„Registration Expiration“ Spam

Immer wieder erhalten Kunden unerwünschte Werbenachrichten, in denen an die angeblich dringend erforderliche Verlängerung des Domainvertrages erinnert wird. Wer nicht reagiere und (die völlig überhöhten Beträge) bezahle, so der Tenor in den E-Mails, müsse mit dem Verlust der eigenen Internetadresse rechnen.

Leider fallen manche Domaininhaber auf diese Masche herein und halten noch nicht einmal Rücksprache mit ihrem Provider, sondern bezahlen einfach online die geforderte Gebühr. Dass diese – wie oben bereits erwähnt – in der Regel weit über dem üblichen Marktpreis liegt, ist dabei im schlimmsten Fall sogar das eher „kleinere“ Übel, welches man vielleicht gerade noch als Lehrgeld verbuchen könnte. Viel problematischer kann es hingegen sein, dass die eigenen Kreditkartendaten nun bei einem dubiosen Anbieter gelandet sind und zukünftig vielleicht für weitere unberechtigte Verfügungen verwendet werden könnten. Zudem steckt nicht immer „nur“ eine substanzlose Betrugsmasche hinter diesen E-Mails sondern mitunter auch tatsächlich das Ziel der Domainübertragung, um in Zukunft weitere Gebühren berechnen zu können.

Grundsätzlich sollte man daher vorsichtig sein, wenn man von irgendwelchen Firmen per E-Mail im Zusammenhang mit einem Domainnamen kontaktiert wird weil angeblich irgend eine Art von Verlängerung oder Aktion erforderlich ist. Im Zweifelsfall hilft eine Nachfrage beim eigenen Provider um zu klären, um was es sich bei dieser E-Mail handelt und ob tatsächlich etwas unternommen werden muss. Fast immer dürfte danach die passende Reaktion das beherzten Drücken der Löschtaste sein.

Das sollte man auch bei E-Mails von annualdom.com tun. In einer Registration Expiration E-Mail wird, wie oben beschrieben, der Eindruck erweckt, man müsse im Hinblick auf die eigene Internetadresse aktiv werden. Tatsächlich beworben wird jedoch wohl nur eine wie auch immer geartete Dienstleistung rund um Suchmaschineneintragung und -optimierung. Wer die 75 US-$ bezahlt, geht aber vermutlich leer aus. Denn die eigentliche Homepage von annualdom.com weist keinen eigenen Inhalt auf, sondern nur die eingebettete Webseite eines Zahlungsdiensteanbieters. Es ist daher anzunehmen, dass hier Jagd auf die Kreditkartendaten unbedarfter Internetbenutzer gemacht wird.

 

 

 

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Sara Marburg

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Sara Marburg

Geschäftsführung (bis 11/13)

16 Kommentare

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  • Anonymous
    Anonymous - 13. Februar 2012 um 10:00 Uhr

    Ich kann mir das nur so erklären: Schlechte Nachricht -> Panik -> Gehirn schaltet ab -> Alles notwendige Tun um den potenziellen Schaden abzuwenden.

    So funktioniert das mit sehr vielen Betrügereien in unserer Gesellschaft.

    Unter dem Deckmantel des Terrorismus oder der Kinderpornographie wird eine unglaubliche Gefahr suggeriert, die – und das möchte ich betonen – natürlich existent ist, jedoch schon sehr viele Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte existiert. Um sich vor derartigem zu Schützen sollen lang und hart erkämpfte Bürgerrechte aufgegeben werden…

    Im Endeffekt ist es hier die selbe pyschologische Subroutine. Angst erzeugen -> Was man erreichen will, erreichen.

  • Anonymous
    Anonymous - 13. Februar 2012 um 14:00 Uhr

    Das darauf noch immer Leute reinfallen oO

  • Anonymous
    Anonymous - 13. Februar 2012 um 14:02 Uhr

    Andererseits handelt es sich dabei ja nur um Subroutinen menschlicher Psychologie.

    Erzeuge Angst -> warte darauf, dass das Großhirn an niederere Hirnregionen abgibt -> du bekommst was du wolltest.

