.

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 22. Oktober 2009 um 17:54 Uhr

    Hallo Björn,

    es steht Ihnen selbstverständlich frei, Ihre Hosterwahl neu zu überdenken. Auch, wenn ich dies sehr bedauern würde.

    Was mich jedoch interessiert: Wo sehen Sie die Dollarzeichen bei uns in den Augen? Wir verdienen keinen Cent an der ganzen Geschichte, sondern legen am Ende Geld für die gesamte Abwicklung, Arbeitszeit, usw. drauf.

    Dollarzeichen sehe ich insofern auch – aber nur in anderen Augen.

    Über eine erneute Rückmeldung würde ich mich freuen, da eigentlich nur ein Missverständnis vorliegen kann.

  • benny
    benny - 22. Oktober 2009 um 19:37 Uhr

    Gehe ich recht in der Annahme, dass die Spende dann von domainfactory steuerlich geltend gemacht wird?

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 23. Oktober 2009 um 10:35 Uhr

    Hallo Benny,

    es ist davon auszugehen, dass wir eine Spende soweit bei Firmen möglich und zulässig steuerlich geltend machen werden.

    Dies bedeutet jedoch nicht, dass für uns deswegen „unterm Strich“ ein finanzieller Gewinn bleibt. Denn der Spendenbetrag beläuft sich auf die vereinnahmten Brutto-Beträge ohne Abzüge. Bei uns selbst kommen jedoch überhaupt nur die Nettobeträge ohne Mehrwertsteuer an – und müssen der Körperschafts- und Gewerbesteuer unterworfen werden.

    Selbst bei einer vollen Berücksichtigung als Betriebsausgabe verbleiben – zumal bei Berücksichtigung der erheblichen Aufwendungen in den letzten Tagen bei der Vertragsbearbeitung und der Entwicklungsabteilung – für uns Mehrkosten.