Domainfpändung

Besuch vom Gerichtsvollzieher: Uns wird per „Zustellurkunde (§ 840 ZPO)“ ein „Pfändungs- und Überweisungsbeschluss“ über die .de-Domain eines Kunden zur Kenntnis gebracht. Dies ist damit nicht der erste Versuch, sich über uns eine Kundendomain „anzueignen“.

Erfolgreich wird er jedoch nicht sein. Denn Domainnamen stellen unseren Anwälten zu Folge kein in der Regel pfändbares Recht dar. Aber selbst wenn, könnten im vorliegenden Fall sowieso nur Ansprüche aus dem Domainvertrag zwischen DENIC und Domaininhaber denkbar sein, für welche die DENIC e.G. der Ansprechpartner wäre – und nicht wir.

Dessen ungeachtet wirkt der vorliegende Pfändungsversuch wirtschaftlich aufgrund des absehbar minimalen Domainwertes nicht sinnvoll. Wobei es dem Gläubiger in Wirklichkeit auch vielleicht gar nicht um den objektiven Wert geht. Sondern darum, den Druck beim Schuldner mit der drohenden Domainverwertung zu erhöhen.

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Sara Marburg

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Geschäftsführung (bis 11/13)

4 Kommentare

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  • Gerald
    Gerald - 29. September 2011 um 14:36 Uhr

    Weder Verwertung noch Druck ausüben geben für mich Sinn. Wenn (nur so als Beispiel) ich Schulden hätte würden solche Maßnahmen absolut ins Leere laufen. Was anderes wäre es wenn jemand mit gefälschten Schuldscheinen und den entsprechenden Maßnahmen versucht einen für ihn unbequemen Domaininhaber „auszuschalten“.
    Ist halt rechtlicher Schwachsinn. Was kommt als nächstes? Luftpfändung? Namenspfändung? 😉

  • Sara
    Sara - 29. September 2011 um 14:40 Uhr

    Gerald: Der Gedankengang könnte folgendermaßen sein: Wenn ein Schuldner kein anders pfändbares Vermögen hat, kann der drohende Verlust einer subjektiv wichtigen Domain vielleicht dazu führen, dass der Schuldner sich lieber z.B. Geld leiht oder trotz Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze eine Zahlung leistet, um die drohende Domainverwertung noch zu verhindern. Vermutlich geht das nicht oft auf; manch ein Gläubiger dürfte aber nicht davor zurückschrecken, zumindest den Versuch zu wagen.

  • Anonymous
    Anonymous - 29. September 2011 um 17:36 Uhr

    Domainfpändung

  • David Blaz
    David Blaz - 1. Oktober 2011 um 11:45 Uhr

    Richtig. Im Zwangsverfahren ist die beste erfolgsversprechende Methode einfach alles zu probieren und danach zu sehen, was dabei heraus kommt, auch wenn alles nicht 100% klar ist. Was man hat, hat man. Ärgerlich nur, dass man sich mit der Sache erst mal auseinander setzen muss. Leider ein notwendiges Übel.