    Funktioniert ja auch im Großen mit Schlagwörtern wie Terrorismus, Kinderpornographie, weltweite Pandemie…

    (Nein, ich will hier nichts verharmlosen, sehe nur einige Parallelen)

  • Anonymous
    Anonymous - 13. Februar 2012 um 14:02 Uhr

    Netten Spamfilter habt ihr übrigens… lässt einige kritische Wörter nicht zu 🙁

  • Sara
    Sara - 13. Februar 2012 um 14:15 Uhr

    Anonymous: Der Kommentar ist nun sichtbar, nachdem er aufgrund der enthaltenen Zeichenfolge „por**“ erst manuell freigeschaltet werden musste. Der Verzicht auf solche – zugegeben: nur begrenzt wirksamen – Schutzmaßnahmen ist in der Praxis aufgrund häufiger Spamversuche leider nicht möglich.

  • Anonymous
    Anonymous - 13. Februar 2012 um 15:27 Uhr

    Ah, okay. Hatte schon Befürchtung Acta wäre in Deutschland doch noch eingeführt worden 🙂

    Nein, zuerst dachte ich eigentlich mein Browser würde spinnen *g*

    Danke auf jeden Fall für die Aufklärung!

  • Gerald
    Gerald - 13. Februar 2012 um 18:47 Uhr

    Mich wundert immer daß ich nie solche Mails bekomme. Manchmal denke ich daß mein Postfach schon überwacht wird und jede Mail aussortiert 😉 .

  • anonymous2
    anonymous2 - 14. Februar 2012 um 02:23 Uhr

    wisst ihr welcher spamfilter der beste meiner bisherigen internet karriere ist? und zwar der von google (gmail). ich war davor bei gmx mit einer relativ langen email addy, auch bei yahoo und web, gab überall sau viel spam.

    jetzt seit ca. 5 jahren bin ich bei gmail und hab ungelogen mit meinem relativ kurzem alias pro monat vllt. 2-3 spam mails!

    DF werde ich aber auch noch testen, aber bisher ist gmail einfach ungeschlagen in der hinsicht. das is fast schon unheimlich.

    vielleicht ist es ja bei mir so wie gerald gesagt hat, die amis/google checken meine emails und löschen spam für mich 😀

    tut mir leid wegen der gmail werbung, aber irgendwo musste ich das lob loswerden!

    also DF, schaut/klaut das mit dem spamfilter bei google ab!

  • Michael
    Michael - 14. Februar 2012 um 07:56 Uhr

    Zum Thema Spam kann ich nur sagen: Erstellt euch einfach zig Alias-Adressen im Kundenmenü. Jeder Gruppe von Leuten / Firmen gebt ihr dann nur eine Adresse. (Verwandte, Bekannte, Meldeadresse für Foren usw,, Onlineshops…) Kommt irgendwo Spam rein, nur diese Adresse tauschen, und die anderen Gruppen bekommen von ner neuen Adresse gar nix mit. Außerdem bleibt das Postfach unverändert. Natürlich sollte es auch eine Schmutz-Adresse geben, die z. B. in den Kontaktdaten auf der Homepage steht. Wenn die nicht mehr zu erreichen ist, sollen die Besucher halt wieder auf die Seite gehen, und die aktuelle Adresse raussuchen.

    Ich kann aber 2 richtige Postfächer empfehlen. Eines für Privatleute und eins für Firmenkontakte. Aber beide Postfächer können dann die Alias-Adressen haben. Ein drittes als noreply ist noch nötig, da man im Quelltext sehen kann, über welche eigentliche Adresse die Mail rausging, selbst wenn man ne Alias-Adresse angegeben hat.

    Erfolg bei mir: Ich hab nur Adressen bei DF aber natürlich mit eigener Domain und es ist eine Besonderheit wenn ich überhaupt Spam kriege. Aber wenn ich merke, dass es ab jetzt wiederholt Spam auf einer Adresse gibt, fliegt die halt raus wie oben beschrieben und ich erstelle ne neue. Schon hat es sich ausgespammt.

