Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV 2011): Informationen, Fakten, Links

Derzeit sorgt der neue Jugendmedienschutzstaatsvertrag (JMStV 2011) für Unruhe, nachdem einige Blogbetreiber die Einstellung ihrer Seiten angekündigt haben. Siehe dazu z.B. auch den Artikel bei heise online.

Die „Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Anbieter“ (FSM) hat einige häufig gestellten Fragen in ihren FAQ beantwortet. Weitere Informationen liefert auch ein Bericht beim t3n Magazin. Dessen Fazit und Handlungsvorschlag lautet: „Abwarten“.

Eine kritische Zusammenfassung mit Informationen zu Fehlern und Ungereimtheiten bietet darüber hinaus der beck-blog. Seltsam, wie solche Gesetze entstehen.

„Lesenswertes Material zum JMStV“ hat auch Telemedicus zusammengestellt.

Frühere Berichte bei uns finden sich übrigens hier und hier.

Derzeit prüfen wir die konkreten Auswirkungen für unsere Kunden und werden uns noch einmal gesondert mit weiteren Informationen melden.

[Edit: Auch der bei uns gehostete Pottblog (www.pottblog.de/category/politik/jmstv) berichtet über das Thema, um ein weiteres Beispiel zu nennen.  ((Danke für den Hinweis bei Twitter) ]

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

14 Kommentare

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  • Sepp0815
    Sepp0815 - 1. Dezember 2010 um 08:38 Uhr

    Weiß eigentlich jemand, wie diese Kennzeichnung genau aussehen muß? Ich habe noch nirgends etwas gefunden, wo definiert wird, wie die Kennzeichznung genau aussehen bzw. vorgenommen werden muß?

  • Daniel aus Köthen
    Daniel aus Köthen - 1. Dezember 2010 um 09:36 Uhr

    Wie die Kennzeichnung sein wird… Ich glaube nicht, dass unsere Politiker soweit denken. Gut, ein Mata-Tag wäre sicher das einfachste und in Blogs oder einem CMS einfach umsetzbar.

    Was aber machen die unzähligen alten statischen Webseiten kleiner Vereine, Gemeinden oder Schulen?
    Für mich ist das alles mal wieder ein Schellschuss von Seiten der Politik. Nach der Stoppschild-Idee, nun ein Siegel – auf sowas stehen ja die Deutschen.

    Die Grundidee zur Altersbeschränkung ist ja nicht schlecht. Doch wo stehen denn die wirklich kritischen (jugendgefährdeten) Inhalte? Sicher nicht auf Servern bei df.eu, Hetzner, Starto & Co. sondern eher in Aruba oder einem anderen Inselstaat. Vielleicht sollten die Jugendschützer lieber pauschal alles ab 18 einstufen und wer seine Inhalte entsprechend kennzeichnet (z.B. ab 6), bekommt eben auch Besucher der unteren Altersklassen.

  • Tobi
    Tobi - 1. Dezember 2010 um 13:12 Uhr

    Auch interessant zu diesem Thema ist der Beitrag von Udo Vetter:
    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/12/01/warum-blogger-gelassen-bleiben-konnen/

  • Qed
    Qed - 1. Dezember 2010 um 17:49 Uhr

    Was genau bedeutet das für mich, als Österreicher, nun? dF hat einen Firmensitz in Österreich, betrifft mich das Gesetz also?

    Auf heise durfte ich das hier lesen, weshalb ich nun doch verunsichert bin:

    „Jetzt sehe ich mich als Österreicher gezwungen, mit all meinen
    Domains wieder auf einen österreichischen Provider oder in ein
    anderes Land auszuweichen, obwohl das Angebot hier recht spärlich
    ist. Jetzt habe ich endgültig genug. Gäbe es international einen
    Preis für blöde Gesetze, wären die deutschen Politiker stets
    Spitzenreiter.“

    Quelle: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Danke-an-die-verantwortlichen-Bloedmenschen-in-der-deutschen-Politik/forum-189973/msg-19515385/read/

    Vielen Dank für jedwede Hilfe diesbezüglich!

  • Martin
    Martin - 1. Dezember 2010 um 23:26 Uhr

    Wie man seine Webseite kennzeichnen soll wird wohl noch diskutiert:

    Zitat d….@fsm.de:
    Der gemeinsame Standard für die technische Umsetzung der Alterskennzeichnung wird gegenwärtig unter den beteiligten Institutionen (vgl. § 12 JMStV-2011, http://www.fsm.de/inhalt.doc/Synopse_JMStV_final.pdf) abgestimmt und wird auf anschauliche Weise kommuniziert werden.

