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In vier Schritten zu besseren Website-Texten


Veröffentlicht am 11.01.2022 von DomainFactory

Auch wenn in den letzten Jahren der Trend stark zu visuellen Gestaltungselementen auf Websites ging, ist es doch der Text, der dafür sorgt, dass überhaupt User auf die Homepage kommen. Denn ohne die Verschriftlichung der Inhalte, übrigens auch bei Bildern, würden Google und Co. Ihre Website gar nicht finden. Wir stellen Ihnen Tipps zu Vorbereitung, Aufbau, SEO und Ausdruck vor, damit Sie bessere Website-Texte schreiben.

So gerne Studien die wichtige visuelle Komponente von Websites betonen, so ist es die Güte des Textes, die die meiste Aufmerksamkeit der Suchmaschinen-Crawler für sich einfängt. Aus diesem Grund stellen wir Ihnen jeweils Highlights zur Vorbereitung, dem Aufbau, der SEO und dem besseren Texten vor.

1. Gute Vorbereitung macht den besseren Website-Text

Wer kein Ziel hat, verläuft, bzw. verschreibt, sich

Bevor ich diesen Text geschrieben habe, habe ich mich gefragt, wie ich das Thema „Bessere Website-Texte“ am besten beschreibe. Was kann Ihnen als Leser den meisten Output geben? Natürlich sind Sie am Ende nicht der beste Website-Texter der Welt (na ja, wer weiß?). Mein Ziel ist es, dass Sie wissen, wie Sie diese Herausforderung anpacken können. Und wenn Sie am Ende nur einen professionellen Texter besser briefen können. Außerdem weiß ich in meinem Fall auch, dass der Text auf dem Host-Europe-Blog und nicht auf der Website erscheint, weshalb ich eine gewisse Freiheit in der Formulierung habe. Wenn Sie eine Produktseite schreiben, muss dies natürlich sachlicher geschehen. Mit solchen Fragen tasten Sie sich langsam voran: Ganz gleich, ob Sie für einen Blog, einen Shop oder für die Unternehmensseite schreiben.

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Nun ja, ich kenne Sie ja schon ein paar Jahre lang, deshalb fällt mir die Antwort in diesem Fall nicht so schwer. Und doch ist es eventuell neu, dass ich Sie so direkt anspreche. Einen großen Vorteil haben die Schreiber, denen ein sogenannte Buyer Persona ((ev. Verlinken)) vorliegt. Das ist Ihr halbfiktionaler Idealkunde, den Sie durch Befragungen bei Ihren bestehenden Kunden entwickelt haben und der durch Ihre absolute Idealvorstellung von Ihrem Lieblingskunden ergänzt wird. Für Website-Texte sind besonders Fragen wichtig, wie alt Ihr Zielkunde ist, wie lange er Ihre Website überhaupt lesen wird und was für einen Bedarf das Lesen Ihrer Website-Texte lösen könnte. Auch die Frage nach der Anrede, also dem Du oder Sie, sollten Sie gut durchdenken und entscheiden. Und dann sollten Sie wissen, welche Texte eher Neukunden oder mehr Ihre Bestandskunden ansprechen sollen. Für bestehende Kunden können eventuelle Produktgrundlagen ausgelassen werden, für Neukunden nicht.

Pinnen Sie bei Ihrer Konkurrenz ab

Das heißt natürlich nicht, dass Sie Texte eins zu eins kopieren sollen. Nein, aber lassen Sie sich von aktuellen Themen inspirieren. Sie können dann einen anderen Schwerpunkt legen oder noch mehr Fragen beantworten. Prüfen Sie mit entsprechenden Tools, welcher Text das Rennen macht und optimieren Sie Ihren gegebenenfalls.

2. Aufbau und Struktur ist die Basis

Scannen statt Lesen

Sie kennen es selbst: Jeden Tag öffnen Sie zig Website-Texte. Hand aufs Auge – wer kann denn diese Menge an Informationen wirklich lesen? Zahlreiche Studien bestätigen: niemand. Eher fliegen wir über Website-Texte. Wir scannen sie und entscheiden uns so im Flug, ob einer wichtig oder interessant ist, oder nicht. Deshalb ist der wichtigste Baustein eines guten Website-Textes eine gute Gliederung:

  • Ganz am Anfang steht die Überschrift. Sie soll in erster Linie neugierig machen.
  • Das Wichtigste, also die Kernaussagen, kommt dabei an den Anfang. Die Leser sollen wissen, was sie im Text erwartet. Sie können hier Ihre Leser ein wenig in der Spannung hängen lassen oder Ihnen einen kompletten Kurzüberblick über den Text geben.
  • Dann folgen wichtige Informationen für ein besseres Verständnis.
  • Und am Ende noch eher ergänzende Details.

Wichtig: Jeder Gedanke ist einen eigenen Absatz wert und jeder Absatz erhält eine eigene Überschrift.

Beantworten Sie die fünf W-Fragen

Wer hat Sie in der Schule nicht gelernt? Wer, was, wann, wo, warum? Was für Aufsätze gilt, unterstützt auch beim Schreiben von Website-Texten. So vergessen Sie keine wichtige Message. Keiner Tipp: Formulieren Sie diese Fragen als Zwischenüberschriften. Das kommt Ihnen auch bei der Suchmaschinenoptimierung zugute, denn in Google werden immer mehr Suchfragen eingegeben. Wichtige Aussagen bekommen eigene Kästen, Aufzählungen oder werden durch Zitate hervorgehoben.