  • Sara
    Sara - 14. Februar 2012 um 08:05 Uhr

    @anonyomous2: Testen Sie doch einfach unsere Spamfilter – bereits ab 0,55 € pro Monat* und ganz ohne Risiko dank 60 Tage Geld zurück Garantie. Über eine Rückmeldung hierzu würde ich mich freuen. [* Monatspreis ab 0,55 € zzgl. einmaliger Einrichtungsgebühr 2,95 €, Abrechnungszeitraum 3 Monate. Alle Details siehe unter http://www.df.eu/de/e-mail-hosting/my-mail/%5D

    @Michael: Vielen Dank für Ihren guten Tipp. Im Prinzip geht das übrigens auch in einer anderen Variante – und zuwar mit unserer Catch-All Funktion für E-Mail. Einfach diese aktivieren und schon führen alle E-Mails an @meine-domain.tld immer in das Postfach, ohne dass vorher gesonderte Weiterleitungen konfiguriert werden müssen. Wer nun für jedes Unternehmen und jede Webseite eine eigene E-Mailadresse in der Form df@meine-domain.tld, onlineshopxyz@meine-domain.tld oder was-auch-immer@meine-domain.tld verwendet kann Missbrauch sofort erkennen und dann bei Bedarf durch eine „ins Nichts führende“ Weiterleitung dieser E-Mails blockieren.

  • Andreaz
    Andreaz - 14. Februar 2012 um 08:28 Uhr

    @Sara: Die Idee habe ich auch lange verfolgt. Der Haken ist, dass damit dem Addy-Raten Tür-und-Tor geöffnet wird und man an admin@ / webmaster@ / root@ / postmaster@ / john@ / … zugespammt wird.

    Ich persönlich hab für mein CatchAll-Konto das Spam-Lvl. auf 3 gesetzt und fahre damit seit 3 Jahren recht gut. Habe allerdings auch nur „risikofreie“ deutsche Kontakte.

    Grüße
    Andreas

  • Sara
    Sara - 14. Februar 2012 um 08:31 Uhr

    @Andreasz: „Nervige“ Standardadressen kann man natürlich im Problemfall ebenfalls einmalig „blockieren“ (z.B. bequem über eine serverseitige, direkt im Kundenmenü konfigurierbare E-Mailregel). Wobei ich aus eigener Erfahrung sagen muss, dass ich das geschilderte Problem zumindest mit aktivierten Spamfiltern (Mailfilter Easy) nicht gehabt habe. 🙂

  • Michael
    Michael - 14. Februar 2012 um 08:49 Uhr

    @Sara: Bei der Catch-All-Funktion sehe ich ja gerade das Problem, dass mich dann sämtliche (Spam-)Mails erreichen, die die Spammer so ausprobieren wie Andreaz schon meint. Deshalb habe ich Catch-All bei den Mails komplett deaktiviert und mache mir lieber 1 bis 2 mal im Jahr die Mühe eine Alias-Adresse auszutauschen. 🙂

  • Sara
    Sara - 14. Februar 2012 um 08:50 Uhr

    @Michael: Hauptsache, man hat eine Lösung die gemessen an dem persönlichen Bedarf funktioniert :-).

  • Andreaz
    Andreaz - 14. Februar 2012 um 09:01 Uhr

    @Sara: Klar, habe ich auch bei einigen gemacht – nur irgendwann vergeht einem die Lust 😉
    Auf einer Domain nutze ich Catchall bewusst seit Jahren dennoch, da ich so nicht nur wie Sie geschrieben haben eine „verspamte“ Adresse sperren kann, sondern auch schön nachvollziehen kann, wer meine E-Mail-Addy verkauft.

    @Michael: Kommt jetzt natürlich tatsächlich auf die Situation an, aber ich persönlich lösche lieber täglich 3 Spammails als im Jahr 3 E-Mails zu verlieren, weil der Absender den Bounce nicht empfangen oder verstanden hat.

    Grüße
    Andreas

  • martin
    martin - 20. Februar 2012 um 16:45 Uhr

    echt eine Schweinerei. Was die sich alles einfallen lassen um irgendwie ans Geld ranzukommen….

    Danke vielmals für diese Info.