  • Martin
    Martin - 1. Dezember 2010 um 23:27 Uhr

    beim Link geht der direkte Aufruf wegen der Klammer nicht:
    http://www.fsm.de/inhalt.doc/Synopse_JMStV_final.pdf

  • Qed
    Qed - 2. Dezember 2010 um 12:28 Uhr

    Und gilt dies jetzt nur für deutsche StaatsbürgerInnen oder für alle Menschen die bei einem deutschen Provider hosten? Sprich, könnte mir oder dF Schaden entstehen, sollte ich mich nicht an dieses Gesetz halten? Dann müsste ich, so Leid es mir wirklich täte, aus moralischen wie ideologischen Gründen einen neuen Hoster in einem anderen Land suchen 🙁

  • Gerriet Selent
    Gerriet Selent - 2. Dezember 2010 um 17:44 Uhr

    Könntet ihr als Hoster nicht anderen Hostern zusammentun und eine aktion gegen dieses Gesetz starten ?
    Was mich beunruhigt, ist die rechtliche Seite, Da hier in DE doch einige sehr schnell mit Abmahungen zu hand sind. Find es eh schon nicht schmeichelhaft das die deutschen bei einigen dingen einen extra Weg einschlagen müssen, anstatt sich mit den Mitteln mal zu versuchen die schon vorhanden sind.
    Beim Jungendschutz würde ich die Eltern und auch die Schulen mehr in die Pflicht nehmen. Die meisten Lehrer wissen nicht mal wie das Internet funktioniert, das nicht mehr aktzeptabel.

  • Salome
    Salome - 2. Dezember 2010 um 19:47 Uhr

    Einfach mal wieder Eigenverantwortung einführen und nicht immer bei dem Pseudoargument (das hier nichtmal wirklich zu trifft, aber das ist ja subjektiv) „Aber es geht doch um die Kinder“ ins Reptilienhirn schalten.

    Irgendwo fängt die Eigenverantwortung an! Wenn wir alles verbieten und abmahnen wollen was irgendwem nicht in den Kram passt, dann gibt es GAR NICHTS mehr, dessen könnt ihr euch sicher sein.

    Den Politikern gehört mal wieder eingetrichtert, dass sie Volksvertreter sein sollten! Die Herren und Damen spielen sich auf wie Götter.

    Dazu ein passender Spruch (keine Drohung, ein Zitat):

    „Dear politicians, you eventually forgot you’re human, no gods! You’re even too human for a bullet. Wanna try?“

  • Christian
    Christian - 3. Dezember 2010 um 18:32 Uhr

    Vielleicht findet sich ja eine einfach Lösung. Vielleicht das man bei df im Kundenmenü zu jeder Domain einen kleinen Fragebogen macht, nach dessen Beantwortung einem die Altersgrenze anbietet und dann direkt für die Domain speichern kann. So dass das bei den Webseiten dann auch mit ausgeliefert wird. Aber das geht erst, wenn überhaupt klar ist, wie gekennzeichnet wird.

  • Andy
    Andy - 5. Dezember 2010 um 14:56 Uhr

    Ich verstehe die Aufregung nicht so ganz.
    Nur die allerwenigsten von uns werden doch Content auf ihrer Internetseite haben, die erst ab 16 Jahren zugänglich sein sollte. Und nur dafür ist eine Kennzeichnung der Altersfreigabe notwendig.
    Eine Kennzeichnung für „Ab 12 Jahren“ ist doch nur notwendig, wenn es auch Inhalte auf der Seite gibt, die ausdrücklich für jüngeres Publikum gedacht ist.
    Auf dem Lawblog wird das ganz gut erläutert.

    Ich wage mal zu behaupten, dass midestens 80% der bei dF gehosteten Seiten überhaupt keine Kennzeichnung der Altersfreigabe benötigen.

  • Salome
    Salome - 5. Dezember 2010 um 18:47 Uhr

    Das ist jetzt die Frage. Meine Seite beschäftigt sich bzw. wird sich mit diversen Medien beschäftigen. *Eventuell* auch mal mit dem ein oder anderem Egoshooter, sprich „Killerspiel“, ergo würde der „ab 18“-Schwachsinn dann auch meine Seite treffen.

    Wer weiß auf welche Ideen die Politiker hierzulande noch kommen -.-

  • -.-
    -.- - 5. Dezember 2010 um 18:48 Uhr

    @Andy: Ja, ne, is klar… erstmal die Kröte schlucken. Is ja immer das selbe. „erstmal abwarten“… wenn das Gesetz da ist, dann ist es zu spät, zurückgenommen wurde so ein Mist seltenst, aufgehalten aber schon öfter.

    Wieviele Marionetten laufen da draußen eigentlich rum? Die Medien haben ja ganze Arbeit geleistet, willenlose Zombies zu züchten *Verschwörungstheorie einstreu*

  • M.Klose
    M.Klose - 17. Dezember 2010 um 11:08 Uhr

    Ich frage mich immer noch, wie das Gesetz in der Realität durchgesetzt werden soll. Nicht jeder Blog kann einen Sozialarbeiter/Pädagogen einstellen…