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Domainkosten im Vergleich: Warum sind Domains unterschiedlich teuer?


Veröffentlicht am 01.02.2022 von Wolf-Dieter Fiege

Interview mit Nicole Pfisterer, Commercial Director bei der DomainFactory, über Preise der verschiedenen Top-Level-Domains (TLDs). Wodurch entstehen die großen Preisunterschiede auch zwischen den einzelnen Anbietern? Und worauf sollte man bei der Auswahl der Domain und des Anbieters achten?

 

Interview mit Nicole Pfisterer, Commercial Director bei der DomainFactory

 

Frau Pfisterer, lassen Sie uns über Domainkosten sprechen. Warum kosten manche Top-Level-Domains (TLDs) nur 99 Cent im Monat und andere Hunderte von Euros?

Sie haben Recht, das wirkt auf den ersten Blick sehr verwunderlich. Sie müssen aber berücksichtigen, dass Domainpreise von sehr vielen Faktoren abhängen. Wenn Sie eine Domain registrieren möchten, tun Sie das bei einem dafür akkreditierten Unternehmen, dem „Registrar“. Dieser ist aber nur ein Vermittler zwischen Ihnen und der sogenannten „Registry“, der die gewünschte TLD verwaltet und vermarktet. Für .com-, .org- oder .net-Domains ist das zum Beispiel Verisign, für .de die DENIC. Viele andere TLDs werden von sogenannten Sponsoren zu einem bestimmten Zweck vermarktet. Diese Registries bestimmen weitgehend die Richtlinien für Namen und Vergabe und auch die Preise.

Ein Beispiel: Die preiswertesten TLD bei DomainFactory sind .de und .works für 99 Cent im Monat. Die teuerste ist .rich, für die Sie knapp 350 Euro im Monat hinlegen müssen. .systems wird zusammen mit über 200 anderen neuen generischen TLDs (gTLDs) vom amerikanischen Domainverwalter Donuts Inc. verwaltet und vermarktet, der extra zu diesem Zweck gegründet worden ist. .rich dagegen wird von seiner Registry als „Online-Club für Reiche“ beworben; der hohe Preis soll die Exklusivität des Clubs sichern.

Das klingt einleuchtend. Aber es erklärt noch nicht die deutlichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern, also Registraren, für eine bestimmte TLD.

Stimmt. Jetzt kommt der Markt ins Spiel. Es ist Ihnen ja sicher schon aufgefallen, dass nicht jeder Domain- oder Webhosting-Anbieter jede der mittlerweile über 1.500 existierenden Top-Level-Domains im Angebot hat. Wer eine TLD in sein Angebot aufnehmen will, muss sich bei der entsprechenden Registry speziell akkreditieren. Jeder Anbieter überlegt sich daher sehr genau, welche TLDs für seine Kunden attraktiv sind und zu welchen Konditionen er sie anbieten kann. 

Für jede Registrierung verlangt die Registry Gebühren, in der Regel mit Mengenstaffelung. Deshalb haben wir bei .systems gleich ein größeres Kontingent geordert und können unseren Kunden diese TLD besonders günstig anbieten. 

Ein weiterer Kostenfaktor sind die Verwaltungskosten. Der Registrar muss überprüfen, ob der beantragte Domainname den Vorgaben der Registry entspricht, und gegebenenfalls auch, ob der Bewerber die Bedingungen der Registry für die Vergabe erfüllt. Ist alles okay, muss er noch die nötigen Infos für den WHOIS-Eintrag zusammentragen und übermitteln. 

Wo liegt DomainFactory im Kostenvergleich mit anderen Anbietern?

Das hängt ganz klar von der TLD ab, die Sie jeweils betrachten. Grundsätzlich orientieren wir uns am üblichen Preisniveau. Trotzdem versuchen wir, da wo es sinnvoll ist, besondere Angebote zu schnüren. Bei einigen der neuen gTLDs sind wir derzeit einer der günstigsten Anbieter, darunter neben .systems auch .email, .solutions, .media, .reisen, .academy, .shop, .shopping oder .jetzt (Stand 6.9.2020). Aber auch bei populären TLDs wie .de, .com, .org,.net, .eu oder .biz haben wir sehr konkurrenzfähige Angebote. Zudem bieten wir hier einen Mengenrabatt von 15 Prozent, bei .de sogar bis zu 40 Prozent. Den Rabatt erhalten Sie ab einer Gesamtzahl von 100 Domains, unabhängig von ihrer Endung und einschließlich externer Domains.

