„Ignorant“ – Oder: Warum wir nicht alles machen möchten.

In Twitter gibt uns ein User nur die Note „4-„. Der Grund: Wir seien ignorant ohne Ende, was Windowshosting oder Rootzugriff angeht. Der Verfasser zieht das Fazit: Web 1.5. Auch unser Versprechen „Premium Hosting“ scheinen wir in seinen Augen nicht erfüllt zu haben.

Die dahinterstehende Überlegung ist sicher berechtigt. Immerhin möchte man von „seinem“ Hoster möglichst auch ein vollständiges Produktportfolio erhalten.

Was das Windows-Hosting angeht, haben wir jedoch schlichtwege keine ausreichenden Kompetenzen für ein besonderes, erstklassiges Angebot. Und sehen auch keinen ausreichend großen Bedarf, um in diesem Bereich viel Geld zu investieren um diese Kompetenzen zu erwerben. Die Frage nach Tarifen mit Root-Zugang ist hingegen differenzierter zu beantworten und wurde von uns in den letzten Jahren immer wieder unter verschiedenen Gesichtspunkten geprüft. Leider hat sich dabei jedoch stets für uns nicht der Mehrwert gezeigt, den wir als domainFACTORY in der gewohnten Qualität und zu gleichzeitig marktfähigen Preisen in diesem Bereich guten Gewissens anbieten können. Gerade der Rootservermarkt ist ja ein weitgehend einheitliches Geschäft, welches primär auf einer Standardsoftware basiert und ganz überwiegend rein nach Preis verkauft. Zudem ist ein Root-Angebot in Folge unserer erfolgreichen „Managed“-Ausrichtung nicht sehr naheliegend und würde erhebliche Investitionen und Änderungen erfordern. Diese sind nicht ausgeschlossen und als Unternehmen sind wir durchaus bereit, neue Wege zu gehen (siehe z.B. ManagedExchange). Insgesamt müssten wir dabei aber für uns, unsere Kunden und den Hostingmarkt eine geeignete Gesamtsituation finden können.

Wenn wir also z.B. kein Windows-Hosting und keine Root-Server anbieten, dann nicht, weil uns die Interessenten an diesen Produkten gleichgültig sind. Sondern weil wir den dF-Mehrwert hierbei nicht sicherstellen und damit für Entäuschung sorgen würden. Andere Firmen würden auf das damit verbundene Geschäft vielleicht dennoch nicht verzichten und ein Standardangebot auch mit geringer Kompetenz und geringen Vorteilen auf den Markt werfen. Für uns ist das jedoch keine Option und in der Vergangenheit hat es sich stets ausgezahlt, nicht immer alles für alle machen zu wollen.

Auch ohne Rootserver und Windowshosting haben wir jedoch unsere Angebote laufend erweitert, verbessert und erneuert. Hierzu zählten zuletzt u.a. die große dF Tarifreform mit konfigurierbaren Tarifen und der Start von ManagedExchange. Gleichzeitig legen wir ganz erheblichen Wert auf die Verbesserung bestehender Systeme. Dies spielt sich zwar oft im Hintergrund ab, ist jedoch für die Zufriedenheit bestehender Kunden von essenzieller Bedeutung.

Der Fokus liegt daher zukünftig weiterhin auf einem (hoffentlich) goldenen Mittelweg: Verbesserung der bestehenden Tarife und Systeme im Vorder- und Hintergrund einerseits. Einführung neuer Produkte und Leistungen die einen tatsächlichen Mehrwert bieten und der dF-Qualität entsprechen andererseits.

Damit sind speziell weder Root- noch Windowsprodukte ausgeschlossen. Aber allgemein „0815-Tarife“ von der Stange, wie sie unzählige andere Anbieter schon im Portofolio haben. Wäre doch auch langweilig sonst ;-).

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

11 Kommentare

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  • Zarquod
    Zarquod - 2. März 2010 um 15:22 Uhr

    Webhosting ist nun einmal in erster Linie LAMP. Wer einem Webhoster vorwirft, kein Windows-Hosting anzubieten, der könnte auch seinem Fleischer vorwerfen, dass man dort keine Kartoffeln bekommt.

  • wingfire
    wingfire - 2. März 2010 um 16:03 Uhr

    Der Linie könnt Ihr ruhig treu bleiben … bisher bin ich mit euch super gefahren und M$ Produkte können mir gestohlen bleiben.
    Extra-Features zu Lasten der Stabilität … nein danke!

  • IT-Pulse
    IT-Pulse - 2. März 2010 um 16:51 Uhr

    Eines muss man df.eu lassen, die Kommunikation – wie dieses Posting – zu Ihren Kunden läuft sehr transparent ab! Sieht man sehr selten.

  • Tobia Sara
    Tobia Sara - 2. März 2010 um 16:59 Uhr

    Danke 🙂

  • ad
    ad - 2. März 2010 um 17:57 Uhr

    Gut so. Dass eine eierlegende Wollmilchsau nicht funktioniert, sieht man auch in anderen Branchen, z.B. dem Automobilbau. VW ist mit seinem Phaeton schließlich auch auf die Nase gefallen.

