Grenzwertige Nutzung

Ein Kunde ist im Rahmen des Sicherheitsmonitorings aufgefallen, nachdem er in einem SharedHosting-Account mit Traffic-Flatrate im Oktober mehr als 2.200.000 MB Datenvolumen und im November bisher schon über 8.500.000 MB Datenvolumen erzeugt hat. Dabei hat sich gezeigt, dass eine sehr grenzwertige Nutzung (der Account wird als AdServer für Bild- und Audiowerbung genutzt) vorliegt, die möglicherweise gegen Ziffer 7.1 unserer vom Kunden anerkannt AGB verstößt. Diese Regelung untersagt eine Nutzung als Adserver, da dies erfahrungsgemäß mit unüblich hoher Last bzw. unüblich hohem Datentransfer verbunden ist. Nachdem bei Hostingangeboten in der Regel im Rahmen der sogenannten Mischkalkulation nur die durchschnittliche, tatsächliche Nutzung aller Kunden eines Tarifes zu Grunde gelegt wird und nicht die theoretisch mögliche Nutzung, wirken sich solche besonders intensiven Anwendungszwecke langfristig negativ auf alle anderen Nutzer des jeweiligen Tarifes aus. Erhöht sich dadurch auch die durchschnittliche Nutzung und somit der zu Grunde gelegte Kostenanteil.

Dennoch haben wir den Kunde natürlich nicht hart auf die AGB verwiesen, sondern ihn freundlich per E-Mail kontaktiert und den Sachverhalt aus unserer Sicht dargelegt. Dabei haben wir auch gleich einen Lösungsvorschlag unterbreitet, sofern durch die grenzwertige Nutzung keine Lastrprobleme für andere Kunden entstehen: Der Nutzer stellt seinen Tarif auf 750 GB Inklusivtraffic um und zahlt nur darüber hinaus gehenden Datentransfer gem. Preisliste. 750 GB ist immer noch ein ordentlicher Wert für die Nutzung als an sich vertraglich ausgeschlossener AdServer. Gleichzeitig wir der doch erhebliche Mehrtraffic bezahlt, so dass keine negativen Auswirkungen auf andere Kunden bzw. die Tarifkalkulation mehr durch die grenzwertige Nutzung zu erwarten sind.

Sollten wir uns nicht einigen können und der Datentransfer langfristig so hoch bleiben, kommt eine ordentliche Kündigung in Betracht. Dies wäre aber der letzte Schritt und wir haben dem Kunden bereits zugesagt, dass es dazu auf keinen Fall ohne erneute, vorherige Rücksprache erfolgt.

Wir hoffen, damit eine gute Lösung finden zu können. Kündigungen durch uns sind übrigens ein sehr seltener Fall und wir haben durchaus auch Kunden, die langfristig viele hundert GB oder mehrere TB an Datentransfer pro Monat verursachen. Das ist okay und auch so vereinbart, wenn die Nutzung eben zweifelsfrei den vertraglichen Vereinbarungen entspricht. Nur in einer sicherlich noch einstelligen Anzahl von Fällen haben wir bisher solche domainFACTORY-Kunden in Ausnahmefällen gekündigt, weil z.B. die langfristige Nutzung einfach ganz erheblich über jedem noch finanzierbaren Limit gelegen hat. Dann aber in Anbsprache und mit kulanten Sonderlösungen, bei denen z.B. auch schon mal ein kostenfreier Nutzungsmonat für die erforderliche Umstellung von uns angeboten ist.

End of article

Sara Marburg

Über den Autor

Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

2 Kommentare

Bitte füllen Sie das Captcha aus : *

Reload Image

Die von Ihnen hier erhobenen Daten werden von der domainfactory GmbH zur Veröffentlichung Ihres Beitrags in diesem Blog verarbeitet. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte folgendem Link: www.df.eu/datenschutz


  • Hupp
    Hupp - 23. November 2009 um 15:41 Uhr

    Warum den Kunden nicht auf einen eigenen Server verfrachten? Dann hat er genügend Leistung und beeinträchtigt keine anderen Kunden?

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 23. November 2009 um 17:17 Uhr

    Hallo Hupp,

    die Nutzung als AdServer ist gem. unseren vom Kunden anerkannten AGB an sich ausgeschlossen. Der Kunde verstößt durch die den Traffic verursachende Nutzung also gegen unsere AGB, wobei aktuell primär der durch diesen Verstoß entstehende Datentransfer das Problem darstellt und weniger die Last. Ein Serverumzug würde hier also nichts helfen, da dies nichts an der unserer vertraglichen Vereinbarung entgegenstehenden Nutzung ändern würde.

    Trotz des Verstoßes haben wir den Kunden weder formell abgemahnt noch den Datentransfer berechnet, sondern ihn individuell und freundlich für eine Lösung kontaktiert, die aufgrund der Situation für alle Beteiligten tragbar ist. Dabei geht es uns nicht darum, zusätzliche Einnahmen zu generieren sondern zumindest aufgrund der an sich gem. AGB gar nicht erlaubten Nutzung langfristig erhebliche Kosten tragen zu müssen, die bei vertragsgemäßer Nutzung gar nicht erst anfallen würden.

    Der Kunde hat meines Wissens übrigens sehr verständnisvoll reagiert und eine Lösung ist intern in Erarbeitung, damit er trotz der o.g., an sich durch die AGB nicht zugelassenen Nutzung bei uns bleiben kann.