Aber ich muss auch betonen, dass wir kein Billiganbieter von Domains sind. Manchmal werden für Domains, zum Beispiel für .com-Domains, die aufgrund ihrer Attraktivität grundsätzlich nicht billig sind, Preise aufgerufen, die nur bei Riesenpaketen wirtschaftlich wären – oder als Lockangebot für den Verkauf weiterer Services.

Sie meinen, der Kunde sollte nicht nur nach dem Preis gehen?

Genau. Wer Websites betreibt, sollte auf das Gesamtpaket achten. Was nützt Ihnen eine tolle Domain, wenn sie nicht erreichbar ist?  Viele Betreiber bevorzugen daher einen Anbieter, der ihnen ein attraktives Website-Komplettpaket aus einer Hand liefern kann. Das beinhaltet dann neben der Domain-Verwaltung auch zuverlässige Technik und alle  benötigten Leistungen. Dazu gehören leistungsfähige Hardware, aktuelle Anwendungen und vertrauenswürdige Sicherheitsfeatures. Dazu gehört auch, dass sich nicht zu viele Kunden einen Server teilen müssen. Ebenso wichtig die professionelle Konfiguration und Wartung der Systeme. Das alles kostet Geld – unseriöse Anbieter machen hier häufig Abstriche. 

Fassen Sie bitte noch einmal zusammen, worauf ein Kunde bei der Auswahl eines Domainanbieters achten sollte?

Sehr gern. Regel Nummer 1: Wählen Sie einen seriösen Anbieter. Nutzen Sie dazu zum Beispiel Bewertungen im Internet – oder kommen Sie gleich zu DomainFactory. Natürlich sollte der Anbieter auch Ihre Wunschdomain im Angebot haben. Bei DomainFactory können Sie über 230 verschiedene TLDs registrieren, von branchenbezogenen gTLDs wie .agency, .boutique, . cafe, .cloud, .design, .engineering, .fashion,.immobilien, .restaurant, .shoes, software, .studio, .tech, .tools oder .versicherung bis hin zu geoTLDs wie .bayern, .berlin, .cologne, .koeln, .hamburg, .ruhr, .saarland oder .wien. Das erhöht enorm Ihre Chancen, dass Ihr gewünschter Domainname noch frei ist. Falls Sie eine exotische TLD brauchen, die wir nicht anbieten, können Sie bei uns aber auch externe Domains ohne Zusatzkosten einbinden. Zum Domain-Check von DomainFactory (Link)

Regel Nummer 2: Bestimmen Sie Ihren Gesamtbedarf und suchen Sie sich ein passendes Tarifpaket mit Luft nach oben. Ihr Domain-Anbieter sollte es auch ermöglichen, die hinterlegten Standard-Nameserver und die DNS-Einträge anzupassen. Sie sollten aber unbedingt auch daran denken, dass Sie zu Ihrer Domain ein SSL-Zertifikat dazu bestellen müssen. Sonst werden Webnutzer von ihrem Browser vor dem Besuch Ihrer Website gewarnt, und Sie machen sich strafbar, wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten. Bei DomainFactory ist ein SSL-Zertifikat für eine Domain in jedem Webhosting-WordPress-Hosting- und Managed Server-Tarif inklusive. Unsere neuen Business Hosting-Tarife auf Basis von cPanel bieten sogar Auto-SSL, sodass jede Domain, die Sie auf diesem Produkt betreiben, automatisch mit einem SSL-Zertifikat absichern können. Ein Klick genügt. Außerdem werden diese SSL-Zertifikate automatisch verlängert. Sie als Kunde brauchen sich dann überhaupt nicht mehr darum zu kümmern.  

Was muss ich bei der Domainregistrierung beachten? mailto:vertrieb@df.eu

 

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Der Autor:


Wolf-Dieter Fiege ist Senior Specialist für Content Marketing und SEO und verantwortlicher Redakteur des DomainFactory Blogs. Er interessiert sich leidenschaftlich für neue Themen aus der IT- Welt und engagiert sich für Open-Source-Communities. Sein Motto: Immer offen für neue Ideen.