    Besser Bestehendes optimieren. Die neue Flexibilität bei MyHome ist z.B. eine feine Sache (die allerdings aber auch überfällig war).

  • Gerriet
    Gerriet - 2. März 2010 um 18:57 Uhr

    Ich bin seit 8 Jahren bei D)F, D)F war schon zu seinen Anfangszeiten sehr tansparent. Und sehr entgegenkommend, wenn es mal Probleme gab. Hin und wieder gabs mal Probleme mit Webserver, aber meist nur Kleinigkeiten. Diese wurde in kurzer Zeit behoben.
    Wenn ich euch ne Note vergeben sollte, dann würde ich keine 1 geben, aber ne 2+. Warum ? Die Note ist mehr motivirend gedacht, damit sie genauso weiter machen wie bisher ;D

    Tschööö

    Gerriet

  • Niels
    Niels - 2. März 2010 um 21:19 Uhr

    @Zarquod: Der Vergleich mit dem Fleischer hinkt, Server ist Server egal was für ein OS läuft.
    @winfire: Was hat ein Hoster mit Linux + Win. Servern mit Stabilität der einzelnen Systeme zu tun. Virtuelle Systeme einfach auf unterschiedlichen Systemen laufen lassen, wie es auch sein sollte….

    Bin niemals Kunde bei DF gewesen, da für mich … Windows + Linux Hosting in einem Anbieter vereint und der Service ist auch Spitze (kann ich bei DF nicht beurteilen, was man so hört scheint das aber auch einwandfrei zu sein).
    Genauso wie verschiedene Leute verschiedene Ansprüche/Voraussetzungen benötigen, sollte man sich als Hoster eben auch entscheiden, ob man diese Nachfrage befriedigt.
    Ich kann zurzeit nichts zur Preisgestaltung sagen, aber zumindestens damals war DF einfach zu teuer für die Leistung und Windows war (und ist) keine mögliche Option/Erweiterung.

    Bei … habe ich einen Hoster, einen Ansprechpartner, eine Rechnung…bequemer.

    Wünsche euch trotzdem viel Glück mit eurer Strategie.

  • Christian
    Christian - 3. März 2010 um 01:55 Uhr

    Eins vorab: Ich bin bei dF äußerst zufrieden. Die im Vergleich zur Konkurrenz sicher nicht ganz niedrigen Preise rechtfertigen sich vor allem im täglichen Einsatz, wo besonders unzählige gut umgesetzte Kleinigkeiten und ein fantastisches Kundenmenü die Arbeit enorm erleichtern. Vom exzellenten Kundendienst ganz zu schweigen. Richtig zu spüren bekommt man den Unterschied erst, wenn man mal gezwungen ist, ein Projekt mit einem anderen Anbieter umzusetzen.

    Der Verzicht auf Rootserver bei dF wird aber auch für mich immer mehr zu einem Problem. Ich habe zahlreiche Anwendungen, die nur mit Rootzugriff umsetzbar sind und die mich immer wieder zu anderen Anbietern treiben. Mittelfristig wird das trotz aller Zufriedenheit dazu führen, dass ich dF vollständig den Rücken kehren muss, weil ich gerne „alles unter einem Dach“ habe. Ich könnte aus dem Stegreif 3-4 Kollegen aufzählen, die mit ähnlichen Gedanken spielen oder den Schritt schon vollzogen haben.
    Es ist natürlich richtig, dass es für einen Premiumanbieter wie dF gefährlich ist, wenn man versucht auf allen Märkten mitzumischen. Insofern ist der Verzicht auf Rootserver vielleicht die richtige Strategie. Aber dF sollte sich bewusst sein, dass dadurch zufriedene Kunden verloren gehen. Ich kann auch nicht ganz erkennen, warum ein dF-Mehrwert bei Rootservern nicht möglich sein soll. Die große Stärke von dF ist der Service, was zugleich die Schwäche der allermeisten Rootserver-Angebote ist. Würde dF entsprechende Service-Angebote für ein Rootserver-Produkt entwickeln, verbunden mit der gewohnt guten Qualität der dF-Produkte, hätte man damit in meinen Augen nicht nur einen Mehrwert, sondern unter den größeren Hosting-Anbietern auch ein Alleinstellungsmerkmal.

  • Stephan
    Stephan - 3. März 2010 um 20:19 Uhr

    lieber ein eingeschränktes Portfolio anbieten, aber dafür hochwertig, als durch die Bank weg alles anzubieten und dafür nur in mittelmäßiger Qualität 😉

  • noone
    noone - 4. März 2010 um 07:14 Uhr

    Rootserver supporten wird allerdings sehr schwer, die kann der Kunde sehr schnell kaputt spielen und dann sucht man da nicht nur wenige Minuten sondern Stunden nach dem Fehler, das wäre über kostenlosen Support nicht möglich.

  • wo kann ich
    wo kann ich - 16. März 2010 um 11:32 Uhr

    „ManagedExchange)“ – exzellent! 😉