„Miese Masche“ statt „Gravierender Fehler!“

Der gestern Mittag vorbereitete bissige Blogeintrag war bereits fertig, Auszug:

In großen Lettern schreit uns die gleich doppelt per Fax übermittelte Nachricht entgegen: „Rechtlicher HINWEIS zu Ihrer Webseite! … Gravierende Fehler … Bußgeld bis zu 50.000 €.“ Ein eher unbedarfter Empfänger dieser Mitteilung könnte angesichts der hohen im Raum stehenden Summe verunsichert genug sein, um das Angebot einer Beratung […]  anzunehmen.

Nun, wir sind es jedenfalls nicht. Unsere Webseiten sind anwaltlich geprüft und marktschreierische […] Massenfaxversender erreichen bei uns nur eine Reaktion: Ablage P. P, wie Papierkorb.

Doch die vor der Veröffentlichung heute nochmals durchgeführte Recherche brachte  jedoch (zum Glück) eine neue, gestern Nachmittag von der betroffenen Anwaltskanzlei veröffentlichte Stellungnahme zum Vorschein. Demnach ist man dort selbst das Opfer einer Kampagne. Details dazu hier im „Berlin Blawg“.

Wer also das folgende Schreiben erhält, brauch weder darauf zu antworten noch den betroffenen Anwälten böse zu sein. Damit die Urheber dieser miesen Masche am Ende nicht auch noch mit Erfolg belohnt werden.

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

4 Kommentare

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  • Gerald
    Gerald - 15. April 2011 um 08:39 Uhr

    Das Formular wäre so oder so unlogisch. Wenn ich als Anwalt einen Fehler finde mahne ich doch gleich ab. Wieso für weniger Geld Dienste anbieten? Anwälte die es nicht darauf abgesehen haben, suchen auch nicht nach Fehlern. Zufällige Funde einer Anwaltskanzlei werden ignoriert oder es wird höflich darauf hingewiesen ohne sich anzubietern. Ein seriöses Unternehmen hat das nicht nötig.
    Auch wird nicht genannt welche gravierende Fehler. Das Impressum will man ja erst prüfen (um dann festzustellen daß es in Ordung ist). Es könnte genausogut ein Programm- oder Rechtschreibfehler sein.
    Kurzum, so eine schwammige Formulierung kommt niemals von einem seriösen Anbieter.

  • Sara
    Sara - 15. April 2011 um 08:41 Uhr

    @Gerald: Und genau das scheinen die Urheber auch im Sinn zu haben: Die Kanzlei im schlechten (unseriösen) Licht erscheinen zu lassen. Vermutlich in so manchen Fällen mit Erfolg, immerhin gibt es genügend dreiste Leute, die wirklich mit solchen Maschen auf „Dummenfang“ gehen.

  • dpms
    dpms - 15. April 2011 um 15:28 Uhr

    Vielen Dank für den klarstellenden Beitrag. Das Telefax ist selten dämlich, aber erreicht, was der Absender wollte. Wir sind zwei seit Tagen fast mit nichts anderem mehr beschäftigt, als böse Anrufer zu beruhigen und ankommende Telefaxe zu sortieren.

    Ích habe noch ein par Worte dazu geschrieben:

    http://sewoma.de/berlinblawg/sewoma-fax-joe-job/

  • Sara
    Sara - 18. April 2011 um 08:04 Uhr

    @dpms: So etwas ist einfach ärgerlich, zumal man sich schwer davor schützen oder dagegen wehren kann. Hoffentlich ist der ganze Ärger bald Vergangenheit.