Kürzen und Längen

Sicherlich haben Sie schon einmal davon gehört, dass Website-Texte eine bestimmte Länge haben sollen. Eine Zeitlang hieß es mindestens 300 Wörter, dann mindestens 1.000 und Pillar-Texte (Themenüberseiten) sind schon mal an die 2.000 Wörter. Was ist nun richtig? Die Antwort: Ein Text ist so lang oder kurz, wie er es für seinen Zweck sein muss. Ein Ratgebertext ist länger als eine Produktbeschreibung, wobei es auf das Produkt ankommt. Was bei der Textlänge sehr variabel ist, trifft nicht auf die Satzlänge zu. Hier gilt: Weniger ist mehr.

3. Website-Texte sind SEO-Texte

Erst einmal vorweg

In erster Linie schreiben Sie Website-Texte immer für die Menschen, aber… auch Suchmaschinen-Crawler wollen glücklich gemacht werden. Im besten Fall ist dies kein Problem, denn relevante Keywords, nach denen Google auf Ihrer Seite sucht, entsprechen den Suchanfragen der Menschen. Analysieren Sie deshalb im Vorfeld, wonach Ihre Interessenten suchen und nach themenverwandten Keywords. Nutzen Sie dies auch als Inspiration für neue Themen. Neben dem Google Keyword-Planner helfen Ihnen kostenlose Keyword-Tools dabei, Ihre Keywords auf den neuesten Stand zu bringen. Tipp: Optimieren Sie auch Ihre bestehenden Texte auf performante Keywords. Vergessen Sie aber nie, dass Sie für Menschen schreiben. Deshalb vergessen Sie am besten Keyword-Dichten usw. Bestimmen Sie sie im Vorfeld, haben Sie Ihren Fokus darauf und dann schreiben Sie einen guten Text. Sollte Ihnen dann noch an der einen oder anderen Stelle eines fehlen, würzen Sie nach.

Text-Tipps außerhalb des Textes

  • Auch wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte. Wenn das Bild keine Bildunterschrift und keinen Alt-Text hat, sagt es dem Google-Crawler gar nichts. Für den Alt-Text ist wichtig, dass die wichtigsten Keywords des Textes auftauchen.
  • Im Hintergrund ist auch eine kreative Formulierung der Meta-Description in 160 Zeichen gefragt. Sie entscheidet, ob ein User auf Ihre Seite klickt oder nicht. Auch die wichtigsten Tags sollten im Backend nicht fehlen.
  • Richtig formatieren ist wichtig: Achten Sie darauf, Überschriften nicht nur fett zu machen, sondern die von Ihrem CMS vorgegebenen Formatierungen für die H1, also die erste Überschrift, und die H2, die Subheads. Manchmal kann es dann auch noch eine H3, H4 usw. geben. Sorgen Sie aber nicht für zu viele Überschriften. Und, das ist wichtig, die H1 kann nur einmal pro Seite vergeben werden.

Internes Backlinking: Gut für die SEO, weil zum einen für eine längere Verweildauer auf der Website gesorgt wird, aber zum zweiten die Suchmaschine mitbekommt, dass zu einem Thema mehrere Webseiten vorhanden sind, ist das interne Verlinken innerhalb von eigenen Website-Texten. Damit machen Sie sich für den Crawler der Suchmaschine zum Experten.

4. Das Tüpfelchen auf dem i: Punkten Sie bei Ihren Website-Texten in der B-Note!

Erzählen Sie eine spannende Geschichte

Bestimmt haben Sie schon vom Storytelling als Stilmittel gehört. Denn, wenn Sie Ihre Inhalte in einer Geschichte verpacken, vergessen sie Ihre Leser ganz bestimmt nicht so schnell. Filme und Romaninhalte wissen Sie meist auch noch Jahren, aber wer merkt sich schon einen Produkttext? Damit ist nicht gemeint, dass Sie jegliche Information in eine Story packen, aber dort, wo es besondere Gegebenheiten oder eben eine einzigartige Geschichte zu erzählen gibt, nutzen Sie diese.

Werden Sie zum Experten

Nutzen Sie Ihr Know-how, um in Ihrem Themenfeld Ihr ganzes Fachwissen zu kommunizieren. Beschreiben Sie die Anfänge von zum Beispiel der Geschichte des Textes, über die unterschiedlichen Arten von Texten, den kürzesten, den längsten, den Stilmitteln usw. Auch wenn nicht alle diese Texte lesen, so wird jedem Website-Besucher klar, dass er oder sie es mit einem Fachmann zu tun haben.

Werben, ohne zu werben

Jetzt müssen Sie ganz stark sein. Vor allem auf der Homepage dürfen Sie noch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Denn die Kaufentscheidung fällt in einer Customer Journey erst im letzten Drittel. Deshalb muss Ihr Website-Besucher erst langsam auf den Kauf vorbereitet werden. Außer, er besucht direkt den Shop oder aber er wird von einer Anzeige auf eine Landingpage geführt, die nur das Ziel der Conversion hat. Ansonsten versuchen Sie Information und Verkauf gut auszutarieren oder bauen Sie Call-to-Actions unter oder neben Text, die auf Ihr Produkt führen.

Fazit: In vier Schritte zu besseren Website-Texten - Denken Sie an den CTA!

Kein Text wird zum Selbstzweck geschrieben, jedenfalls im besten Fall nicht. Sie schreiben Website-Texte, weil Sie möchten, dass Ihre User, Kunden, Interessenten am Ende etwas tun. Meist ist dies eine Aufforderung, etwas zu kaufen. Deshalb versehen Sie jeden Text mit passenden Call-to-Actions (CTA), also Handlungsaufforderungen. Das kann ein Link zu einem vertiefenden Text oder einem Video sein oder eben klassisch der „Jetzt-Kaufen“ oder „Jetzt-informieren“-Button.

Titelmotiv: Pixabay

 

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